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Autor Thema: Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten  (Gelesen 3716 mal)

StOPfr

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tagesschau.de berichtete gestern Abend (12.04.2012) über   

Recherchen des ARD-Magazins Kontraste:
Bundeswehr gibt Soldaten umstrittenes Malaria-Mittel

Zitat: "Das Malaria-Medikament Lariam ist wegen seiner schwere neuropsychischen Nebenwirkungen hoch umstritten. Dennoch setzt die Bundeswehr offenbar auf das Medikament. Wie das ARD-Magazin Kontraste berichtet, erhalten Tausende Bundeswehrssoldaten Lariam zur Malaria-Prophylaxe. Das Sanitätspersonal kläre viele Soldaten nicht über diese besonderen Nebenwirkungen auf. Lariam kann das zentrale Nervensystem beeinträchtigen und unter anderem Psychosen, Angst, Halluzinationen, Panikattacken oder Depressionen auslösen."

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ulli76

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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #1 am: 13. April 2012, 13:59:57 »

Was für ein Schwachsinn-

Wir geben die gleichen Malariamittel wie sie im Zivilen von den Fachgesellschaften empfohlen werden.
Die Nebenwirkungen von Lariam sind bekannt-auch in der Truppe.

Die Soldaten werden schriftlich über die Behandlung und Nebenwirkungen aufgeklärt (wenn das nicht geschieht, ist es ein Fehler, der nicht passieren sollte), gleichzeitig wird dabei auch nach psychiatrischen Vorerkrankungen gefragt.
Wenn es entsprechende Vorerkrankungen oder auch Symptome gibt, wird ein alternatives Mittel gegeben.
Auch wenn es während der Einnahme Probleme gibt, wird umgestellt.

Bestimmtes Personal (Taucher, fliegendes Personal) bekommt Lariam von vorne herein nicht.

So weit ich weiss, gibt es bisher keinen einzigen Vorfall, in dem eine Nebenwirkung von Lariam Probleme im Zusammenhang mit dem Dienst an der Waffe verursacht hätte.

Da wird wohl wieder mal ein Skandalt gesehen, wo es keinen gibt.
« Letzte Änderung: 13. April 2012, 14:05:10 von ulli76 »
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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #2 am: 14. April 2012, 10:09:09 »

Als Neueinsteiger bin ich über die Berichterstattung in den Medien auf diese Seite gestoßen. Ich freue mich, dass hier mit Ulli ein erfahrener Experte im Forum schreibt. Dass es laut ihm keine Probleme gibt, ist natürlich schön zu hören. Ich habe trotzdem einige Fragen:

Zuerst schreibst du, Ulli, dass die Malariavorbeugung bei der Bundeswehr der bei Zivilisten entspricht. Nun ist es so, dass zivile Reisende über die drei zur Verfügung stehenden vorbeugenden Malariamedikamente (Lariam, Malarone, Doxycyclin) ausführlich informiert werden. Nach intensiver Aufklärung über Vor- und Nachteile, Abwägung von Kontraindikationen usw. erhalten sie schließlich in aller Regel selbst die Wahl, welches der Medikamente sie nehmen möchten. Auch die Möglichkeit einer Standby-Behandlung wird gerade in Regionen mit einem geringeren Risiko und/oder überwiegenden Infektionen des Typs Plasmodium Vivax (z.B. Afghanistan) in Erwägung gezogen. Natürlich bekommen Patienten auch Informationen darüber, dass Malarone in Deutschland im Gegensatz zu anderen Länden keine Zulassung zu einer lange Zeit andauernden Prophylaxe hat. Ebenfalls bekommen sie Informationen darüber, dass Doxycyclin in Deutschland zwar seit langer Zeit für diverse Indikationen zugelassen ist, formal aber keine Zulassung zu Malariavorbeugung hat, während diese in vielen anderen Ländern vorliegt. Gleichwohl betonen die Empfehlungen der zuständigen Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V., dass beide Medikamente - auch für längere Zeit - durchaus hierzulande zur Malariaprophylaxe eingesetzt werden können. Die Bundeswehr weiß das natürlich nur zu gut, denn schließlich gibt sie Tauchern und Piloten Doxycyclin. Erhalten auch alle anderen Soldaten nach ausführlicher Information die freie Wahl, welches Medikament sie nehmen möchten?

Du schreibst weiterhin, dass Soldaten schriftlich über Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Wo kann man den entsprechenden Aufklärungsbogen einsehen? Kannst du ihn eventuell sogar einscannen und ins Netz stellen?

