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Autor Thema: Quo vadis Syria?  (Gelesen 41451 mal)

F_K

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #15 am: 24. Mai 2013, 14:23:39 »

@ Schlammtreiber:

... auf der anderen Seite hat es sich gezeigt, dass es (aus der Außensicht) nicht zur Stabilität einer Region beträgt, wenn man einen Diktator "entfernt".

Solche "Unternehmen" sind extrem teuer, risikoreich und es gibt kaum einen Preis zu gewinnen (keinen Kaffee mit der Ballkönigin oder so).

Daher rate ich von solchen Parties dringend ab (auch wenn ein Techtelmechtel mit einer "Bitch figherin" gedanklich ja anregend sein mag - in der Praxis macht es wohl mehr Probleme als Spass).

Also "raushalten" (wenigsten das macht DE diesmal richtig).
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #16 am: 24. Mai 2013, 14:44:56 »

... auf der anderen Seite hat es sich gezeigt, dass es (aus der Außensicht) nicht zur Stabilität einer Region beträgt, wenn man einen Diktator "entfernt".

In dem Fall ist das Kind schon in den Brunnen gefallen - bzw die Stabilität der Gegend. Jede Re-Stabilisierung findet erst nach oder zum Ende des Konflikts statt.
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #17 am: 24. Mai 2013, 14:57:33 »

... auf der anderen Seite hat es sich gezeigt, dass es (aus der Außensicht) nicht zur Stabilität einer Region beträgt, wenn man einen Diktator "entfernt".

In dem Fall ist das Kind schon in den Brunnen gefallen - bzw die Stabilität der Gegend. Jede Re-Stabilisierung findet erst nach oder zum Ende des Konflikts statt.

...was übrigens nicht heisst, dass es nicht gute Gründe für´s Raushalten gäbe - nur dieser ist eben schon ziemlich im Eimer.
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YoTidi

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AW: Quo vadis Syria?
« Antwort #18 am: 25. Mai 2013, 00:13:23 »

Ab wann haben westliche Regierungen ein Problem mit Diktatoren? Richtig, wenn man keine Geschäfte mehr mit ihnen machen kann.

Nur mal so in den Raum gestellt:
Welche Konsequenzen werden aus den inzwischen auftauchenden Hinweisen auf die Verstrickung des türkischen Geheimdienstes in die "Bombardements" auf denen ja der Patriot Einsatz fußt gezogen? Verweigert man sich nachzufragen oder dreht man endlich mal jeden Stein um?

Was ist mit den Berichten über Gaseinsätze durch die syrischen Rebellen und was lernt man aus der gar nicht all zu weit entfernten Geschichte Afghanistans, was die Kooperation mit Extremisten angeht. Was lernt man über haupt aus der Geschichte die uns ja dutzende Beispiele liefert was den Umgang mit Despoten angeht.

Ich möchte nichts schön reden, aber die Einschätzung einen isolierten das Volk quälenden Diktator vor sich zu haben, der in einer Art zweitem arabischen Frühling vom Thron gefegt wird und damit das "Iran" Problem erleichtert, einem schwachen Mann der keinerlei Rückhalt in seinem Land hat und dessen Abgang nur eine Frage von Wochen ist, gegenüber zu stehen, ja diese Einschätzung hat ja inzwischen sogar der BND wieder verworfen.
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #19 am: 27. Mai 2013, 09:03:14 »

Falls jemand sich fragt, warum sein Posting verschwunden ist:

Wir sind kein Propagandakanal.

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Antw:AW: Quo vadis Syria?
« Antwort #20 am: 27. Mai 2013, 09:12:47 »

Ab wann haben westliche Regierungen ein Problem mit Diktatoren? Richtig, wenn man keine Geschäfte mehr mit ihnen machen kann.

Jetzt erklärst Du noch kurz, was "westliche Regierungen" hiermit zu tun haben, und welche Geschäfte.

