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Autor Thema: bilder aus bundeswehrzeiten  (Gelesen 72489 mal)

bayern bazi

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bilder aus bundeswehrzeiten
« am: 09. Januar 2008, 12:47:57 »

ich habe  im  multiboard/Militärfahrzeugforum einen fred gefunden auf dem älteres bundeswehrgerät und uniform,en abgebildet sind

das mal nur so als beispiel könnte ich mir vorstellen hier auch bilder einzustellen aus dem  "vorflecktarnzeitalter"

natürlich nix aktuelles
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Streichholzmann

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #1 am: 27. Februar 2008, 05:29:16 »

Also ich finde das die alten Splittertarnuniformen einen weitaus besseren Tarneffekt hatten als die dämlichen
Uniformen in Gelboliv die später eingeführt wurden. Zudem sahen die auch noch besser aus.
Nur weil die Amerikaner Grün trugen mussten wir das auch wieder nachmachen und erst als
die Amerikaner ein Tarnmuster auf Splittertarnbasis (Woodland) "entwickelt"  und eingeführt hatten,
führten wir auch endlich wieder ein Tarnmuster ein. Das macht leicht nachdenklich.
Hat vielleicht jemand nähere Infos und Bilder zu den alten BW Uniformen?
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schlammtreiber

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #2 am: 29. Februar 2008, 10:01:00 »

Also ich finde das die alten Splittertarnuniformen einen weitaus besseren Tarneffekt hatten als die dämlichen
Uniformen in Gelboliv die später eingeführt wurden.

Die Farbe war "steingrau-oliv" und die Einführung wurde seinerzeit angeblich von der Truppe sehr positiv aufgenommen, weil der Feldanzug in Splittertarn vom Stoff her Müll war, unbequem und im Gelände viel zu laut (Geräuschtarnung).

Zitat
Zudem sahen die auch noch besser aus.

Das mag ja sein, aber das ist ein Dressman-Kriterium, kein Soldaten-Kriterium  ;)

Zitat
Nur weil die Amerikaner Grün trugen mussten wir das auch wieder nachmachen

Es waren nicht nur die bösen Amis, die natürlich primär erstmal schuld sind und generell verboten gehören, sondern praktisch alle Verbündeten trugen seinerzeit simples Oliv  ;)

Zitat
und erst als
die Amerikaner ein Tarnmuster auf Splittertarnbasis (Woodland) "entwickelt"  und eingeführt hatten,
führten wir auch endlich wieder ein Tarnmuster ein.


Doppelt falsch. Erstens sind Woodland und Splittertarn zwei verschiedene Paar Schuhe, das eine basiert nicht auf dem anderen. Zweitens wurden die amerikanischen Woodland-Uniformen bereits Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre flächendeckend eingeführt (die ersten wurden jedoch bereits im Vietnamkrieg an Spezialkräfte ausgegeben) und der Feldanzug Tarndruck erst ein volles Jahrzehnt später (von den 80ern zu den 90ern). Auch hier kein "den Amis nachlaufen" sondern wiederum eine "Bewegung" quer durch die ganze NATO.


Zitat
Das macht leicht nachdenklich.

Wieso?
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Streichholzmann

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #3 am: 29. Februar 2008, 10:29:14 »

Zitat
Die Farbe war "steingrau-oliv" und die Einführung wurde seinerzeit angeblich von der Truppe sehr positiv aufgenommen, weil der Feldanzug in Splittertarn vom Stoff her Müll war, unbequem und im Gelände viel zu laut (Geräuschtarnung).

Ja in Ordnung, das kann sein. Ich habe bisher noch keine original BW Uniform aus den 50ern in der Hand gehabt.

Zitat
Es waren nicht nur die bösen Amis, die natürlich primär erstmal schuld sind und generell verboten gehören, sondern praktisch alle Verbündeten trugen seinerzeit simples Oliv  ;)

Ja, aber mussten wir deswegen ein für die Zeit (für heute eigentlich auch noch) ausgezeichnetes Tarnmuster aufgeben?
Die Tarnung hatte sich dadurch ja sehr verschlechtert. Ist das nicht das selbe Prinzip wie
"Wenn alle von de Bücke springen, müssen wir das auch"?

