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Autor Thema: Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III  (Gelesen 6696 mal)

VoB

  • Gast
Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« am: 06. Juni 2014, 18:01:50 »

Eignungsfeststellung Hubschrauber – Phase III
EF III / H


01.06.14 - 06.06.14

Einleitung

Kurz ein paar einleitende Worte. Ich habe mich aus der Truppe beworben und bin selbst schon in der Laufbahn der Unteroffiziere mit Portepee. Ich stelle diesen Erfahrungsbericht hier rein, da man sich als erstes für den Beruf als Soldat bewirbt und als zweites für die Verwendung als Pilot, was man sich durchaus bewusst sein sollte. Dieser Erfahrungsbericht ist in einigen Bereichen sehr ausführlich in anderen wieder etwas kurz gehalten. Ich hoffe dieser Erfahrungsbericht hilft dem einen oder anderen Bewerber für den fliegerischen Dienst bei der Bundeswehr.


Anreisetag

Nun war es soweit nach ca. 3 Wochen Vorbereitung auf die III Phase in Bückeburg, war Sonntag der Anreisetag, wie so häufig bei der Bundeswehr. Die Bewerber sollten sich bis 19:30 in der Schäfer-Kaserne einfinden. Bei der Wache hat man einen Umschlag erhalten indem ein Begrüßungsschreiben, ein Lageplan, eine Verpflegungskarte sowie ein Stubenschlüssel enthalten waren. Nachdem ich am Gebäude 3 angekommen bin und ich meine Stube aufgefunden habe, traf ich auch schon gleich die ersten Mitbewerber. Es stellte sich allerdings erst am nächsten Morgen heraus wieviel wir nun wirklich sind. Wir waren 4, die geringste Anzahl an Prüflingen der heutigen Verfahren. Man hat sich noch kurz darüber ausgetauscht was einen morgen erwarten wird und sich ein wenig kennengelernt. Dann nur noch Stube beziehen und das Erlernte aus den letzten Wochen sich noch einmal durch den Kopf gehen lassen.


