@Dennis812
Danke für den Hinweis.
Unabhängig davon, ob die Ausrüstung der Bundeswehr zeitgemäß ist oder nicht ist dies keinesfalls als Startschuß zu werten, das zu machen und anzuziehen, was man will. Dort sind die Vorschriften eindeutig. Ich bezweifel die Richtigkeit der Aussage von snake, daß es unprofessionell ist, Vorschriften einzuhalten.
In meinen Einsätzen habe ich noch nie jemanden erlebt, der daran gestorben ist, seine P8 am Koppel zu tragen, jedoch viele erlebt, die sich dem Wildwuchs hingegeben haben- am besten die, die während ihrer gesamten Einsatzzeit nie aus dem Lager gekommen sind und wie Rambo herumgelaufen sind. Nicht aus Gründen der Funktionalität, sondern weil es einfach geiler ist, wichtig und Rambo zu sein. Denn: wo fängt es an und wo soll es aufhören? Die Grenzen dazu sind doch eindeutig definiert. Mit wem soll ich denn was eruieren? Es ist doch gerade der Vorzug von Vorschriften, daß diese nicht mit einem Tarrotsatz interpretiert werden müssen, weil es dort kaum nuancen des Grauen (als Farbe und Zustand gemeint) gibt. Man kann natürlich zu allem einen problemorientierten Gesprächskreis öffnen und das Diskutieren anfangen....es besteht dazu aber aufgrund der Eindeutigkeit keine Not.
In den knapp 20 Jahren, in der ich bei der Bundeswehr bin, gab es schon immer solche, die ohne Not ihre persönliche Ausrüstung getunt haben mit der Begründung, dass die dienstlich gelieferte Ausrüstung schlecht ist.
Und das ist ebenso Tatsache.
Es würde mich wundern, daß Sie als Disziplinarvorgesetzter der Stufe 1 oder 2 unkommentiert einen Wildwuchs zulassen mit der Begründung: "Die Ausrüstung der Bundeswehr ist gemäß Umfragen auch in der breiten Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß.".