Zitat
Nur mal so in den Raum gestellt:
Welche Konsequenzen werden aus den inzwischen auftauchenden Hinweisen auf die Verstrickung des türkischen Geheimdienstes in die "Bombardements" auf denen ja der Patriot Einsatz fußt gezogen? Verweigert man sich nachzufragen oder dreht man endlich mal jeden Stein um?

Stell Deine Verschwörungstheorien doch bitte dort ein, wo Menschen dumm genug sind darauf reinzufallen.

Zitat
Was ist mit den Berichten über Gaseinsätze durch die syrischen Rebellen

Was ist mit den Berichten über Gaseinsatz durch die Truppen Assads?

Zitat
Ich möchte nichts schön reden, aber die Einschätzung einen isolierten das Volk quälenden Diktator vor sich zu haben... ja diese Einschätzung hat ja inzwischen sogar der BND wieder verworfen.

Der BND hat die Einschätzung verworfen, dass Assad ein Diktator ist? Hochinteressant, und Quelle, bitte.
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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #21 am: 27. Mai 2013, 12:19:54 »

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #22 am: 27. Mai 2013, 13:36:51 »

Waffenlieferungen erlauben oder nicht?
Syriens Rebellen warten, die EU streitet

http://www.n-tv.de/politik/Syriens-Rebellen-warten-die-EU-streitet-article10713186.html

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YoTidi

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #23 am: 28. Mai 2013, 02:28:05 »


Jetzt erklärst Du noch kurz, was "westliche Regierungen" hiermit zu tun haben, und welche Geschäfte.

Es ging in meiner, zugegebener Maßen, provokativen Aussage eher um den Hintergrund, den man nicht außer Acht lassen sollte wenn man über Geopolitik redet.
Mit "westlichen Regierungen" meinte ich diejenigen, die momentan auch wieder über Waffenlieferung verhandeln, die Regierungen der EU Länder, mit Fokus auf die wirtschaftsstärksten, Frankreich, England, Deutschland. Da sie nicht von mir verlangen die ganzen alten und noch bestehenden Beziehungen zu Diktatoren oder anderweitigen Regimen aufzuzählen, gehe ich davon aus, dass sie darüber bestens informiert sind.
Geschäfte:

Deutschland: z.B. Syrien (2008/2009 Panzerdebatte), Saudi-Arabien (seit Jahren so ziemlich alles), Katar (gepanzerte Fahrzeuge, MGs, Handfeuerwaffen, Munition etc.), Weißrussland, u.a.
Beispielhaft wäre diese Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/arabischer-fruehling-amnesty-prangert-deutsche-waffenexporte-an-a-792637.html

Frankreich: diesmal nur ein Beispiel, da ich mich ja kurz fassen soll(was mir wohl nie gelingen mag). Libyen anno 2007-2010
http://www.sueddeutsche.de/politik/wer-libyen-waffen-lieferte-gaddafis-fleissige-bombenbauer-1.1076108-4

England: z.B. Bahrain
http://www.welt.de/politik/ausland/article13072633/Grossbritannien-ruestete-Nahost-Regime-mit-Waffen-auf.html

Zitat
Stell Deine Verschwörungstheorien doch bitte dort ein, wo Menschen dumm genug sind darauf reinzufallen.

Na na, für eine wirklich interessante Verschwörungstheorie fehlt mir aber noch ein ein wenig dichterisches Können.
Quellen:
"Der Soldat" Ausgabe Nr. 1/2013
"Yurt" (türkische Zeitung, Google Übersetzer o. türkische Freunde helfen) Ausgabe vom 06.10.12
so wie Meldung im ZDF ("syrische Rebellen haben sich zu Angriff auf türkisches Dorf bekannt")

Aber gut, es lässt sich anzweifeln. Geht ja auch alles ein wenig drunter und drüber in der Region, da kann es dann schon passieren, dass die Lieferadresse für 120mm Granaten vertauscht wurde.
Der Artikel auf den ich mich aber hauptsächlich bezog, war dieser hier:
http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/syrien-krieg-luegen-und-fehler-tuerkischer-geheimdienste-,7151782,22788970.html

Zitat
Was ist mit den Berichten über Gaseinsatz durch die Truppen Assads?