Erster Tag

Der erste Tag begann für mich gegen 06:30, mein Handywecker weckte mich sanft. Man hat sich am Vorabend für 07:00 verabredet um gemeinsam zum Frühstück zu gehen. Das Frühstück war ausreichend, so dass man gut in den ersten Tag starten konnte. Wir mussten uns erst 07:55 im Haus 56/B1 einfinden. Als wir ankamen fanden wir einen Lehrraum mit Namensschildern an unseren Plätzen vor. Man war das erste Mal beeindruckt, eine große Multimediawand (6 Fernseher) stand in dem Raum zur Verfügung (für Soldaten, die durchaus den teilweise schlechten Stand der Ausstattung in der Bundeswehr kennen, wundern sich bestimmt nicht über mein Erstaunen). Auf dieser Multimediawand werden im weiteren Verlauf der Woche die Demos von den einzelnen Missionen gezeigt. Pünktlich um 08:00 betraten 2 Psychologinnen und 2 Fluglehrer, beide Hauptmann a.D. den Raum. Eine Psychologin übernahm die einleitenden Worte und stellte die Anderen vor, welche daraufhin den Raum wieder verließen. Es folgte ein Einblick in das was uns diese Woche erwarten wir und die typischen bürokratischen Dinge. Lest euch durch was ihr unterschreibt, ihr seid die ganze Zeit unter Beobachtung und gebt ein Bild ab, präsentiert euch dem entsprechend! Zu guter Letzt wurden noch offene Fragen geklärt und es folge der Eingangstest, 30 Fragen, 16 Minuten Zeit. Hier kann man das erste Mal auf die Nase fallen, wenn man sich die Unterlagen, welche man vorher zugeschickt bekommen hat, nicht vernünftig durchgelesen hat. Der Test ging hauptsächlich darum, welche Auswirkung die einzelnen Steuerorgane haben, wenn man sie betätigt, sowie der Inhalt der ersten Mission (Steuerführung) und die Auflagen und Regeln, die in der Mission bindend sind.
Kaum ist der erste Herzkasper vorbei geht es auch schon weiter, es folgte ein Prüfgespräch. Dieses Gespräch ist gleichzeitig euer Briefing, aber ihr werdet halt auch geprüft und zwar auch im Verhalten, da bei jedem Gespräch mindestens ein Psychologe hinter der Gruppe sitzt. Als erstes wurden die Steuerorgane abgefragt, wie heißen diese, was steuern sie, was passiert wenn man sie wie bewegt. Auch hier kann man schon mit deutschen und englischen Begriffen glänzen. Anschließend wurden die Instrumente überprüft, welche gibt es, was zeigen sie an, in welcher Einheit zeigen sie es an. Hier kam der erste Kommentar vom Fluglehrer, welcher das Gespräch führte: „Jungs es macht nichts, wenn das wie aus der Pistole kommt“. Das hieß für uns, wir waren anscheint nicht ausreichend vorbereitet. Nichts desto trotz ging es im zügigen Tempo weiter, antwortete man nicht sofort, wurde schon der nächste gefragt. Nach dem das Cockpit abgearbeitet wurde, kam die erste Mission dran und ja man sollte auch den Namen der ersten Mission kennen – Steuerführung! Die Mission wurde chronologisch abgearbeitet. Als erstes den Hubschrauber übernehmen, wie übernehme ich den Hubschrauber, was muss ich danach machen. Wie fliege ich die Kurven, wie viele Kurven fliege ich, in welche Richtung fliege ich die Kurven. Auf welche Geschwindigkeit bremse ich runter, darf ich dabei Höhe verlieren oder nicht. Danach folgte die Platzrunde, wie heißen die einzelnen Legs, auf was hat man zu achten, wann mache ich was. Zum Abschluss noch die Pfadfinder Aufgabe, auch hier sollte man sich einprägen wie nahe ich auffliegen darf, was für eine max. Geschwindigkeit, welche Bank Angel gilt usw. Ist das Prüfgespräch vorbei, darf der Erste in dem Simulator in dem man geprüft wird. Der Rest hatte Selbststudium, man blieb in dem Lehrraum.
Ich war an dem Tag als dritter dran, daher konnte ich schon erste Eindrücke von den ersten beiden Prüflingen sammeln. Ich wurde in einen Raum geführt in dem zwei Simulatoren standen, einer war aktiv. Man setzte sich hin und wurde noch instruiert auf was man zu achten hat, was die Sitzt- und Pedaleinstellung anging. Kopfhörer auf Klappe zu, los geht’s. Man wird noch gefragt wie die Verständigung ist und die Mission fing an.
Der Hubschrauber startet von allein, nach kurzer Zeit sagt eine Stimme, dass man den Hubschrauber nun übernehmen soll. Wie in den Unterlagen beschrieben erscheint ein Anzeigefenster, wo man die einzelnen Steuerorgane in Einklang bringen musste. Nachdem man den Hubschrauber übernommen hat galt es eine Minute den Hubschrauber in Geschwindigkeit, Höhe und Bank gleich zu halten. Danach geht man in die Kurven, es wird einem gesagt in welche Richtung die Kurve gehen soll. Darauf galt es Fahrt rauszunehmen ohne zu steigen oder zu sinken und dann wieder Fahrt aufzunehmen ohne zu steigen bzw. zu sinken. Jetzt wird der Hubschrauber wieder vom Simulator übernommen, dieser fliegt einen zum Landeplatz „Gagetown“. Das erste Mal selbst starten, ich hab mich ein wenig verloren gefühlt, da es doch schwerer ist als man glaubt die Theorie in die Praxis umzusetzen. Chair-Flying schön und gut, aber ohne Vorstellung kann man auch falsche Erwartungen haben. So war es bei mir. Höhepunkt war, dass ich mich vier Mal auf der Stelle in der Luft drehte und irgendwann eine schon leicht genervte Stimme vom Fluglehrer über die Kopfhörer sagt: „Linke Pedale!“. Ich lies mich nicht aus der Ruhe bringen und flog meine Runden. Zum Schluss noch dem Pfadfinde folgen, wo ich es auch nicht so gut hinbekam wie der Pilot in der Demo, komischerweise.
Nach der ersten Mission erfolgt das Debriefing. Der Fluglehrer macht einen nicht fertig oder so, aber er sagt schon ziemlich klipp und klar, was man alles falsch gemacht hat. Wobei es nicht seine Aufgabe ist, euch zu sagen wie ihr es besser machen sollt. Da sollt ihr die Denkleistung erbringen und verstehen, was ihr wann, wie, wozu besser machen solltet. Tipp: Holt euch etwas zu schreiben und schreibt mit! Hilft beim Reflektieren am Abend.
Wenn man denkt, dass das alles war, der irrt sich. Zum Abschluss folgt noch ein weiteres Prüfgespräch/Briefing über die Mission des nächsten Tages. Das gleiche Spiel wie im ersten Prüfgespräch. Ablauf, Regeln, Auflagen und was nicht sonst noch dazu gehört (z.B. dass man in der zweiten Mission einen Radarhöhenmesser hat und keinen barometrischen). Dann wird man daran erinnert, dass man noch einen Tagesbericht schreiben muss, der am nächsten Morgen eingesammelt wird, wie es die ganze Woche sein wird. Anschließend wird man entlassen und einem nahegelegt, dass man sich die neuen Unterlagen gut durchlesen und einprägen sollte.

