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Autor Thema: Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)  (Gelesen 639 mal)

Quaschdl

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Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« am: 16. April 2019, 11:28:42 »

Moin!

Mein Name ist Sebastian und ich werde hier sicher einiges durcheinanderbringen und gegen die Netiquette verstoßen und bitte daher um etwas Nachsicht mit einem Greenhorn :)

Ich bin aktuell an meiner Promotion in Geowissenschaften und spiele, aus diversen Gründen, stark mit dem Gedanken mich im höheren Dienst der Bundeswehr Bereich des Geoinformationsdienstes in Euskirchen als Soldat auf Zeit zu bewerben. Ich bin im Bereich GIS, Geographie und im Katastrophenschutz spezialisiert.

Dazu habe ich einige Fragen, die mir hier vielleicht beantwortet werden können:

1. Bewerbung
Meine Laufbahn wäre wohl etwas ungewöhnlich und relativ vorgezeichnet, wobei ich etwas am Zweifeln bin, dass die Beratungszentren, bei denen ich zwar einen Termin habe, sinnig wären.
Ist es daher angebracht, meine Bewerbung direkt an die zuständige Personalabteilung zu senden? Ich hatte bislang einige Gespräche mit Soldaten am ZGeoBw, wobei bereits viele meiner Fragen beantwortet werden konnten.
So wie ich es verstanden habe, käme dann zuerst die fachliche Eignungsprüfung, und bei bestehen dann der Sporttest, der ärztliche Untersuchung und der psychologische Eignungstest, richtig? Wie lange sollte man für diesen kompletten Prozess bis zur Einstellung einplanen? Sind 6 Monate ausreichend?

2. Einstufung und Sold
Mir wurde gesagt, dass ich als promovierter Geologe als Major (E13) eingestuft werden würde. Da ich bisher einige Stationen im öffentlichen Dienst hinter mir habe, bin ich aktuell als TVöD 13, Stufe 2 Eingestuft.
Wie berechnet sich denn die analoge Erfahrungsstufe bei der Bundeswehr? Würde ich in Stufe 1 starten, oder gemäß meiner bisherigen Berufserfahrung direkt in einer höheren Stufe eingestuft werden? Wenn ja, woran wird das bemessen? Gibt es eigentlich sowas wie ein dreizehntes Gehalt? :)

3. Ausbildung
Wie lange würde die Ausbildung zu Offizier dauern? Muss ich eine reguläre Grundausbildung durchlaufen, oder ist die Fortbildung streng fach- und positionsbezogen?

4. Beförderung
Wie sind die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des höheren Dienstes? Wann kann man als Major im Seiteneinstieg frühestens befördert werden? Mir ist klar, dass im Bereich der Stabsoffiziere nur relativ wenige Stellen beim ZGeoBw vorhanden sind, und eine Beförderung vermutlich nicht ganz einfach ist. Kommen dafür SaZs überhaupt in Frage oder sind solche Posten eher lang gedienten Berufssoldaten vorbehalten?

5. Auslandseinsätze
Ich nehme an, dass ich beim ZGeoBw relativ viele Auslandseinsätze bewältigen zu hätte. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, da ich auch bereits privat und beruflich in einigen "Krisenländern", auch länger, unterwegs war. Vielleicht ist hier ja jemand vom ZGeoBw unterwegs, der mir dazu etwas genaueres erzählen könnte, was da genau auf einen zukäme.

6.
Ich denke die erfahrenen Hasen können mir hier vielleicht noch einige Tipps mit auf den Weg geben. Allgemein, was sinnvoll wäre, auf was ich achten sollte oder was wichtig und interessant wäre.

Danke erstmal und ich bin gespannt was dabei rauskommt!
Grüße
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wolverine

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #1 am: 16. April 2019, 14:34:56 »

Aus Mai 2018; sollte noch grob aktuell sein:

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an das

Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Assessmentcenter für Führungskräfte der Bundeswehr
Referat 1 – Seiteneinsteiger
Kölner Straße 262
D-51149 Köln

Ergänzende Fragen richten Sie bitte unter Angabe Ihrer telefonischen Erreichbarkeit an:

ac-bewerbung-seiteneinsteiger@bundeswehr.org
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LwPersFw

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #2 am: 16. April 2019, 15:27:18 »

Meine Empfehlung:

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr
Dezernat Ausbildung III 2 (2)
Frauenberger Straße 250
53879 Euskirchen