Dass in der ARD ein Angehöriger der Bundeswehr angegeben hat, keine Information über Nebenwirkungen erhalten zu haben, ist nach deiner Meinung ein Fehler des entsprechenden Arztes gewesen. Wie konnte es deiner Ansicht nach zu so einem Fehler kommen? Wie oft kommt es nach deiner Einschätzung zu solchen Fehlern? Und was kann man tun, damit diese Fehler in Zukunft vermieden werden?

Du schreibst hiernach, dass beim Auftreten von Problemen das Medikament umgestellt wird. Wie genau findet man heraus, ob es zu Problemen kommt? Gibt es standardisierte Nebenwirkungsfragebögen? Wenn ja, wie oft werden diese ausgegeben und wo kann man sie einsehen?

Hiernach schreibst du, dass es deines Wissens bislang keinen Vorfall an der Waffe gegeben hat, der mit Lariam in Verbindung stand. Das ist schön zu hören. Dennoch wurde von der Bundeswehr im ARD-Bericht eingeräumt, dass es durchaus bei einigen Soldaten zu psychotischen Symptomen gekommen ist. Wie oft war das genau der Fall? Und wie häufig kam es zu weniger schweren neuropsychiatrischen Symptomen?

Schließlich schreibst du noch, dass fliegendes Personal und Taucher keine Prophylaxe mit Lariam erhalten. Wenn das Medikament tatsächlich so unproblematisch ist, würde mich interessieren, warum man bei diesen Personengruppen dennoch Doxycyclin bevorzugt. Auch wüsste ich gerne, warum bei kurzen Einsätzen in Malariagebieten bei der Bundeswehr Malarone bevorzugt wird.

Ebenfalls wäre es toll, wenn du uns sagen könntest, warum andere Armeen (USA, Niederlande, Norwegen, etc.) kein Lariam mehr verwenden. Gerade die US-Armee hat ja als Erfinder des Medikaments die mit Abstand größte Erfahrung mit dem Mittel. Mit dem Walter-Reed-Institute hat sie auch ein eigenes Forschungsinstitut, das sich mit entsprechenden Thematiken befasst, während es eine vergleichbare Einrichtung der Armee in Deutschland nicht gibt. Handelt es sich bei dem Verzicht auf Lariam in der US-Armee trotzdem nur um eine unnötige, unbedachte Handlung? Und hast du eine Vermutung, wie jemand wie die von der ARD befragte Dr. Elspeth Ritchie, die immerhin über lange Jahre führende Psychiaterin der US-Armee war, zu ihrer ablehnenden Haltung gegenüber Lariam kommt?

Schon jetzt danke ich dir sehr herzlich dafür, dass du dir die Zeit nimmst, auf diese wichtigen Fragen zu antworten, um so zur Aufklärung und Beruhigung besorgter Fernsehzuschauer beizutragen.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 10:23:05 von Bossa »
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Tommie

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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #3 am: 14. April 2012, 10:35:42 »

Ulli76 ist weiblich ;) ! Also nicht "er", sondern "sie" ...

Der Aufklärungsbogen war bei mir ein Formular des Herstellers, soweit ich mich richtig erinnern kann, in dem wie im Waschzettel auch, auf Risiken und Nebenwirkungen noch einmal explizit hingewiesen wurde. Nach Unterschrift von mir ist er in meine "G-Karte" (Gesundheitskarte = Krankenakte!) eingeheftet worden, wo er aller Wahrscheinlichkeit heute noch herum oxidiert ;) !

Außer dem Aufklärungsbogen, den ich unterschrieben habe, wurde mir dieses Merkblatt des Auswärtigen Amtes ausgehändigt!
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 10:40:35 von Tommie »
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ulli76

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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #4 am: 14. April 2012, 10:40:04 »

Du bist jetzt nicht zufällig einer der Reporter, der was mit dem Bericht zu tun hat  ;)
Oder bist du etwa Mitglied einer gewissen Partei (zumindest dein Fragestil lässt beide Schlüsse zu

Ich versuch mal die Fragen zu beantworten- für detailierte Informationen müsstest du dich an´s SanAmt wenden.
Ich bin hier nicht als offizieller Vertreter der Bundeswehr unterwegs, sondern poste aufgrund meiner persönlichen Erfahrung.

Bei der Bundeswehr wird genauso wie im Zivilen nach Malariarisiko, Resistenzlage und Zeit im Risikogebiet abgewogen.
Lariam ist derzeit der Stadard für die üblichen Einsatzländer. Nach Absprache mit seinem Truppenarzt kann ein Soldat auch eine Alternative bekommen.