Fazit des ersten Tages:
Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen, seid wirklich gut vorbereitet, lasst euch vorher abfragen oder ähnliches. Die Vorbereitungsunterlagen sind die Basis für die ganze Woche, baut darauf auf! Es ist einfacher so. Seid kooperativ, arbeitet und lernt zusammen, bzw. besprecht euch nach. Werdet ein kleines Team, es hilft ungemein.


Zweiter Tag

Auch am zweiten Tag mussten wir erst um 07:55 im Haus 56/B1 sein. Dazu muss gesagt sein, bei allen Prüfverfahren mit 5 oder 6 Bewerben beginnen die Tage bereits schon um 06:55.
Es war keine Zeit des Ausruhens, immer 110% wenn nicht mehr war angesagt. Der zweite Tag fing gleich mit der Mission „Anflugverfahren im Gelände“ an. Erst wieder eine Demo, damit man weiß was einen erwartet. Anschließend beginnt der Erste, während der Rest wieder Selbststudium betreibt. Dies Mal war ich als zweites dran.
Die Mission ist schon deutlich anspruchsvoller als die Erste, logisch. Man versucht die Fehler von gestern auszumerzen und gleichzeitig kommen neue Komponenten dazu. Die Mission erfordert, dass man vom Landeplatz „Stagefield“, fünf weitere Punkte im Gelände anfliegt und dort landet. Die Mission ist in drei Blöcke unterteilt. Im ersten Block orientiert man sich mit Hilfe des Kompass und einer gelben Kompassnadel, die nicht immer nach Norden zeigt, sondern zum Ziel, welches man erreichen soll. Des Weiteren gilt es die Ziele immer erst zu überfliegen und dann eine Sinkkurve zum Landen einleitet, allerdings ohne die Auflagen und Regeln zu verletzten (z.B. kein Kurvenflug mit unter 40 KIAS). Die Ziele können dabei eine Zeltgruppe, PKW, Hubschrauber oder ein Feldflugplatz sein. Die ganze Zeit muss man jedoch den Wind beachten. Es gilt mit +/- 15º  in den Wind zu starten und mit +/- 45º zu landen. Der zweite Block hat zwei Änderungen, man folgt jetzt nicht mehr nur der gelben Kompassnadel sondern man orientiert sich auch anhand der Threatanzeige. Da jetzt die Ziele nicht mehr überflogen werden dürfen, um das hinzubekommen hat man die Threatanzeige mit Entfernungsringen à 0,5 NM. Im dritten Block gilt es mit Hilfe von „Bauernlinealen“ sowie Karte und Stoppuhr die Ziele zu erreichen. Diesen Block habe ich selbst zeitlich nicht erreicht, da meine fliegerischen Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausreichend genug waren um schnellst möglich von Punkt zu Punkt zu fliegen. Grade das Starten und Landen ins Teufelswerk!
Während des Vormittags sind alle vier Prüflinge mit der Mission dran gewesen. Zum Nachmittag folgte dann wieder ein Test über die Notverfahren und SAR Mission mit 16 Fragen in 6 Minuten. Nach dem Test folgte das letzte Prüfgespräch/Briefing dieser Woche, logischerweise ging es um die SAR Mission. Seid auch hier wirklich gut vorbereitet, ihr erspart euch nachzuarbeiten. Ihr braucht das Wissen um schon fast instinktiv in den SAR Missionen zu handeln. Ihr werdet die SAR Mission zwei Mal fliegen, am Mittwoch und am Donnerstag und es wird beide Male die gleiche Mission sein vom Inhalt und Ablauf.
Zum Abschluss wurde uns noch gesagt, dass wir ein Referat vorbereiten sollen zum Thema „Die Standardplatzrunde“. Nicht zu vergessen Selbststudium und Tagesbericht!


