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Wie die meisten sicher schon mitbekommen haben, verfolgen wir eigentlich eine recht entspannte Forenphilosophie und die macht sicher einen großen Teil des Erfolgs unseres Forums aus. Wir schätzen die Erfahrung der "alten Hasen" sehr und jedem sollte klar sein, dass es sich bei Bundeswehrforum.de nicht um die Homepage eines Rosa-Plüsch-Pony-Vereins handelt. Gleichtzeitig möchten wir Neulinge unterstützen und nicht verschrecken. Immerhin handelt es sich oft um zivile Interessenten oder junge Soldaten mit wenig Erfahrung.
Wir vom Team apellieren an alle, sich um ein freundliches Miteinander zu bemühen und Nachsicht mit unerfahrenere Usern zu üben und werden selber in nächster Zeit verstärkt darauf achten.

Auf ein entspanntes Forenleben, Euer Team

Autor Thema: Soldatin will nicht mehr Soldatin sein  (Gelesen 1767 mal)

Flexscan

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Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« am: 18. Dezember 2011, 11:09:00 »

Quelle HAZ

Zitat: "Sie hatte sich als Soldatin auf Zeit verpflichtet und sich von der Bundeswehr ein Studium finanzieren lassen. Nun kämpft die 28-jährige Ärztin „aus Gewissensgründen“ um eine vorzeitige Entlassung aus der Bundeswehr und ist vor das Verwaltungsgericht Hannover gezogen. Die Bundeswehr verweist dagegen auf die Kosten ihrer Ausbildung.


Edit:
Zitat kenntlich gemacht
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2011, 13:36:48 von StOPfr »
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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #1 am: 18. Dezember 2011, 11:11:06 »

bei sowas krieg ich das kotzen.

Ausbildung umsonst, Studium umsonst, fettes Gehalt kassiert und wenn es ernst wird kneifen.
In der zivilen Welt verdient man ja mehr.
Normalerweise sollte man der das Studium aberkennen und alle Kosten zurückfordern.

Dank an Schamane für den Link
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ulli76

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #2 am: 18. Dezember 2011, 11:19:25 »

Ist schon merkwürdig, dass sich so ein Gewissen regelhaft zum Ende von Ausbildungen regt.
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Flexscan

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #3 am: 18. Dezember 2011, 11:48:06 »

wie sieht das eigtl rechtlich aus.

Kann doch nicht sein.
Erst alles absahnen, Studium, Gehalt und dann kneifen.

Die wird doch net so ohne weiteres davonkommen?
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ulli76

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #4 am: 18. Dezember 2011, 12:00:28 »

Kommt drauf an, wie die Enlassung letztendlich läuft.
Normalerweise müsste sie die Ausbildungskosten zurück zahlen.

Aber ich kann mir auch Folgendes vorstellen:
Das Verfahren wird sich so lange hinziehen, dass sie schön Zeit hat, sich in die Psycho-Schiene reinzusteigern. Dann kommt auch nen DU-Verfahren in Frage, womöglich noch mit WDB.
Dann wird der Anwalt versuchen, ne Ausrede für die Wehrstraftaten zu finden (die können nämlich tatsächlich nen Problem für die Approbation darstellen).
Das psychische Krankheit heilt natürlich auch direkt nach Entlassung wieder aus (weil sonst könnte das ja auch nen Problem für die Tätigkeit als Ärztin darstellen).

Und schupps ist sie am Ende wieder rechtlich, gesundheitlich und finanziell "sauber". Am besten denkt man nicht weiter drüber nach.

Ich weiss auch von Kameraden, die bei KDV nichts zurück zahlen müssen, da sonst ja die Gefahr bestünde, dass jemand aufgrund von finanziellem Druck weiter gegen sein Gewissen Kriegsdienst leisten muss.

Ein anderer aktueller Trick betrifft übrigens das Umgehen des NC- bei Medizinern gibt es nämlich die Möglichkeit mit 12-13 Semestern Wartezeit an einen Studienplatz zu kommen, wenn der AbiSchnitt nicht ausreicht. Bei der Bundeswehr gibt es den NC aber nicht- bzw. wir wissen ja, dass noch bis zu einem Schnitt von knapp über 2 zur OPZ eingeladen wird (im Zivilen muss man schon ab 1,5/1,6 bangen um in´s Auswahlverfahren der Hochschulen zu kommen- das ist eine weitere Möglichkeit außerhalb des NC). Dann bekommt man seinen Studienplatz und sieht zu, dass man möglichst früh im Studium wieder raus kommt. Sehr beliebt hier DU-Verfahren wegen psychischer Probleme. Minimiert das finanzielle Risiko einer Rückzahlung.
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mxim

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #5 am: 18. Dezember 2011, 12:15:04 »

Ich sehs schon kommen... Am Ende kommt wieder irgend ein doofes Urteil dabei raus, das es solchen "OA's" noch leichter macht auf legelem Wege die Bundeswehr zu verarschen.
Das Richtige wäre wohl wirklich, ihr zumindest das Studium abzuerkennen. Wenn sie ihr Gewissen so stark belastet, will sie ja bestimmt selbst nichts mehr mitm Bund zu tun haben. Das schließt dann auch das Studiumzeugnis mit ein ;D
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itchit

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #6 am: 18. Dezember 2011, 12:18:54 »

Ich muss sagen, dieser Artikel klingt als handele es sich um die Dame, die vor kurzem erst hier im Forum gepostet hatte.
Empfindet das noch Jemand so?

Ich denke auch, ihr das Studium abzuerkennen wäre die richtige Entscheidung.
Da könnte eventuell auch eine "Wunderheilung" in Kraft treten und sie würde den Dienst wieder aufnehmen.

