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Neuigkeiten:

Werte User, ihr habt bestimmt in den letzten Tagen mitbekommen, dass es ein paar Veränderungen im Forum gibt. Uns ist aufgefallen, dass der Ton in letzter Zeit im Forum rauher geworden ist und sich einige User nicht mehr so ganz wohl gefühlt hatten.

Wie die meisten sicher schon mitbekommen haben, verfolgen wir eigentlich eine recht entspannte Forenphilosophie und die macht sicher einen großen Teil des Erfolgs unseres Forums aus. Wir schätzen die Erfahrung der "alten Hasen" sehr und jedem sollte klar sein, dass es sich bei Bundeswehrforum.de nicht um die Homepage eines Rosa-Plüsch-Pony-Vereins handelt. Gleichtzeitig möchten wir Neulinge unterstützen und nicht verschrecken. Immerhin handelt es sich oft um zivile Interessenten oder junge Soldaten mit wenig Erfahrung.
Wir vom Team apellieren an alle, sich um ein freundliches Miteinander zu bemühen und Nachsicht mit unerfahrenere Usern zu üben und werden selber in nächster Zeit verstärkt darauf achten.

Auf ein entspanntes Forenleben, Euer Team

Autor Thema: Spiegel Online: Plagiatsvorwurf - Fiese Fußnote zu Guttenbergs Doktorarbeit  (Gelesen 12325 mal)

AriFuSchr

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Zitat
Plagiatsvorwurf gegen Guttenberg
"Das ist schon lausig von ihm"

... sehr generös die Dame, sie möchte nämlich nicht gegen KTzG vorgehen.

Woraus man immer einen juristischen Anspruch hier der Verfasserin gegenüber KTzG konstruieren möchte.  ::)

SpON mutiert langsam zur "Hetzplattform" wider Guttenberg >:(

@ Fitsch

man muß es nur richtig schreiben, dann weiss mr wos liecht: Bammberch  ;D

« Letzte Änderung: 16. Februar 2011, 16:01:24 von AriFuSchr »
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AriFuSchr

Timid

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Man kann auch hinter allem eine Verschwörung wittern ...
Dann zeig mir mal nen anderen Politiker dem ploetzlich derart nachgeschnueffelt wird wie KTzG. Das hat schon ein Geschmaeckle...

Wer eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, muss davon ausgehen, dass diese auch gelesen wird.

Woraus man immer einen juristischen Anspruch hier der Verfasserin gegenüber KTzG konstruieren möchte.  ::)

Da gibt es nichts zu konstruieren - wenn die Vorwürfe stimmen, wäre das ein Verstoß gegen Urheberrechte.
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AriFuSchr

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Zitat
Da gibt es nichts zu konstruieren - wenn die Vorwürfe stimmen, wäre das ein Verstoß gegen Urheberrechte.
Datum/Zeit: Heute um 15:58:14Autor: AriFuSchr 


Wir könnten uns dann auf Tausende von Urheberrechtsprozessen einstellen, weil in den ganzen Diplom/Magister/Doktor und sonstigen wiss. Arbeiten ein Zitat nicht/nicht ausreichend oder falsch zitiert ist.
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AriFuSchr

Andi

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Da immer mehr Universitäten mit entsprechender Prüfsoftware ausgestattet sind wird diese auch genutzt, um ganze Dekaden von Diplom/Magisterarbeiten oder Dissertationen im Nachhinein zu prüfen. Und da werden sich noch einige Leute umgucken müssen, die nach 20 oder 30 Jahren ihren akademischen Grad rückwirkend verlieren werden.
Das man so eine Software dann auch mal nutzt um die Arbeit einer prominenten Person gegen zu prüfen ist wohl völlig menschlich.

Und auf den ersten Blick würde ich die Vorwürfe als ziemlich gehaltvoll einstufen. Das man im modernen Computerzeitalter copy paste macht und dann in der Nachbearbeitung bei der Masse des Textes mal vergisst ein Zitat in eigene Worte umzuändern oder kenntlich zu machen kann passieren, darf aber nicht. Da hatte man es im Schreibmaschinenzeitalter besser. Auch ein einzelnes Plagiat ist nunmal eine Urheberrechtsverletzung und führt in jeder mir bekannten deutschen Universität zwingend zu einem nichtbestehen einer Prüfung bzw. zu einer nachträglichen Aberkennung der Prüfungsleistung. Strafrechtliche Konsequenzen können natürlich noch dazu kommen.

