Guten Tag,
Ich heiße Florian und möchte mich bei der Bundeswehr bewerben, jedoch habe ich da so meine Bedenken ob das ganze von Erfolg gekrönt sein wird. Natürlich liegen derzeit alle Glaskugeln, die mir das beantworten könnten, im Schrank bzw. sind ausgeliehen. Dennoch würde ich mich über eine Prognose von euch freuen.
Aber kommen wir erstmal zu meinen Eckdaten:
Ich bin 22 Jahre alt und breche jetzt mein Studium ab. Das mache ich jedoch unabhängig von der Bundeswehr. Sprich auch wenn die Bundeswehr mich nicht will, würde ich abbrechen, dann jedoch wahrscheinlich ein Studium an einer FH bzw. eine Ausbildung anfangen. Ich habe bisher 3 Semester Informatik "mehr oder weniger" studiert, weil faktisch gesehen auf dem Papier nichts davon zu sehen ist. Da habe ich schlicht und ergreifend Scheiße gebaut.
Hinzu kommt, dass ich Zivildienst gemacht habe sowie mit meinen aktuellen 95 Kilo bei 1,86 Größe kein Leichtgewicht bin, jedoch muss man das Gewicht relativ sehen. Ich habe vor 3 Monaten (als sich für mich die Entscheidung abzeichnete, mich beim Bund zu bewerben) noch 120 Kilo gewogen.
Die Anforderungen beim Sporttest erfülle ich immer besser als gefordert und mein BMI liegt bei 27.
Bewerben wollte ich mich in der Offizierslaufbahn mit dem Studium an einer Fachhochschule (Gewünscht wäre Technische Informatik und Kommunikationstechnik). Warum wieder studieren, wenn ich doch gerade ein ähnliches Studium abgebrochen habe? Der Bereich Informatik finde ich nach wie vor interessant, jedoch das Problem, was ich mit dem Informatik-Studium an der Uni hatte, war dass das zum größten Teil reine Theorie war, die so gar nix mit der Praxis zu tun hatte. Ich brauche jedoch einen Praxisbezug. Daher möchte ich auch ein Fachhochschul-Studium, da das Studium dort wesentlich Praxis-Orientierter ist.
Aber wie gesagt, ich habe da so meine Bedenken, wegen meiner KDV, meinem (noch) Übergewichts (auch, wenn ich den Sporttest soweit erfüllen kann), sowie meines Totalversagens im bisherigen Studium. Wenn man das platt auf dem Papier sieht, sieht das nämlich eher mager aus und die Bundeswehr will, verständlicher Weise, ja ihre offenen Stellen mit dem bestmöglichen Bewerbern besetzen.
Da eine gewisse Flexibilität ja auch von Vorteil ist, wäre für mich evtl. auch eine Laufbahn als Feldwebel im Allgemeinen Fachdienst mit einer Ausbildung im IT-Bereich denkbar. Jedoch favorisiere ich die Offizierslaufbahn

Die Bundeswehr sehe ich nicht als Auffangbecken für mich! Ich möchte mich nicht bewerben, weil ich glaube, mir bleibt nichts anderes übrig, sondern weil ich schon lange von der Bundeswehr fasziniert bin. Diese Faszination wird bei mir in der Familie jedoch nicht geteilt, was auch mit der Hauptgrund war, weswegen ich Zivildienst gemacht habe. Der Druck damals, der von meinen Eltern sowie Schwester ausging, war enorm, weswegen ich den KDV-Antrag gestellt habe. Den kann man ja einfach widerrufen, das stellt ja nicht das Problem dar.
Was sagt ihr? Wie stehen meine Chancen? Besteht die Möglichkeit, dass ich genommen werde, oder sagt ihr, dass ich mir das abschminken kann?
Mit freundlichen Grüßen
Florian