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Wir vom Team apellieren an alle, sich um ein freundliches Miteinander zu bemühen und Nachsicht mit unerfahrenere Usern zu üben und werden selber in nächster Zeit verstärkt darauf achten.

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Autor Thema: Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert  (Gelesen 517 mal)

Timid

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Spiegel Online berichtet heute über zwei Piratenüberfälle auf Schiffe vor der kenianischen Küste, bei denen zwei Schiffe gekapert und insgesamt drei deutsche Staatsbürger sowie weitere ausländische Besatzungsmitglieder als Geiseln genommen wurden.

Das erste Schiff ist der mit hochentzündlichem Flüssiggas beladene Tanker "York", der unter singapurischer Flagge fährt.

Kenia
Piraten kapern Flüssiggastanker mit deutschem Kapitän


Link.


Das zweite Schiff ist der Frachter "Beluga Fortune", an Bord befanden sich zwei deutsche Staatsbürger. Weitere Einzelheiten zu dieser Kaperung sind noch nicht bekannt.

Somalia
Piraten kapern zweites Schiff mit Deutschen an Bord


Link.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2010, 22:36:10 »

Die Tagesschau berichtet in ihrer Hauptausgabe von 20 Uhr ebenfalls über die Piratenüberfälle: Hier gehts zum Livestream.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #2 am: 25. Oktober 2010, 08:22:44 »

Oh schön, jetzt fließen bald wieder die Millionenhilfen an die Schwerverbrecher...
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Fitsch

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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #3 am: 25. Oktober 2010, 16:38:26 »

so ein Gastanker in den falschen Händen kann in nem Hafen wie Rotterdamm nen ganz schönen Schaden anrichten.  :-\
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #4 am: 25. Oktober 2010, 18:45:33 »

Zumindest mit der "Beluga Fortune" hatten die Piraten kein wirkliches Glück: Die Mannschaft konnte Brücke und Maschinen abschalten, die Brennstoffzufuhr kappen und sich in einem Schutzraum verbarrikadieren. Als nur wenige Stunden später ein Kriegsschiff der EU-Mission ATALANTA längsseits ging, flüchteten die Piraten schließlich.

Seeräuber vor Somalia
Piraten geben Frachter "Beluga Fortune" frei


Die gesamte Meldung gibt es hier bei Spiegel Online.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #5 am: 26. Oktober 2010, 08:29:55 »

Offenbar schulen die Reedereien ihr Personal besser als noch vor wenigen Jahren.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #6 am: 26. Oktober 2010, 08:43:25 »

Zumindest mit der "Beluga Fortune" hatten die Piraten kein wirkliches Glück: ..., flüchteten die Piraten schließlich.

Seeräuber vor Somalia
Piraten geben Frachter "Beluga Fortune" frei


Die gesamte Meldung gibt es hier bei Spiegel Online.


Versteh ich irgend wie ned. Hatten die ein speed-Boot und das Kriegsschiff waren gard alle beim Waffenreinigen?

Oder sind die Piraten unerkannt durch nen Tunnel geflüchtet?

Kann doch wirklich nicht so schwer sein dieses "Pack" am flüchten zu hindern. In einer Woche hocken sie dann auf´m nächsten Dampfer. Manchmal scheiß ich auf unser "zivilisiertes" Gehabe, echt war ...
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #7 am: 26. Oktober 2010, 09:00:41 »

die ein speed-Boot 

Ein schnelles Boot sollten sie haben, mit Sicherheit.

Zitat
Kann doch wirklich nicht so schwer sein dieses "Pack" am flüchten zu hindern.

Waffeneinsatz fällt wahrscheinlich flach weil sie flüchten.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #8 am: 26. Oktober 2010, 10:10:51 »

Offenbar schulen die Reedereien ihr Personal besser als noch vor wenigen Jahren.
Nicht nur das. Die jetzt betroffene Bremer Reederei hat mW nach einem Zwischenfall mit einem ihrer Schiffe 2008 die sich nun bewährenden Rückzugsräume auf ihren Schiffen eingebaut bzw. verstärkt und technische Möglichkeiten geschaffen, um von dort aus Maschinen und Steuerung stillzulegen sowie Kontakt zum Militär aufzunehmen.