Gruß Andi
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AriFuSchr

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nach meiner Kenntnis gibt es heute sogar "Ghostwriter" die gegen entsprechendes Entgelt derartige Arbeiten  fertigen...


wenn Vaddern also genug Kohle locker macht, kann man sich auf schönen, sonnigen Inseln gelegentlich mal über den Fortgang der Arbeit informieren  ::)
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AriFuSchr

hbmaennchen

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Ja, und wenn das rauskommt, oder wie von Andi beschrieben, Fußnoten "unterschlagen" werden, ob absichtlich oder nicht, verstößt das regelmässig gegen die Promotionsordnung der jeweiligen Uni. Und damit wird dann ggf. der Doktortitel aberkannt. Gerade im Fach Jura verführen die zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätze in den diversen Fach-Zeitschriften leicht zum "Abschreiben" - einigen meiner Kommilitonen wurden Klausuren nicht anerkannt, weil der Prof./der wissenschaftliche MA eben den "nicht-zitierten" Aufsatz auch kannte und sie zu nah am Original die Formulierungen und Schlußfolgerungen übernommen hatten. Ist sogar in der Kurzhausarbeit im 1. Examen einer Kommilitonin passiert, die damit 0 Punkte einfuhr und schlußendlich das Examen nicht bestdn - dummerweise war es bereits ihr 2. Versuch, womit dann 6 Jahre Studium im Eimer waren.

BTW: ROFL.
Zitat
Rinderspacher sagte am Mittwoch in München, Guttenberg müsse sich an seiner Haltung im Umgang mit der "Gorch Fock"-Affäre orientieren, wo er den Kapitän bis zur Prüfung aller Vorwürfe suspendiert hatte. Diesen Maßstab solle er nun auch an sich selbst anlegen.

Scheint ein humoriges Kerlchen, der Herr Rinderspacher :-).
« Letzte Änderung: 16. Februar 2011, 16:51:50 von hbmaennchen »
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Andi

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nach meiner Kenntnis gibt es heute sogar "Ghostwriter" die gegen entsprechendes Entgelt derartige Arbeiten  fertigen...


Richtig, die gibt es. Und darüber sind auch schon einige Jungakademiker (oder Altakademiker) gestolpert, die sich durch so eine Leistung ein einfaches Leben machen wollten. Es gibt nämlich Ghostwriter, die dann einfach mal eine komplette Arbeit abschreiben oder eben großzügig Urheberrechtsverletzungen begehen - kann ihnen ja egal sein, was soll der Auftraggeber machen, wenn es rauskommt? ;)
Bin der Meinung, dass es dazu in den letzten Jahren in Bremen einen ganz interessanten Prozess gab.

Gruß Andi
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miguhamburg1

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Immer noch nicht eine bewertende Stellungnahme dessen, was über unseren IBUK geschrieben wurde.

Laut "SZ" scheinen allerdings weder alle Universitäten, noch alle Fakultäten gegen Urheberrechtsverletzungen in Abschlussarbeiten so vorzugehen, wie Andi es hier beschreibt. Ist ganz interessant der diesbezügliche Beitrag. Da gibt es wohl alle Reaktionen vom Darüber-Hinweggehen bis hin zur sofortigen Aberkennung des Doktortitels und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Wir werden also abwarten müssen, was sich in dieser Sache weiter tun wird.
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Andi

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Laut "SZ" scheinen allerdings weder alle Universitäten, noch alle Fakultäten gegen Urheberrechtsverletzungen in Abschlussarbeiten so vorzugehen, wie Andi es hier beschreibt.

Das ist aus den unterschiedlichsten Gründen richtig. In den meisten Fällen liegt es allerdings an der völligen Überlastung der Dozenten und einer Ermangelung einer einheitlichen hausinternen Regelung bis hin zum Mangel am Regelungs- und Ahndungswillen (was vielleicht auch im Eigeninteresse der handelnden Personen liegt).
Die meisten Universitäten haben entsprechende Software aber längst in Benutzung und nutzen sie auch.
Wen es interessiert: Die beiden UniBw nutzen die Software und verkürzen damit jährlich diverse militärische und akademische Karrieren.

