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Autor Thema: 10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte  (Gelesen 11977 mal)

Timid

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10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« am: 23. Mai 2012, 20:44:44 »

Wie an anderer Stelle schon geschrieben, hat das Bundeswehrforum.de heute seinen 10. Geburtstag! Das ganze Team bedankt sich daher bei allen Nutzern und Gästen, die hier aktiv sind oder waren und das Forum teilweise seit den ersten Tagen begleiten.


10 Jahre - in dieser Zeit ist viel passiert. Aus dem anfänglich kleinen Haufen wurde ein Forum mit mittlerweile mehreren hunderttausend Beiträgen und über zehntausend registrierten Nutzern. Unser Forenchronist Schlammtreiber hat diese Zeit in seiner gewohnt seriösen Art zusammengefasst. Diese "wahre Geschichte" werden wir hier in den kommenden Tagen veröffentlichen, als kleines "Dankeschön" an alle Nutzer.
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Timid

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Die Anfänge
« Antwort #1 am: 23. Mai 2012, 20:45:16 »

A Song of Ice Coolness and Fire Flamewars

Eine epische Legende, seit Generationen mündlich überliefert, erzählt an prasselnden Kaminfeuern und in großen Hallen, erzählt von weisen alten Männern und runzeligen alten Frauen, gehört von abertausenden gebannt horchender Kinder mit leuchtenden Augen und angehaltenem Atem. Eine Geschichte wie es nur wenige gibt, ein Epos ganzer Völker, den Vergangenen zum Gedenken, den Seienden zur Erinnerung, eine Mahnung an keusche Jungfrauen und ein Vorbild für tatendurstige junge Recken. Eine Geschichte von Helden und Schurken, von Größe und Niedertracht, von Monstern und deren Bezwingern, von tiefer Verzweiflung und neuer Hoffnung, von teuflischen Hühnern und rosa Ponies… die Geschichte von bundeswehrforum.de

*an dieser Stelle bitte dramatische Musik vorstellen*

*ein gemütlicher, halbdunkler Gastraum. Die Kamera schwenkt über reich gedeckte Tische mit Erbseneintopf und EPA, voll lachender und schwatzender Menschen. Schließlich zoomt sie an einen Tisch, an welchem ein paar junge Männer die Köpfe zusammenstecken und über ihren Bierkrügen streiten…*

„… und ich sage Euch, so war es!“
„Ach Unsinn. Schon immer dagewesen geht doch gar nicht.“
„Also meine Oma sagte, das Bundeswehrforum sei entstanden als die große Erdgöttin durch eine vom Himmel gefallene Federkugel schwanger wurde…“
„Du Depp. Jedermann weiss doch wie es war: als Ares gerade Aphrodite freite tropfte ihm etwas…“
„Ach nein, nicht schon wieder diese Story. Ich habe gehört, das Bundeswehrforum wurde geschaffen von Ihm, der schon immer war, als Entschädigung für die Vertreibung aus dem Paradies und…“

*plötzlich unterbricht eine verrauchte Stimme*

„Wollt Ihr es wirklich wissen?“

*die Kamera schwenkt zum Kamin. Ein alter Mann mit langem Bart zieht an einer Pfeife (trotz Rauchverbot) und fragt die Jüngeren erneut*

„Wollt Ihr wissen, was wirklich geschah?“
„Ja Großväterchen. Erzähl!“
*paff* *hust* *schmauch*
„Also gut. Es trug sich zu vor nunmehr einem Jahrzehnt……….“


2002: Wie Jonas aus dem Walfisch oder A New Hope

Wenig ist bekannt über den Ersten, den jungen Helden, mit dem alles begann. Wir kennen ihn als TheAdmin. Wir wissen nicht, woher er kam, und was ihn trieb. Aber wir wissen, dass er auf der Suche war im großen Netz. Auf der Suche nach Ansprechpartnern und Antworten zur seltsamen Bruderschaft der „Bundeswehr“. Doch in ganz Westeros war das große Netz leer. Er fand niemand, der zu ihm sprach, aber er gab nicht auf. Er wusste, die Wahrheit ist irgendwo da draußen. Und so wagte er sich vor in das ewig kalte Land nördlich der Großen Mauer, ohne Furcht vor den Wildlingen, den Tieren, den Anderen. Seine Suche führte ihn immer tiefer in die gottverlassene Wildnis, und eines Tages hörte er Stimmen (also nicht die, welche wir heute auch noch öfters hören…dagegen gibt es Tabletten. Nein, echte Stimmen!) aus einer tiefen Höhle, und die Stimmen erwähnten den Namen der Bruderschaft.

TheAdmin jubilierte, und vor Freude dass seine Suche nun ein Ende hatte opferte er Ares ein weißes Lamm. Und eine schwarze Katze. Und zwei Waschbären, drei Elche, fünf Krähen, einen Dachs und vier Jungfrauen, eben alles was gerade so greifbar war. Sodann stieg er hinab in die Höhle, zu finden die Stimmen, welche von der Bruderschaft sprachen. Doch ahnte er nicht, was ihn erwartete. Denn die Höhle in welche er hinab stieg war das Nest des grauenhaftesten und widerwärtigsten Ottergezüchts in diesem schrecklichen Land, eine Brutstätte der Unzucht und aller nur denkbaren Abscheulichkeiten, ein unheiliger Ort an welchem Unrat aus den Wänden quoll und Sünde in der Luft waberte: das Forum der ver(unr)einigten Kriegsdienstgegner und der „Friedensfreunde“, Pussypazifisten, Bolschewiken und Schlimmeres (kein Witz, da hat es ihn wirklich hin verschlagen). Und die Stimmen welche er gehört hatte lästerten den Namen der Bruderschaft und spien Lügen und Hass in die Welt, und sie umgarnten junge Seelen und wollten sie verführen, sich auf ewig in der schleimigen Höhle des Pazifismus zu verkriechen und dem ehrenvollen Dienst in der Bruderschaft zu entsagen.

Jeder Sterbliche wäre ob dieses grauenhaften Ortes erzittert und unter Stoßgebeten geflüchtet. Doch nicht der Erste, den wir TheAdmin nennen. Er wusste, Ares hatte ihn hierher geführt um ihn zu prüfen. Und so wappnete er sich mit dem Schild der Sachlichkeit und dem scharfen Schwert der Logik, sprang mitten hinein unter die Dämonen und Missgeburten und schleuderte ihnen unerschrocken seine Argumente entgegen, wieder und wieder. Und die jungen Seelen, welche eben noch schutzlos den Lügen der grauenhaften, missgestalteten Wesen gelauscht hatten, horchten auf ob dieses hell erscheinenden  Recken des Guten. Und einige flüchteten sich unter seinen Schild, hörten seine Worte und wurden den Dämonen entrissen. Die Ausgeburten der Hölle schrien grässlich auf und wollten sich auf den Helden stürzen, doch ihre Lästerungen prallten von seinem Schild ab, und sein Schwert kappte eine lügende Zunge nach der anderen. Unendlich lang schien die Zeit in der es so weiterging, und TheAdmin rettete viele junge Seelen vor der Verderbnis. Seine leuchtende Gerechtigkeit wirkte wie Gift auf den unreinen Leib des Bösen, und das Untier, welches wir Dfgvk nennen, krümmte sich unter Schmerzen. Seine stinkenden Organe drohten zu versagen, und so spie die Bestie den Ersten aus und verwies ihn des Forums um ihr unwürdiges Leben zu bewahren. Da stand er nun wieder im hellen Tageslicht, dem Gekröse des Monsters entsprungen wie einst Jonas dem Walfisch, und wie Siegfried der Drachentöter, der durch den Kontakt mit den unreinen Säften aus den Gedärmen des Ungeheuers unverwundbar wurde, so war auch TheAdmin durch seine Feuerprobe im widerlich stinkenden PussyForumsPfuhl gestählt. Ihm war klar, dass seine Mission hier noch nicht endete. Er musste einen Zufluchtsort schaffen für die Seelen, welche den Lügen der Heuchler entkommen waren, und die nun die Wahrheit über die Bruderschaft hören wollten. Und so kam es, dass TheAdmin das erste Bundeswehrforum errichtete. Auf einer lieblichen Wiese, in einer Gegend die heutigen Generationen als Tal des Rapid Filehosting bekannt ist, zimmerte er diese Zuflucht als Rapidforum zusammen und hisste das Banner der Offenheit und Wahrhaftigkeit. Wir schrieben den 23. Mai des Jahres 2002 und eine neue Ära war eingeläutet: der Aufstieg des Bundeswehrforums hatte begonnen.

Fortsetzung folgt…
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Timid

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2003: Auszug der Forumiten oder Rise of the Server Surfer
« Antwort #2 am: 24. Mai 2012, 21:37:13 »

2003: Auszug der Forumiten oder Rise of the Server Surfer

In den Rapidauen stand nun das Bundeswehrforum als Hort der Wahrheit und des Wissens rund um die Bruderschaft, und seine Tore waren offen für jedermann, der reinen Herzens kam. Schüchtern stellten sich die ersten Seelen ein, und was sie sahen gefiel ihnen. Sie fühlten sich wohl, lachten und diskutierten, weideten ihre Schafe auf grüner Aue, richteten sich häuslich ein, schlossen Bausparverträge ab und gründeten eine Gemeinschaft der User, ein Volk der Forumiten. Frohe Tage kehrten ein nachdem nun die Dunkelheit destruktiver Unwissenheit abgeschüttelt war. Doch so sollte es nicht bleiben. Sorgenvoll blickte TheAdmin zum Horizont wo sich dunkle Wolken zusammenbrauten. Er wusste, dass der Boden im Rapidtal sein Volk nicht mehr lange ernähren können würde, wenn die Zahl der Forumiten weiter wuchs. Doch die Zukunft der Schäflein musste gesichert werden, und so traf er voll drückender Bedenken eine schwere Entscheidung. Er hörte Gerüchte von fruchtbaren weiten Servern fern hinter den Bergen. Dorthin, ins gelobte Land, musste er die Forumiten führen. Und so zog das Volk der Forumiten fort aus dem Rapidwald, auf der Suche nach neuen Servern. Eine Periode unsteten Lebens folgte, gleich fahrendem Volk.