@Fitsch
"Auf der Flucht erschossen" würde sich bei westlichen Streikräften nicht so gut machen. Manchmal kann ich den Zorn trotzdem verstehen, auch wenn man sich eine Menge Stress erspart (z.B. Gerichtsverhandlungen in Kenia).      
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2010, 10:12:37 von StOPfr »
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #9 am: 26. Oktober 2010, 11:43:18 »

ich sag ja nicht daß man mit nem 76mm-Geschoß ihre Fahrt / Flucht beenden muß, jedoch ist wäre eine Festnahme, Überbordwerfen ihrer Waffen, versenken des Schiffs und anschließender Auslieferung an ihr Heimatland durchaus angebracht.
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #10 am: 26. Oktober 2010, 13:14:05 »

In dem Fall geht vermutlich das Leben der Schiffsbesatzung vor Täterverfolgung: Erstmal sicherstellen, dass alle gesund sind und das Schiff wirklich piratenfrei ist, danach schauen, ob man das Boot noch bekommt.

Zitat
Offenbar schulen die Reedereien ihr Personal besser als noch vor wenigen Jahren.

Ja, scheint so. Es war ja nicht das erste Mal, dass Piraten zwar ein Schiff gekapert haben, aber an Bord feststellen mussten, dass die Maschinen unbrauchbar und die Mannschaft in Sicherheit war. Einmal wollte die Piratencrew dann ja per Funk von der Reederei wissen, wie man das Schiff wieder flott bekommen kann  ;D
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #11 am: 26. Oktober 2010, 15:53:37 »

"ja hier ist die Rederei. Wenn das Schiff nicht anspringt einfach mit anschieben probieren"  ;D
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #12 am: 26. Oktober 2010, 15:56:22 »

"Sie brauchen den Notschlüssel. Der ist an Bord der HMS Dreadnought hinterlegt, ganz in Ihrer Nähe. Die Nummer lautet..."   ;D
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Re:Spiegel Online: Zwei Schiffe mit Deutschen an Bord gekapert
« Antwort #13 am: 26. Oktober 2010, 16:28:41 »

Die Gedanken mit dem "Kielholen", "Grillen" oder "Versenken" der Piraten dürften wohl die weitaus meisten Menschen bei uns in Deutschland haben und das beschriebene Problem, dass sich flüchtende Piraten dann wenig später das nächste Schiff vornehmen, ist ebenfalls klar. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese Gedanken den Schiffsbesatzungen (sowohl zivil, als auch militärisch) vor Ort nicht fremd sind.

Fakt ist jedoch auch, dass es für diese Mission(en) ebenfalls Rules of Engagement gibt und dass es eben auch hier gilt, rechtsstaatliche Grundsätze als Maß des eigenen Verhaltens einzusetzen, so schwer dies auch im Einzelfall hinderlich ist oder schmerzt, weil die Folgen vorhersehbar sind. Und diese ROE sehen eben vor, dass das Augenmerk mit höchster Priorität darauf zu richten ist, Piratenangriffe auf Handelsschiffe frühzeitig aufzuklären und abzuwehren oder die Besatzung von gekaperten Schiffen nach Möglichkeit zu befreien. Und eben umgekehrt, dass das Bekämpfen von Piraten außer zur Abwehr eines unmittelbaren Angriffs auf sich selbst oder zivile Handelsschiffe eben unzulässig ist. Somit entfällt eben auch der Waffeneinsatz gegen fliehende Piraten...

So, und nachdem die Bewachung ziviler Schiffe (außerhalb von militärisch eskortierten Geleiten) eindeutig eine polizeiliche Aufgabe ist, zu der sich unsere Bundespolizei außerstande sah und sieht, die Bundeswehr hierbei nicht tätig werden darf, orientieren sich die Reeder eben um, um zumindest die passive Sicherheit für Schiff und besatzung zu erhöhen. Und dies funktioniert ja augenscheinlich ganz gut, denn der letztbekannte ist nicht der erste Fall seiner Art.

Da sich das Vorkommen von Piraten politisch allenfalls langfristig und multinational organisiert realisieren lässt und militärisch gesicherte Geleite eben nur einen Teil der Schifssbewegungen im fraglichen Seegebiet erfassen können, müssen dei Reeder eben verstärkt selbst aktiv und werden dabei in Deutschland von den verschiedenen Sicherheitsbehörden beraten.
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