Dritter Tag

Der Vormittag des dritten Tages umfasste die Mission SAR, ein Referat und ein Interview mit einem Psychologen. Ich war als erstes an dem Tag dran, gleichzeitig wurde einer vom Fluglehrer im Referat geprüft und einer von uns ging zum Interview mit dem Psychologen.
Die SAR Mission ist echt ein Highlight, sie macht unglaublich viel Spaß, ist gleichzeitig aber auch sehr anstrengend was die Konzentration angeht. Die SAR Mission baut auf die ersten beiden Missionen auf, d.h. man sollte den Hubschrauber halbwegs beherrschen. Euer Hauptauftrag ist es innerhalt von 50 Minuten am Flugplatz zu starten und PÜNKTLICHST nach den 50 Minuten wieder dort zu stehen, zwischendrin SAR-Aufträge abarbeiten. Ihr seid ausgestattet mit einer Karte von der Stadt und bekommt einen Auftrag nach dem Anderen. Die Aufträge umfassen immer eine Beschreibung des Ziels wo ihr landen sollt, sowie einen Code (z.B. Alpha). Mit Hilfe des Codes könnt ihr, dank des Datenfunks im Infopanel, Wetterdaten und ATC-Daten (Einflugpunkt des Flugplatzes und maximal Höhe) auslesen, an die ihr euch halten müsst. Nach dem ihr alles ausgewertet hab und den FUEL CHECK nicht vergessen habt, startet ihr zum Krankenhaus um den Notarzt einzuladen. Danach fliegt ihr kreuz und quer durch die Stadt, wobei ihr natürlich die Auflagen und Regeln nicht vergessen dürft (z.B. Bebautes Gelände vermeiden zu überfliegen). Zwischendrin werdet ihr auch noch das ein oder andere Notverfahren haben, was ihr aber ordentlich gepaukt habt und ruhig und besonnen abarbeitet! Ihr müsst außerdem entscheiden ob ihr die Aufträge noch zeitlich annehmen könnt, da ihr ja nach 50 Minuten wieder am Flugplatz zu stehen habt. In meinen Augen war das Ziel nicht, so viele Aufträge wie möglich abzuarbeiten, sondern das Planen und Orientieren zu verstehen und umzusetzen, sowie die letzten Flugfehler abzustellen.
Anschließend an die SAR Mission folgte das Interview mit dem Psychologen. Es unterscheidet sich kaum zu den, die ihr bis dahin bereits über euch ergehen lassen musstet, d.h. Fragen zum sozialen Umfeld, schulischen Leistungen und eurem Plan B. Mir selbst hat das Gespräch Spaß gemacht, da ich die ganze Zeit einen ganz guten Eindruck hatte, wie ich mich präsentiere.
Nach dem Interview folgt noch das Referat. Ein seltsames Referat, man steht vorne an dem Whiteboard und versucht so gut es geht zu erklären wie die Platzrunde abläuft, auf was man dabei alles zu achten hat und wozu die Platzrunde eigentlich gut ist. Der Prüfer (ein Fluglehrer) hat kaum eine Mine verzogen oder mal eine Frage gestellt. Nach 13 Minuten war es vorbei, ich hab 3 Minuten überzogen und wusste nicht, ob es jetzt gut war oder nicht. Was einen aber nicht abschrecken sollte. Einfach immer selbstbewusste, das Beste geben was man kann!
Nach diesem Vormittag folgte ein weiteres Highlight. Der Besuch des Hubschraubermuseums in Bückeburg. Unglaublich faszinierend, kann ich auch jedem empfehlen, der nicht selbst Pilot werden möchte. Wir hatten das Glück, dass wir vom Leiter des Museums eine Führung bekommen haben. Dieser Mann lebt einfach den Hubschrauber, er strahlt selbst so eine Faszination aus und hat unglaublich hilfreiches Wissen, er selbst ist ehemaliger Bordmechaniker einer CH53. Daher gilt, gut zuhören!
Gespeichert