Bedächtig schritt TheAdmin voran und prüfte mit einem goldenen Stab den Boden. Hier, in der weiten Ebene von SMF schien er zum ersten Male gut und fruchtbar. Vor ihnen lagen grüne Wiesen und ein See. Und in der Mitte des Sees ward eine winzige Insel mit einem wehrhaften olivgrünen Kaktus darauf. Plötzlich riefen einige Forumiten „Dort seht! Das heilige Tier!“. TheAdmin hob den Kopf, und tatsächlich: am Himmel erschien ein herrlicher Adler, das Symbol der Luftwaffe der Bruderschaft, die jedem ehrfürchtigen Menschen wertvoll und heilig ist. Sie sahen, wie der Adler plötzlich hernieder stieß und eine giftige Pazifistenschlange schlug, und die Forumiten jubelten und frohlockten ob dieses guten Omens. Und als der stolze Adler sich nun mit seiner Beute auf dem Kaktus im See niederließ, da erkannte TheAdmin das Zeichen. „Hier wollen wir unser neues Forum errichten,“ sprach er, „und auf SMF werden wir es erbauen und es soll herrlich sein und lange währen!“

Das Forum wuchs schnell, und es war ein wunderbares und offenes Forum. Ein jeder war willkommen, und jedem Gast wurde Rederecht eingeräumt. Und die Zahl der User mehrte sich, und viel Freude war im Forum, und viele Lobgesänge ertönten. Es war dieser frohen Tage als ein junger Forumit dem Ersten seine Dienste anbot – stets wollte er dem Forum treu dienen und sein ganzes Leben darauf verwenden. In seiner Weisheit wusste TheAdmin, dass die Forumiten zu ihrem Schutz einer Bruderschaft fleissiger Diener und Beschützer bedurften, die nach Möglichkeit auch nix kosten sollten. Und so gründete er einen Orden namens „Gebenedeite und Allerheiligste Kongregation der Heiligen Inquisition zur Verbreitung der Wahrheit durch Folter und Abmahnwesen von den gesegneten Brüdern der Mods und Admins e.V.“ und nahm den jungen Timid als ersten Padawan auf. Doch oh weh, der wunderbare Name des Ordens ward zu lang für die Visitenkarten, und so benannten sie sich schlicht um in „Team“, und unter diesem Namen ist der Orden den Forumiten bis heute bekannt. Die Ordensbrüder und Schwestern allerdings heißen weiterhin „Mods“ und „Admins“… einfach nur aus Trotz. Und wenn´s Euch nicht passt, geht doch rüber! Bäääh! Naja, jedenfalls: in diesen Tagen begann die Lange Wache des Teams, und sie wird andauern bis ans Ende aller Forumstage.

Fortsetzung folgt…
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bayern bazi

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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #3 am: 26. Mai 2012, 17:40:32 »

2004: Seht, ich sende die Wölfe mitten unter die Lämmer! oder Ein Käfig voller Helden

Sanft streicht der Wind durch die Wipfel des Waldes rund um das Bundeswehrforum. Rechtschaffene Rehe und knuddelige Kaninchen nagen einträchtig und friedlich an biodynamisch-linksdrehendem Grünzeug mit erfreulich positiver CO2-Bilanz. Die Welt ist gut, und schön. Doch plötzlich… Zweige knacken unter schweren Stiefeln, verschreckt suchen die lieben Tierchen das Weite – aus dem Unterholz brechen dunkle Gestalten und stapfen mit schweren Schritten, wie sie für zwielichtiges Gesindel und grenzdebile Serientäter so charakteristisch sind, über die Lichtung. Sittenstrolche? Tagediebe? Plündernde Horden, denen selbst Attila und Dschingis Khan noch respektvoll high five geboten hätten? Blutrünstige Kinderfresser, die sich nicht scheuen nackte Enten ohne Vorwarnung in den Teich zu schubsen, oder sogar schlimmeres, am Ende gar Bolschewiken? Man weiß es nicht, aber Vertrauen erweckend wirken sie nicht, und sie bewegen sich direkt auf das Forum zu! Warum schlägt denn niemand Alarm?!?!

*währenddessen, im Forum, hinten links*

Langsam wird klar, warum keiner Alarm schlägt… das Forum ist chronisch unterbesetzt. Obgleich Timid bei seiner Padawan-Zeremonie erfreulicherweise das Kleingedruckte völlig übersehen hat, und somit völlig freiwillig bis zu 24 völlig unbezahlte Überstunden am Tag leistet, lässt sich der Umstand, dass die Klontechnik noch nicht weit genug ist, aus einem Mod viele zu machen, nicht völlig ignorieren. Und auch TheAdmin muss hin und wieder seine Tätigkeit (weise Herrschaft, good governance und väterliches Wohlwollen…) unterbrechen, um den unter der Last der Arbeit kollabierten Knecht ähhhh Ordensbruder kurzfristig zu reanimieren – denn gleich muss er noch eine weitere Runde mit der großen Trollklatsche drehen. Nein, es lässt sich nicht leugnen, das Team braucht Verstärkung. Aber woher nehmen und nicht allzu offensichtlich stehlen, zumindest nicht nachweisbar? Sinnend blicken TheAdmin und Timid in die Ferne… bis ihre Blicke zum Forumseingang gezogen werden.

„Siehst du das auch, da am Login Gate?“
„Der verlorene Haufen dort? Keine Sorge, die Firewall hält, hab ich grad erst…“
„Nein, ich meine…ich denke… das könnte die Lösung unserer Probleme sein!“
„Ähh, klar Chef… wenn unser Problem ein zu guter Gen-Pool im Forum ist?“
„Ja, die sehen ziemlich dämlich aus… genau was wir suchen.“
„Wieso denn das?“
„Überleg mal… wer ist so blöde und heuert hier an, unter diesen Bedingungen?“
„Ach klar, muahahahaha…ähhh…HEY!“
„Guck mal, sie sind reingekommen – und wie abgerissen die aussehen. Den Klamotten nach waren die auch mal bei der fünffarbig gefleckten Bruderschaft. Echtes Kanonenfutter.“
„Ja, und dass sie reingekommen sind beweist auch nur, dass sie gerade ihren Namen und ein password tippen können.“
„Brauchen wir mehr? Nein. Ich quatsch sie an… HEY! Hey ihr da! Ja, iiihr!“
„*grunz*?!?!“
„Ja, wir verstehen uns. Na, kommt doch mal her.“
„*knurrrrrr*!“
„Offensichtlich Infanterie? Na, mir soll´s recht sein. Jetzt mal brav, kommt fein Platz und hört dem Onkel Admin zu. Hab ein Angebot für euch…“
„Sag mal, Bärtiger, von welchem Berg bist du denn runter geklettert?“
„Wos wuisd? Glei fangst a boa!“
„Jo recht hoda, zoags dem Preiss, mia san Graumützen, Edelweiss for the win!!!111oansoans“
„Die sind ja noch perfekter geeignet als ich dachte…“
„Psst, lass mich machen. Also, liebe User, herzlich willkommen und Danke dass ihr bei bundeswehrforum.de online seid. Zufällig seid ihr berechtigt, den Golden First Class Sniper Elite Commando Stecher Vollkrass Commando Senior Senator Top Gun Status zu beantragen, und die damit verbundenen vielen Vorteile…blablabla…“
*eine kurze Diskussion und einige Unterschriften später*
„Es freut mich, wir haben also einen Deal. Willkommen in der Bruderschaft des Teams! Timid, lies ihnen den Eid vor.“
„Sprecht mir nach: Freudig und stolz entsage ich aller Freiheit, Würde und Rechten…“

Und so kam es, dass Bazi, Fitsch, Piet, Schlammtreiber, AirForce und Kampfkobold der geheiligten Bruderschaft des Teams beitraten. Sie sollten es nie bereuen, zumindest wurden alle entsprechenden Aussagen aus den Annalen getilgt. Die Forumiten konnten fortan ohne Furcht wandeln im finsteren Tal, wussten sie doch, dass die fiesesten Gestalten im Tal nun ihre Wächter waren. Und das Bundeswehrforum verfügte endlich über genug Menschenmaterial um den langen Marsch zur Weltherrschaft anzutreten.

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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #4 am: 27. Mai 2012, 21:22:02 »

2005: O tempora, o mores! oder Windtalkers

Einige Zeit nun schon lebten die Forumiten unter dem Schutz des Teams sicher wie in Abrahams Schoß, und fühlten sich wohl wie die Maden im Speck. Das Forum florierte, es wurde allenthalben geschäftig diskutiert, und all dies wurde selbstverständlich sorgfältig festgehalten. Denn wie es die Natur eines Forums ist, am Anfang steht das Wort, und alles dreht sich ums Wort, und auch am Ende steht das Wort und es steht noch lange da, denn es ist wie in Stein gemeißelt. So war es natürlich, so hatte es seine Ordnung, und so war es gut. Aber natürlich ist es auch, dass es in jeder Gemeinschaft junge, rebellische Typen gibt, die in dunklen Ecken rumhängen, Alcopops trinken, und diese moderne furchtbare Negermusik hören, also einfach generell unangepasst und auf der Suche sind. Nennen wir sie einfach „Jugend von heute“ (Jvh). Diesen Jvhs kam also bei ihrer Herumlümmelei zu Ohren, dass es da draussen, außerhalb des Forums, seltsame Dinge gab. Neue, moderne, unsittliche, andersartige, revolutionäre Dinge. Und da sie diese Woche noch nicht richtig provoziert hatten griffen sie sich aufs Geratewohl eines dieser Dinge raus – wie das Eichhörnchen es wollte war es zufällig ein sogenannter „Chat“. Was das Ding machen sollte war den Jvhs zwar auch nicht ganz klar, aber es ging ums Prinzip, so begannen sie fröhlich drauflos zu „chatten“.