Die sind ebenso Ernst zunehmen und zu untersuchen.
Sie scheinen der Ansicht zu sein, ich würde unterstützen oder beschönigen was Baschir Al-Assad in seinem Land treibt.
Ich kann ihnen versichern, dass dies nicht der Fall ist, aber ich weigere mich ebenso an einer blinden Hetze teilzunehmen und meine Augen vor allem was diesem widerspricht zu verschließen.

Zitat
Der BND hat die Einschätzung verworfen, dass Assad ein Diktator ist? Hochinteressant, und Quelle, bitte.


Ich möchte nichts schön reden, aber die Einschätzung einen isolierten das Volk quälenden Diktator vor sich zu haben, der in einer Art zweitem arabischen Frühling vom Thron gefegt wird und damit das "Iran" Problem erleichtert, einem schwachen Mann der keinerlei Rückhalt in seinem Land hat und dessen Abgang nur eine Frage von Wochen ist, gegenüber zu stehen, ja diese Einschätzung hat ja inzwischen sogar der BND wieder verworfen.

Bitte entschuldigen sie, dass meine Satzkonstruktion dann doch etwas zu lang geraten ist und so Raum für Fehlinterpretationen ließ
Der BND hat die Einschätzung, dass Assad vom GANZEN Volk gehasst wird, seine Arme schwach und er ohne ausländische Hilfe ist, verworfen und ein Machtwechsel wohl doch keine Sache ist, die man mal eben im handstreich erledigt. Dass er nicht mehr als Diktator angesehen würde, habe ich nicht behauptet.
Ich bezog mich dabei auf einen FR Artikel:
http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/syrien-krieg-assads-truppen-auf-dem-vormarsch,7151782,22835148.html


Wir sind kein Propagandakanal.

Von eben diesem ging ich aus, deswegen hab ich etwas zu der Syrien Debatte gepostet, das auch mal das gängige Bild etwas hinterfragt. Jeder darf und sollte seinen eigenen Standpunkt haben, auch geläufige Standards ab und an mal zu hinterfragen schadet einer Diskussion nicht sondern regt sie an, und ist eigentlich eines der Kernprinzipien einer Demokratie mit ihrer "4. Gewalt".
Solange mir hier keine... Wehrkraftzersetzung vorgeworfen wird und es nur bei dem "Verschwörungstheoretiker" bleibt *rolleyes* .
« Letzte nderung: 28. Mai 2013, 02:32:25 von YoTidi »
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #24 am: 28. Mai 2013, 09:12:52 »

Es ging in meiner, zugegebener Maßen, provokativen Aussage eher um den Hintergrund, den man nicht außer Acht lassen sollte wenn man über Geopolitik redet.

Brauchst mir nix über Geopolitik zu erzählen, das haben jahrelang schon Andere getan, die mehr davon verstehen.

Zitat
Da sie nicht von mir verlangen die ganzen alten und noch bestehenden Beziehungen zu Diktatoren oder anderweitigen Regimen aufzuzählen, gehe ich davon aus, dass sie darüber bestens informiert sind.

Nochmal konkret, da ja nur Allgemeinplätze kommen: Welche Geschäfte hat Assad (also Syrien, nicht Katar, Saudis, Libyen, etc) mit England, Frankreich, Deutschland et al getätigt, und dann abgebrochen, welche ein Interesse dieser Länder an seinem Sturz bedingen sollen? Butter bei die Fische.

