...ich möchte jetzt bestimmt keine Diskussion über die ideologischen Ansätze der Wehrpflicht vom Zaun brechen. Ich mache es an nüchternen Zahlen fest: Nehmt mal den Etat des BMdVerteidigung und rechnet mit höheren Personalkosten, berücksichtigt die Mehrkosten im Etat des Sozialministeriums die entstehen, weil die Zivis wegfallen und dann überlegt ihr euch, wie eure Berufsarmee finanziert werden soll.
Das Thema Berufssoldat von Snake ist mir zu statisch. Gut an der Bw ist doch, dass viel Variationen des zeitlichen Engagements und somit individuelle Lebensplanungen möglich sind. Wenn einer meint, als Mannschafter SaZ 4 machen zu müssen, weil das eben jetzt in seine Lebensplanung passt, dann soll er doch. Den Hinweis dass er danach beruflich nicht weiter, nur vier Jahre älter ist, kann man ihm ja geben - der Rest ist seine Sache. Wenn einer als Offz nach 12 Jahren und Studium gehen möchte, um sich in der freien Wirtschaft zu verwirklichen, dann soll er doch, warum nicht. Die fehlenden Umsteigemöglichkeiten innerhalb der Laufbahnen scheint doch das Problem der Stunde zu sein. Hier muß wohl angesetzt werden. Und dann Bazis Vorschlag noch erweitert - Alle müssen herangezogen werden. Ab dem 18. LJ bzw. nach Abschluß seiner Ausbildung, leistet jeder diesem Land einen Dienst - egal ob m/w - in den Streitkräften/Im Zivildienst/oder in einem anderen Dienst. Dann herrscht Gerechtigkeit, keiner kann sich durch irgendwelche Tricksereien einen persönlichen Vorteil ergaunern. Dieser Dienst muss so gestaltet werden, dass die Zeit sinnvoll ausgefüllt ist und keiner das Gefühl bekommt "gammeln" zu müssen. Viele werden da für ihr weiteres Leben ganz entscheidende Erfahrung machen, und Impulse bekommen.