Zitat
Doppelt falsch. Erstens sind Woodland und Splittertarn zwei verschiedene Paar Schuhe, das eine basiert nicht auf dem anderen.

Die Amerikaner haben sich nach dem Krieg sehr für die Tarnschemen der SS interessiert und haben den Woodland Tarn auf Basis
des Splittertarns nach dem 2. WK entwickelt. Das ist nachweisbar und es wurde seitens der Amerikaner zugegeben.
Genau wie der PASGT-Helm auch an die Form des alten M40 Helms der Wehrmacht erinnert.
Dieser wurde auch auf der Grundlage des M40 entwickelt. Natürlich nur formtechnisch.

Zitat
Zweitens wurden die amerikanischen Woodland-Uniformen bereits Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre flächendeckend eingeführt (die ersten wurden jedoch bereits im Vietnamkrieg an Spezialkräfte ausgegeben) und der Feldanzug Tarndruck erst ein volles Jahrzehnt später (von den 80ern zu den 90ern). Auch hier kein "den Amis nachlaufen" sondern wiederum eine "Bewegung" quer durch die ganze NATO.

Meine Aussage bezog sich auf die in Europa stationierten Truppen des U.S.A. die meines Wissens auch noch nach Einführung des Woodlandtarns
olive Uniformen trugen

Zitat
Zitat
Das macht leicht nachdenklich.

Wieso?

Nachdenklich in der Hinsicht das ein klarer Vorteil der Tarnung aufgegeben wurde um wie die Verbündeten
in oliven Uniformen zu kämpfen.
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schlammtreiber

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #4 am: 29. Februar 2008, 11:48:01 »

Ja in Ordnung, das kann sein. Ich habe bisher noch keine original BW Uniform aus den 50ern in der Hand gehabt.

Ich auch nicht ;-)
Steht so in "Fallschirmjäger - Chronik der 1. LL-Div"

Zitat
Die Tarnung hatte sich dadurch ja sehr verschlechtert. Ist das nicht das selbe Prinzip wie
"Wenn alle von de Bücke springen, müssen wir das auch"?

Nein, das ist das Prinzip "Wenn alle Verbündeten oliv tragen und nur der Feind Splittertarn, dann trage ich lieber oliv um nicht versehentlich erschossen zu werden" (Erklärung: die KVP bzw NVA verwendete Anfangs ebenfalls Splittertarn-Ausrüstungsgegenstände, wie z.B. die Zeltbahn als Poncho-Tarnüberwurf).

Zur "Verschlechterung" der Tarnung ist zu sagen, dass diese sehr sehr relativ ist. Man bemerkt einen Soldaten im Wald/in der Pampa/sonstwo als erstes an der Bewegung, ob er jetzt nur oliv oder oliv, braun, schwarz gewandet ist hat eher sekundäre Bedeutung. Dabei muss man auch erwähnen, dass diese Meinung in den 50er/60er Jahren wesentlich stärker vorherrschte (bekannte Technikgläubigkeit dieses Zeitalters).

Man kann das endlos diskutieren, aber damals hielt man Tarnmuster eben für eher verzichtbar.

Zitat
Die Amerikaner haben sich nach dem Krieg sehr für die Tarnschemen der SS interessiert und haben den Woodland Tarn auf Basis
des Splittertarns nach dem 2. WK entwickelt.

Splittertarn war Wehrmachtstarnmuster, nicht SS, aber das spielt hier weniger die Rolle.

Zitat
Das ist nachweisbar und es wurde seitens der Amerikaner zugegeben.

Dann weise es bitte nach.

Zitat
Genau wie der PASGT-Helm auch an die Form des alten M40 Helms der Wehrmacht erinnert.
Dieser wurde auch auf der Grundlage des M40 entwickelt. Natürlich nur formtechnisch.