Die altvorderen Anstands-Apostel (A3) aber waren verunsichert und empört – was war das, dieser Chat? Flüchtige Worte, die nicht in Stein gemeißelt waren, die nicht blieben bis ans Ende aller Server… sondern die verschwanden? Da könne man ja gleich in den Wind sprechen, sagten sie, und die Würde des Wortes werde erniedrigt. Und überhaupt, wer den Chat nutze statt seine Worte auf ewig in Stein gemeißelt zu sehen und zu verantworten, der habe wohl was zu verbergen, oder? Soviel Blasphemie auf einmal konnte nicht geduldet werden. Schlachtrufe ertönten: Auf, an die Laterne mit den Chattern! Das Feuer soll den Chat verzehren und dieses Forum reinigen! Und der Mob rottete sich zusammen, bediente sich großzügig aus den reichhaltig gefüllten Waffenkammern des Forums und bewegte sich in grimmiger Entschlossenheit zum Chatroom. Ein blutiges Ende schien nah… doch da, kurz bevor die wütenden Horden aufeinander stießen, trat eine Lichtgestalt zwischen die Fronten: der Erste, TheAdmin, sprach, und seine Worte besänftigten die tobende Masse. Er legte fest, dass ein jeder Chatter seinen ehrlichen Namen führen sollte wie im Forum auch, und dass die Bruderschaft mit einem Wunderding namens Chatlog die flüchtigen Worte diskret einfangen werde um ihnen eine gewisse Dauer zu geben. Und die Forumiten sahen, dass es gut war. „Lasset die Chatter zu mir kommen“ riefen einige freudig aus, und die Chatter kamen, und sie brachten Alkohol en masse mit, und eine große Party ward gefeiert zur Versöhnung und Verbrüderung.

Am nächsten Morgen ward der Friede wieder hergestellt. Nur ein junger Forumit war etwas verwirrt… nach ausgiebigem Alkoholgenuss am Vortag fand er sich nun plötzlich mit Kater, Filmriss und unterschriebenem Vertrag in den Hallen der Bruderschaft wieder. Man sollte eben überlegen, ob man sich von Mods und Admins zum Trinken einladen lässt. Und so kam es, dass wadenbeisser ein Mitglied des Teams wurde.

Fortsetzung folgt…

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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #5 am: 28. Mai 2012, 20:04:31 »

2006: Angriff der Abmahnkrieger oder Money for nothing and the news for free


Seit einiger Zeit hatte sich ein schöner Brauch im Forum etabliert. Nein, wir sprechen nicht vom monatlichen Trollweitwurf im hauseigenen Minenfeld, auch nicht vom nachmittäglichen Cocktailempfang in der Luftwaffen-Lounge (vier Drinks Minimum!!) oder den herrlichen Auftritten der Marinesängerchorknaben in erste Geige, obwohl auch all das natürlich liebgewonnene Gewohnheiten sind. Aber wir sprechen hier von der großen Tafel, welche im Forum errichtet wurde, um den Forumiten Neuigkeiten von der Welt „da draussen“ nahezubringen. Wann immer ein Herold mit Nachrichten am Forum vorbei ritt, lauschten die Wächter seiner Worte, liefen zur Tafel und meißelten dort ein, was sie gehört hatten, mitsamt dem Namen des Herolds und wo man ihn denn finden könne. Man nannte es den „Pressespiegel“, und verwendete noch allerhand andere lustige Fachbegriffe wie „fullquote“ und „Quelle mit Link“. Doch Nachrichten drangen nicht nur von außen ins Forum, sondern auch umgekehrt, und so erfuhren dunkle Gestalten von diesem „Pressespiegel“. Durch sie drangen Gerüchte bis ans Ohr einer furchtbaren, missgestalteten Hexe, ein Höllenweib, welches den Herolden die Nachrichten einflüsterte und dann goldene Münzen von ihnen forderte wenn sie die Kunde verbreiteten. Die Hexe war so unglaublich hässlich, widerwärtig und abgrundtief schauderhaft, dass die Menschen sie nur „die Dame mit potthässlichem Antlitz“ (dpa) nannten. Durch das aus den Nachrichtenherolden gepresste Gold war die Hexe unsäglich reich, aber sie ward auch unsäglich böse, und gierig, und so konnte sie es nicht ertragen, dass irgendjemand ihr keine Münzen entrichtete. So sandte die Hexe, die alle dpa nannten, einen Raben mit einer Botschaft zum Forum und forderte Tribut. Und sie tat dies in unverschämten und garstigen Worten, welche die Mods und Admins beleidigten und tief erzürnten. Doch während sein Team vor Wut schrie und den hässlichen Kopf der hässlichen Hexe forderte, auf dass man ihr in die Augenhöhlen p***en könne, bewahrte TheAdmin seine väterliche Ruhe und formulierte eine Antwort in weisen Worten. Er wurde nicht ausfallend, nein er verwendete gar traditionelle Respekts- und Höflichkeitsformeln, wie etwa das besondere Nähe beschwörende „Liebe Hexe, lutsch meinen …“ und allerlei andere erfreuliche und erquickende Redewendungen. Nachdem der Rabe noch ordentlich verprügelt worden war, durfte er seiner Herrin die Antwort überbringen. Aber ach je, die Hexe war nicht nur hässlich und missgestaltet, nein, sie war auch bedauerlicherweise leicht bildungsfern und vermochte die Worte des Friedens nicht richtig zu deuten. Sie schwor Rache, und entsandte ihre furchtbare Armee der Abmahnkrieger gegen das Forum, eine riesige Schar widerlicher Orks, missgebildeter Bergtrolle und schleimiger Zombies. Und die Horden der Hexe bestürmten die Wälle des Forums, wo sie von den Helden des Teams in schimmernder Wehr erwartet wurden. Welle um Welle brandete gegen die Schilde des Rechts, doch unerschrocken und stets leichten Spott auf den Lippen schwangen die Heroen ihre Logikschwerter und enthaupteten Kreatur um Kreatur, ersäuften die nachdrängenden Knechte der Hexe in einem Meer von Blut und jagten ihre Schergen mit Schimpf und Schande ein ums andere Mal davon.

Und vom Himmel stießen die Erzengel des Herrn hinab und griffen auf Seite des Teams in das epische Gefecht ein, so dass eine jeder sehen konnte auf wessen Seite das göttliche Recht stand, und die Legende besagt, dass selbst Ares persönlich auf dem Feld gesichtet wurde als er Orks und Zombies im Dutzend plättete. Angesichts dessen blieb der abscheulichen Hexe nichts anderes übrig, als demütig bei TheAdmin zu Kreuze zu kriechen, um erneute Verhandlung zu flehen und sich das mit dem Lutschen nochmals ernsthaft zu überlegen. Doch TheAdmin war gnädig, und so führte er das abscheuliche Weibsbild durch das Forum, wo sie erkennen musste, dass die Tafel namens „Pressespiegel“ keinerlei kommerzielle Zwecke hatte, und in seinem unendlichen Großmut versprach TheAdmin gar versöhnlich, in Zukunft keine fullquotes mehr einzumeißeln als gnädiges Zeichen seiner unfasslichen Güte. Beschämt von soviel Großmut trottete die hässliche Hexe von dannen und zog sich mit den Resten ihrer gescheiterten Abmahntruppe zurück, verfolgt vom Hohn und Spottgesang der Forumiten. Der Sieg war vollkommen.

Und während die Mods und Admins weiter Nachrichten an die Tafel meißelten, nun in kürzerer Form, traf der Erste eine Entscheidung. Um gegen künftige Angriffe noch besser gewappnet zu sein, sollte die Bruderschaft des Teams um einige besonders tödliche Waffen verstärkt werden. Und so heuerte er einen Giftmischer an, der an seinem Herd absolut tödliche Gerichte zusammenkochte, und ein kräftiges Schlachtross mit fürchterlichen Streifen als Kavallerie, und er baute einen gefühllosen Roboter welcher nur darauf programmiert ward, im Weißzeug für Ordnung zu sorgen, und letztlich holte er gar eine schwarze Nachthexe ins Team, die ebenso mächtig war wie der Feind aber von schönem Angesicht und gutem Herzen. Und er nannte sie Flex und Zebra und Andi und Gräfin, und sie waren aufgenommen ins Team.

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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #6 am: 29. Mai 2012, 19:11:30 »

2007: Error500 ante portas oder Return of the Server Surfer

So gottgefällig sie auch lebten, und so keusch und sittsam auch ihr Dasein war, Frieden war den Forumiten nicht vergönnt. Noch waren nicht alle Heldentaten besungen, welche bei der Demütigung der potthässlichen Hexe vollbracht worden waren, auch waren nicht alle Standbilder der Heroen errichtet, und dieselben Heroen hatten ihre frisch entstandenen Groupie-Warteschlangen gerade mal zur Hälfte abgearbeitet, da zog schon die nächste Gefahr drohend am Horizont auf. Oder vielmehr, sie schlich heimtückisch und feige im Unterholz heran. Denn es waren keine Horden tumber Orks, welche nun das Forum bestürmten, sondern eine Unzahl kleiner, wieselflinker und kaum greifbarer Fehlerteufel, die einen asymmetrischen Guerillakrieg gegen diesen Leuchtturm der Rechtschaffenheit, diese Perle in der Krone der Wahrheit, diese Hoffnung der freien und aufrechten Menschen führten. Hinterhältig griffen sie stets unerwartet, zu jeder Tages- und Nachtzeit die Verbindungswege des Forums an, und ein jedes Mal, wenn sie einem Forumiten den Zugang zu den heiligen Hallen abgeschnitten oder verwehrt hatten, hinterließen sie wie zum Hohn ihr abscheuliches Zeichen an der Wand: „Error500“. Verunsicherung, Zweifel und Furcht schlichen sich in die Herzen mancher Forumiten. Einige gingen sogar so weit, das Goldene Kalb anzubeten, eine seltsame Götzenfigur welche die Unschuldigen in andere Foren (ohne Error500) verlocken wollte. Doch damit ward der Rubicon überschritten, und der Herr, Ares selbst, stieg kurzfristig von Aphrodite ääähhh vom Olymp herunter, zerschmetterte das falsche Götzenbild, und sandte dem Team eine Vision. Nun ja, manche behaupten auch, durch die ständigen Angriffe auf den Nachschub sei die hochwichtige Versorgung des Teams mit Alkohol, Drogen und Tabletten soweit reduziert worden, dass die Visionen eher damit zu erklären sind, aber das ist natürlich (!!!) nur leeres Geschwätz und überhaupt völlig an den Haaren herbeigezogen und…jaaa… äh, wo waren wir? Ach ja, die Vision. Ares also sandte in all seiner Pracht dem Team eine Vision: „Auf diesem Server wirst du siegen!!“ und ein mächtiges „V“ erstrahlte, und eine kurze to-do-Liste flatterte hinab. Und so tat das Team wie ihnen geheißen, sie versammelten die Forumiten, taten Buße, und stellten ihre Beziehung mit Ares auf eine neue Grundlage, einen neuen Server, einen VServer. Praktischerweise konnte das gleich vor Ort geschehen, man musste also nicht allzu merklich umziehen, aber weil so ein wichtiger Exodus in den Annalen eines Volkes eben ohne etwas Bewegung und Füße wundlatschen und generell Action-Drama-Baby-Yeah nicht so wirklich würdevoll rüberkommt, beschloss man einfach symbolisch drei mal ums Forum zu ziehen und dabei herzzerreißende Klagelieder anzustimmen und dann noch ein paar Effekte mit Photoshop… na ja, jedenfalls hatte dieses grenzdebile Schauspiel offenbar auf die Error500-Teufelchen eher verstörende Wirkung, und sie hielten sich eine Weile von diesem Forum voller Verrückter fern. Mission accomplished, Hurra Hurra Super Ares, passt scho!

