Forum Chat ()
StartseiteForumTeamANB / RegelnFeedgenerator Hilfe
  • 21. Oktober 2017, 03:04:44
  • Willkommen Gast
Bitte logg dich ein oder registriere dich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Hallo zusammen, das Forum sollte jetzt wieder wie gewohnt funktionieren. Noch auftretende Fehler bitte melden. TheAdmin

Seiten: 1 ... 4 [5] 6 ... 10
 41 
 am: 20. Oktober 2017, 13:19:50 
Begonnen von Robondexx - Letzter Beitrag von LeK
@Kill:

Man kann ganz super darüber streiten. ZB wird auch darauf hingewiesen, dass jemand, der den Stoff konsumiert hat, ihn ja ebenfalls "besitzt"; er hat ihn sich buchstäblich einverleibt :D. Trotzdem wird aus verschiedenen Gründen ganz einhellig vertreten, dass das Inhändenhalten keinen hier relevanten Besitz darstellt. Das würde sich mit der Erlaubnis des Konsums, der in den Strafnormen "ausdrücklich" nicht genannt ist, nicht vertragen. Zudem besitzt man auch nicht jede Gabel und jede Toilette, die man bei Freunden oder im Restaurant benutzt. Auch die Verkäuferin besitzt nicht zwangsläufig die Gegenstände, die sie handelt, oder der Hotelpage, der deinen Wagen für dich parkt. Oder eingängiger: das neue Handy, das mir jemand in die Hand gibt zum Zeigen. Erkennbar wird das an der gedachten Bereitschaft, die Sache jederzeit wieder aus der Hand zu geben, wenn das gewünscht wird. Ich kann dabei den Wunsch zum Konsum haben; ich behaupte meinen Wunsch aber nicht dergestalt, dass ich auch den Dübel gegen den Willen des anderen behalten würde. Oder um deine Quelle aufzugreifen: es mangelt am Besitzwillen.

 42 
 am: 20. Oktober 2017, 12:42:13 
Begonnen von Schlorky - Letzter Beitrag von Andi8111
Bitte?
Wenn ich z.B. schädlichen Alkoholkonsum beobachte, werde ich aktiv und suche das Gespräch. Um als TrArzt einen Soldaten zu behandeln, braucht es keinerlei offizielle Terminvergabe und keine vier Wände des SanBereichs. Meine Pflicht als TrArzt ist es, jede Möglichkeit zu ergreifen, welche durch §69a BBesG und die BÄO gedeckt ist, Schaden abzuwenden (Prophylaxe), zu beseitigen (Therapie) oder zu mildern (Rehabilitation). Und wenn ich z.B. bei dem Gespräch, wo es auch immer stattfindet, erfahre, dass der Herr/ die Dame Busfahrer ist und jeden Tag Rekruten mit Restalkohol zum Übungsplatz fährt, dann nehme ich einen Krankenmeldeschein und teile dies dem DV mit. Fertig.

 43 
 am: 20. Oktober 2017, 12:33:46 
Begonnen von Robondexx - Letzter Beitrag von Andi8111
Die Einstellung und die Begründung eines Dienstverhältnisses eines Soldaten auf Zeit bestimmt sich grundsätzlich gemäß § 3 Abs. 1 SG i. V. m. § 37 SG nach dem dienstlichen Bedarf sowie nach persönlicher Eignung, Leistung und Befähigung, wobei diese Grundsätze durch die Bestimmungen der Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und ergänzender Erlasse konkretisiert werden. Nach § 37 Abs. 1 Nr. 3 SG darf in das Dienstverhältnis eines Soldaten nur berufen werden, wer die körperliche und geistige Eignung besitzt, die zur Erfüllung seiner Aufgaben als Soldat erforderlich ist.
Über einen Antrag auf (Wieder-)Einstellung entscheidet die zuständige Behörde nach pflichtgemäßem Ermessen. Ein Rechtsanspruch auf Einstellung besteht selbst dann nicht, wenn alle persönlichen Voraussetzungen hierfür vorliegen. Wird ein Bewerber wegen des Fehlens einer der in § 37 Abs. 1 SG genannten Eigenschaften abgelehnt, kann er allerdings insoweit in seinen Rechten verletzt sein, als hierdurch sein aus Art. 33 Abs. 2 GG abzuleitender Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über seine Bewerbung nicht erfüllt wurde (vgl. Sohm in Walz/Eichen/Sohm, Soldatengesetz, 2. Aufl. 2010, § 37 Rn. 3).

 44 
 am: 20. Oktober 2017, 12:29:04 
Begonnen von Robondexx - Letzter Beitrag von Nouqie91
Das gleiche habe ich mir auch gedacht, Andi. Der Prüfer hat scheinbar - ziemlich erfolgreich - versucht den Bewerber zu provozieren. Daraus eine persönliche Beleidigung abzuleiten und ein Streitgespräch zu erzeugen, ist wohl das dümmste was man in so einer Situation machen kann, gibt aber dem Prüfer auch ein ziemlich adäquates Bild seines Gegenüber.

Ich würde mir die Ratschläge des Prüfers zu Herzen nehmen und mich in zwei Jahren erneut bewerben.

 45 
 am: 20. Oktober 2017, 12:07:58 
Begonnen von Johetan - Letzter Beitrag von Andi
Wobei mir gerade auffällt das nach meiner Kenntnis die neue Wohnung keinen formellen Anerkennungsgang durchläuft, da sie ja nur die alte ersetzt und deswegen von Amtswegen anzuerkennen ist. Eigentlich dürfte hier nur eine Prüfung der Formalia durch die trennungsgeldgewährende Stelle (mindestens gehobener Dienst! Nicht der ReFü) stattfinden.
Ansprechpartner ist hier also für die Anerkennung und Bescheidung der Berücksichtigungsfähigkeit (!) der Wohnung nicht der ReFü - der hat nur zu bearbeiten und nach Aktenlage TG-Anträge zu bescheiden - sondern der für die Feststellung zuständige Angehörige des gehobenen Dienstes bei der zuständigen trennungsgeldgewährenden Stelle.