Zitat
Aber gut, es lässt sich anzweifeln. Geht ja auch alles ein wenig drunter und drüber in der Region, da kann es dann schon passieren, dass die Lieferadresse für 120mm Granaten vertauscht wurde.
Der Artikel auf den ich mich aber hauptsächlich bezog, war dieser hier:
http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/syrien-krieg-luegen-und-fehler-tuerkischer-geheimdienste-,7151782,22788970.html

1. "Die Linkspartei behauptet und die Linkspartei sagt" ist natürlich eine wunderbare Quelle :)
Aus dem Artikel:

Zitat
...nach Einschätzung der Linkspartei...Für die Linke...sagte Linken-Außenpolitikerin Sevim Dagdelen dieser Zeitung...

2. Die Linke versucht zu im Artikel suggerieren, der Patriot-Einsatz beruhe auf dem Abschuss einer türkischen F-4. Das ist Schwachsinn. Der Einsatz beruht auf der (unstrittigen) Tatsache, dass Assad über ballistische Raketen verfügt, und auf einer angenommenen Gefahr für den NATO-Verbündeten Türkei.

Zitat
ich weigere mich ebenso an einer blinden Hetze teilzunehmen und meine Augen vor allem was diesem widerspricht zu verschließen.

Oh Du heldenhafter Widerstandskämpfer gegen Hetze und Lüge. Erleuchte mich, und zeige mir, wo ich blind gehetzt habe.

Zitat
Bitte entschuldigen sie, dass meine Satzkonstruktion dann doch etwas zu lang geraten ist und so Raum für Fehlinterpretationen ließ

Bitte entschuldige, dass ich Deine Suggestivkonstruktion hinterfragt habe, und bitte entschuldige, dass ich auch damit weitermache. Du weißt schon, Widerstand gegen Lüge und so... ich lerne schnell von Dir.

Zitat
Der BND hat die Einschätzung, dass Assad vom GANZEN Volk gehasst wird, seine Arme schwach und er ohne ausländische Hilfe ist, verworfen und ein Machtwechsel wohl doch keine Sache ist, die man mal eben im handstreich erledigt.


Der BND hat seine vorherige EInschätzung verworfen, dass Assads Armee kurz vor dem Zusammenbruch steht und der Machtwechsel eine Frage von wenigen Monaten oder Wochen sei. Der BND geht jetzt davon aus, dass Assads Truppen ihre Lage stabilisiert haben, sich weiter stabilisieren werden und ein längerfristiges Patt entsteht.
Zum Rest Deiner Aussagen, die immer noch Suggestivccharakter haben:

Der BND hat nie behauptet, dass Assad vom "ganzen Volk" gehasst würde, und kann daher diese vermeintliche Einschätzung nicht verwerfen (Assad stützt sich ja auf bestimmte Minderheiten, was seit Jahrzehnten offensichtlich war).
Der BND hat nie behauptet, dass Assad ohne ausländische Hilfe sei, und kann daher diese vermeintliche Einschätzung nicht verwerfen (die Hilfe Russlands und des Iran sind seit langem bekannt oder unterstellt, ebenso wie das Bündnis mit der Hisbollah).

Zitat
Dass er nicht mehr als Diktator angesehen würde, habe ich nicht behauptet.

Doch, hast Du, siehe oben. Aber natürlich geschah das unabsichtlich.

Zitat
Von eben diesem ging ich aus, deswegen hab ich etwas zu der Syrien Debatte gepostet, das auch mal das gängige Bild etwas hinterfragt. Jeder darf und sollte seinen eigenen Standpunkt haben, auch geläufige Standards ab und an mal zu hinterfragen schadet einer Diskussion nicht sondern regt sie an, und ist eigentlich eines der Kernprinzipien einer Demokratie mit ihrer "4. Gewalt".

Warum glaubst Du, hier das Hohelied der Meinungsfreiheit singen zu müssen? Wenn mir Deine Meinungsäußerung nicht passen würde, dann würde sie hier nicht stehen - mit einem Mausklick wäre sie weg. Also völlig überflüssig, hier den Kämpfer der 4. Gewalt geben zu wollen, denn ganz offensichtlich benimmt Dir das ja niemand.

Zitat
Solange mir hier keine... Wehrkraftzersetzung vorgeworfen wird und es nur bei dem "Verschwörungstheoretiker" bleibt *rolleyes* .