Weil nun die Freude über diesen Neuanfang so groß war, und weil das neue VServer-Tal einige neue saftige Wiesen und grüne Auen bereitstellte, und nicht zuletzt weil die eine oder andere Wand im Forum nach nunmehr fünf Jahren ohnehin einen neuen Anstrich vertragen konnte, machte sich eine wundersame, ergreifende Stimmung des Aufbruchs breit, kehrte Dynamik in die Herzen der Forumiten ein, und allenthalben war der Wille zum Neuen, zum bisher nicht Gewagten zu spüren. Der eine oder andere ältere User kennt das vielleicht als „Midlife Crisis“… wie auch immer, neue und wunderbare Hallen wurden errichtet und noblen Zwecken geweiht. Zunächst beschloss der heilige Rat der Bruderschaft des Teams, einen herrlichen Tempel zum höheren Lobe der gebenedeiten Weiblichkeit zu erbauen. Also wurde zwischen zwei Kästen Bier schnell der Kuhstall, ähhh die ehrwürdige Agrarökonomische Fakultät leer geräumt, ein bisschen rosa gestrichen, ein paar Schleifchen und Duftkerzen hier und dort, dann noch drei Dutzend Schuhschränke reingequetscht, und fertig war die brandneue „Frauenecke“. Welch ein Jauchzen und Frohlocken war da zu hören, vor allem aber: welch ein Geschnatter, denn wie von Zauberhand füllte die neue Location sich gar schnell mit anmutigen Maiden, so dass es eine helle Freude war. Und das Geschnatter erfüllte auch noch einen netten Nebenzweck, denn es brachte den ehrwürdigen Timid auf eine Idee – man könne doch eine weitere Halle errichten, in welcher das Geschnatter, Verzeihung, die wichtigen Neuigkeiten aus dem Hohen Haus des ehrenwerten und weisen Ältestenrates zu Berlin in edelsten Marmor gemeißelt würden, auf dass ein jeder Forumit dieser konzentrierten Genialität gewahr werde. So geschah es, und das Board „Heute im Bundestag“ ward aus der Taufe gehoben. Zugegeben, die Genialität war oft nicht einfach zu erkennen, aber dennoch erfreute sich die Rubrik regen und heiteren Zuspruchs, heiter vor allem Dank der zahllosen „Kleinen Anfragen“ der bolschewistischen Scherzkeksfraktion, welche einen köstlichen Humor entfalteten. Fürwahr, hätte es die Firma „Schergen der Elb-Diktatur“ (SED) nicht schon lange gegeben, man hätte sie zur Belustigung der Forumiten erfinden und/oder gründen müssen. Allerdings warf diese Erweiterung ein kleines Problem auf, denn die Knechte des Teams waren mit den zusätzlichen Flächen beim stündlichen Stuben- und Revierreinigen doch etwas überfordert. Und so zog TheAdmin erneut los, um etwas zu Shangha… um freudige Freiwillige zu finden. Er traf einen strammen Postboten, der den Eindruck machte durchaus etwas übermäßige Mehrarbeit verkraften zu können. Er traf einen Aesculap-Jünger mit beruflich bedingtem Helferkomplex, der ob des Wehklagens der geschundenen Mods nicht tatenlos bleiben konnte. Und er traf einen unbescholtenen Gottesdiener, der so sehr an das Gute im Menschen glaubte, dass er bei den „rein formalen und völlig unverbindlichen Unterschriften“ nicht den leisesten Verdacht schöpfte. Nun, bereits an diesem Abend schrubbten auch mailman, Dennis und StOPfr als vollentrechtete Mitglieder des Teams die edlen Marmorböden in den Hallen der Bruderschaft. Und TheAdmin sah, dass es gut war.

Mehr und mehr zeigte sich, dass 2007 wohl das bisher bedeutendste Jahr für das Forum war. Das Wachstum war enorm, das chinesische BIP wirkte dagegen zwergenhaft und schüchtern. Und dementsprechend war auch die Stimmung weiterhin überschwänglich gut, so gut, dass man die Freude und die Heiterkeit in alle Welt schreien wollte. Weil das Team aber nun zu großen Teilen aus passionierten Rauchern bestand, welche zumeist auch dem exzessiven Genuss harten Alkohols im Übermaß mehr zugeneigt waren, als der Herr es im Bauplan des Homo Sapiens vorgesehen hatte, war es mit den Stimmen leider nicht mehr so wirklich weit her. Aber es gibt kein durch Dekadenz, Völlerei oder Maßlosigkeit geschaffenes Problem, welches nicht mit ein paar Pillen und moderner Technik gelöst werden kann. In diesem Fall hieß die Lösung „Onlineradio“, und unter begeisterter Führung durch Flex und Gräfin machten sich ein paar Teambrüder daran, ihre heiseren Stimmen mit Hilfe dieses Rollators des Äthers zu einer heiteren Botschaft werden zu lassen, welche sich um den ganzen schönen Erdball verbreiten sollten. Und Freude ward, und große Hoffnung bei allen, die ihren melodischen Singsang erhörten, und die Engel selbst stimmten ein in ihren Chor, Hosiannah! Beflügelt von soviel kommunikativem Erfolg belebte die Bruderschaft auch den guten alten Chat wieder neu, und es ward viel Geschnatter und tiefgründige Diskussion und Schnapsideen und dreckige Witze. Ein Paradies des Palavers. Aber oh weh – es deuchte gar so, als ob mit der Zahl der Chatter auch die Zahl derer, die übles wollen, zugenommen hatte. Hässliche grüne Trolle, mit winzigen Testikeln und dementsprechend riesigen Minderwertigkeitskomplexen, drängten aus ihren dunklen Löchern ins helle Licht des Chats und wollten Aufmerksamkeit heischen. Das Klima drohte zu vergiften, Maßnahmen waren nötig. So schufen die Mods und Admins der Bruderschaft denn ein wohlüberlegtes Normengerüst, die Chat-Regeln. Und es war in eben jenen Chat-Regeln, wo ein neuer, starker Verbündeter des Teams zum ersten Mal das Licht der Welt erblickte. El Pollo Diablo! Si, Senor, ein zwei Meter großes, muskelbepacktes, unerbittlich grausames und stets zu Exekutionen aufgelegtes Teufelshuhn (an dieser Stelle Danke an LucasArts!), die Nemesis aller Trolle. Weiß wie die Engel des Herrn strahlte sein Gefieder, und auch sein Ruf strahlte aus und versetzte die mit den kleinen Testikeln in Angst und Schrecken. Das Huhn schlug stets unerwartet und gnadenlos zu. Oft hörte man in den folgenden Nächten, in den dunklen Wäldern rund um das Forum, hysterische Schreie: „Madre de Dio! El Pollo Diablo!! Ahhhh…“. Und wenn die Schreie plötzlich verstummten lächelten die Forumiten sanft, denn sie wussten, dass sie ruhig schlafen konnten – solange das Huhn seine tödliche Wache hielt.

Ein weiteres, ernstes Thema zog dieser Tage ebenfalls zum ersten Male in den Hallen des Forums ein. Die Forumiten vernahmen die Anfänge einer Diskussion, ob im fernen Berlin ein Denkmal zu Ehren jener Kameraden der fünffarbig gefleckten Bruderschaft errichtet werden sollte, welche im Dienste für ihr Land und ihr Volk das höchste Opfer gebracht hatten. So offensichtlich schien die Antwort, und umso mehr erzürnte es die User, als sie von vielen Seiten lästernde Stimmen vernahmen, welche plötzlich wieder Hass und Lügen gegen die Bruderschaft spuckten, das Andenken der Toten verhöhnen wollten, und Unrat und Dreck hervorwürgten. Es waren dieselben Stimmen, aus derselben stinkenden Höhle, von derselben Schlangenbrut, welche der Erste, TheAdmin, einst so standhaft bekämpft hatte in jenen fernen Tagen am Anfang aller Zeiten. Wut stieg in die Herzen der Forumiten, und sie schworen einen heiligen Eid, in die Fußstapfen des Ersten zu treten und nicht zu ruhen oder zu rasten bis dass ein Monument für ihre Kameraden errichtet werde. Sie schrieben Mails, füllten Threads, zeichneten Petitionen, und sprachen tägliche Gebete, dass der Herr den Alten im Hohen Haus zu Berlin Weisheit schenken und ihre Seelen mit Erkenntnis füllen möge. Es war der Beginn eines langen Bemühens, und die Forumiten gingen den Weg standhaft und unverzagt bis zu einem Punkt einige Jahre später, von dem diese Chronik noch berichten wird.

