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Autor Thema: Pilot bei LW oder Heeresflieger ohne Aeronautical Engineering Studium möglich?  (Gelesen 1737 mal)

HubschrauBär

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Also ich kenne persönlich Kameraden, die von UH1 und C160 auf Heron ausgebildet wurden.
Gezwungen wurde hier sicher niemand. Die Alternative wäre dann eben eine nicht fliegerische Verwendung gewesen.

Ebenso kenne ich Kameraden des Heeres, die im Rahmen des Fähigkeitstransfers und der Reduzierung von zwei auf ein Kampfhubschrauberregiment fliegerisch entpflichtet wurden.
Und das ist noch nicht so lange her.

Natürlich muss es das erste Ziel der Personalführung sein, die Kameraden dort einzusetzen für was sie eingestellt wurden.

Eine Garantie für eine bestimmte Tätigkeit bis zum Ruhestand kann es dennoch nie geben.
Gesundheitliche Gründe oder mangelnde Leistungen hier mal nicht betrachtet.

Wenn Verbände aufgelöst oder umstrukturiert werden, kann sich niemand etwas von einer Zusage kaufen, die unter anderen Bedingungen ausgesprochen wurde.
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Ralf

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Danke, dem habe ich nichts hinzuzufügen.
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JR1Super

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Ich habe auch nie behauptet, dass ein dauerhafter Werdegangwechsel stattfindet.

 https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/politik/deutschland/desastroese-zustaende-der-truppe-bundeswehr-pilot-packt-aus-hauptaufgabe-ist-inzwischen-verwaltung-statt-fliegen_id_8886679.html

Über die Zuverlässigkeit der Quelle lässt's sich bekanntlich streiten, aber weder bin ich aktiver Soldat, noch Personen meines näheren Bekanntenkreises. Daher würde ich auch nicht sagen, dass ich Gerüchte in die Welt setze. Immerhin kann jeder diese Artikel einsehen.

Und selbst wenn es nur eine temporäre Abordnung ist, so fliegt man letztenendes nicht das, wofür man ausgebildet wurde.

Ob es am Ende so viel besser ist, wenn die Attraktivität des Arbeitgebers BW vielleicht zu Beginn hoch ist, am Ende jedoch frustrierte BS ihre Entlassung beantragen, weil es eben doch nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt haben?
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Ralf

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Antw:Pilot bei LW oder Heeresflieger ohne AER Studium möglich?
« Antwort #18 am: 08. Januar 2019, 08:00:18 »

Ich kenne den Bericht und die Forderungen der Piloten, die sie derzeit artikulieren. Und da stehen nicht die Flugstunden ganz vorne. Wasser predigen und Wein saufen. Mehr will ich dazu nicht sagen.

Man muss sich doch eh im klaren sein, dass ab 41 eine eher weniger fliegende/oder andere fliegerische Verwendung auf einen zukommt. Das ist kein Geheimnis.

Und selbst wenn, urteilt das BVerwG da ganz eindeutig, auch wenn es manchen nicht passt:
Zitat
Nach ständiger Rechtsprechung hat ein Soldat grundsätzlich keinen
Anspruch auf eine bestimmte örtliche oder fachliche Verwendung. Dies gilt auch für die Entscheidung
über die Ausbildung eines Soldaten.
Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine Ausbildung handelt, die ihre Grundlage in den
laufbahnrechtlichen Vorschriften nach § 27 SG und der darauf beruhenden Soldatenlaufbahnverordnung
hat, oder ob es um eine verwendungsbezogene Ausbildung geht.
Ja, es steht jedem BS frei zu kündigen. I.d.R. erfolgt die Kündigung aber mit einem Arbeitsangebot, dass deutlich (und wir reden hier nicht von "nem tausender oder zwei") lukrativer ist, als die derzeitige Bezahlung.

Zitat
Ich habe auch nie behauptet, dass ein dauerhafter Werdegangwechsel stattfindet.
Da muss ich dir widersprechen, denn genau das heißt es:
Zitat
Oder dass einem der A400M versprochen wird, und am Ende wird es dann doch Drohne...
Da bin ich auch kleinkariert, wenn ich Wert darauf lege, dass die Einstellungszusagen eingehalten werden (unter durch HubschrauBär genannten Einschränkungen).
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FoxtrotUniform

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Ralf hat meine volle Zustimmung.