Es ist schwer zu hoffen, dass dies kein böses Ende für die Bundeswehr nimmt.
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ulli76

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #7 am: 18. Dezember 2011, 12:19:54 »

Das Argument, die Schilderungen ihres Vaters und Großvaters hätten ihr die Augen geöffnet kann doch nur vorgeschoben sein, oder spricht sie erst seit ein paar Wochen mit denen?

Was auch merkwürdig ist: Die verweigert doch derzeit alle Befehle und jeglichen Dienst- schon merkwürdig, dass sie genau das nicht getan hat, als sie noch Studentin war. Das war doch auch Dienst. Da scheint sie das aber nicht gestört zu haben.

Mir tut nur ihr DV etwas leid: Der kann jetzt jedes ihres Dienstvergehen sauber abarbeiten- ist ja nich so,dass der sehr wahrscheinlich schon genug Arbeit hat.

@itchit: Welche meinst du? Hast du da mal nen Link?
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2011, 12:22:45 von ulli76 »
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mxim

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #8 am: 18. Dezember 2011, 12:34:51 »

Was auch merkwürdig ist: Die verweigert doch derzeit alle Befehle und jeglichen Dienst- schon merkwürdig, dass sie genau das nicht getan hat, als sie noch Studentin war. Das war doch auch Dienst. Da scheint sie das aber nicht gestört zu haben.
Genau. Und es ist ja nicht so, dass man während des Studiums nicht mit dem militärischen Teil des Berufes in Berührung kommt. Wäre sie erst jetzt ins kalte Wasser der Militärordnung/des -alltags geworfen worden, wäre ihre Begründung zumindest nachvollziehbar gewesen. Aber dem ist es ja nicht so...
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miguhamburg1

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #9 am: 18. Dezember 2011, 12:41:44 »

Ich finde, der eigentliche Skandal ist die Moral dieser Frau, jemand anderem einen begehrten Studienplatz wegzunehmen, der dann auch als Arzt in der Bw arbeiten will. Aber diese Frage steht hier ja nicht zur Diskussion.

Auf der anderen Seite hat sie ihr zivilies Studium an ihrer Uni ordnungsgemäß bestanden. Insofern gibt es rechtlich keine Möglichkeit, ihr Studium/ihren Abschluss abzuerkennen. Welche Grundlage sollte dafür existieren? Das ist doch wirklich Stammtisch Niveau, das hier aufploppt.

Eine andere Frage ist, was nun zu tun ist - von Seiten der Bundeswehr. Denn was sollte es letztlich bringen, die Disziplinarstrategie bis zum bitteren Ende durchzuziehen, wenn sie für ihre Entscheidungen Gewissensgründe anführt? Ich wage zu bezweifeln, dass dies Vorgehen für die anstehende(n) Gerichtsverfahren günstig (für uns) ist. Letztlich gibt es für diese Frau Alternativen, wie Ulli sie beschrieb. Insofern bringt wohl eine (verständliche) Aufregung hierüber einfach nichts!!

Liebe Ulli, wobei die Kontakte zum Soldatensein ab dem dritten Studienjahr ja ausgesprochen selten sind, wenn man nicht selbst aktiv wird, wie ich von meiner Tochter erfahre.
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Flexscan

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #10 am: 18. Dezember 2011, 12:49:59 »

Für mich ist das schlicht und einfach Betrug.
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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #11 am: 18. Dezember 2011, 13:03:32 »

@Migu: Der Passus mit den Kontakten zum Soldatensein stammt nicht von mir.

Das Traurige ist aber, dass gegen solche "Kameraden" kaum ein Kraut gewachsen ist.
Ich hab übrigens auch schon folgende Diagnose gelesen: "Anpassungsstörung aufgrund Fehlverpflichtung".
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aaPmT

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #12 am: 18. Dezember 2011, 13:27:49 »

Auch wenn ich ihr Verhalten absolut verurteile und die berechtigte Empörung durchaus nachvollziehen kann und auch teile, muss man doch auch sagen das sie genau das macht wofür wir alle stehen.
Sie benutzt die freiheitlich demokratische Grundordnung und bewegt sich im völlig legalen Rahmen.

Wie sagten noch die Freunde von Voltaire: Ich verachte was sie sagen, würde aber dafür sterben das sie es sagen dürfen (oder so ähnlich).

Alles andere entspäche nicht unserer Ordnung auf die wir geschworen haben.
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Flexscan

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #13 am: 18. Dezember 2011, 13:38:29 »

Sie benutzt die freiheitlich demokratische Grundordnung und bewegt sich im völlig legalen Rahmen.

Wo ist da der legale Rahmen wenn ich den Staat und die Steuerzahler betrüge und verarsche?

Mir kann doch niemand erzählen, das der Trulla die Gewissensbisse erst nach und nach kamen.

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StOPfr

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #14 am: 18. Dezember 2011, 13:43:15 »

Das Argument, die Schilderungen ihres Vaters und Großvaters hätten ihr die Augen geöffnet kann doch nur vorgeschoben sein, oder spricht sie erst seit ein paar Wochen mit denen?
Das ist mir bei der Lektüre des Artikels auch sofort aufgefallen.
Ansonsten mein Kommentar:  >:( (und zwar sehr). Ich bin für Vorverurteilungen eigentlich gar nicht zu haben, aber diese Geschichte stinkt dermaßen...
Trotzdem bin ich ziemlich sicher, dass das Verfahren in ihrem Sinne ausgeht.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2011, 13:54:32 von StOPfr »
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