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« Antwort #7 am: 30. Mai 2012, 20:41:22 »

2008: Almost Famous oder Curse of the Server Surfer


Dieses Jahr begann mit unglaublichen Ereignissen, mit Dingen die so noch nie gesehen wurden, mit vollkommen unerwarteten Überraschungen: es gab Serverprobleme. Muah. Irgendwie musste tatsächlich ein Fluch anhängig sein, oder vielleicht hatten die kleinen Error500-Teufel mittlerweile ihr Trauma halbwegs überwunden, jedenfalls begannen sie wieder sporadisch mit Angriffen auf die Mauern des Forums. Nicht, dass dies noch irgendjemanden in übermäßige Unruhe versetzt hätte – eher stellte sich eine gewisse Gewöhnung bei den Forumiten ein. Das schrille Läuten der Alarmglocken war mittlerweile so vertraut, dass es den Mods und Admins statt Adrenalin und Panik nur noch stoisches Schulterzucken entlockte. Die Verteidigungsstellungen wurden nicht mehr mit hektischer Dringlichkeit bezogen, sondern man sah die Bruderschaft eher locker traben oder auch gerne mal lachend und quatschend nach vorne trotten. Auch die Angreifer agierten eher mit zweifelhaftem Elan, vergleichbar einer italienischen Elitetruppe, ein bisschen stören hier, ein wenig belästigen dort, wenn es gut lief wurde mal ein kleines Loch in die Mauer gekratzt welches von innen eine eigens engagierte graue Eminenz ebenso gemächlich wieder stopfte, und dann flaute die Attacke auch schon wieder so schnell ab wie sie gekommen war. Lediglich ein paar ungewaschene Hacker, die sich unter die Error500-Herde mischten sorgten gelegentlich für etwas Abwechslung im Zielfeld, aber viel Staat war so nicht zu machen. Nein, eine clausewitzsche Entscheidungsschlacht sieht anders aus. Und so war diese Phase denn eher Ärgernis als Bedrohung, und nachdem man ein paar gastliche Minenfelder vor den Zäunen eingerichtet hatte verging den ungebetenen Besuchern auch schnell die Lust am Spiel, und die Belästigung ging auf ein durchaus erträgliches Maß zurück.

Viel Ruhm war so natürlich nicht zu holen, aber das Glück war den Forumiten hold und die Gerechtigkeit zeigte ihr Antlitz, als trotzdem Lob und Huldigung von allen Seiten über das Forum schwappten. Denn stets waren die Hallen der Bruderschaft ein Hort der Aufrichtigkeit, der Sittsamkeit, der Keuschheit, der Mäßigung in allen fleischlichen Verlangen, des regelmäßigen Gebetes und der frommen Andacht, der harten Arbeit und des fleißigen Strebens nach dem Guten zum höheren Lobe des Herrn und allen anständigen Menschen zum Vorbild. Und klar ist, wer stets so brav und wohlgefällig lebt, dessen Leumund wird stets wohlklingend sein, und die Engel werden die Botschaft posaunen in die Welt auf dass ein jeder ihrer gewahr werde, den der Herr lächelt seinen demütigsten Dienern. So konnte es denn kaum überraschen, als eines Tages junge Wanderer mit froher Kunde im Forum eintrafen. Sie kamen direkt aus jenen Hallen, in welchen sich tapfere Burschen reinen Gemüts eintragen konnten in die Listen der fünffarbig gefleckten Bruderschaft, um ehrenvoll ihren Dienst zu verrichten (KWEAs), und in diesen Hallen saßen weise alte Veteranen, die den Knaben mit Rat und Tat zur Seite standen (WDBs), und diese, so bezeugten die jungen Wanderer, verbreiteten unter den angehenden Recken den Namen des Forums, gelobt sei er, und empfahlen es weiter als Stätte des Wissens, Hort der Wahrheit, Quelle sprudelnder Weisheit und Trutzburg unerschütterlicher Integrität. Groß war der Jubel der Forumiten, denn nun hatte der (Dienst)herr ihrer geschaut, und Lob und Ehre wurden ihnen zuteil als gerechter Lohn für ihr jahrelanges Streben im Dienste des Guten. Voll der Dankbarkeit rief TheAdmin seine Jünger auf zu einer gar feierlichen Prozession durch Gottes grüne Natur, angereichert mit trefflichen Leibesübungen und mysteriösen Ritualen, dies alle wohl gewählt um den Herrn hiermit zu lobpreisen. Diese Wallfahrt frommer Pilger erhielt den himmlischen Namen „Himmelblau-Marsch“, und aus allen Himmelsrichtungen strömten Menschen aller Völker unter dem Himmel herbei um teilzuhaben an diesem Erlebnis zur geistigen Erbauung. Und seht, wieder lächelte der Herr seinen Schäfchen und dankte ihnen ihr rechtschaffenes Streben, und durch seine Macht erschien ein langer und breiter und tiefer und ausführlicher Bericht mit gar schön anzusehenden Bildern in der Prawda der fünffarbig gefleckten Bruderschaft, und der Ruhm des Forums wuchs noch mehr, und mehr, und immer mehr, stieg ins Unermessliche und strahlte weit und hell wie ein Leuchtturm.

Wohlan, gewöhnliche Menschen von sterblichem Fleisch wären nun Gefahr gelaufen durch den Ruhm korrumpiert zu werden, sich den Lastern und der Wollust hinzugeben, am Ende gar Vielfliegermeilen privat zu verwenden oder die vielen Groupies aus anderen Gründen denn reiner und unschuldiger Nächstenliebe in die Hallen der Bruderschaft zu holen – nicht jedoch diese unerschütterlichen Asketen des Teams, denn Mods sind wie Mönche und Admins wie Kyniker, und nichts güldenes oder süßliches verunreinigte ihr pures Gemüt. Der Erste fragte sich, was würde Jesus tun in dieser Situation, wie er sich stets zu fragen pflegte, und er erinnerte sich der Geschichten von Zöllnern, Dirnen und Pharisäern, die stets die Gnade und das Mitgefühl seiner genießen durften. Um es diesem Vorbild gleich zu tun zog er nun los, in die dunkelsten Ecken des Forums, um eine verlorene Seele zu finden und zu erretten durch die Gnade des Herrn. Ohne Furcht schritt er durch dunkle Gassen, in welchen Drogendealer ihre giftige Ware feilboten – aber diese schienen ihm noch zu hoch zu stehen. Weiter drang er vor in die Abgründe menschlicher Existenz, und durchquerte schmutzige Bahnhofsviertel, wo Cracknutten ihre kranken Körper für Kleingeld verkauften – doch sie waren ihm noch zu rechtschaffen und bourgeois. Nein, die Kreatur welche er erretten wollte musste noch viel verkommener sein, noch viel tiefer stehen, allein die Nennung ihres Namens musste Nasenrümpfen allenthalben verursachen und die Gesellschaft musste sie völlig ausgestoßen haben. Tiefer, immer  tiefer schritt er voran in die finstersten Abgründe menschlicher Skrupellosigkeit, allen Anstand hinter sich lassend und eintauchend in den Pfuhl der Kardinalssünden. Schließlich lenkte der Herr seine Schritte zur übelsten Kaschemme welcher Menschenaugen jemals ansichtig geworden waren, ein Ort ohne Gewissen, die Kneipe „Zum fröhlichen Rechtspositivisten“ und hier fand er was er suchte, inmitten der Horde verfluchter Seelen welche wir Juristen nennen, die in allen Kreisen der Hölle keinen Einlass mehr erhalten hatten, genau dort fand er die Gestalt die er suchte. Ohne Angst vor dem Abgrund des unaussprechlichen schritt er direkt auf den Anwalt zu, umarmte ihn wie einen Bruder und führte ihn zurück ins Licht, in die Hallen der Mods und Admins. Und so wurde wolverine ein Teil des Teams.

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« Antwort #8 am: 31. Mai 2012, 21:39:31 »

2009: Sefer Schemot Reloaded oder Bring on the orgy girls!!!11oneone

Dunkle Nacht lag über dem Forum. Ein leises Schluchzen, von einer zarten Stimme, drang durch die fast vollkommene Stille. El Pollo Diablo, der gerade von seiner nächtlichen Trollpatrouille zurückkehrte, horchte auf. Schnell legte er seine Beute dieser Nacht, ein Dutzend frisch geernteter Köpfe und einige tiefer liegende Weichteile, in den vorgesehenen Sammelbehälter und folgte den wimmerndem Klagetönen. Vor der Halle der Mods und Admins traf er auf Gräfin, die weinend auf den Stufen saß. El Pollo Diablo setzte sich zu ihr und fragte nach dem Grund ihrer Betrübnis.
„Ach“, schluchzte sie, „es ist furchtbar. Unmenschlich. Diese Tiere, denen fehlt jeder humane Zug. Seit drei Tagen habe ich schon eine neue Frisur, und keiner dieser Rüpel hat es bemerkt. Genau wie die Schuhe letzte Woche – jeden Tag die Farbe in perfekter Harmonie zum Ton der Handtasche gewählt, aber kein anerkennendes Wort, von keinem dieser Barbaren!“
„Oh!“ antwortete El Pollo, ernsthaft betroffen und erschüttert.
„Und stell dir vor, beim Dekorieren letzten Monat frage ich die Kerle noch, welche Seidentücher ich zum Umschmeicheln der neuen Latte-Macchiato-Duftkerzen nehmen soll – und da zeigt allen Ernstes einer auf Aubergine! Hallo!?!?! Das beißt sich! Nix cultura?!?“
Voller Mitleid legte El Pollo seinen Flügel väterlich um Gräfins Schultern. Dankbar schneuzte sie in seinen schneeweißen Brustflaum, welchen er, nebenbei gesagt, stets mit fruchtessenzbasierendem Shampoo ohne Silikone zu pflegen pflegte. Verzweifelt versuchte er die Situation etwas aufzuhübschen:
„Aber sicher haben die Herren doch auch mal ein nettes Wort gesagt, oder?“
„Ja, aber das macht es nur schlimmer… sagt einer neulich zu mir, die Jacke stehe mir gut!“
„Ah – und das war schlimm?“
„Jaaaa, es war keine Jacke – das war ein BLAZER!“ und sie brach völlig in Tränen aus.
Damit war das Maß voll. Kalte Wut stieg in El Pollo Diablos Hühnerbrust hoch. Soviel Barbarei und Primitivität war zuviel. Entschlossen sprang er auf, stürmte in die Modhalle, direkt in die Gentlemen Lounge, deren Wände über und über mit Darstellungen ausdrucksstarker Künstlerinnen in liberalen Posen tapeziert waren und deren Bar ein reichhaltiges Angebot exklusiver Hopfenkaltgetränke bereithielt, wo er die werten Herren dabei erwischte, wie sie um die Wette versuchten dreckige Witze zu rülpsen. El Pollo baute sich drohend auf, nahm klassische Rednerpose ein und las den Spießgesellen die Leviten, dass die Federn flogen. Er feuerte eine ganze Batterie messerscharfer Vorwürfe ab, und reihte mit bestechender Logik eine so lange Kette fundierter Argumente rhetorisch so perfekt aneinander, dass selbst die Geister von Cicero und Mark Anton herbeieilten und Beifall klatschten. Es war ein methodisch-didaktisches Feuerwerk, der Heilige Gral der überzeugenden Rede. Dieser Vortrag konnte bei keinem Menschen mit einem Mindestmaß an Verstand und Bildung seine Wirkung verfehlen, die Antwort des Teams kam prompt: „Auch´n Bier, alter Chicks-Checker?“ El Pollo verstand, dass hier ein etwas bodenständigeres Niveau von Kommunikation angebracht war, und so drohte er den Rabauken höflichst an, einem jeden von ihnen die Eingeweide aus dem Leib zu prügeln und äußerst unappetitliche Dinge mit ihren Weichteilen anzustellen, wenn der Frauenanteil der Bruderschaft nicht in kürzester Zeit signifikant steigen sollte. Das wirkte. Voller Tatendrang, teilweise wohl auch mit vor Angst voller Hose, machten sich die Mods und Admins ans Werk um Spielgefährtinnen für die Gräfin aufzutreiben.