Das ist richtig, hat aber nicht miteinander zu tun  ;)

Zitat
Meine Aussage bezog sich auf die in Europa stationierten Truppen des U.S.A. die meines Wissens auch noch nach Einführung des Woodlandtarns
olive Uniformen trugen

Zum ersten erhielten natürlich auch die Truppen der USAREUR Woodland-Uniformen, wahrscheinlich langsamer als Eingreifkräfte wie das Airborne Corps, aber nicht langsamer als andere Verbände. Zum zweiten belustigt mich die Vorstellung etwas, dass Du die "Zeitverschiebung" mit regionaler Erscheinung erklären willst. Das impliziert in etwa dass die Bundeswehr blind und taub nicht mitkriegte, wie die USA neue Tarnmuster einführten, sondern das erst schnallte als vor der eigenen Nase gefleckte Amis rumliefen, dann aber in eiliger Vasallentreue sofort auch gefleckte Uniformen schneidern ließ  :D

Zitat
Nachdenklich in der Hinsicht das ein klarer Vorteil der Tarnung aufgegeben wurde um wie die Verbündeten
in oliven Uniformen zu kämpfen.

Siehe oben
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schlammtreiber

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #5 am: 29. Februar 2008, 12:03:42 »

Die Amerikaner haben sich nach dem Krieg sehr für die Tarnschemen der SS interessiert und haben den Woodland Tarn auf Basis
des Splittertarns nach dem 2. WK entwickelt. Das ist nachweisbar und es wurde seitens der Amerikaner zugegeben.

Guckt man bspw bei Wikipedia in den Artikel "Splittertarn", steht da aber folgendes:

Zitat
Vereinigte Staaten von Amerika  [Bearbeiten]Bereits 1948 durch das U.S. Army Engineer Research and Development Laboratory (ERDL) unabhängig von deutschen Mustern entwickelt, wurde der amerikanische ERDL-Buntfarbenaufdruck im Februar 1967 für die im Vietnamkrieg kämpfende US-Marineinfanterie sowie Spezialeinheiten eingeführt und war bis 1970 in Gebrauch. Das US-Muster übernimmt die graubeige Grundlage sowie den Grünton des deutschen Buntfarbenaufdrucks. Statt brauner Flecken wird jedoch Schwarz eingesetzt; auf die gestrichelten Linien verzichten die Amerikaner. Zudem unterscheidet sich die Formgebung der Flecken deutlich vom Buntfarbenaufdruck 31 und nimmt hier als Vorbild das SS-Leibermuster von 1945, das eine Variante des Flecktarns ist. Das 1981 für die gesamte US-amerikanische Armee eingeführte Vierfarben-„Woodland“-Tarnmuster wiederum wurde aus dem ERDL-Buntfarbenaufdruck abgeleitet. Es kann daher als entfernter Verwandter des Splittertarns angesehen werden. Das Woodlandmuster wird heute von vielen Ländern verwendet.

Siehe auch: MARPAT

Hervorhebung von mir. Es wurde also nicht das Woodland-Muster aus dem Splittertarn-Muster entwickelt, sondern der Vorgänger des Woodland-Musters weist Ähnlichkeiten mit dem Splittertarn-Muster auf  ;)

Man kann natürlich wikipedia als Quelle so und so sehen (ich schätze es eigentlich nicht besonders, nur passt mir der Inhalt hier eben gerade mal ind en Kram)  ;)
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Streichholzmann

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #6 am: 29. Februar 2008, 13:07:30 »

Zitat
Zitat
Das ist nachweisbar und es wurde seitens der Amerikaner zugegeben.

Dann weise es bitte nach.

Zitat
Genau wie der PASGT-Helm auch an die Form des alten M40 Helms der Wehrmacht erinnert.
Dieser wurde auch auf der Grundlage des M40 entwickelt. Natürlich nur formtechnisch.

Das ist richtig, hat aber nicht miteinander zu tun  ;)

Ich mich mich hier entschuldigen. Nach nochmaligen nachlesen muss ich feststellen das nur der PASGT-Helm gemeint war
und nicht das Woodland Tarnmuster. Habe das wohl nur in Zusammenhang gebracht weil ich es zeitgleich damals gelesen habe.