Davon abgesehen: Unbedingt den Weg gehen, den der LwPersFw skizziert hat.

Gruß Andi

 46 
 am: 20. Oktober 2017, 12:02:26 
Begonnen von Robondexx - Letzter Beitrag von Andi
Nur mal zur Klarstellung: Das Interview im Berwerbertestverfahren ist kein Gespräch auf Augenhöhe!
Das ist eine knallharte Prüfungssitiation in der zu keinem Moment relevant ist, was die Prüfer Fragen, sondern ausschließlich darauf geschaut wird, wie der Prüfling reagiert. Theoretisch kann das bis kurz vor der Schwelle einer Beleidigung gehen (was bei öffentlichen Arbeitgebern nicht passieren wird), sehr hoher Provokationsgehalt ist aber absolut üblich - und bei so einer Steilvorlage hätte man alle Möglichkeiten gehabt sich vorher sogar genau zu überlegen, wie man mit dieser Thematik umgeht. Ein "wenn sie wollen können wir das ja gerne unter vier Augen vor der Tür klären - ich hoffe, Sie haben jemanden, der Sie ins Krankenhaus fährt" ist da in keinem Fall eine gewinnbringende Reaktion. Trotz und Bockigkeit auch nicht. Die Ehrlichkeit Fehler gemacht zu haben, aber der Anspruch an Ihnen zu wachsen und sie nicht zu wiederholen ist hier das, was man von einem geeigneten Bewerber erwartet. Übrigens genauso, wie die Erkenntnis, dass es nicht um Art und Inhalt der Frage des Prüfers geht, sondern ausschließlich um die thematisierte Kritik. Du machst leider den Eindruck, dass du explizit diese Transferleistung nicht erbringen kannst, weil du nicht begreifst, dass eine Prüfung kein "Schwanzvergleich" oder der Moment für Entrüstung über angebliche Ungerechtigkeit ist. Es geht ausschließlich um deine Charakterisierung.

Sofern es deine Bewerberakte noch gibt hast du übrigens Akteneinsichtsrecht - soll heißen auf deinen Antrag hin kannst du in die Ergebnisse deiner Prüfung Einsicht nehmen. Teil dieser Ergebnisse sind auch die handschriftlichen Notizen der Prüfkommission, sofern es da welche gab.

Kann übrigens auch jeder aktive Soldat machen - ist Teil der Grundakte und tatsächlich ziemlich lustig, das mit ein paar Jahrzehnten Abstand zu lesen. ;)

Gruß Andi

 47 
 am: 20. Oktober 2017, 11:47:53 
Begonnen von Backi - Letzter Beitrag von KillBurn93
Natürlich befinden sich die Rekruten bei ihren Handys im Spind das minimiert auch das Risiko einen Vorgesetzten zu treffen ;D

 48 
 am: 20. Oktober 2017, 11:45:41 
Begonnen von Robondexx - Letzter Beitrag von KillBurn93
"Besitz (lat. possessio) bezeichnet in der juristischen Fachsprache die tatsächliche Herrschaft über eine Sache. „Besitz“ bedeutet also, dass jemand tatsächlich über eine Sache verfügt, sie in seiner Gewalt hat. Dies gilt unabhängig davon, ob die Sache sein Eigentum ist oder nicht, also beispielsweise auch dann, wenn die Sache gemietet oder unrechtmäßig angeeignet ist.

In der juristischen Fachsprache bedeutet der Begriff Besitz oft zusätzlich den Willen, „diese Sache für sich zu behalten“ (Eigenbesitzwillen, lat. animus rem sibi habendi), also die „gewollte Sachherrschaft“."

geklaut bei Wikipedia

Wenn ich konsumiere habe ich auch den Wunsch die Droge für mich zu behalten (ich brauche sie ja auf).
Das reine halten an sich dürfte nicht strafbar sein, da der Wille nicht gegeben ist. Genauso wie der reine Konsum in dem abwegigen Beispiel nicht strafbar sein dürfte.
Aber solche Spitzfindigkeiten überlasse ich dann doch lieber Juristen 😁

 49 
 am: 20. Oktober 2017, 11:42:01 
Begonnen von Backi - Letzter Beitrag von BSG1966
Echt? Dienstgradlern-App?

Damit die Rekruten immer, wenn sie mit einem Dienstgradhöheren zusammenstoßen begegnen erst mal auf ihrem Smartphone nachschauen können.

Dem Smartphone, was sie zwischen Dienstbeginn und -ende im Spind aufzubewahren haben? :D

 50 
 am: 20. Oktober 2017, 11:37:39 
Begonnen von FrauFAusH - Letzter Beitrag von BSG1966
Ja genau dieses Gesetz meine ich. Und ich hatte ja oben schon erwähnt das ich nicht auf Rache aus bin! Aber vielen Dank, dass Sie alle es mir erklärt haben. 😊

Ja na wie gesagt. Das ist kein Gesetz. Das ist am ehesten im geschilderten Fall (Soldat spannt anderem Soldat die Frau aus) ein Verhalten, was mit Teilen des Soldatengesetzes nicht vereinbar ist.

Seiten: 1 ... 4 [5] 6 ... 10
© 2002 - 2017 Bundeswehrforum.de