02251/953-4220 oder 4221
ZGeoBwNachwuchsgewinnung@bundeswehr.org

Die Einstellung erfolgt als: 
Major/Korvettenkapitän (Besoldungsgruppe A13) bei abgelegter 2. Staatsprüfung/ Promotion, 
Hauptmann/Kapitänleutnant (Besoldungsgruppe A12), wenn ein Studium mit dem Abschluss Diplom (Univ.) oder Master vorliegt,
Leutnant/Leutnant zur See (Besoldungsgruppe A9), nach Vollendung des 26. Lebensjahres als Oberleutnant/Oberleutnant zur See, wenn ein Studium mit dem Abschluss Diplom (FH) oder Bachelor vorliegt.
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aktiver Berufssoldat im Bereich Personalwesen

Quaschdl

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #3 am: 16. April 2019, 15:42:47 »

Meine Empfehlung:

Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr
Dezernat Ausbildung III 2 (2)
Frauenberger Straße 250
53879 Euskirchen

02251/953-4220 oder 4221
ZGeoBwNachwuchsgewinnung@bundeswehr.org

Die Einstellung erfolgt als: 
Major/Korvettenkapitän (Besoldungsgruppe A13) bei abgelegter 2. Staatsprüfung/ Promotion, 
Hauptmann/Kapitänleutnant (Besoldungsgruppe A12), wenn ein Studium mit dem Abschluss Diplom (Univ.) oder Master vorliegt,
Leutnant/Leutnant zur See (Besoldungsgruppe A9), nach Vollendung des 26. Lebensjahres als Oberleutnant/Oberleutnant zur See, wenn ein Studium mit dem Abschluss Diplom (FH) oder Bachelor vorliegt.

Danke. Mit eben dieser Stelle war ich bereits recht ausführlich in Kontakt, aber ich wollte den netten Herren auch nicht unnötig stundenlang mit Fragen bombadieren  ;D

Ist es denn Grundsätzlich möglich einen Truppenbesuch zu machen, und mal ein, zwei Tage in das konkrete Arbeitsfeld einen Einblick zu bekommen und mit den potentiellen Kameraden zu sprechen, oder ist das aus diversen Gründen nicht möglich?
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särsch

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #4 am: 16. April 2019, 15:45:38 »

Dazu habe ich einige Fragen, die mir hier vielleicht beantwortet werden können:

1. Bewerbung
Meine Laufbahn wäre wohl etwas ungewöhnlich und relativ vorgezeichnet, wobei ich etwas am Zweifeln bin, dass die Beratungszentren, bei denen ich zwar einen Termin habe, sinnig wären.
Ist es daher angebracht, meine Bewerbung direkt an die zuständige Personalabteilung zu senden? Ich hatte bislang einige Gespräche mit Soldaten am ZGeoBw, wobei bereits viele meiner Fragen beantwortet werden konnten.
So wie ich es verstanden habe, käme dann zuerst die fachliche Eignungsprüfung, und bei bestehen dann der Sporttest, der ärztliche Untersuchung und der psychologische Eignungstest, richtig? Wie lange sollte man für diesen kompletten Prozess bis zur Einstellung einplanen? Sind 6 Monate ausreichend?

2. Einstufung und Sold
Mir wurde gesagt, dass ich als promovierter Geologe als Major (E13) eingestuft werden würde. Da ich bisher einige Stationen im öffentlichen Dienst hinter mir habe, bin ich aktuell als TVöD 13, Stufe 2 Eingestuft.
Wie berechnet sich denn die analoge Erfahrungsstufe bei der Bundeswehr? Würde ich in Stufe 1 starten, oder gemäß meiner bisherigen Berufserfahrung direkt in einer höheren Stufe eingestuft werden? Wenn ja, woran wird das bemessen? Gibt es eigentlich sowas wie ein dreizehntes Gehalt? :)

3. Ausbildung
Wie lange würde die Ausbildung zu Offizier dauern? Muss ich eine reguläre Grundausbildung durchlaufen, oder ist die Fortbildung streng fach- und positionsbezogen?

4. Beförderung
Wie sind die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des höheren Dienstes? Wann kann man als Major im Seiteneinstieg frühestens befördert werden? Mir ist klar, dass im Bereich der Stabsoffiziere nur relativ wenige Stellen beim ZGeoBw vorhanden sind, und eine Beförderung vermutlich nicht ganz einfach ist. Kommen dafür SaZs überhaupt in Frage oder sind solche Posten eher lang gedienten Berufssoldaten vorbehalten?