Oh ja, bring Dich schon mal in die Rolle des verleumdeten Märtyrers, das macht sich immer gut, wenn einem dann die "Argumente" ausgehen.
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #25 am: 28. Mai 2013, 09:47:15 »

Die EU-Staaten haben sich darauf geeinigt das Waffenembargo auslaufen zu lassen (endet am Freitag), die übrigen (finanziellen etc) Sanktionen jedoch beizubehalten:

Sanktionen gelockert
EU erlaubt Waffenlieferungen nach Syrien

http://www.n-tv.de/politik/EU-erlaubt-Waffenlieferungen-nach-Syrien-article10716326.html

Außenminister-Gipfel in Brüssel: Europäer lassen Waffenembargo gegen Syrien auslaufen
http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-waffenembargo-gegen-syrien-laeuft-am-30-mai-aus-a-902091.html

Damit haben sich im wesentlichen Frankreich und Großbritannien durchgesetzt, die jetzt ihre Androhung, die Rebellen zu bewaffnen, wesentlich glaubwürdiger vortragen können. Ob eine solche Bewaffnung nun erfolgt, in welchem Umfang und mit welchen Waffen, und wie die Kriterien für Auswahl der Empfänger und deren Kontrolle aussehen sollen (oder theoretisch sollten), ist noch offen.

Österreich prüft nun den Verbleib bzw Abzug der eigenen Soldaten von den Golanhöhen - da die Gefährdung für diese nun steigen dürfte.
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schlammtreiber

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #26 am: 28. Mai 2013, 10:59:02 »

Apropos "Gefahrenzone Golan":

Israel wartet auf den Krieg
http://www.sueddeutsche.de/politik/ausweitung-des-syrien-konflikts-israel-wartet-auf-den-krieg-1.1681530

Im Grunde könnte man an alle Befürchter eines "Flächenbrandes" bzw eines Übergreifens des Konfliktes folgende "beruhigende" Worte richten:

Die gute Nachricht: "Ihr müsst keine Angst mehr vor einem künftigen Übergreifen des Konfliktes auf andere Länder der Region haben..."
Die schlechte Nachricht: "...denn das ist längst passiert."

Die Hisbollah kämpft bereits mit, und der Libanon entwickelt sich daher auch gerade zur gleichberechtigten Kampfzone. Israel wird von Libanon und Syrien aus beschossen, bereitet sich auf Krieg vor, und bombt bereits hin und wieder in Syrien, wenn dort Päckchen Richtung Beirut gehen. Der Irak versucht irgendwie die Grenze abzuschirmen, aber trotzdem sind Al Nusra in Syrien und Al Qaida im Irak mittlerweile zu einer (auch öffentlich laut bekundeten) Einheit verschmolzen. Die Türkei kriegt neben Autobomben und Granaten vor allem massenhaft Flüchtlinge ab, die ein echtes Problem darstellen, und hat sich gegen Assad in eine Oppositionsrolle gestellt, die uns angesichts möglicher Bündnisfälle auch interessieren sollte. Das kleine Jordanien ächzt ebenfalls unter Flüchtlingsmassen, die das fragile Gefüge der Ethnien im Land zunehmend gefährden, und hat auch schon das eine oder andere Feuergefecht an der Grenze erlebt. Damit haben wir dann alle Nachbarn durch, gut sieht es nirgendwo aus.
« Letzte nderung: 28. Mai 2013, 11:08:52 von schlammtreiber »
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YoTidi

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Antw:Quo vadis Syria?
« Antwort #27 am: 28. Mai 2013, 12:51:21 »

War ja klar, dass sie das mal wieder auf eine persönliche Schiene runterziehen und sich an einzelnen Formulierungen aufhängen.