Zitat
Zitat
Meine Aussage bezog sich auf die in Europa stationierten Truppen des U.S.A. die meines Wissens auch noch nach Einführung des Woodlandtarns
olive Uniformen trugen

Zum ersten erhielten natürlich auch die Truppen der USAREUR Woodland-Uniformen, wahrscheinlich langsamer als Eingreifkräfte wie das Airborne Corps, aber nicht langsamer als andere Verbände. Zum zweiten belustigt mich die Vorstellung etwas, dass Du die "Zeitverschiebung" mit regionaler Erscheinung erklären willst. Das impliziert in etwa dass die Bundeswehr blind und taub nicht mitkriegte, wie die USA neue Tarnmuster einführten, sondern das erst schnallte als vor der eigenen Nase gefleckte Amis rumliefen, dann aber in eiliger Vasallentreue sofort auch gefleckte Uniformen schneidern ließ  :D

Hierbei beziehe ich mich ebenfalls auf Wikipedia:

Zitat
...Nach Aufstellung der Bundeswehr im Jahre 1955 wurde bei der Truppe sofort ein Kampfanzug in leicht abgewandeltem Splittertarn M31 der Reichswehr bzw. Wehrmacht eingeführt, doch bereits in den frühen 1960er Jahren gegen eine den NATO-Partnern angelehnte einfarbige Oliv-Variante im Farbton RAL 6014 (Gelboliv) ersetzt....

...Ab 1976 wurde das Interesse an einem Tarnmuster wieder geweckt. Daher führte in der zweiten Jahreshälfte 1976 die Bundeswehr eine Reihe von Truppenversuchen durch, mit denen die Wirksamkeit verschiedener neuer Tarnmuster getestet werden sollte...

Also wurde etwa zur selben Zeit mit Tarnmustern experimentiert als die U.S.A. den Woodland-Tarndruck eingeführt hat.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Flecktarn

Meine Quelle die besagt da U.S. Streitkräfte in Europa lange hin oliv trugen finde ich im Moment nicht, reiche ich aber nach wenn ich sie wiedergefunden habe.
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Streichholzmann

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #7 am: 29. Februar 2008, 13:10:20 »

Zitat
Hervorhebung von mir. Es wurde also nicht das Woodland-Muster aus dem Splittertarn-Muster entwickelt, sondern der Vorgänger des Woodland-Musters weist Ähnlichkeiten mit dem Splittertarn-Muster auf  ;)

Also ist das Woodland-Muster die Weiterentwicklung aus dem Tarndruck, der durch Splittertarn (Buntfarbendruck 31) inspiriert bzw. weiterentwickelt wurde?  :)
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schlammtreiber

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #8 am: 29. Februar 2008, 13:23:45 »

Ich mich mich hier entschuldigen. Nach nochmaligen nachlesen muss ich feststellen das nur der PASGT-Helm gemeint war
und nicht das Woodland Tarnmuster. Habe das wohl nur in Zusammenhang gebracht weil ich es zeitgleich damals gelesen habe.

Eine Entschuldigung braucht es eigentlich nur, wenn man was verbrochen hat, ist ja nun nicht der Fall  ;)

Zitat
doch bereits in den frühen 1960er Jahren gegen eine den NATO-Partnern angelehnte einfarbige Oliv-Variante im Farbton RAL 6014 (Gelboliv) ersetzt....

...Ab 1976 wurde das Interesse an einem Tarnmuster wieder geweckt. Daher führte in der zweiten Jahreshälfte 1976 die Bundeswehr eine Reihe von Truppenversuchen durch, mit denen die Wirksamkeit verschiedener neuer Tarnmuster getestet werden sollte

Wir halten fest: (alles laut wikipedia)

Oliv wurde "Anfang der 60er" eingeführt.
Bereits seit 1948 entwickelten die USA ein Tarnmuster, das dann bereits 1967 erstmals verwendet wurde.
Einführung flächendeckend circa 1979-80
Erst 1976 begann die Bw mit "Feldversuchen", Einführung flächendecken etwa 1989-90.

Die Bw ENTWICKELTE ihr Tarnmuster also fast 10 Jahre nachdem der Woodland-Vorgänger in Vietnam aufgetaucht war, und führt erst gut 10 Jahre nach den USA flächendeckend Tarnmuster ein. Von einem Nachahmen im engeren Sinn kann also kaum die Rede sein, so langsam ist nicht mal der preußisch-deutsche Beamtenstaat  ;)

Zitat
Also ist das Woodland-Muster die Weiterentwicklung aus dem Tarndruck, der durch Splittertarn (Buntfarbendruck 31) inspiriert bzw. weiterentwickelt wurde?