Doch ach, diese Mission sollte sich als schwierig erweisen – welches ehrbare, keusche Frauenzimmer wollte sich schon ohne Polizeischutz und gegebenenfalls Artillerieunterstützung in die unaufgeräumte Höhle einer Horde grunzender Sittenstrolche mit eindrucksvollem Vorstrafenregister begeben? Welches anständige Mädel wollte Typen zur täglichen Gesellschaft, bei deren Anblick selbst schwer bewaffnete Hells Angels zügig die Straßenseite wechselten? Welches feinsinnige weibliche Wesen verspürte Lust auf Umgang mit Personen, deren Leumund so zweifelhaft war, dass schon ihre Durchreise die Grundstückspreise in jeder Stadt abstürzen ließ? Es war offensichtlich, dass die Auswahl eher eingeschränkt und die Rekrutierung doch recht schwierig sein würde. Doch wieder einmal ward das Glück den Burschen der Bruderschaft hold. Wolverine erinnerte sich an ein weibliches Wesen, welches in denselben üblen Kaschemmen voll Laster und Sünde und Halsabschneidern gesehen wurde, in welchen er vor seiner Erlösung zu verkehren pflegte. Tatsächlich gelang es dem Team sie aufzuspüren, und das Vorstellungsgespräch verlief vielversprechend: die Gute war durch einen bewaffneten Betriebsausflug an den Hindukusch schon weitgehend afghanisiert worden, und hatte tiefes Verständnis für patriarchalische Machotypen entwickelt welche unter gepflegter Konversation den Austausch von Mörsergranaten verstehen und einer Dame allenfalls dann den Vortritt lassen, wenn es gilt ein Minenfeld zu durchqueren. Besser konnte ein Profil kaum passen, und noch vor Sonnenuntergang war das Team um eine Frau reicher. Hatte sich Fortuna in diesem Fall noch in Gestalt des Kulturrelativismus offenbart, so kam sie kurz darauf im Gewand der Beziehungspsychologie um die Ecke. Denn unter all den frommen und ehrbaren Maiden im Forum, welche jeden Annäherungsversuch eines buckligen Bruderschaftsprimaten mit schallendem Gelächter und eventuell einer Schrotflinte zurückgewiesen hätten, wandelte seit geraumer Zeit auch ein hübsches Ding mit tief verborgenem, aber dennoch voll ausgewachsenem Bad-Boy-Komplex. Und als dieses unschuldige Fräulein nun ausgerechnet auf das übelste Element des ganzen Teams traf, den hemmungslosesten Halunken, den miesesten Schlägertypen, da brach sich diese morbide Schwäche Bahn, das Fleisch siegte über den Verstand und sie erlag seinem animalischen Reiz, sie wurde ihm hörig, wurde gar sein Weib, und ließ sich am Ende zum Eintritt in die Bruderschaft überreden. Und als nun Ulli und Isis somit Teil des Teams waren brach allenthalben große Freude aus, denn Gräfin hatte endlich kultivierte Wesen zum Umgang und die Herren der Schöpfung waren der furchtbaren Züchtigung durch El Pollo Diablo entgangen. Singt Hosiannah!

Auch andernorts im Forum musste es quasi unbemerkt eine irgendwie geartete Interaktion zwischen Männlein und Weiblein gegeben haben, denn anders ließe sich der rapide Zuwachs an Forumiten kaum erklären. Ja sie waren gar fruchtbar und mehrten ihre Zahl, und sie mehrten die Zahl ihrer Zugriffe dergestalt, dass 2009 erstmals die gewaltige Menge von einer Million Klicks in einem einzigen Monat verzeichnet wurde, und die entsprechende Gesamtzahl für das Jahr auf unglaubliche 10 Millionen anschwoll. Die Mods und Admins platzten fast vor Stolz ob dieses beeindruckenden Votums an Zuspruch und Unterstützung durch die treue Community, und TheAdmin beschloss, dass es nun an der Zeit sei diesem gefestigten Gemeinwesen eine schriftlich verfasste Ordnung zu geben. So löste er ein Ticket mit einem Billigflieger nach Sharm-el-Sheik, meditierte dort vor Ort noch ein wenig in der brennenden Sonne um seinen Geist zu reinigen und die All-Inclusive-Bar von Alkohol zu befreien, und unmittelbar nachdem er seinen gigantischen Rausch ausgeschlafen hatte pilgerte er zum Berg Sinai. Denn er hatte in einem seltsamen Buch, für welches sein Religionslehrer und der Pfarrer eine gewisse Vorliebe zu haben schienen, von einem coolen Typen gelesen der ebenfalls eine Horde Leute im Schlepptau gehabt hatte und auf diesem Berg einen freischaffenden Moralspezialisten (oder so ähnlich) getroffen hatte, der ihm eine Handvoll Regeln verkaufte mit deren Hilfe sich etwas Ordnung in den Haufen bringen ließ. Und tatsächlich, die Firma „Herr & Sohn & Heiliger Geist KG“ war dort noch ansässig. Man machte ihm ein moralisches Angebot, das sogenannte Moses-Premium-Paket: zwei Tafeln à fünf Geboten zum Preis von einer. Buy one, get one free! Und der Erste verhandelte so geschickt, dass der Stellvertreter der Firma auf Erden noch eine Tafel gratis drauflegte, und so kehrte TheAdmin heim zu den Forumiten mit sage und schreibe 15 Geboten, welche fortan in Granit gemeißelt standen und das eherne Gesetz des Forums darstellten, und große Freude kehrte ein in den Herzen der Community und Lobgesänge wurden angestimmt bis tief in die Nacht.

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« Antwort #9 am: 01. Juni 2012, 21:48:22 »

2010: Ehre, wem Ehre gebührt oder Sequelitis of the Server Surfer

Der Mensch ist ein wunderliches Wesen. Ein Wesen voller Gegensätze. Der Mensch liebt das Neue, das Revolutionäre. Er strebt nach dem Unbekannten, will entdecken, erforschen, erkunden. Er will der erste sein, anderen voraus sein, Mysterien erkunden, fremde Welten entdecken, als Pionier in der Erinnerung seiner Mitmenschen bleiben. Deswegen stieg der Mensch einst vom Baum. Und als es am Boden unter diesem Baum nicht mehr allzu viel wirklich spektakuläres zu entdecken gab („Boah krass, guck mal: Fallobst!!“), bewegte er sich ein Stückchen weiter, und noch ein Stück, und noch ein Stück – bis daraus die große Wanderung „out of Africa“ wurde. Als diese Wanderung nun für einige Menschlein in Europa an ihre Grenzen (Gletscher hier, Atlantik dort…) stieß, und man das dort neu Entdeckte gebührend bewundert hatte („Boah krass, guck mal: Mammuts! Schmecken die?“), musste man künftige neue Dinge selbst erschaffen, um noch was zum bewundern zu haben. Also ließ der Mensch sich nieder, rottete die Mammuts aus, erfand die Dampfmaschine, betrieb damit einen Server und spielte auf diesem die Software für bundeswehrforum.de auf – fertig! Oder so ähnlich. Jedenfalls ist damit logisch dargelegt, dass wir sind, was wir sind, weil wir so sind, wie wir sind (die Bayern, als der intellektuell am weitesten fortgeschrittene Stamm der Deutschen, haben diese tiefgründige philosophische Entdeckung schon vor langer Zeit natürlich als erste getätigt und in eine griffige, auch für Preiß´n verständliche Formel gepackt: „Mir san mir!“). Wir sind die Forumiten, weil unsere Ahnen das Neue liebten. Das Streben nach dem Neuen ist somit quasi konstituierendes Merkmal unserer Existenz. Und trotzdem, oder gerade deswegen, sind die Forumiten und das Forum auch ein Paradebeispiel für den anderen Wesenskern des Menschen, der im ständig wetteifernden Gegensatz steht: das Beharrende. Denn der Mensch liebt das Bekannte, das Vorhersagbare. Er genießt die stete Wiederholung, pflegt die Tradition, entwickelt Gewohnheiten, prägt Muster, folgt ausgetretenen Pfaden. Der Grund, warum alle Spielfilme zur krummen Uhrzeit 20.15 starten, ist nicht in freimaurerscher Zahlenmystik zu suchen, sondern im einfachen Umstand, dass jeder gottverdammte Deutsche jeden gottverdammten Tag zur gleichen gottverdammten Zeit an der gottverdammten Tagesschau klebt, und wenn dabei die gottverdammte Welt untergeht. Ordnung muss sein. Nostalgie hat Methode.Was wir kennen, das erkennen wir wieder, und Dinge, welchen wir täglich begegnen, die erscheinen uns angenehm vertraut wie ein alter Freund. Und so verwunderte es auch nicht, dass die Forumiten im Jahre 2010 einen alten, stets wiederkehrenden Bekannten (Serverprobleme) fast schon wie einen lang erwarteten Freund begrüßten. Ohne Geschrei und Gejammer ging der erneut nötige Umstieg auf eine neue Servergrundlage vonstatten, gut gelaunt scharte sich die Jugend um die Alten, welche am Kamin saßen und Geschichten von früheren Erscheinungen des Server Surfer erzählten. Und fast schon etwas enttäuscht darüber, dass dieses Ereignis so reibungslos und versteckt, tief im Bauche des Forums, ohne Beben an der Oberfläche vor sich ging, beschlossen die Forumiten dem Anlass ein merkliches Gesicht zu geben und verpassten der Fassade des Forums einen neuen Anstrich. Ein wenig Gefeile und Gerücke an der äußeren Erscheinung eben. Denn der Mensch ist auch flüchtig und oberflächlich, so wie…aber das würde jetzt zu weit führen, genug der Philosophie.