Wenn sie genaue zahlen über Material interessiert dann lesen sie doch die entsprechenden Rüstungsberichte, statt die von mir angegebenen Zusammenfassungen.
Ich habe nie behauptet, dass das Interesse am Sturz des Assad Regimes durch irgendetwas bedingt würde, hören sie auf mir Dinge in den Mund zu legen.
Die einzige Aussage die ich diesbezüglich indirekt getroffen habe war die, dass eine Aufrüstung des heutigen Feindes gestern, den Sturz heute erschwert.

Da sie den Artikel ja so aufmerksam gelesen haben, wird ihnen wohl auch nicht entgangen sein, dass sich auf eine Mitteilung der Bundesregierung bezogen wird,
die einer NACHFRAGE der Linken folgte, sowie auf die Stiftung Wissenschaft und Politik, die türkische Regierung und das Auswärtige Amt.
Die letztliche Beurteilung die sie hier zitieren stammte zwar von den Linken, die dieser Aussage zugrunde liegenden Informationen aber nicht.

Zitat
Oh Du heldenhafter Widerstandskämpfer gegen Hetze und Lüge. Erleuchte mich, und zeige mir, wo ich blind gehetzt habe.

Sparen sie sich das und kommen sie mal runter. Es war nicht auf sie bezogen, sondern auf den allgemeinen Trend zum vorschnellen Urteilen, egal um welches Thema es ging und selbst sie können sich ja wohl nicht dem Eindruck, dass von vielen Medienhäusern bewusst in eine Richtung "formuliert", berichtet und auch mal schnell eine unrecherchierte Newsline rausgehauen wird, die nachweislich falsch ist, verschließen. Aber tun sie auch das ruhig als Verschwörungstheorie ab, wenn IHNEN die Argumente ausgehen.

Je Nach Quelle wird von 20-50% der Bevölkerung gesprochen, die hinter Assad stehen. Eine kleine Gruppe religiöser Alaviten, die in einem Netz von Gefälligkeiten verstrickt sind sieht anders aus.
http://www.fr-online.de/politik/interview-zu-assad-und-syrien---die-eigene-propaganda-geglaubt--,1472596,22837784.html
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-09/assad-syrien-baath-partei
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Mehrheit-der-Syrer-steht-offenbar-hinter-Assad/story/17458606
http://www.taz.de/!97286/
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/160642/index.html
« Letzte nderung: 28. Mai 2013, 13:22:41 von schlammtreiber »
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schlammtreiber

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« Antwort #28 am: 28. Mai 2013, 14:01:08 »

War ja klar, dass sie das mal wieder auf eine persönliche Schiene runterziehen und sich an einzelnen Formulierungen aufhängen.

Nicht heulen, sondern korrekt und fundiert argumentieren, es geht nicht nur um "Einzelfomulierungen".

Zitat
Wenn sie genaue zahlen über Material interessiert dann lesen sie doch die entsprechenden Rüstungsberichte

Die kenne ich, und Syrien steht dort als Großkunde Russlands drin. Keine großen "Geschäfte" mit dem Westen.

Zitat
Ich habe nie behauptet, dass das Interesse am Sturz des Assad Regimes durch irgendetwas bedingt würde,


Doch, hier:
Zitat
Ab wann haben westliche Regierungen ein Problem mit Diktatoren? Richtig, wenn man keine Geschäfte mehr mit ihnen machen kann.
Die hätten also kein Problem mit Assad, wenn er weiter mit ihnen Geschäfte machen würde? Und haben jetzt ein Problem mit ihm, weil er keine Geschäfte MEHR mit ihnen macht? Aber diese vermeintlichen Geschäfte können wir nicht finden? Komisch, komisch, komisch...

Zitat
hören sie auf mir Dinge in den Mund zu legen.

Hör auf zu heulen und steh zu Deinen "provokativen Äußerungen", zeig wenigstens ein klein wenig Mumm.

Zitat
Die letztliche Beurteilung die sie hier zitieren stammte zwar von den Linken, die dieser Aussage zugrunde liegenden Informationen aber nicht.

