Hallo an das Forum,
es ist schon erschreckend, wenn man hier ließt, mit welchen Gedanken sich der Ein oder Andere im Einsatz auseinandersetzt.
Gemäß dem Grundsatz: "Denken, Drücken, Sprechen!" sollte man sich auch die eigene "Bewertung" von Befehlen und Weisungen erarbeiten.
Annahme Üb:
Ich komme von einer längeren Patrouille bei durchschnittlichen Tagestemperaturen von 30/40°C in das Camp zurück und habe für den nächsten Tag keinen erneuten Auftrag. Hier könnte derjenige, der von sich überzeugt ist, 3-4 Bier und 1-2 Ramazotti zur Verdauung schaden nicht, sehr schnell in die Irre laufen.
kurzer zeitlicher Abriss:
1800 Rückkehr ins Camp, letzter Schlaf 1-2Std vor ca 16h
bis 2100 Nachbereitung
2200 nach der Verpflegung und den 3-4 Bier den Absacker
2230 Wirkung des Alkohols, auch in den "geringen" Mengen, setzt bedingt durch die körperliche Anstrengung überraschender Weise verfrüht ein (vertrage doch zu Hause wesentlich mehr, komisch)
2330 draussen "knallt" es
2345 Vorbefehl ausrücken (Promillewert???)
2400 Marschbefehl: "Sie jetzt Kraftfahrer Dingo,...."
Ende Annahme Üb
Jetzt kann sich jeder selber fragen ob seine Einschätzung, bezüglich der Alkoholmenge, von vor sechs Stunden noch zutreffend ist.
Es gibt durchaus Vorschriften, Weisungen und Befehle die Sinn machen und zwar um uns selber und den rechten und linke Nebenmann zu schützen.
Meine persönliche Wertung, wer der Meinung ist, er kommt im Einsatz nicht ohne Alkohol zurecht, der möge zu Hause bleiben.
mkg
Karl
der sich gerade in den "Kuschelwochen" befindet
P.S.
Im Einsatz muss ich sowohl den mir anvertrauten Soldaten, als auch meinen Vorgesetzten vertrauen können. Und wenn ich dann solche Beiträge von vermeintlichen Offizieren lesen muss, kocht mir die Galle.