Nein, Woodland ist der Nachfolger eines Tarnmusters, welches Ähnlickeiten mit dem Splittertarn aufweist. Betrachtet man aber mal die beiden Muster fällt schnell auf, dass die wesentlichen Merkmale des Splittertarn schlicht nicht vorhanden sind.

- Woodland besteht aus abgerundeten unförmigen Flecken, während Splittertarn gerade klare Kanten hat (wie der Name schon sagt)
- die für Splittertarn so charakteristischen überdruckten Striche (wie beim Ein Strich- Kein Strich) fehlen ebenfalls
- farbliche Übereinstimmungen sind offenbar vorhanden

Wenn man aber die ersten zwei Punkte betrachtet, und dann trotz dem fehlen dieser zentralen Charakteristik auf einer "Weiterentwicklung" besteht, dann kann man buchstäblich jedes tarnmuster, das Flächen statt Flecken verwendet, als "Nachkomme Splittertarn" bezeichnen  ;)
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Streichholzmann

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #9 am: 29. Februar 2008, 13:37:44 »

Na gut...ich sags um es abzuschließen frei heraus:
Ich finde rein olive Uniformen hässlich und bin froh zu einer Zeit zu dienen, in der ich sowas nicht mehr tragen muß.  ;) ;)

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StOPfr

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #10 am: 29. Februar 2008, 14:06:32 »

Na gut...ich sags um es abzuschließen frei heraus:
Ich finde rein olive Uniformen hässlich und bin froh zu einer Zeit zu dienen, in der ich sowas nicht mehr tragen muß.  ;) ;)
So schlimm wars nun auch wieder nicht  ;). Wichtig war ja die perfekte Tarnung und da war das steingrau-oliv gar nicht schlecht. 

Um kurz auf das Dressman-Kriterium zurückzukommen: Da machts dann der Schnitt. Damals gab es gut geschnittenes Oliv ebenso wie es heute schlecht sitzendes Flecktarn gibt.   
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schlammtreiber

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #11 am: 29. Februar 2008, 14:07:36 »

Nun, ich war auch froh, als ich nach der Zuschleusung in die LwSichStff Flecktarn empfangen hab (AGA war noch in oliv)  ;)
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MattyL

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Re: bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #12 am: 17. Juli 2009, 20:09:14 »

Hallo als ich 96 meine Aga machte war ich noch in Oliv gewandet und fand diese Uniform einfach Praktischer als die dere Gefleckten Kameraden. Beim FmRGT 930 war zu der Zeit gerade der Übergang und beides Vertreten. Heute Trage ich als Reservist auch das Flecktarn. Und wenn man sich tarnen will geht das mit beiden recht gut. Das Grünzeug habe ich allerdings lieber getragen weil robuster, es ging einfach nicht kaputt. Der Stoff des Flecktarn ist dünner geworden. Auch heute hab ich mir Privat verschiedene Sachen der oliv-grünen Montur zugelegt die ich , wenn erforderlich, unter dem Flecktarn trage  ;)
Schönen gruß aus der Vulkaneifel
« Letzte Änderung: 20. Juli 2009, 08:46:11 von MattyL »
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miguhamburg1

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Re:bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #13 am: 18. Dezember 2009, 15:32:11 »

Um es einmal zusammenzufassen und mit Info zu ergänzen aus Zeiten, in denen hier im Forum die wenigsten gedient haben dürften:

