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Wie hier nachzulesen ist, feiert das Bundeswehrforum.de sein zehnjähriges Bestehen. Wir bedanken uns bei allen Nutzern und Gästen, die dies durch ihre Beteiligung erst möglich gemacht haben.

Als kleines "Dankeschön" hat unser Forenchronist Schlammtreiber in seiner gewohnten Art die Forengeschichte zusammengeschrieben, die wir hier Stück für Stück veröffentlichen werden.

Autor Thema: Auslandseinsatz verweigern schlimm ?  (Gelesen 9189 mal)

ulli76

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #45 am: 26. Juni 2011, 19:31:49 »

Ne, so einfach kann man unsere "Firma" ja nicht verlassen. Man hat sich ja für einen bestimmten Zeitraum verpflichtet- wer meint vorher abhauen zu wollen, kann gerne mal nach dem Thema Fahnenflucht googeln. Und eine Einplanung zu einem Einsatz ist ein Befehl. Wer dann z.B. sagt "Mach ich nicht"- begeht Gehorsamsverweigerung was eine Wehrstraftat ist und mit mehreren Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Es gibt die Möglichkeit auf Unstände hinzuweisen, die gegen einen Einsatz sprechen. Diese werden dann nach Möglichkeit berücksichtigt. Aber "ne da hatte ich schon immer Angst vor" zählt dann nicht.
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Timid

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #46 am: 26. Juni 2011, 19:33:24 »

Aber "ne da hatte ich schon immer Angst vor" zählt dann nicht.

... sondern wird eher zu der Frage führen, weshalb man denn dann die Bereitschaft zum Auslandseinsatz schriftlich bei/vor Dienstantritt bestätigt hat ...
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LordTerra

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #47 am: 26. Juni 2011, 19:33:40 »

moin

jo mag schon sein, aber mal von dem gehabe abgesehen ...
wieso muss ich wenn ich mich für mein land einsetzen will auch gleichzeitig dazu freiwillig melden in ein kriegsgebiet zu gehen ...
also ich bin 29j alt und hätte auch angst in den krieg zu ziehen ... und ja klar ist die bundeswehr dafür da, wenn es sein muss in den krieg zu ziehen und das land zu verteidigen, aber wieso muss man nun absichtlich in ein kriegsgebiet gehen ? ich, wenn ich von mir ausgehe, bin programmierer und könnte dem land mit neuen programmen diehnen, aber eine aussicht darauf das ich meinen arsch höchstpersönlich in gefahr bringen würde, würde mich davon abhalten zum bund zu gehen...

hier gibt es sicher auch leute die gern in den auslandseinsatz gehen, seis wegen dem geld seis wegen ner anderen vorstellung vom bund, aber wieso wird man vom bund dazu gezwungen ? war das früher schon immer so ? kann mich an erzählungen erinnern von anderen freunden die beim bund waren die meinten sie hätten erst nen schriftstück unterzeichnen müssen bevor sie in ein kriegsgebiet verstetzt werden könnten (also sie mussten zustimmen das sie auch freiwillig dahin gehen)

das is alles schon nen paar jahre her und da ich zivi gemacht hab hab ich davon eh keinen plan, aber war das damals net so ?

mfg LT
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ulli76

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #48 am: 26. Juni 2011, 19:39:57 »

Ganz einfach: Einsätze gehören nun mal zum Soldatenberuf dazu. Wenn du als Programmierer zum Bund willst ohne Soldat zu werden, dann gibt es auch diese Möglichkeit- nämlich über die (zivile) Wehrverwaltung.

Früher konnte man auch schon einfach so in den Einsatz geschickt werden, ohne dass man dafür nochmal extra sein Einverständnis gegeben hat. Inzwischen ist es so, dass man bei der Verpflichtung nochmal eine entsprechende Belehrung unterschreiben muss ohne die keine Einstellung erfolgt. Das würde auch ohne gehen- aber so kann hinterher keiner mehr sagen, er hätte von nichts gewusst.
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Timid

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #49 am: 26. Juni 2011, 19:43:19 »

aber wieso wird man vom bund dazu gezwungen ?