Zu dem Bericht: Viele Piloten vergessen, dass sie Offizier und keine Airline Piloten sind. Neben dem Wunsch nichts anderes zu tun als Fliegen, wird eine große Karriere angestrebt. Aber: Der Inspekteur Luftwaffe ist ebenfalls Pilot, seine jetzige Position hat er aber ganz sicher nicht aufgrund der Vielzahl seiner Flugstunden erreicht (das ist übrigens für Vorstandsmitglieder in großen Airlines nichts anderes), sondern unter anderem durch Leistung und Verwendungsaufbau.

Des Weiteren wird auch eine nicht unerhebliche Flugstundenkapazität durch Scheinerhalter verbraucht. Das sind die Piloten, die Karriere machen, aber nicht auf das Cockpit bzw. die Zulagen verzichten wollen. Denn dass ein Oberst im Einsatz ein WaSys fliegt kommt nicht vor, also gibt es keinen rationalen Sinn aber einer gewissen Dotierungshöhe regelmäßig im Cockpit zu sitzen (selbst im Verteidigungsfall müsste erstmal eine entsprechende Anzahl an WaSys vorgehalten werden, um auf Scheinerhalter zurückgreifen zu müssen).

Ferner bedarf es auch in Kommandostrukturen der Expertise (ehemaliger) Luftfahrzeugführer. In der Konsequenz ist der Arbeitgeber (unser Dienstherr) daran interessiert, Piloten auch entsprechend einzusetzen, um das Know How und Verständnis in die Führungsebenen 1 & 2 zu bringen. In der Transportfliegerei übrigens auch kein Problem.

Zu guter letzt darf man nicht vergessen, dass imnerhalb der Luftwaffe besonders Fighter Piloten von Anfang an in den Himmel (Wortspiel) gelobt werden und militärisch so erzogen werden, dass sie sich Nabel als der Welt fühlen. Das beginnt in Fürstenfeldbruck wo die Schulkommandeure im Fliegerkombi auftreten, der ominösen "Kombitaufe", einer (bisherigen) Ausbildung in einer ländlichen Gegend der USA wo jeder Pilot ohnehin vergöttert wird und gipfelt dann in der fliegerischen Ausbildung.

Ganz vielen Luftfahrzeugführern tue ich jetzt bestimmt unrecht, aber zumindest bei den "Jetties" ist es genau so eher die Regel, als die Ausnahme.
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Hochmut kommt vor dem Fall  ::)

JR1Super

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Dann haben wir wohl aneinander vorbei geredet, Ralf.
Bzw. habe ich meine Aussage in meinem ersten Post nicht so gemeint, wie du sie verstanden hast.

Ich dachte die Scheinerhalter gibt es nicht mehr?
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HubschrauBär

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Das mit den Jet-Piloten ist ja aber kein deutsches Problem ;-)

https://youtu.be/1BzU1sYPjzo
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JR1Super

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Antw:Pilot bei LW oder Heeresflieger ohne AER Studium möglich?
« Antwort #22 am: 12. Januar 2019, 11:08:38 »

Ja, es steht jedem BS frei zu kündigen. I.d.R. erfolgt die Kündigung aber mit einem Arbeitsangebot, dass deutlich (und wir reden hier nicht von "nem tausender oder zwei") lukrativer ist, als die derzeitige Bezahlung.

Apropos, wie ist das eigentlich mit der Rückzahlungspflicht für solche Fälle? Entfällt die nach einer gewissen Zeit (ein Pilot muss ja als SaZ nach Ende seiner Verpflichtung auch nix zurückzahlen)?
Eigentlich wohl eher nicht, oder?
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KlausP

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Wie wäre es denn, wenn Sie sich einfach mal in die einschlägigen Gesetze einlesen würden? Das Soldatengesetz wäre z.B. ein guter Anfang ...
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StOFä (NVA) a.D., StFw a.D.
aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen
 

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