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Autor Thema: Die Luftwaffe in der Moderne, Schriften zur Geschichte der Deutschen Luftwaffe  (Gelesen 4639 mal)

Chef_6/451

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Oben genannter Band ist gerade erschienen.
Ein Muss für jeden der sich intensiv mit der Geschichte der Bundesdeutschen Luftwaffe auseinandersetzen möchte. Es sind Aufsätze die aus Vorträgen der militärhistorischen Tagung der Luftwaffe 2010 entstanden sind.

Zitat
"Die Luftwaffe der Bundeswehr ist mehr als 50 Jahre alt. Mehrere Hunderttausend Wehrpflichtige und Freiwillige haben in ihr gedient. Ihre Organisationsgeschichte und die Historie einzelner Waffensysteme - wie z.B. des Lockheed F-104 Starfighters - scheint gut erforscht - doch in Wirklichkeit sind viele Aspekte ihrer Geschichte weitgehend unbekannt. Dieses war ein Anlass, Militärhistorische Tagungen der Luftwaffe, die erstmals 2008 und 2010 in Potsdam stattfanden, zu veranstalten, um gerade jungen Historikerinnen und Historikern die Chance zu geben, ihre Forschungen zur Luftwaffengeschichte vorzustellen.

Unter dem Titel "Die Luftwaffe in der Moderne" widmet sich nun der erste Band der neuen Reihe "Studien zur Geschichte der Deutschen Luftwaffe" einigen Facetten der "Moderne", wie sie die fliegende Teilstreitkraft der Bundeswehr seit ihrer Gründung seit 1956 erfuhr:
Ein Beitrag widmet sich der immer wieder greifbaren "Amerikanisierung", die die Luftwaffe vor allem durch die Ausbildung des fliegenden und des Flugabwehrraketenpersonals in den USA erfuhr. Dass diese kulturellen Einflüsse weit über diese Personen hinaus von der Luftwaffe aufgegriffen und damit zum Allgemeingut der "German Air Force" wurden, liegt auf der Hand und ist auch über die zeitgenössischen Einflüsse zu erklären. So gesehen war der gedankliche Schritt vom Bikini-Atoll über die gleichnamige Damen-Bekleidung zu unterschwellig omnipräsenten Atombomben sehr kurz, in seinen Wirkungen aber weit reichend, wie ein weiterer Beitrag untermauert.
Den Rahmen für die Epoche bietet ein kurzer Aufsatz zum Zeitalter der Strategie der Massiven Vergeltung, in der die Luftwaffe die Bundeswehr prägte: die Aufstellung der ersten nuklerwaffenfähigen Jagdbomberverbände im Kontext der Nuklearen Teilhabe war aus militärpolitischen Gründen von großer Bedeutung. In dieser Epoche stand die westdeutsche Sicherheitspolitik jedoch vor der Quadratur des Kreises: wie könnte im Atomzeitalter bei bewaffneten Konflikten die Bundesrepublik sinn-voll geschützt werden? Oder war ihre Zerstörung nur eine Frage der Zeit?
Eine der ersten, der dieses Problem in aller Schärfe erkannte, war Johannes Steinhoff. Seine frühen Jahre als Deutscher Militärischer Vertreter im NATO-Militärausschuss prägten seine sicherheitspolitische Denkweise und seine Einblicke in das funktionieren verbündeter Luftwaffen machte ihn zu demjenigen, der scheinbar allein in der Lage war, die Luftwaffe aus der Starfighter-Krise zu retten.
Mit seinem Namen ist die Beschaffung dieses Sternenjägers kaum verbunden. Sie steht vielmehr für eine sich neu konstituierende Luftfahrtindustrie und eine nach einem Mehrzweckkampflugzeug suchende Luftwaffe. Vielfältige Interessen konkurrierten miteinander und letztlich bekam die Luftwaffe „ihr“ Flugzeug, auf das sie kaum vorbereitet war, wie ein weiterer Artikel untermauert.

Weitere Beiträge zum ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr und ihrer Luftwaffe 1960 in Agadir/Marokko, der von der Luftwaffe gesteuerten Militärhilfe für Nigeria in den 1960er Jahren, der Bedeutung des ersten Luftfahrttheoretikers, Giulio Douhet, sowie einer Luftwaffenmission im Irak 1941 runden den Band ab. Er wird mit einer Analyse zur Bedeutung der Luftwaffe in der aktuellen Sicherheitsarchitektur beschlossen.

Mit diesem Aufsatzband aus ausgewählten Beiträgen der Tagungen wird versucht, die Rolle der Luftstreitkräfte der Bundesrepublik Deutschland aus bislang wenig bekannten Blickwinkeln darzustellen.

Die Herausgeber sind als Historiker der Luftwaffe in Forschung und Lehre tätig, die Autoren sind teilweise als Offiziere Angehörige der Bundeswehr oder an zivilen Universitäten der Bundesrepublik Deutschland tätig.
Der Band wurde gefördert durch die Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V."


Wie ich finde ein gelungener Band.
« Letzte Änderung: 10. November 2011, 16:33:14 von Chef_6/451 »
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Chef_6/451

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Jep, ist es auch. Ich hab selbst an dem Band mitgearbeitet. ;)
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Klingt trotzdem interessant  ;D
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bayern bazi

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kommen da auch die ganzen lustigwafflwahrheiten (witze ) vor
 ;D
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Chef_6/451

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Zitat
kommen da auch die ganzen lustigwafflwahrheiten (witze ) vor
Nein, dazu erscheinen demnächst die Supplementbände 1-24, die dann in alllen großen Universitätsbibliotheken einsehbar sind. Leider war es nicht möglich diesen Bereich mit nur einem Band abzudecken.
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