VoB

  • Gast
Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #1 am: 06. Juni 2014, 18:04:41 »

Vierter Tag

Ein kurzer Tag! Es wird die SAR Mission widerholt geflogen, sowie ein Referat über das Thema „Wie fliegt ein Hubschrauber“ (Hier ist es hilfreich im Museum gut zugehört zu haben, wenn man eine Führung bekommen hat).
Ich war als erstes mit dem Referat dran, der Ablauft war identisch zum Tag davor. Ich rede und rede, der Prüfer zeigte wieder fast keine Regung und nach 11 Minuten war ich fertig mit meinen Ausführungen, wieder eine Minute überzogen.
Dieses Mal war ich als letztes dran mit der fliegerische Mission. Ich bin sehr entspannt und sicher in die Mission gegangen, da ich wusste, dass sie vom Ablauf und Inhalt gleich sein wird wie die vom Vortag. Jedoch war das Ziel mehr Aufträge abzuarbeiten, so Fehlerfrei wie möglich zu fliegen und einfach alles richtig zu machen. Ich hatte vom Generatorausfall bis zur Autorotation alles, insgesamt hatte ich fünf Notverfahren, konnte fünf Aufträge abarbeiten und war rechtzeitig wieder auf dem Flugplatz gelandet. Natürlich nicht Fehlerfrei, aber nur wenige (z.B. beim Flugplatz die falsche Runway gewählt um so gut es geht entgegen des Windes zu landen). Und dann war der Tag gegen 11:30 auch schon vorbei, womit wir den Tag optimal nutzen konnten um uns auf den 51 Fragen Abschlusstest vorzubereiten, der am Freitag folgt.