Die Bundeswehr aktualisiert regelmäßig ihre Impf-und Malariaprophylaxeempfehlungen und verschickt gleichzeitig die entsprechenden Aufklärungsbögen. Im Moment habe ich keinen Zugang zu diesem Dokument- am besten wendest du dich an die Presseabteilung des Sanitätsamtes.

Wie oft die Aufklärung nicht durchgeführt wurde, weiss ich nicht. Ist auch schwer zu sagen, woran es genau lag, von demher kann ich natürlich auch schwer sagen, wie man das vermeiden kann.
Zusätzlich hat natürlich jeder Soldat die Möglichkeit, sich an das zuständige Sanitätspersonal und seinen Truppenarzt zu wenden, wenn er zu Medikamenten Fragen hat. Außerdem liegt jeder Medikamentenpackung ein Beipackzettel bei, in dem man die Nebenwirkungen nachlesen kann (sind in diesem Fall die gleichen Hersteller und Bedingungen wie im Zivilen).

Ähm-die Nebenwirkungen merkt man schon selber recht schnell. Betroffene Soldaten wenden sich dann einfach an ihren Truppenarzt. Da Malariaprophylaxe in der Regel schon vor Verlegung in´s Einsatzgebiet begonnen wird, besteht auch die Möglichkeit, vor Abflug eine Alternative zu finden.

Zu deiner Frage mit den psychotischen Symptomen habe ich keine Daten. Selbst wenn ich sie hätte, würde ich sie allerdings auch hier nicht posten.

Die Wahl des Präparates stellt jeweils das Ergebnis einer Nutzen-Risiko-Analyse dar. Deswegen bekommen Taucher und Piloten eben kein Lariam.

Warum andere Länder anders entscheiden, weiss ich nicht.
Jedes Land stellt zur medizinischen Versorgung eigene Überlegungen seiner Soldaten an. Dabei kann man durchaus zu unterschiedlichen Auffassungen kommen.

Wie gesagt- für detailiertere Informationen solltest du dich an die Pressestelle des Sanitätsamtes wenden.
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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #5 am: 14. April 2012, 10:40:17 »

Da die Fragen vermutlich von einem Journalisten (@Bossa) kommen, würde ich doch bitten dieses auch kenntlich zu machen.

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ulli76

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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #6 am: 14. April 2012, 10:50:12 »

Bevor ich es vergesste:
Chemoprophylaxe bei Malaria ist nie ohne Risiken. Sie stellt immer eine Abwägung zwischen den Risiken der Prohpylaxe und dem Risiko der Erkrankung dar (deswegen z.B. jahreszeitliche Unterschiede in den Empfehlungen und unterschiedliche Empfehlungen für unterschiedliche Regionen)- das gilt genauso für zivile Reisende wie auch für Soldaten in Einsatzländern. (Bzw. sogar im Inland- s. Impfempfehlungen und -befehle)
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Antw:Kontraste berichtet über Malaria-Medikamente für Soldaten
« Antwort #7 am: 14. April 2012, 11:49:43 »

Ich bedanke mich zunächst sehr herzlich bei Ulli dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, hier zu antworten. Gerne beantworte ich auch die Frage zu meiner Person: Ich bin weder ein Journalist, noch bin ich ein Wähler oder Mitglied der Piratenpartei. Vielmehr bin ich ein interessierter und besorgter Zivilist und deutscher Staatsangehöriger. Wie du sicher gemerkt hast, kenne ich mich ebenso wie du, Ulli, ein wenig mit der Thematik aus. Ich denke, dass wir beide hiervon profitieren können und freue mich daher auf unsere weitere Unterhaltung.

Leider haben deine Antworten allerdings bei mir eine Menge offener Fragen hinterlassen.

Du, Ulli, sagst zunächst, dass man nach Absprache mit einem Truppenarzt auch ein anderes Medikament als Lariam zur Malariavorbeugung bekommen kann. Wird Soldaten denn von Anfang ausführliche Aufklärung über diese Möglichkeit gegeben? Wie sieht diese Aufklärung konkret aus? Erfahren Soldaten also von Beginn an, dass es drei verschiedene Medikamente gibt, unter denen sie frei wählen können?

An das Sanitätsamt der Bundeswehr werde ich mich gerne wenden, um an Kopien der Aufklärungsbögen zu den Nebenwirkungen zu kommen. Bequemer wäre es freilich, wenn diese wie in der US-Armee gleich online gestellt würden. Warum ist das eigentlich bei der Bundeswehr nicht der Fall? Auch für Soldaten wäre es so viel leichter, noch einmal nachzulesen, wenn sie die Bögen verlieren sollten.

