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Wie die meisten sicher schon mitbekommen haben, verfolgen wir eigentlich eine recht entspannte Forenphilosophie und die macht sicher einen großen Teil des Erfolgs unseres Forums aus. Wir schätzen die Erfahrung der "alten Hasen" sehr und jedem sollte klar sein, dass es sich bei Bundeswehrforum.de nicht um die Homepage eines Rosa-Plüsch-Pony-Vereins handelt. Gleichtzeitig möchten wir Neulinge unterstützen und nicht verschrecken. Immerhin handelt es sich oft um zivile Interessenten oder junge Soldaten mit wenig Erfahrung.
Wir vom Team apellieren an alle, sich um ein freundliches Miteinander zu bemühen und Nachsicht mit unerfahrenere Usern zu üben und werden selber in nächster Zeit verstärkt darauf achten.

Auf ein entspanntes Forenleben, Euer Team

Autor Thema: Soldatin will nicht mehr Soldatin sein  (Gelesen 1767 mal)

itchit

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #15 am: 18. Dezember 2011, 13:53:13 »

Ich hatte mich geeirt...es klang allerdings sehr ähnlich wie in dem Tread "SAZ 17 SanOA -> Abbruch + Studienplatzerhalt? ".
Auch wenn hier ein "Martin" schreibt.

Natürlich ist mir bewusst, dass man eine abgeschlossene Ausbildung/Studium nicht wieder aberkennen kann.

Allerdings ist es ein erschlichener Studienplatz.

Soweit ich informiert bin gab es einmal die Situation, dass sich Studenten in dieses Studium geklagt hatten, da Sie jedoch Plätze vorläufig zugewiesen bekamen, die eigentlich nicht zur Verfügung standen, wurden sie relativ schnell wieder exmatrikuliert.

Aber da Sie das Studium schon abgeschlossen hat und dies auch noch mit einem solchen Ergebnis wird man da wohl nicht mehr viel machen können.

Es ist trotzdem eine Frechheit und es ist wirklich fragwürdig wie ein Mensch so etwas mit sich ausmachen kann.
(Es wird auch einige geben die denken "super Idee, gut ums System geschlichen", aber dennoch sollte Sie während ihrer Bundeswehrzeit Kameradschaft kennengelernt haben und deswegen ist es für mich nicht nachvollziehbar.)
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Flexscan

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #16 am: 18. Dezember 2011, 14:29:01 »

Als Gott die Frau erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches

 ;D ;D
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mailman

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #17 am: 18. Dezember 2011, 14:52:23 »

Dennoch wird man da nicht viel machen können,  KDV ist nun mal per Grundrecht garantiert..

Und "Abseiler" haben es immer einfach rauszukommen, sei es bei der Bundeswehr oder anderswo. Hatten wir ja früher regelmäßig, wenn ohne Widerruf unterschrieben wurde, rausgekommen sind die meisten immer. Auch ich, allerdings aus anderen Gründen und über den sauberen Weg.
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Schamane

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #18 am: 18. Dezember 2011, 19:04:38 »

Naja einige von der Rechtsberaterfraktion vermuten einen Dammbruch wenn sie durchkommt. Andere sehen es lockerer und die ärztlichen Kollegen sagen: "Einer Ärztin der kein Grund für DU und WDB einfällt sollte man tatsächlich die Approbation wegen Unfähigkeit aberkennen." Ansonsten gilt über das Gewissen kann man nicht richten und daher sehe ich auch gute Chancen das sie durchkommt und zusätzlich geht es halt immer noch über die FU-VIb ICD-10 F43.2 (ja Ulli76 das ist die Anpassungsstörung und da zählt der Kulturschock dazu und der Bund ist doch ein Kulturschock, nur hätte sie den vor ihrem Studium schon bekommen müssen.)
 