Ist ganz interessant der diesbezügliche Beitrag. Da gibt es wohl alle Reaktionen vom Darüber-Hinweggehen bis hin zur sofortigen Aberkennung des Doktortitels und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Ja, wobei die Anzeige bei Altfällen auf Grund der etwaigen Verjährung oft gar nicht erst gestellt wird. Diverse Unis scheuen auch einfach den Verwaltungsaufwand.
Aber das Hauptproblem ist hier tatsächlich, dass wir 16 Bundesländer haben, die entsprechen auch einheitliche Regelungen haben oder nicht.

Das Thema ist nicht neu, es wird in den Medien aber kaum kommuniziert. Letztlich hat das aber auch etwas damit zu tun, dass es kaum einen Akademiker geben wird, der nicht irgendwo abgeschrieben hat und "vergessen" hat eine Quelle anzugeben. Vor 10 Jahren oder noch früher konnte sich keiner vorstellen, was es heute für Möglichkeiten gibt.

Und zur "bewertenden Stellungnahme": Ich kenne seine Arbeit, kann also die verlinkten Textauszüge und Vergleiche zuordnen, der Rest ist "google" und ein eigener Vergleich und schon ist die Sache ziemlich eindeutig: vermutlich (wenn die Uni nicht weich wird) Doktortitel ade.
Schade, aber so ist das Leben.

Gruß Andi
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StOPfr

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tagesschau.de fasst den aktuellen Stand am Abend (16.02.2011) zusammen:

Plagiatsvorwürfe wegen Doktorarbeit weiten sich aus
"Guttenberg schmückt sich mit fremden Federn"

Zitat: "Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg muss sich gegen immer mehr Vorwürfe wehren, er habe bei seiner Doktorarbeit getäuscht. Nach Informationen der ,Süddeutschen Zeitung' gibt es in Guttenbergs Doktorarbeit einige Passagen, die wörtlich mit Formulierungen anderer Autoren übereinstimmen, ohne dass er dies gekennzeichnet hat."

Quelle

Hier findet sich der Livestream der Hauptausgabe der Tagesschau von 20 Uhr.



Das Schweizer Fernsehen berichtete ebenfalls und ließ eine der angesprochenen "Originalautorinnen" zu Wort kommen. Livestream der sf-Tagesschau hier.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2011, 21:43:49 von StOPfr »
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snake99

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Ich werde den Verdacht nicht los, dass da irgendjemand ganz gewaltig an dem Stuhl von KzG sägen will ...
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„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!" John F. Kennedy

Andi

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KTG ist gestern zu einem spontanen Afghanistan Besuch aufgebrochen. Hoffe das ist keine Abschiedreise.

Gruß Andi
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schlammtreiber

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Ich werde den Verdacht nicht los, dass da irgendjemand ganz gewaltig an dem Stuhl von KzG sägen will ...

Selbstverständlich. Die ganze Aufregung ist natürlich mit vollster Absicht hochgepumpt, wie so regelmäßig in der Vergangenheit. Aber diesmal bietet KTG eben auch echte Angriffspunkte  ;)
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publius

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Fakt ist nunmal, dass Herr zu Guttenberg mindestens 8 (!) Passagen seiner Doktorarbeit nicht als Zitate aus anderen Publikationen gekennzeichnet und zum Teil wörtlich übernommen hat. Hieraus muß der Leser schließen, dass diese Ausführungen aus seiner eigenen Feder stammen, was nachweislich nicht der Wahrheit entspricht, sondern abgekupfert wurde.
Dies widerspricht eindeutig einer wissenschaftlichen Arbeitsweise, ist in meinen Augen Betrug und
und muß mit dem Entzug des Doktorgrades geahndet werden zumal jeder Diplomand oder Doktorand im Anhang seiner Arbeit unter Eidesstatt bestätigen muß, dass alle von ihm verwendeten Zitate aus der Fremdliteratur aufgeführt wurden. Erschwerend kommt hinzu, dass eine solche Arbeit mit der Bestnote "summa cum laude" vom Doktorvater bewertet wurde!!
Nun wird man sagen, all das habe mit seiner derzeitigen Funktion als Verteidigungsminister nichts zu tun. Ich sehe das etwas anders, da diese Geschichte etwas mit der Glaubwürdigkeit desjenigen zu tun hat der einen solchen wissenschaftlichen Betrug begangen hat.  :o
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schlammtreiber

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mindestens 8 (!) Passagen seiner Doktorarbeit nicht als Zitate aus anderen Publikationen gekennzeichnet

Das Ausrufezeichen wirkt etwas lächerlich bei 8 von 1200  ;)
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Semper Communis
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