Genau, die Bewertung und Verdrehung der Tatsachen, von mir oben dargelegt (Grundlage des Einsatzes etc) erfolgte durch die SED-NO, und weder die Antwort der Bundesregierung noch etwas anderes stützt diese wirren Anschuldigungen.

Zitat
Sparen sie sich das und kommen sie mal runter. Es war nicht auf sie bezogen

Dann hat es auch nichts in einer Antwort auf meinen Beitrag zu suchen. Reiß Dich in Zukunft zusammen.

Zitat
Aber tun sie auch das ruhig als Verschwörungstheorie ab, wenn IHNEN die Argumente ausgehen.

Habe ich nicht, bau hier keine Strohmänner auf. DAS hier war die Verschwörungstheorie, auf die ich mich bezog:
Zitat
die Verstrickung des türkischen Geheimdienstes in die "Bombardements" auf denen ja der Patriot Einsatz fußt

Und das IST eine Verschwörungstheorie, weiter nichts.

Zitat
Je Nach Quelle wird von 20-50% der Bevölkerung gesprochen, die hinter Assad stehen. Eine kleine Gruppe religiöser Alaviten, die in einem Netz von Gefälligkeiten verstrickt sind sieht anders aus.

Wer hat denn von einer "kleinen Gruppe religiöser Alaviten" gesprochen? Wieder mal Strohmänner bauen, ja?

Die 50% oder Mehrheit würde ich mal grob vergessen - Todenhöfer als Quelle (FR-Online) muss ich wohl nicht weiter kommentieren, und die "50%" stammen trotz zwei Links von einer Person (!), Herrn Meyer, der sich auf eine (!) nicht repräsentative Studie (und auch immer nur auf diese eine) beruft. Das ist genau die tendenzielle, absichtlich falsche Berichterstattung, von der Du oben gesprochen hast. Danke für dieses Beispiel.

Die 20% halte ich sogar für übertrieben gering, denn allein die Alawiten machen ja schon 13% der Bevölkerung aus, plus Christen, Drusen, etc... da kommt man schon locker auf 30-40% die am Erhalt des Systems Assad interessiert sein sollten. Die Opposition besteht eben hauptsächlich aus sunnitischen Arabern und Kurden (die stellen aber die deutliche Mehrheit der Bevölkerung).

Ach ja, wenn Du sowas kritisierst:
Zitat
Eine kleine Gruppe religiöser Alaviten, die in einem Netz von Gefälligkeiten verstrickt sind sieht anders aus.
Dann stell doch bitte nicht auch noch Quellen ein, die dieses behaupten.
Aus diesem Deinen Link: http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-09/assad-syrien-baath-partei/seite-2

Zitat
Das Militär, eine treue Wirtschaftselite und die Bevorzugung von Alawiten stützen in Syrien den Präsidenten und seine Baath-Partei.

Zitat
Das System basiert auf wirtschaftlicher Abhängigkeit

Zitat
So kann Baschar al-Assad auf eine große Gruppe wirtschaftlich abhängiger, aber loyaler Unterstützer zurückgreifen. Zu Zehntausenden dienten sich diese Parteigänger als Schläger oder Informanten für einen der zahlreichen Geheimdienste an – heute sind diese Parteimilizen als Schabiha bekannt.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-09/assad-syrien-baath-partei
« Letzte nderung: 28. Mai 2013, 14:19:45 von schlammtreiber »
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« Antwort #29 am: 14. Juni 2013, 08:54:55 »

Und dann war es soweit...

Syriens Bürgerkrieg: Obama greift ein
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-obama-bestaetigt-chemiewaffen-einsatz-durch-assad-a-905655.html

Zitat
Die rote Linie ist überschritten: Lange hat US-Präsident Obama gezögert, sich direkt in den syrischen Bürgerkrieg einzumischen, doch nun wirft er Diktator Assad den Einsatz von Chemiewaffen vor. Amerika will den Rebellen "militärische Hilfe" leisten.


Man darf gespannt sein, was das konkret an Folgen hat.
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