5. Auslandseinsätze
Ich nehme an, dass ich beim ZGeoBw relativ viele Auslandseinsätze bewältigen zu hätte. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, da ich auch bereits privat und beruflich in einigen "Krisenländern", auch länger, unterwegs war. Vielleicht ist hier ja jemand vom ZGeoBw unterwegs, der mir dazu etwas genaueres erzählen könnte, was da genau auf einen zukäme.

6.
Ich denke die erfahrenen Hasen können mir hier vielleicht noch einige Tipps mit auf den Weg geben. Allgemein, was sinnvoll wäre, auf was ich achten sollte oder was wichtig und interessant wäre.

Danke erstmal und ich bin gespannt was dabei rauskommt!
Grüße

1. Deine Laufbahn ist überhaupt nicht ungewöhnlich. Der GeoInfoDBw speist sich vorrangig aus Seiteneinsteigern.
Deine Bewerbung läuft wie bei jedem anderen Seiteneinsteiger über das BAPersBw, siehe Wovlerines Beitrag.
Falls das BAPersBw und das ZGeoBw Interesse an einer Einstellung zeigen, wirst du erstmal zu einem Vorstellungsgespräch nach Euskirchen eingeladen. Hier kommen neben grundsätzlichen Fragen (Warum Bundeswehr? etc.) auch fachliche Fragen auf dich zu. Läuft das positiv, wirst du zum BAPersBw nach Köln eingeladen und klärst div. Einstellungsmodalitäten, wirst gemustert usw. Läuft auch all das positiv, kommt eine viermonatige Eignungsübung auf dich im ZGeoBw zu. Hier wird festgestellt, ob du die entsprechenden Kompetenzen für deinen vorläufigen Dienstgrad mitbringst. Geht auch dies positiv aus, beginnt dein Dienstverhältnis als SaZ.
Der GeoInfoDBw stellt derzeit Seiteneinsteiger mit höherem Dienstgrad zum 1.4. und 1.10. ein.
Ginge die Bewerbung heute raus, würde es knapp mit einer Einstellung zum 1.10. (ist eine Behauptung meinerseits)

2. Als promovierter Geowissenschaftler kann man als Major (A13) eingestellt werden.
Die Erfahrungsstufe errechnet sich aus Vordienstzeit, Studienzeit und berufliche Tätigkeiten.

3. Seit 2018 gibt es den OLS, welcher derzeit 3 Monate geht (59 Tage).

4. Gerade im GeoInfoDBw kann man schnell bis A14 befördert werden. Einstellung erfolgt auf einem gebündelten A13/14 Dienstposten, so dass eine Beförderung zum OTL (A14) nach zwei oder drei Jahren bereits erfolgen kann.

5. Die Soldatinnen und Soldaten mit DP im Zentrum selbst sind weniger von den Auslandseinsätzen betroffen als bspw. die Kameraden im Heer. Hier ist derzeit mit einem Einsatz alle zwei Jahre zu rechnen. Über die Quantität lässt sich aber generell nur schwer etwas sagen, bevor man nicht auf einem konkreten DP sitzt.
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Quaschdl

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #5 am: 16. April 2019, 16:04:04 »

Dazu habe ich einige Fragen, die mir hier vielleicht beantwortet werden können:

1. Bewerbung
Meine Laufbahn wäre wohl etwas ungewöhnlich und relativ vorgezeichnet, wobei ich etwas am Zweifeln bin, dass die Beratungszentren, bei denen ich zwar einen Termin habe, sinnig wären.
Ist es daher angebracht, meine Bewerbung direkt an die zuständige Personalabteilung zu senden? Ich hatte bislang einige Gespräche mit Soldaten am ZGeoBw, wobei bereits viele meiner Fragen beantwortet werden konnten.
So wie ich es verstanden habe, käme dann zuerst die fachliche Eignungsprüfung, und bei bestehen dann der Sporttest, der ärztliche Untersuchung und der psychologische Eignungstest, richtig? Wie lange sollte man für diesen kompletten Prozess bis zur Einstellung einplanen? Sind 6 Monate ausreichend?

2. Einstufung und Sold
Mir wurde gesagt, dass ich als promovierter Geologe als Major (E13) eingestuft werden würde. Da ich bisher einige Stationen im öffentlichen Dienst hinter mir habe, bin ich aktuell als TVöD 13, Stufe 2 Eingestuft.
Wie berechnet sich denn die analoge Erfahrungsstufe bei der Bundeswehr? Würde ich in Stufe 1 starten, oder gemäß meiner bisherigen Berufserfahrung direkt in einer höheren Stufe eingestuft werden? Wenn ja, woran wird das bemessen? Gibt es eigentlich sowas wie ein dreizehntes Gehalt? :)

3. Ausbildung
Wie lange würde die Ausbildung zu Offizier dauern? Muss ich eine reguläre Grundausbildung durchlaufen, oder ist die Fortbildung streng fach- und positionsbezogen?