Fünfter Tag

Am letzten Tag stand noch der Abschlusstest an. Aber erstmal packen, Bettwäsche tauschen, Müll wegbringen und mit allen Sachen wieder zum Haus 56/B1. Pünktlich um 08:00 kam die nette Dame aus dem GeZi, hat die Schlüssel, Lernmappe und Essenskarten eingesammelt. Danach folgt der Abschlusstest. Hier gilt es noch einmal alles zu geben damit es sich nicht versaut! Es kann alles dran kommen aus der Lernmappe, aber auch einfache Schlussfolgerungen oder Rechnungen die nicht unbedingt in der Mappe stehen. Jedoch ist jede Aufgabe machbar, wenn man schon am ersten Tag gut vorbereitet war und die Hinweise aus der Mappe sich zu Herzen genommen hat.
Nach dem Test wartet man eine gefühlte Ewigkeit auf das Ergebnis. Nacheinander wurden wir von einer Psychologin in den Lehrraum gebeten und haben unsere Ergebnisse bekommen. Als ich endlich dran kam, wurde ich zuerst noch gefragt, ob ich den noch Leistungspotential habe oder ob ich meine Grenzen schon erreicht hätte, was ich natürlich verneinte. Es wurde noch ein wenig um den heißen Brei geredet bis Frage kam: „Was haben Sie für ein Gefühl“. Ich wollte das irgendwie nicht beantworten und im selben Augenblick grinst die Psychologin auch schon und gratuliert mir zur Eignung zum Luftfahrzeugführer. Es fiel eine Last von mir und ich war einfach nur glücklich.

Fazit:

Das Kurzverfahren, aus diesem wirklich hervorragenden Erfahrungsbericht gibt es nicht mehr. Es gibt immer mindestens 4 Prüflinge, maximal jedoch 6. Aber zeitliche Ablauf ist nahezu identisch (man fängt halt bei 5+ schon um 06:55 an).

Die UNO Mission gibt es nicht mehr!

Alle Tests sind Multiple Choice.

Neben den Unterlagen zum Vorbereiten auf das Verfahren kann ich noch dies, sowie die „Kleine Hubschrauberschule“ von Helmut Mauch empfehlen.

Bereitet euch so vor, dass ihr das gelesene Verstanden habt, einfach auswendig lernen hilft hier nicht. Probiert euch im Chair Flying, auch wenn das schwierig ist ohne Erfahrung aus einem Simulator oder sogar Hubschrauber.

Ich versuche Fragen zu beantworten, sofern ich es kann und es nicht noch detaillierter wird, als Bericht ohnehin schon ist.

Und ein Dank an die Prüfer und den Bereich fliegerische Psychologie, die diesen Beitrag früher oder später entdecken werden, ich hoffe man sieht sich in erneut in Bückeburg.

Ich hoffe jetzt noch auf den erfolgreichen Laufbahnwechsel und die Erfüllung des Traumberufs.

 
Außerdem wünsche ich allen Bewerbern viel Erfolg bei dieser Prüfung. Und beende diesen Bericht mit einem „Ohne Furcht - NACH VORN“ (Leitspruch der Heeresfliegerwaffenschule)
Kameradschaftliche Grüße



P.S. Fehler passieren!
P.S.S. Ja ich weiß viel Text!
« Letzte Änderung: 06. Juni 2014, 18:09:39 von StOPfr »
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VoB

  • Gast
Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #2 am: 06. Juni 2014, 18:05:32 »

Doof ... vielleicht mag einer meine Links editieren. Würde mich freuen!
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StOPfr

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Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #3 am: 06. Juni 2014, 18:11:28 »

Schon und gern geschehen  ;)!
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Helft mit, dass es so bleiben kann!

VoB

  • Gast
Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #4 am: 06. Juni 2014, 18:14:30 »

Danke schön  ::)
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LK

  • Gast
Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #5 am: 02. Juli 2014, 19:37:36 »

Hey VoB, ich hätte noch ein paar spezifischere Fragen, kann man dich per Mail erreichen?

Vielen Dank aber für den ausführlichen Bericht
LK
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VoB

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  • Beiträge: 1
Antw:Eignungsfeststellung Hubschrauber - Phase III
« Antwort #6 am: 04. Juli 2014, 05:03:29 »

Klar - einfach eine PN schreiben.
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