Etwas unbefriedigend finde ich zudem deine Antwort in Bezug auf die Befragung von Soldaten zu Nebenwirkungen. Sieht man nicht eine große Problematik bei diesem sehr passiven Vorgehen? In der Forschungsliteratur zu Lariam ist hierauf sehr häufig eingegangen worden. Da du ja die Kritik an dem Medikament sehr früh als "Schwachsinn" bezeichnet hast, muss ich davon ausgehen, dass du ein umfangreiches Wissen hast und die einschlägigen Publikationen gut kennst. Was sagst du beispielsweise zu den entsprechenden Hinweisen bei Croft?

Übrigens gilt das auch für deinen Einwand, dass man bei früh bemerkten Nebenwirkungen einfach zum Truppenarzt geht. In der Forschungsliteratur zu Lariam ist sehr oft darauf eingegangen worden, dass genau das in der Praxis insbesondere bei Soldaten oft nicht geschieht. Dass hier von einem erheblichen "report bias" auszugehen ist, kann man in unzähligen Studien nachlesen. Ein Beispiel wären die Publikationen von Croft, seines Zeichens Mediziner beim britischen Verteidigungsministerium. Nimmt man diese Hinweise in der Bundeswehr mit der notwendigen Sorgfalt ernst?

Hiernach schreibst du, dass du keine konkreten Zahlen zu den Fällen von psychotischen Symptomen hast, zu denen es bei Bundeswehrsoldaten unter Lariam gekommen ist. Wenn dir keine Zahlen vorliegen, sehe ich einen gewissen Widerspruch zu deiner Behauptung, die Kritik der ARD sei "Schwachsinn" (wörtliches Zitat). Kannst du bitte auch sagen, warum du die Zahlen nicht mitteilen würdest, selbst wenn sie dir vorlägen? Sind sie ein Geheimnis? Hat die Öffentlichkeit kein Recht, sie zu erfahren? Wenn ja, warum nicht?

Etwas seltsam finde ich auch deinen Hinweis, dass du nicht weißt, warum in anderen Ländern anders entschieden wird. Von einem Befürworter von Lariam und Mediziner hätte ich eigentlich erwartet, dass er zumindest die entsprechenden Hinweise im Yellow Book der CDC gelesen hätte. Hier gibt es ein eigenes Kapitel über die Problematik von Malariaprophylaxe bei Soldaten. Auch hätte ich erwartet, dass du die einschlägigen neuen Publikationen von Forschungseinrichtungen der US-Armee zu Mefloquin gelesen hast, so z.B. die von Dr. Nevin. Ist das etwa nicht der Fall? Und wenn es tatsächlich nicht der Fall sein sollte, warum bist du dir dann so sicher, dass die Kritik "Schwachsinn" ist?

Dass du keine Erklärung dafür hast, wie es bei dem von der ARD interviewten Soldaten zur Unterlassung der Aufklärung über Nebenwirkungen kam und auch nicht sagen kannst, wie oft es zu ähnlichen Fällen kommt und wie man diese verhindern kann, ist ebenfalls enttäuschend. Kann man unter diesen Umständen wirklich behaupten, die Kritik sei "Schwachsinn"?

Bitte lies zum guten Schluss auch noch einmal meine ursprüngliche Frage an dich. Eine Menge Dinge, die ich von dir wissen wollte, hast du nicht beantwortet. Ich freue mich aber darauf, dass du die Beantwortung gewiss gleich nachholen wirst.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 11:58:54 von Bossa »
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ulli76

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« Antwort #8 am: 14. April 2012, 11:58:42 »

Ich habe dir nach bestem Wissen und Gewissen geantwortet.
Du willst offenbar nen Skandal sehen, wo es keinen gibt.
Deine Fragen sind echt merkwürdig und tendenziös.

Ich hab nirgendwo geschrieben, dass Lariam frei von Nebenwirkungen ist. Ich hab auch nicht betritten, dass es zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommt.

Nur für die Bundeswehr ist es dezeit das Medikament mit dem günstigsten Risiko-Nutzen-Profil für die meisten Soldaten.

Wenn du detailiertere Antworten haben willst, dann wende dich an das Sanitätsamt.

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« Antwort #9 am: 14. April 2012, 12:01:45 »

Ich finde es sehr schade, dass Du, Ulli, dich nun weigerst, weitere Fragen zu beantworten. Tendenziös finde ich meine Fragen keineswegs. Und falls das augenblickliche Vorgehen der Bundeswehr tatsächlich die beste Lösung ist, müsste es eigentlich einfach für dich sein, befriedigende Antworten zu verfassen. Gerade angesichts der Tatsache, dass die Bundeswehr eine demokratische, freiheitliche Institution ist, bin ich sehr von deinem Verhalten enttäuscht. Ich kann es ehrlich gesagt ebenso wenig verstehen wie die Tatsache, dass das Sanitätsamt der Bundeswehr der ARD ein Interview verweigert hat.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 12:08:38 von Bossa »
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« Antwort #10 am: 14. April 2012, 12:12:33 »

Ich finde das überhaupt nicht seltsam oder unverständlich, denn man muss nicht jeden Schwachsinn kommentieren ;) !