Obwohl, kurz müssen wir nochmals auf den Konflikt zwischen Tradition und Revolution zurückgreifen. Denn ebenfalls in diesem Jahre trug es sich zu, dass im Forum das schwarz-rote Banner totaler Anarchie erhoben wurde. Weibliche Wesen stellten unverblümt die steile These auf, dass die Frau dem Menschen gleichgestellt sei. Ja, ihr lacht, meine Kinder! Natürlich erscheint es uns vollkommen lachhaft und geradezu bizarr, wenn ein Weibe behaupten möchte, es sei dem Manne ebenbürtig. Und natürlich wissen wir das Gute und Wahre hierbei auf unserer Seite, und wissenschaftlich erwiesen ist es ja auch und überhaupt… aber trotzdem, die Provokation stand nun einmal im Raum, und Abhilfe war dringend nötig, wollte man nicht den Zorn des Herrn inklusive Heuschrecken, Sintflut und jüngstem Tag riskieren. Zum Glück ward das Team der Bruderschaft gesegnet mit ein paar bibelfesten Bajuwaren, und so zogen diese los um die Ketzerinnen in einem trefflichen Wettstreit zu vernichten. Und ach, eine Freude war es zu sehen und zu hören, wie die Zitate durch die Luft flogen: „Korintherbrief siebzehn zwoundzwanzig, sag ich!“ – „Ja, aber Johannesevangelium einunddreissig bis vierunddreissig, nicht wahr?“ – „Ach quatsch! Dem widerspricht Nabatäer achtzehn folgende…“ – „…und dies noch in Verbindung mit Matthäus siebenundvierzig sowie Lukas achtkommazwo!“ Herrlich war der Wettkampf, und viel Lob und Ruhm brachten die Alpentaliban heim zum Segen des frommen Rufs der Forumiten, welche dort immer waren gesegnet unter den digitalen Völkern. Und so fuhren die Dämonen kreischend aus den Körpern der besessenen Weibsbilder aus, und die sterblichen Hüllen wurden dem reinigenden Feuer übergeben zur Errettung der unsterblichen Seele. Denn unsterblich ist die Seele des Weibes so lange sie dem Manne dient, und gleich einem Anker, der ein treibendes Schiff im sicheren Hafen hält, so bewahrt die starke Hand des Mannes sein Weib vor Dummheit und Verderbnis und lässt die Küche ihren Hafen sein. Hosiannah! Das Gute hatte wieder einmal gesiegt.

Dies bringt uns nun zum letzten denkwürdigen Ereignis dieses Jahres. Denn das Gute siegte noch einmal mehr. Wir erinnern uns an den Beginn eines langen Kampfes vor einigen Jahren, als die Frage nach einem Ehrenmal für die Gefallenen der fünffarbig gefleckten Bruderschaft aufgeworfen wurde. Dieses war mittlerweile im fernen Berlin errichtet worden, und so fand der Kampf der Forumiten dieses Jahr einen würdigen Abschluss. Man sammelte für einen Kranz nebst Widmung, und im Namen des Teams und des Forums unternahm StOPfr eine Reise zum Ehrenmal, wo er den Kranz feierlich niederlegte. Ein kleiner Akt nur, freilich, doch voller Würde, und er erfüllte das Herzensbedürfnis der Forumiten, den gefallenen Kameraden ihren Respekt zu erweisen.

Fortsetzung folgt…
« Letzte Änderung: 04. Juni 2012, 09:06:17 von schlammtreiber »
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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #10 am: 03. Juni 2012, 11:22:07 »

2011: I have a dream oder Gebt uns eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen…

Es war Nacht, und die Forumiten schliefen friedlich den Schlaf der Gerechten, der Anständigen, der Erleuchteten… wie sollte es auch anders sein? Doch im fernen Berlin fand ein junger, schneidiger, stets perfekt frisierter Ibuk keinen Schlaf. Unruhig wälzte er sich hin und her, während ihn Träume und Visionen quälten. Er sah bröckelnde Denkmäler, Fußspuren die verschwanden, Spuren im Sand, vom Winde verweht… er fürchtete tief im Inneren darum, selbst keine Spuren zu hinterlassen, kein dauerndes Vermächtnis, quasi als vergessene Fußnote im großen Buch der Geschichte zu enden. Und dass Fußnoten hin und wieder mal vergessen werden, das wusste niemand besser als er. Nein, Scheitern war keine Option, nicht einmal vorläufig, nicht für jemanden wie ihn, der siebenundzwanzig komma drei Vornamen trug und rotzfrech in die Blutlinie des großen Bismarck eingeheiratet hatte. Es musste etwas großes her, ein denkwürdiges Ereignis, eine Revolution, eine Reform… und so kam es, in dieser dunklen Berliner Nacht, dass der junge Ibuk eine Entscheidung fällte und am nächsten Tag verkündete: ab sofort sollte es nicht mehr zum obligatorischen Ritual der Mannwerdung eines jeden Jünglings gehören, eine kurze Weile in den Reihen der fünffarbig gefleckten Bruderschaft zu dienen. Es sollte nicht mehr erforderlich sein, die Nestwärme des Elternhauses zu verlassen, auf sturm- und regengepeitschten Übungsplätzen den Kräften der Natur zu trotzen, den Umgang mit der Waffe zu erlernen und die Fähigkeit zu erwerben, Haus und Hof, Frau und Kind, Auto und Boot zu verteidigen. Nein, von nun an konnte jeder Bursche direkt nach der mittlerweile verkürzten Schullaufbahn ein mittlerweile ebenfalls verkürztes Bachelorstudium aufnehmen, um sodann ohne Zwischenstopp im reifen Alter von fünfzehn oder sechzehn Jahren voll im Berufsleben zu stehen. Dann konnte man auch die midlife crisis schon mit fünfundzwanzig abhaken und danach ohne weitere besondere Vorkommnisse bis zum Renteneintrittsalter von (dann prognostizierten) 75 Jahren stumpf vor sich hin rackern. Hurra! Oder Suizid ahoi? Wie dem auch sei, jedenfalls war der Grundwehrdienst nun ausgesetzt. Diese Änderung, wenngleich sie im fernen Berlin ihren Anfang nahm, sollte auch schwerwiegende Auswirkungen auf das Forum haben.

Der Morgen kündigte sich an im Forum, langsam stieg die Sonne über den Horizont herauf, und El Pollo Diablo krähte inbrünstig von seinem Forumsmisthaufen (errichtet aus den besch…eidenen Gedanken aller Mods und Admins der letzten Jahre, Höhe geschätzte 27,8m) herab um sie zu begrüßen. TheAdmin trat vor seinen Palast, in welchem er die ganze Nacht hindurch selbstlos junge Groupies ähhh unterrichtet und vor den Irrungen des Lebens gewarnt hatte, reckte sich und rieb sich die Augen. Er sah, wie einige niedrigqualifizierte aber hochmotivierte Teammitglieder die Trollleichen der letzten Nacht aus dem Vorfeld räumten, nickte gütig, und begann voll Tatendrang seinen täglichen Kontrollgang durch das Forum. Zuerst schien alles normal, doch je länger er flanierte, desto stärker kroch in ihm der Gedanke hoch, dass irgendetwas nicht stimmte. Irgendetwas schien zu fehlen. Plötzlich fiel es ihm ein. Er machte kehrt, rannte durch´s Forum in Richtung GWD-Viertel, bog ein auf die Große Allee der Fragen & Antworten, und blieb wie angewurzelt stehen, denn er sah: nichts. Die liebevoll eingerichteten FAQ-Warteschlangen waren verwaist. Gähnende Leere herrschte vor den zahlreichen Antwortschaltern, welche sorgfältig nach Themengebieten geordnet waren wie etwa „Kann ich in 6 Monaten Elitesoldat werden?“, „Grundrecht auf heimatnahe Stationierung Umkreis 500m?“, „Wie drücke ich mich bei der Musterung?“, „Müssen auch voll krass erfolgreiche Jungmanager wie ich zum Bund?“ oder „Kriegt jeder GWDL seinen Führerschein bezahlt?“. Selbst die Ströbele-Gedächtnisgruppe („Wir kiffen – reicht das für Ausmusterung und lauen Lenz?“) war entgegen aller Gewohntheiten nicht erschienen. Verwirrt und untätig standen die alten Veteranen herum, die wie jeden Tag erschienen waren und ihre in Handarbeit gefertigten „Suchfunktion-du-Arsch“-Schilder und „Schon-tausendmal-gefragt“-Transparente mitgebracht hatten, um den erwarteten Jünglingen hilfreich und kompetent zur Seite zu stehen und sie schon mal an den herzlichen Ton der gefleckten Bruderschaft zu gewöhnen. Sollten sie nun für immer arbeitslos bleiben? Erschüttert sammelten sich die Forumiten vor der hib-Marmortafel, wo gerade die entsprechende Nachricht aus dem fernen Berlin eintraf… Ratlosigkeit allenthalben. Doch der Erste zögerte nicht lange – er wusste, was zu tun war. Wenn die fünffarbig gefleckte Bruderschaft sich reformiert, muss das Forum sich eben auch reformieren, dachte er sich, und so geschah es. In Windeseile wurde das Forum neu Strukturiert, die alten GWDL-Hallen wurden abgerissen oder umgewidmet, neue Hallen für FWDL und SaZ errichtet, die Bewerberallee ausgebaut und die FAQ-Stände neu beschriftet: „Karriere auch ohne Abschluss?“, „Gewissen verloren – erst KDV, jetzt Bund?“ und natürlich „KSK und Kampfpilot trotz T5?“. Und große Freude kehrte bei allen Veteranen ein ob der neuen Aufgaben, und sie bastelten neue Transparente und Schilder („Kann dir keiner sagen, bewerben und abwarten!“, „Na klar, wirst heimatnah stationiert, musst nicht ins Ausland und kriegst dicke Kohle…“) um ihrer künftigen Tätigkeit voll und ganz gerecht zu werden. Und so schritten die Forumiten ohne Furcht und mit Riesenschritten beherzt der Zukunft entgegen.