In den ersten vier bis 5 Jahren Bw wurden Bekleidungsbestände aus Wehrmachtszeiten, die die Tage in irgendwelchen Lagern überdauert hatten, durch nachproduzierte Bekleidungsstücke ergänzt an die Soldaten ausgegeben. Wer mal alte Fotos zur Hand nimmt, sieht z.B. Soldaten mit Tarnbekleidung, darunter blaues Diensthemd und Krawatte (Offz/Uffz bei der Dienstaufsicht), dazu meist eine Art "Bergmütze" in dunkelgrauem, rauem Flanellstoff, so etwas, was in den letzten Jahren eigentlich nur noch Straßenwärter der Straßenmeisterei trugen. Dazu die sagenumwobenen "Müllwerkerstiefel", auch Timoschenkos genannt, knöchelhohe Schnürstiefel aus einer Art "Betonleder" sowie Gamaschen. Für den Winter wurde bereits zu der Zeit die sog. "Filzlaus" in Steingrau-Oliv ausgegeben. Dies weist daraufhin, dass Oliv bereits zu Gründungszeiten der Bw die "neue Farbe" der Armeee war. Dies korrespondiert auch mit den Faldanzügen sämtlicher NATO-Staaten dieser Zeit.

Der Feldanzug, moleskin, steingrau-oliv, von dem hier im Thread die Sprache ist, wurde ab 1962/63 an alle Soldaten ausgegeben, löste den alten Tarnanzug ab (der darüberhinaus mit die schlechtesten Trageeigenschaften besaß, die man sich vorstellen konnte: Nicht nur, dass er Geräusche bei der Bewegung machte, wenn er nass wurde, war er richtig schwer - und trocknete erst nach Tagen durch usw.). Dieser neue Feldanzug prägte dann das Bild dewr Budneswehr für die nächsten gut 30 Jahre - in verschiedenen Schnittformänderungen, jeweils der Mode angepasst. Zunächst trugen die Soldaten Knobelbecher, ab Anfang der 1970er Jahre die dunkelbraunen, ab 1980 schwarze Kampstiefel. Meine Kameraden und ich erhielten noch 1979 den Feldanzug, Winter "Filzlaus", die aber nie getragen wurde und in den 1980er Jahren gegen einen weiteren normalen FA ausgetauscht wurde. Die gesamte NATO trug also bis weit in die 1970er Jahre in unterschiedlichen Farbtönen Oliv als FA-Farbe. Zeitgleich mit den Amerikanern begannen Ende der 1970er Jahre auch die Briten auf Flecktarn "umzusteigen", wobei die Briten nur die Jacken zum FA fleckgetarnt trugen. Der Grund: Eine Studie der europäischen/in Europa stationierten NATO-Armeen wurde durchgeführt, in der die Wirkung unterschiedlichster Tarnmuster über zwei Jahre hinweg in den unterschiedlichsten mitteleuropäischen Geländegegebenheiten wissenschaftlich untersucht wurden. Aus dieser Studie entwickelten sich die Dreifarb-Flecktarnanzüge, die dann in den meisten Staaten zu unterschiedlichen Mustern weiterentwickelt und eingeführt wurden. Bei den Amerikanern und Briten zuerst und nachfolgend bei den anderen Partnern. Dass es in der Bw erst Mitte der 1990er-Jahre flächendeckend eingeführt war, hatte aufgrund der klammen Kassen schlicht haushalterische Gründe und nach der Wende erst recht diese Gründe, so dass es die Anweisung gab, zunächst die AGA in Oliv durchführen zu lassen und den Flecktarn nur an die Nicht-HVK-Verbände auszugeben. Dies ließ sich natürlich nicht durchhalten und so wurde das "Nebeneinander" von Oliv und Flecktarn befohlen: Soldaten bekamen Flecktarn nur bei Tausch verschlissener Olivbekleidung ausgegeben, wenn die StOV keinen Olivbestand mehr hatten. Die endgültige, komplette Umstellung einschließlich Lw und Marine, war meines Wissens nach erst 1998/99.
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AriFuSchr

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Re:bilder aus bundeswehrzeiten
« Antwort #14 am: 18. Dezember 2009, 16:29:55 »

solche Timoschenkos mit Gamaschen trug der Chef unseres VB-Trupps noch Ende der 70-er Jahre zur allgemeinen Erheiterung (natürlich nur wenn er es nicht sah  ;D) der restlichen Batterie. Er war zu der Zeit HFw und soldatisches Urgestein.

Wir munkelten, dass er mit den Teilen an den Füssen zur Welt kam und die Gamaschen den Tommy's, Verzeihung unseren verbündeten britischen Freunden persönlich abgenommen hatte  :D
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