Soldaten werden in Ländern eingesetzt, die andere ihr Leben lang nicht betreten, und unter Bedingungen, wo in Deutschland der Tierschutzverein amok laufen würde, wenn man so etwas einem deutschen Schäferhund antun würde. Dementsprechend sind sie auch anderen Gefährdungen ausgesetzt, sowohl was ihre körperliche Unversehrtheit, als auch ihre  allgemeine Gesundheit betrifft. Weiterhin werden Soldaten, die sich auf einen Auslandseinsatz vorbereiten, akribisch medizinisch untersucht, z. B. muss jeder Ü40-Soldat vor einem Einsatz ein Belastungs-EKG machen, sind also im Durchschnitt (zumindest der Soldaten, die im Einsatz sind oder dorthin gehen!) "gesünder" bzw. besser beieinander, als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Demnach fallen auch einige Nebenwirkungen "mal eben so" unter den Tisch, die eine "repräsentative Couch-Potato" für zwei Wochen ins Bettchen fesseln würden!

Der Durchschnitts-Bundesbürger wird auch nicht gegen "weis-der-Fuchs-wieviele" Erkrankungen geimpft, bevor er an den Ballermann nach Malle fliegt ;) ! Das Sanitätsamt der Bundeswehr prüft das für und wider einer Impfung oder einer Prophylaxemaßnahme sorgfältig, bevor diese für alle Teilnehmer an einem Einsatzkontingent verbindlich angeordnet wird. Und wenn das Sanitätsamt die Anfrage nicht kommentieren will, weil das Thema an sich vollkommener Unfug ist, dann ist das eben so ;) ! BASTA!
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« Antwort #11 am: 14. April 2012, 12:16:34 »

Ich finde es sehr schade, dass Du, Ulli, dich nun weigerst, weitere Fragen zu beantworten. Tendenziös finde ich meine Fragen keineswegs. Und falls das augenblickliche Vorgehen der Bundeswehr tatsächlich die beste Lösung ist, müsste es eigentlich einfach für dich sein, befriedigende Antworten zu verfassen. Gerade angesichts der Tatsache, dass die Bundeswehr eine demokratische, freiheitliche Institution ist, bin ich sehr von deinem Verhalten enttäuscht. Ich kann es ehrlich gesagt ebenso wenig verstehen wie die Tatsache, dass das Sanitätsamt der Bundeswehr der ARD ein Interview verweigert hat.

Tschüss und schönes Wochenende noch. Was für'n hohles BlaBla.
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« Antwort #12 am: 14. April 2012, 12:19:40 »

Ich glaube jedenfalls nicht, das es sich bei dem User um einen "einfachen Zivilisten" handelt.
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KlausP

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« Antwort #13 am: 14. April 2012, 12:20:28 »

Eben.
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ulli76

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« Antwort #14 am: 14. April 2012, 12:27:46 »

Eben deswegen.

Und nochmal: Ich spreche hier nicht für die Bundeswehr,sondern antworte als Privatperson interessierten Usern in meiner Freizeit so gut ich kann.

Gerade angesichts der Tatsache, dass die Bundeswehr eine demokratische, freiheitliche Institution ist, bin ich sehr von deinem Verhalten enttäuscht.

1. Ist sie das nicht und
2. habe ich die Freiheit mich jederzeit aus einer Diskussion herauszuziehen, wenn ich das für richtig halte.

Wenn du wissen willst, warum das SanAmt das Interview verweigert hat, frag das SanAmt.
Wenn du Details dazu wissen willst, warum sich das SanAmt für den aktuellen Befehl entschieden hat, frag das SanAmt.

Ich habe das Urteil zur Reportage aufgrund meines Wissens und meiner Erfahrung gefällt.

Und falls du noch einen Skandal suchst: Obwohl es in Deutschland keine Impfflicht gibt, sind Impfungen für Soldaten befohlen und es gibt keine Wahlfreiheit zwischen den verwendeten Impfstoffen. Der ursprünglich verwendete Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis war übriges in Deutschland gar nicht zugelassen.
« Letzte Änderung: 14. April 2012, 13:39:47 von ulli76 »
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