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ulli76

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #19 am: 18. Dezember 2011, 19:07:06 »

Die Anpassungsstörung als solche ist ja was Häufiges. Aber dass die Psychiater jetzt schon "Anpassungsstörung aufgrund Fehlverpflichtung in ihre Berichte schreiben, war mir recht neu.
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Schamane

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #20 am: 18. Dezember 2011, 19:30:14 »

Ach so neu ist das nicht die Frage ist wer hat sich verpflichtet?  Die Soldatin, der Soldat die sich verpflichtet haben oder die Bundeswehr in der Form der OPZ die der Verpflichtung zugestimmt haben.
Da mir mal ein Psychologe sagte, wenn die Bundeswehr die Person einstellt, dann will sie es doch so. Da bei manchen schrieb der Psychologe im Tenor "Es liegt ein führenden monetärer Beweggrund zur Wahl der soldatischen Laufbahn vor, welche es für wahrscheinlich erscheinen läßt, dass er sich bei besseren Optionen schnell umentscheiden oder in die innere Emigration gehen könnte."
Wenn also der Bund Personen mit solchen Prognosen einstellt, dann trägt der Bund ein gerüttelt Mass an Schuld. 
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wolverine

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #21 am: 18. Dezember 2011, 20:17:02 »

Das wird eine klare Einzelfallentscheidung und als solche sollte man das auch sehen. Das Gewissen ist nun einmal individuell und es kommt nur auf Vortrag und Glaubhaftmachung an. Wenn sie das Gericht überzeugt, kommt sie durch und wenn nicht, dann nicht.
Und wenn sie durchkommt, sollte man das auch als das sehen, was es ist: Die Bw ist groß genug um auch einen gewissen Prozentsatz Ausschuss zu verkraften. Hat es immer gegeben und wird es immer geben. Vielleicht ist sie ja wirklich so ein Sensibelchen, das mit 25 - 30 erstmals mit ihrer Familie redet und von ihrem Lebenspartner die Augen geöffnet und die Welt erklärt bekommt; ich weiß das nicht. Und wenn es tatsächlich vorher angelegter Betrug war, dann bin ich ja der Meinung, dass so etwas Lebenseinstellung ist. Und früher oder später stolpern diese Leute alle einmal über die eigene Schläue!
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« Letzte Änderung: 18. Dezember 2011, 21:29:36 von wolverine »
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Schamane

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #22 am: 19. Dezember 2011, 05:39:00 »

@ Wolverine die Ansicht von wegen einer Einzelfallentscheidung habe ich auch von einigen Juristen gehört, diese wird aber nicht durch alle Juristen geteilt. Dieses beruht vor allem auf der beschriebenen Argumentationslinie der Bundeswehr im Prozess:
"...Der Bundeswehrvertreter verwies dagegen auf eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts; danach ist der Sanitätsdienst als waffenloser Dienst anzusehen..." HAZ vom 17.12.11 von Sonja Fröhlich.
Wenn das Verfassungsgericht diese Aussage kassiert, wird damit ein Präzedenzfall geschaffen. Weil dann das gesamte Sanitätspersonal das dies will sich mit Verweis darauf heraus klagen kann. Denn die Bundeswehr stellt fest, dass es sich beim Sanitätsdienst um einen waffenlosen Dienst handelt. Sollte das Bundesverfassungsgericht zu einer anders lautenden Würdigung kommen, so wären die Soldaten unter grundsätzlich anderen Voraussetzungen eingestellt worden und die SaZ - Verträge wären durch grundlegende Veränderung der Vertragsbasis für den Soldaten in ihrer Bindungskraft zu hinterfragen. 
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alter Geist

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #23 am: 19. Dezember 2011, 05:54:21 »

Und früher oder später stolpern diese Leute alle einmal über die eigene Schläue!
                                     
Man trifft sich immer zweimal im Leben und so loyal wie sie sich jetzt zeigt wird sie sich später auch bei anderen Arbeitgebern zeigen. Man wird sich an sie erinnern wen sie nun so durch die Presse geht. Das war vielleicht etwas kurzsichtig von der Dame. Ich würde mich nicht von ihr behandeln lassen.
« Letzte Änderung: 19. Dezember 2011, 06:23:32 von alter Geist »
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Nicht immer, aber immer öfter weiß ich wovon ich rede!

Achja, eine gewisse Grundaroganz tut jedem gut!

ulli76

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #24 am: 19. Dezember 2011, 07:14:44 »


Oder sie versuchts als wiedereinsteller wenn die Beziehung in die Brüche geht.
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snake99

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #25 am: 19. Dezember 2011, 07:50:10 »

Als ich von dem Fall am WE gelesen haben, schwoll mir erstmal der Hals ... aber gut, das ist nur mein rein persönliches Empfinden.

