Hi,
ich habe mir gedacht nachdem mir das Forum soviele hilfreiche Tipps gegeben hat, schreibe ich auch einen Erfahrungsbericht, von meinem Aufenthalt beim ZNwG Süd in München.
Eigentlich sollte ich erst Montags anreißen, da ich aber mitten in der Nacht dadurch von zu Hause hätte los fahren müssen, bin ich einfach schon am Vortag angereißt. Dies ist gar kein Problem, man muss einfach vorher anrufen und bescheid sagen.
Am Montag gings dann auch pünktlich um 11 Uhr mit der Begrüßung los und danach gleich zum Biografischen Fragebogen. Da wird gefragt wie deine Erziehung, die Schule, Ausbildung sich auf dich ausgewirkt hat, was du daraus gelernt hast, wieso du zur Bundeswehr willst, was du machen willst, wenns mitm Bund nicht klappt etc. Dafür hat man 30 Minuten Zeit. Anschließend gings für mich noch zur Voruntersuchung, sprich Urinprobe, Gewicht messen und noch der Hör - und Sehtest. Danach war der Tag für mich vorbei und man hatte Freizeit.
Am 2. Tag gings 6 Uhr zum Frühstück und um 7.00 Uhr dann zum Arzt zur Hauptuntersuchung, wo ich ziemlich lange warten musste. Anschließend gings dann zum sogenannten CAT, dass ist der Computertest. Über den kann ich pauschal nicht viel sagen, denn es kommt bei jedem etwas anderes dran. Bei manchen kommen nur ein paar Fragen dran, die dann auch schon nach ner halben Stunde fertig sind. Bei mir hat der Test ca. 2 Stunden gedauert, wobei Englisch, deutsche Rechtschreibung, Matritzen, räumliches Sehvermögen, Mathe getestet wurden. Zum Schluss kamen noch einige persönliche Fragen dran(Haben sie Freunde?, Bereichern Ausländer unsere Kultur? usw) Am Nachmittag musste ich dann noch zum Sporttest, den ich mir 100 mal schlimmer vorgestellt hatte. Also wirklich nicht schwer, wenn man einigermaßen sportlich ist

Danach war der Prüftag auch schon wieder vorbei.
Am 3. Tag saß ich ab 7.30 Uhr endlich im Warteraum zum Persönlichen Gespräch. Ich war sehr aufgeregt und habe nocheinmal sämtliche Zeitschriften durchgeblättert

Zum Glück bin ich relativ schnell dran gekommen und wurde von meinem Prüfoffizier abgeholt. Das Gespräch war relativ kurz, ca 25 Minuten nur. Mir wurden einige Fragen aus meinem Lebenslauf gestellt, warum ich zur Bundeswehr will, was die Bundeswehr in Afghanistan macht und warum wir dort sind und noch einige Fragen über die Feldwebellaufbahn (Aufgaben eines Feldwebels, etc...)
Dann musste ich nichteinmal mehr nocheinmal draußen warten, sondern mir wurde gleich noch im Gespräch mitgeteilt, dass ich geeignet wäre

Danach gings noch zum Einplaner und dort habe ich meine Traumstelle bekommen, Feldwebel im Fachdienst, Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleitung. Im Oktober gehts dann endlich beim Raketenartilleriebataillon in Sondershausen los

An alle zukünftigen Bewerber, macht euch nicht verrückt, wenn ihr wirklich zur Bundeswehr wollt, dann schafft ihr das auch.
Liebe Grüße