4. Beförderung
Wie sind die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des höheren Dienstes? Wann kann man als Major im Seiteneinstieg frühestens befördert werden? Mir ist klar, dass im Bereich der Stabsoffiziere nur relativ wenige Stellen beim ZGeoBw vorhanden sind, und eine Beförderung vermutlich nicht ganz einfach ist. Kommen dafür SaZs überhaupt in Frage oder sind solche Posten eher lang gedienten Berufssoldaten vorbehalten?

5. Auslandseinsätze
Ich nehme an, dass ich beim ZGeoBw relativ viele Auslandseinsätze bewältigen zu hätte. Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, da ich auch bereits privat und beruflich in einigen "Krisenländern", auch länger, unterwegs war. Vielleicht ist hier ja jemand vom ZGeoBw unterwegs, der mir dazu etwas genaueres erzählen könnte, was da genau auf einen zukäme.

6.
Ich denke die erfahrenen Hasen können mir hier vielleicht noch einige Tipps mit auf den Weg geben. Allgemein, was sinnvoll wäre, auf was ich achten sollte oder was wichtig und interessant wäre.

Danke erstmal und ich bin gespannt was dabei rauskommt!
Grüße

1. Deine Laufbahn ist überhaupt nicht ungewöhnlich. Der GeoInfoDBw speist sich vorrangig aus Seiteneinsteigern.
Deine Bewerbung läuft wie bei jedem anderen Seiteneinsteiger über das BAPersBw, siehe Wovlerines Beitrag.
Falls das BAPersBw und das ZGeoBw Interesse an einer Einstellung zeigen, wirst du erstmal zu einem Vorstellungsgespräch nach Euskirchen eingeladen. Hier kommen neben grundsätzlichen Fragen (Warum Bundeswehr? etc.) auch fachliche Fragen auf dich zu. Läuft das positiv, wirst du zum BAPersBw nach Köln eingeladen und klärst div. Einstellungsmodalitäten, wirst gemustert usw. Läuft auch all das positiv, kommt eine viermonatige Eignungsübung auf dich im ZGeoBw zu. Hier wird festgestellt, ob du die entsprechenden Kompetenzen für deinen vorläufigen Dienstgrad mitbringst. Geht auch dies positiv aus, beginnt dein Dienstverhältnis als SaZ.
Der GeoInfoDBw stellt derzeit Seiteneinsteiger mit höherem Dienstgrad zum 1.4. und 1.10. ein.
Ginge die Bewerbung heute raus, würde es knapp mit einer Einstellung zum 1.10. (ist eine Behauptung meinerseits)

2. Als promovierter Geowissenschaftler kann man als Major (A13) eingestellt werden.
Die Erfahrungsstufe errechnet sich aus Vordienstzeit, Studienzeit und berufliche Tätigkeiten.

3. Seit 2018 gibt es den OLS, welcher derzeit 3 Monate geht (59 Tage).

4. Gerade im GeoInfoDBw kann man schnell bis A14 befördert werden. Einstellung erfolgt auf einem gebündelten A13/14 Dienstposten, so dass eine Beförderung zum OTL (A14) nach zwei oder drei Jahren bereits erfolgen kann.

5. Die Soldatinnen und Soldaten mit DP im Zentrum selbst sind weniger von den Auslandseinsätzen betroffen als bspw. die Kameraden im Heer. Hier ist derzeit mit einem Einsatz alle zwei Jahre zu rechnen. Über die Quantität lässt sich aber generell nur schwer etwas sagen, bevor man nicht auf einem konkreten DP sitzt.

Danke für die sehr ausführliche Antwort, das hilt mir schonmal einiges weiter!  :)
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J_P_T

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #6 am: 16. April 2019, 16:54:22 »

1. Bewerbung
Wie schon beschrieben sind Einstellungstermine zum 1.3 und 1.10 eines Jahres. Vorher wurde 1.4 genannt, das kann ich aus persönlicher Erfahrung so nicht bestätigen. Mit dem Einstellungstermin beginnt die Eignungsübung (4 Monate).
Mit Einstellung 1.3. würde man dann zum normalen Termin der OAs ab dem 1.7 die Ausbildung beginnen (dazu gleich mehr). Für den Einstellungstermin 1.3.2019 waren die Gespräche im Oktober. Assessmentcenter in Köln BIS mitte Dezember. Meldung über Zusage/Absage Ende Januar.