Ich würde die "Kameradin" entlassen, jedoch die gesamten Ausbildungskosten zurück fordern.

Eine Freundin von mir hat neulich eine recht teuere Weiterbildung von ihrem Chef finanziert bekommen und sich gleichzeitig vertraglich dazu verpflichtet mind. 2 Jahre bei ihm weiter zu arbeiten. Sie hat jedoch kurz nach der Fortbildung gekündigt, worauf der Chef ihr letztes Monatsgehalt einbehalten hat.

Fazit der mit dem Fall beschäftigten Juristen:
Die Maßnahme des AG's war vollkommen rechtens.
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miguhamburg1

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #26 am: 19. Dezember 2011, 08:41:48 »

Also, für die rechtliche Würdigung sind ja gottlob bei uns die Gerichte zuständig, und es bleibt abzuwarten, wie die ggf. letzte Instanz dazu entscheiden wird.

Dass der Sanitätsdienst ein "waffenloser" Dienst wäre, wie es in dem Artikel anklingt, ist allerdings gelinde ausgedrückt dahingehend Unsinn, als dass es die in der Bundeswehr seit Jahren bestehenden Tatsachen auf den Kopf stellt. Da bin ich ja mal wirklich gespannt, wie von den beauftragten Rechtsvertretern in dieser Beziehung weiter argumentiert wird. Ich persönlich halte dies für eine Fehlinterpretation der Jouralistin, denn würde der Sanitätsdienst tatsächlich als "waffenloser Dienst" durchgehen, dann bin ich mal auf die dann anstehenden Umwälzungen der gesamten Bundeswehrkonzeption gespannt! Letztlich noch gespannter allerdings wäre ich dann, wie die Bundeswehr unter diesen Voraussetzungen noch eigenes Sanitätspersonal in die Einsätze bringen will!
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snake99

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #27 am: 19. Dezember 2011, 09:00:24 »

Den Sanitätsdienst als "waffenlosen Dienst" dahin zu stellen ist doch gelinde gesagt "Tullux" ...

Jeder Angehöriger der Sanität wird bereits in der AGA am G36 und der P8 ausgebildet, weil er diese Waffen spätestens im Einsatz zur Eigensicherung auch bedienen können muss ...

Wenn es der "Kameradin" nun tatsächlich gelingen wird, ihre Gewissensbisse gegenüber Bw und Waffen weiterhin glaubhaft zu vermitteln, so denke ich, dass der Bw nichts weiter übrig bleiben wird als sie gehen zu lassen ... wahrscheinlich sogar ohne Rechtsanspruch auf Schadensersatz für die sehr teure Ausbildung, denn das KDV Recht ist immerhin Bestandteil unserer Gesetzgebung.

Es bleibt jedoch der negative Beigeschmack, dass die "Kameradin" die Bw nur als Mittel zum Zweck gesehen hat, um eine prima Ausbildung abzugreifen ... diesen Vorsatz ihr jedoch zu beweisen, sollte meiner bisherigen Einschätzung und Informationen nach unmöglich sein ...

Da kommt mir doch der Fall eins Majors (BS & Tornado Pilot) zurück ins Gedächtnis, der damals kurz vor seinem Kosovo Einsatz ebenfalls erfolgreich KDV stellte und die Bw darauf hin verlassen hat.

Im Bereich des Uffz Fachdienstes soll es ja ebenfalls schon Fälle gegeben haben, die "urplötzlich" nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer ZAW ihr "Gewissen" entdeckt haben ...

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie die Gerichte im Fall der Ärztin entscheiden werden ...
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Schamane

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #28 am: 19. Dezember 2011, 17:03:41 »

Nun ich bin auch gespannt, wenn der Rechtsberater der Bundeswehr so argumentiert, dann bleiben Sanis demnächst zuhause. Vielleicht hat er ja schon die Bundeswehrkonzeption 2020 :-[
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wolverine

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Antw:Soldatin will nicht mehr Soldatin sein
« Antwort #29 am: 19. Dezember 2011, 17:06:31 »

Weiß jemand wer das Verfahren vertritt? Gerne auch als PN.
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