Weil man Soldat ist. Fertig, aus. Wer damit nicht klar kommt, wird nicht gezwungen, sich als Soldat zu bewerben.
Wer sich bewirbt, muss sich darüber im klaren sein, dass er in den Einsatz geschickt werden kann.

Nochmal: Die Bundeswehr ist eine Armee. Dort gilt das Prinzip von Befehl und Gehorsam. Ein Soldat hat da keine Auswahlmöglichkeit! Wenn ihm befohlen wird, dass er geht, dann geht er.

Zitat
das is alles schon nen paar jahre her und da ich zivi gemacht hab hab ich davon eh keinen plan, aber war das damals net so ?

Diese ganzen Erklärungen etc. sind eigentlich sowieso vollkommen überflüssig: Die Bundeswehr kann jeden Soldat jederzeit für einen beliebigen Zeitraum weltweit einsetzen. Das ist so, und das war auch schon immer so!
Die entsprechenden Erklärungen dienen hauptsächlich dazu, dass der Soldat selbst sich darüber im klaren ist, was auf ihn zukommen kann ...
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LordTerra

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #50 am: 26. Juni 2011, 19:46:10 »

moin

jo ok ist ja wie gesagt net für mich ...
mein kumpel ist anlagenmechaniker ... ka ob man als sowas auch zivil bei dem bund arbeiten kann

von daher ok ist eine aussage die gut zu wissen ist ...

sowas muss man halt doch mal vorher wissen... nicht jeder will in so einen einsatz ...

vielen dank für die infos ...

mfg LT
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wolverine

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #51 am: 26. Juni 2011, 20:29:35 »

Es gibt einen  Deal mit dem beide Seiten leben können: er verzichtet dauerhaft auf seine Dienstbezüge und muss dann auch nicht zur Armee und nicht in ein Kriegsgebiet.
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KlausP

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #52 am: 26. Juni 2011, 21:15:31 »


sowas muss man halt doch mal vorher wissen... nicht jeder will in so einen einsatz ...

mfg LT

Das wird JEDEM Bewerber unmissverständlich gesagt, BEVOR er seine Verpflichtungserklärung unterschreibt. Bei der Eignungsfeststellung beim ZNwG ist das spätestens beim Gespräch mit dem Psychologen ein Thema, zu dem sich der Bewerber äußern muss.
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schlammtreiber

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #53 am: 27. Juni 2011, 08:59:10 »

Und jetzt könnten Eure Lordschaft vielleicht woanders weitertrollen?

Untertänigster Dank auch.
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Andi

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Re:Auslandseinsatz verweigern schlimm ?
« Antwort #54 am: 27. Juni 2011, 09:48:31 »

ich, wenn ich von mir ausgehe, bin programmierer und könnte dem land mit neuen programmen diehnen, aber eine aussicht darauf das ich meinen arsch höchstpersönlich in gefahr bringen würde, würde mich davon abhalten zum bund zu gehen...

Dann solltest du das auch nicht machen, denn damit bringst du die banalsten Grundeigenschaften die von einem Soldaten abverlangt werden nicht mit.
Jedem Bewerber wird im ersten Gespräch mit dem Wehrdienstberater ganz klar deutlich gemacht, welche 4/5 grundsätzlichen Dinge auf einen Soldaten zukommen:
1) bundesweite Versetzbarkeit,
2) Auslandseinsätze,
3) aktiver Waffeneinsatz gegen Menschen außerhalb von Notwehrsituationen,
4) Tod und Verwundung von sich selbst, als auch von nahestehenden Kameraden oder sonst irgendwem

und bei angehenden Führungskräften:

5) wer führen soll muss führen wollen!

Und wer behauptet, dass ihm das nicht gesagt wurde, der ist im Normalfall wohl schlicht ein schlechter Lügner.

Wer bei der Bundeswehr Soldat wird ist in erster Linie immer das: Soldat. Und nicht Programmierer oder Maurer.

Gruß Andi
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