2. Besoldung
Bekomme ich das noch richtig hin..puh. Mit Master wäre ich Erfahrungsstufe 3 geworden. 3 Jahre für Bachelor+2 für Master. Ich nehme an dann nochmal +2 oder 3 Jahre für die Promotion.  Könntest also auch in 4 landen?
Das war jetzt für reine Studienzeit.

3. Ausbildung
Wie gesagt, zum 1.3. dann 4-monatige EÜ, dann ab 1.7. mit den OAs (Offizieranwärtern) im Heer. Für die EÜ geht's die ersten 2 Wochen in die ZGeoBW Gruppe Lehre/Ausbildung nach Fürstenfeldbruck  (Einkleidung/militärische Grundfertigkeiten), für die restliche Zeit dann in die Fachdezernate.
Ich hab mal das Infoblatt für die Offizierausbildung im GeoInfoDBw Heer rausgekramt, falls zu sehr aufgeschlüsselt bitte abändern.

Offizieranwärterlehrgang (OAL): 6 Monate (3 Monate Grundausbildung+ oder "erweiterte Grundausbildung") in Munster oder Hammelburg (und eigentlich auch Lüneburg)
Offizierlehrgang (OL1 UND 2):  insgesamt 6 Monate in Dresden an der Offizierschule des Heeres (OSH) Anmerkung: Ab hier dann Unterschied zu den normalen OAs, die hätten zwischen OL1 und 2 erst 4 Jahre Studium und nach OL1, Englisch und Truppenkommando,
Sprachausbildung Englisch: 3 Wochen Idar-Oberstein
LIKE-Lehrgang: 6 Wochen in Munster oder Hammelburg (akutell nur bis Dienstrag Hauptmann verpflichtend!)
(militär)fachliche Ausbildung GeoInfo Personl: 6 Wochen ZGeoBW Gruppe Lehre/Ausbildung in Fürstenfeldbruck
"" zum GeoInfoStOffz/Offz - führen eines GeoInfo-Elementes: 3 Wochen ZGeoBW Gruppe Lehre/Ausbildung Fürstenfeldbruck
Ausbilder nSAk HaWa: 3 Wochen versch. Standorte
Übungsleiter der Bundeswehr: 3 Wochen Sportschule Warendorf

dann Stabsoffizierausbildung
Grundlagen Führung und Operationsplanung StOffz: 8 Wochen an der Führungsakademie der BW Hamburg
Basislehrgang Stabsoffizier (BLS): 3 Monate an der Führungsakademie der BWHamburg

Wie bei eigentlich allen Ausbildungspländen, ohne Gewähr. Kann sich je nach Bedarf im Ablauf ändern! Vom dem OLS (Offizierlehrgang für Seiteneinsteiger) habe ich schon gehört, für März 2019 war er so noch nicht eingeplant. Infos stammen aus Dez 18' für März 19'.

4. Beförderung
Meine 1 DeutscheMark dazu: Bei mir gab es die Info das pro Termin/Jahr (?) ca. 4 DPs frei sind. Beförderungen laufen recht gut, Infos dazu gab es auch schon in anderen Antworten. Die Chancen auf den Berufssoldat sind auch recht gut, einfach der der Pool der Bewerber kleiner ist (nach Aussage Personalführung).

5. Auslandseinsätze
-

6.
Wenn du dich für die Bewerbung entscheidest und nach Köln zum AC eingeladen wirst. Denk bitte daran, das fachliche wurde schon im ersten Vorstellungsgespräch abgefragt (dazu auch gerne meinen Beitrag dazu lesen). Im AC geht es um die Eignung zum Offizier! Grade im Interview, stell dich vor als Offizier der BW im Truppendienst und seinen Aufgaben/Problemen. Mach nicht den Fehler im Sinne von "ach ich bin im GeoDienst, da passiert schon nichts". Hat ein Mitbewerber gemacht und dementsprechend seine Eignung nicht bekommen.

Ergebnisse gelten für 2 Jahre und man kann solange im Bewerberpool bleiben!

PS: Hatte mich als Seiteneinsteiger beworben, kein passender DP oder "Abgelehnt" und hab mich für den OA entschieden.

Viel Glück!
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Quaschdl

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Antw:Als Seiteneinsteiger im Geodienst (Höherer Dienst)
« Antwort #7 am: 17. April 2019, 15:11:17 »

Dir auch danke für die sehr ausführliche Antwort!

Damit komme ich auf jeden Fall einiges weiter!
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