Es geht mir lediglich um eins:
Kann dem Soldaten aus irgendwelchen Gründen, wie in meinem Beispiel Oberschenkelholster, dieser nicht zur Verfügung gestellt werden, und der Soldat beschafft sich selber einen, dann sollte er diesen auch tragen dürfen ohne sich ständig rechtfertigen zu müssen.
Nein! Ich weiß nicht ob dir klar ist, wie sicherheitsrelevant gerade ein Waffenholster ist. Das ist etwas bei dem ich absolut gar nichts dulde, was nicht vom Dienstherren kommt - vor allem würde ich mir nicht mal sicher sein, dass das selbst ein einheitsführender Disziplinarvorgesetzter überhaupt darf.
Aber wenn du dem Herrn Taliban mit seinem AK dann erklärst, dass deine Pistole gerade beim 50m-Lauf durchs Gelände verloren gegangen ist, weil das Holstermaterial schlicht beschissen war und du dich deswegen leider nicht wehren kannst wird der sicherlich genausoviel Verständnis dafür haben, wie der Arzt, der dir aus dem gleichen Grund dann 9mm aus dem Oberschenkel operieren darf, während ein anderer Kamerad deswegen gerade nicht behandelt werden kann.
Immerhin ist jeder Soldat (besonders in AFG) schon belastet genug, da muss man das Leben nicht noch schwerer machen!
Aha...belastet...Leben schwer machen...
Wieviele Gefechte hast du denn schon so erlebt?
Und wenn du durch die Tatsache, dass du eine Pistole am Hüftgürtel trägst "belastet" wirst, dann tut es mir tatsächlich leid, aber dann hast du definitiv den falschen Beruf!
Die Vorschriften der Bw sind daher in einigen Teilen meiner Meinung nach nicht aktuell, da sie niemals davon ausgegangen wären, dass die BW irgendwann mal in AFG ihren Dienst verrichten muss, unter Umständen, die keinem der Vorschriftenverfasser denkbar gewesen wären.
Unsinn! Es gibt für jeden Einsatz ergänzende spezifische lageangepasste Befehlsgebungen, was Ausrüstung und Uniform und die Definition von Dresscodes angeht.
Und eventuell schaust im Intranet mal nach mit welchen Abständen gerade die 37/10 angepasst wird - da wird fast monatsweise etwas verändert.
Was du forderst ist Verhalten, welches jeglicher militärischer Disziplin - welche übrigens eine Lebensversicherung des Soldaten ist - zuwider läuft. Und was das für einen Rattenschwanz an tatsächlichen militärischen Auflösungserscheinungen nach sich zieht das siehst du bereits bei der Bundeswehr im Einsatz. Und du darfst zu 100% davon ausgehen, dass das auch negative Auswirkungen haben wird, wenn entsprechende Einheiten/Soldaten dann mal im scharfen Gefecht stehen.
"Einsatznah ausbilden" sagt als Lehre aus Disziplinlosigkeit im 2. Weltkrieg unmissverständlich als Überlebensmaxime: "Wehret den Anfängen"! Und das hat sich jeder Vorgesetzte, aber auch jeder gute Kamerad auf Augenhöhe auf seine Fahnen zu schreiben - egal ob du da "Lust" drauf hast oder nicht.
Und zum Rest sage ich mal nichts - damit disqualifizierst du dich ja selber. Kommt jetzt gleich noch irgendwelcher Unsinn mit Wassertiefe und Schwimmbewegungen?
Gruß Andi