Andere jedoch hatten mit ihrer Zukunft weniger Glück. Nicht fern von unserem wohlbekannten Forum lag in einem kleinen Tal an der Soldatenwebringstrasse eine ganz ähnliche Institution, die sich Soldatentreff.de nannte. Das dortige Völkchen war unseren Forumiten sehr ähnlich, dieselben Werte bewegten sie, und mannigfaltige verwandschaftliche Beziehungen bestanden, viele Forumiten hatten Soldatentreff im Laufe der Jahre besucht, hatten dort Bekanntschaften geschlossen, Neues von dort mitgebracht und Neues auch dorthin gebracht. Man fühlte sich quasi verwandt, wie eine große Familie. Um so stärker schmerzte es die Forumiten, als zuerst wenige, dann jedoch immer mehr verstörte und verängstigte Flüchtlinge vor den Toren auftauchten und Beunruhigendes aus dem Soldatentreff-Tal zu berichten wussten: dunkle Mächte und unbekannte Kräfte hatten plötzlich und wie aus Zauberhand den gesamten Soldatentreff kurzzeitig verschwinden lassen, dann wie zum Hohn wieder kurz erscheinen lassen, dann waren die Tore erst verschlossen, dann wieder offen, und dann, eines grausamen Tages, war der Treff endgültig verschwunden. Das Tal war leer, und öde. Nur eine Verweistafel zeugte davon, dass hier einst etwas war und nie mehr sein würde. Und so machten sich Ströme von Flüchtlingen in alle Richtungen auf, und viele Verzweifelte wanderten zum Bundeswehrforum in der Hoffnung auf eine neue Heimat. Und da es fromme Menschen waren, und gute Menschen, und gediente Menschen, so wurde ihr Flehen erhört und sie wurden nicht enttäuscht, und wurden von den Forumiten herzlich begrüßt und aufgenommen in ihrer Mitte. Großes Jauchzen und Frohlocken ward überall, und die Menschen sangen und tanzten und dankten dem Schicksal, welches sich als gnädig im Unglück erwiesen hatte. Und frisch gestärkt durch diese Migration, größer an Zahl und von unverändert frohem Gemüt, stellten sich die Forumiten zukünftigen Herausforderungen.

Fortsetzung folgt…
« Letzte Änderung: 04. Juni 2012, 09:06:41 von schlammtreiber »
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schlammtreiber

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Antw:10 Jahre Bundeswehrforum.de - Die wahre Geschichte
« Antwort #11 am: 05. Juni 2012, 08:54:24 »

2012: Love is in the air… oder Die Diktatur des Ponytariats

Große Ereignisse zeichneten sich ab im Forum – man steuerte auf das grandiose Jubiläum zehnjährigen Bestehens zu, die Forumiten mehrten sich fleissig und vor Geschäftigkeit schien alles zu brummen wie ein Bienenstock. Ohne Frage, hier waren alle Zutaten zu einem weiteren kometenhaften Aufstieg vorhanden, zu Ruhm und Ehre, zu Expansion und Prosperität, eventuell sogar für die lang ersehnte Weltherrschaft? Alles schien möglich, aber fast unbemerkt schlich sich ein Virus ins Forum ein, eine faule Frucht, eine schlechte Zutat, welche das ganze Rezept zu zerstören drohte: kalter Hass. Es begann fast unmerklich. Eine abgehackte Bemerkung hier, ein paar etwas harsche Worte dort. Doch es wurde mehr. Immer mehr. Erste Warnungen wurden nicht ernst genommen, denn es war nun einmal Fakt, dass der Ton in der fünffarbig gefleckten Bruderschaft nicht immer den gehobenen sittlichen Ansprüchen eines streng puritanischen Mädcheninternats für die keuschen Töchter der besseren Schichten entspricht. Und nach unten war in Sachen Niveau einiges an Spielraum, so sagte man beispielsweise, der in den Erdlöchern der Infanterie vorherrschende Tonfall würde selbst bei hartgesottenem Publikum, etwa grenzdebilen Serienmördern, stadtbekannten Sittenstrolchen und schießwütigen Straßengangs, versammelt in einem Hochsicherheitstrakt im Untergeschoss des dunkelsten vorstellbaren Kerkers, noch massiven Anstoß auslösen und gelinde gesagt wenig Akzeptanz finden. Aber auch dieses rustikale Niveau schien irgendwann unterschritten, denn mittlerweile hatte sich ein durch die Zähne gezischtes „figgdisch!“ als übliche Grußformel weitgehend etabliert, unter den alten Hasen hatte sich „Frischlinge verbal verprügeln wenn sie dumme Fragen stellen“ als neue Trendsportart durchgesetzt, und Fragesteller wurden der guten Sitte entsprechend zum Willkommensgruß reichlich mit Hohn und Häme und Ironie zugedeckt, damit sie nicht frieren. Nein, es war nicht schön anzusehen oder anzuhören, und so langsam kroch diese Erkenntnis vom vage ahnenden Rückenmark bis hoch zur bewussten Großhirnrinde.

Dieses in gewisser Weise gewöhnungsbedürftige Klima im Forum verschreckte den einen oder anderen Neuankömmling, und schreiend suchten sie das Weite und erbaten Unterschlupf in anderen Foren. Moralisch war dies höchst bedenklich, und feige war es, und überhaupt geschäftsschädigend, denn nun konnten die Mods und Admins keinen Schindluder mehr mit den illegal gesammelten Daten der neuen Forumiten treiben, konnten sie nicht mehr für  dreissig Silberlinge an rechtschaffene Pornowebseiten oder gut sortierte Spam-Versandhäuser verscheuern. Skandalös war dies, und schlimmer noch, das Geld blieb natürlich aus, und kein Geld bedeutete keinen Nachschub an Tabletten, und keine Tabletten bedeuteten verstärkt auftretende Visionen. Was sich aber in diesem speziellen Fall als ganz nützlich erweisen sollte. Und so trug es sich denn zu, dass alle Mods und Admins in der großen Halle des Teams versammelt auf dem Boden knieten, mit leeren Augen in die Luft stierten und derselben Zwangsvorstellung huldigten: hell schien das Licht von der Decke, und gut sichtbar galoppierte ein fröhliches rosa Pony über eine appetitliche maracujafarbene Wolkenlandschaft mit hüpfenden Regenbögen und sich leidenschaftlich küssenden bunten Riesentelefonen, und das Pony zündete einen nuklearen Liebes-Toleranz-Herzlichkeits-Sprengsatz, und auf dem tuntigen bunten Atompilz stand in großen freundlichen Buchstaben geschrieben: „In hoc signo vinces!“ Tränen der demütigen Dankbarkeit rannen den Mitgliedern des Teams über die Wangen, hoch erhoben sie ihre Stimmen um zu lobpreisen das große Pony, welches sich ihnen offenbart hatte, und sie erkannten, dass die Lehre des Pony ihnen Frieden bringen würde, ihnen und allen Forumiten. Denn das Pony verabscheut Hass und garstige Worte, und es predigt Liebe und Toleranz, und wo immer das Pony wandelt sind nur noch Freude und Sanftmut und Liebe und Frieden, und alle Menschen umarmen sich und haben einander ganz doll lieb, und alle jene welche das Pony nicht erkennen wollen werden vom Angesicht der Erde getilgt und ohne Pause vernichtet, ihre Häuser niedergebrannt und ihre Kinder und Frauen erschlagen und ersäuft, und keiner soll lebend entkommen, ausgerottet mit Stumpf und Stiel werden sie alle, verbrannte Erde soll überall sein und brennen sollen auch ihre verlorenen Seelen unter bestialischen Qualen in der Hölle, verdammt in alle Ewigkeit. Denn so lautet die tolerante und sanfte Lehre des rosa Pony, niedergeschrieben mit lila Glitzerstift im flauschigen Buch der Liebe. Hosiannah!

So zogen die Mods und Admins denn los und errichteten Standbilder des Ponys, auf dass jeder Forumit dessen Weisheit schaue, und sie lehrten die Forumiten Liebe und Sanftheit und Toleranz und schüchterne Zurückhaltung. Für den Fall der Fälle wurden reichlich Vorräte an taktischen love nuke Sprengköpfen angelegt, so dass auch eine größere Menge Weichziele auf einmal mit der Weisheit des Pony „erleuchtet“ werden konnte, und im Orbit des Forums wurde eine mächtige Strahlenkanone installiert, die jederzeit an jedem Ort Freundschaft und Toleranz auch in die verstocktesten Herzen einbrennen sollte. Und die Forumiten jauchzten und waren voll der Freude, und zum Ruhme des Ponys feierten sie sogleich einen Ich-toleriere-dich-bis-du-blutest-Tag, und fortan herzten und küssten und umarmten sie einen jeden Neuankömmling, und kein harsches Wort fiel mehr, und Liebe war überall. Die Herrschaft des Pony hatte begonnen. Und in seinem Zeichen schritt das Forum in die Zukunft.

Fortsetzung? Ja, bereits ab dem heutigen Tage arbeitet ein jeder von Euch an der Fortsetzung mit, in jeder Minute, ununterbrochen…
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