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Autor Thema: AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014  (Gelesen 1965 mal)

Bach

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AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014
« am: 18. September 2014, 14:55:58 »

Servus zusammen,
ich hatte das Vergnügen vom neunten bis zum elften September das AcFüKrBW in Köln zu durchlaufen. Im Zuge meiner Vorbereitung habe ich sehr von den vielen Erfahrungsberichten hier im Forum profitiert und mich deswegen entschlossen ebenfalls einen solchen zu verfassen. Kurz bevor es los geht zu meiner Person:

   -19 Jahre alt
   -3,3er Abitur im Mai 2013
   -CAT/ Flieger-Test bereits im KC München absolviert
   -Termin für Phase II in FFB erhalten (allerdings ohne Studium)

Tag 1:

Dies war  der einfachste  der drei Tage. Mit Auto oder Bahn fährt man nach Köln um sich dort bis 15 Uhr in der Mudra Kaserne einzufinden. Der Weg über die öffentlichen Verkehrsmittel in Köln ist dabei auf dem Anschreiben, dem die Bahn Gutscheine beilagen, sehr gut beschrieben. Angekommen an der Kaserne stellte man zuerst sein Gepäck ab und erhielt Schlüssel, Bettwäsche und die Hausordnung. Danach machten wir uns daran, uns auf den Stuben einzurichten. Hier kam ich dann auch das erste Mal mit den anderen Bewerbern in Kontakt. Ein wenig Smalltalk um das Eis zu brechen und die Anspannung verflog schnell als man merkte, dass man eine gute Gruppe erwischt hatte. Am selben Tag hatten wir dann noch den Begrüßungsvortrag. Wer sich auf das AcFüKrBw vorbereitet hat, wird hier nichts Neues erfahren. Nach diesem Vortrag müsst ihr noch einen  biographischen Fragebogen ausfüllen. In diesem wird unter anderem eure Einstellung zu Auslandseinsätzen, Versetzungen und Schusswaffengebrauch abgefragt. Weiterhin möchte man von euch erfahren was ihr mit eurer Freizeit anstellt und was/wie viel ihr pro Woche lest. Alles in allem kein Problem. Einfach immer ehrlich sein und alles hinschreiben. Dafür habt ihr einen zeitlichen Rahmen von 30 Minuten. Hungrig pilgerten wir dann alle zum Griechen.

Hier könnt ihr euch direkt drauf einstellen das ihr lange auf euer Essen warten werdet. Unsere Gruppe bestand aus 23 Leuten und es gab nur zwei Personen hinter der Theke. Da es dort auch nur eine Pfanne gab, hatte ich dann nach 45 Minuten auch mein Schnitzel auf dem Teller und konnte etwas essen. Ebenfalls beim Griechen waren drei Betreuungsoffiziere die den Bewerbern mit Rat und Tat zur Seite stehen sollten. So viel jedenfalls zur Theorie. In der Praxis hatte anfangs jeder Bewerber (mich eingeschlossen) gehörigen Respekt  vor den drei Herrschaften aus den jeweiligen TSK. Die sind dann nachdem sich niemand zu ihnen an den Tisch setzte, dazu übergegangen die Bewerber an den Tischen aufzusuchen. Wenn das Gespräch dann erstmal im Gange war, interessierten sich die meisten aber auch für die Offiziere und stellten Fragen. So klang der Tag dann auch aus und wir legten uns um 22:00 Uhr doch relativ zeitig schlafen, da am nächsten Morgen der Wecker um 5:00 Uhr laut gab.

Tag 2:

Nachdem wir mehr oder weniger (eher weniger) ausgiebig gefrühstückt hatten, ging es um 6:10 Uhr bereits zum Aufsatz. Hier erhält man zwei Wortpaare die man definieren und vergleichen soll. Außerdem sollte am Ende noch ein kleines Fazit stehen. Hier wird überprüft ob der Bewerber die deutsche Sprache beherrscht. Es kommt gar nicht so sehr auf den Inhalt an, viel mehr solltet ihr auf eure Rechtschreibung sowie Grammatik, Zeichensetzung und ein sauberes Schriftbild  achten. Weiterhin habt ihr das Vergnügen den Aufsatz auf unliniertem Papier zu schreiben. Das sollte man vorher evtl. mal geübt haben, um nicht kreuz und quer über das Blatt zu schmieren.
Danach ging es für mich zum Arzt. Auf diese Untersuchung kann man sich nicht vorbereiten, entweder man ist tauglich oder man ist es eben nicht. Für mich hieß es am Ende T2 mit Ausschlüssen für Fallschirm/Gebirgsjäger aufgrund meiner krummen Wirbelsäule. War für mich allerdings nicht weiter schlimm, ich wollte sowieso in den fliegerischen Dienst.
Nach einer kurzen Wartezeit durfte ich den PMO-Test absolvieren. PMO steht für PersönlichkeitsMerkmaleOffizier und umfasst einen 116-Seitigen Katalog an Fragen. Diese betreffen eure Einstellung zu Drogen, Ausländern, Waffen, Gewalt und Arbeit. Hier ist es ganz wichtig ehrlich zu antworten. Wer hier überlegt, was denn am besten passen würde verzettelt sich schnell.

Für mich ging es dann zur Prüfung vor der ich persönlich am meisten Respekt hatte. Nämlich das GSV(Gruppen Situations Verfahren). Das GSV besteht aus drei Teilen. Einem Krisenmanagement, einem Ressourcenengpass und einem Kurzvortrag. Hier möchte man sehen wie ihr euch in der Gruppe verhaltet. Versucht das Wort zu ergreifen, geht auf die Argumente der anderen ein und vertretet euren Standpunkt. Im Krisenmanagement waren wir die Betreuer einer Jugendgruppe zwischen zwölf und vierzehn Jahren. Wir hatten eine gewisse Strecke zu einem Campingplatz zurückzulegen. Allerdings würde ein schweres Gewitter inklusive Sturmböen aufziehen. Nun mussten wir entscheiden ob wir trotzdem zum Campingplatz gehen und das Gewitter in Kauf nehmen würden oder ob wir die Reservierung dort verfallen lassen und stattdessen in eine nahe Jugendherberge gehen. Im Ressourcenengpass müsst ihr dann erklären wieso gerade ihr nicht auf diese Ressource verzichten wollt. Abschließend dann noch der Kurzvortrag,  ist nichts anderes als ein Referat in der Schule und dementsprechend gut machbar. Ihr habt 25 Minuten Zeit euch vorzubereiten und dürft dann maximal zehn Minuten referieren. (kürzer ist auch nicht schlimm)
Anschließend  ging es für mich zum Mathematik Test. Diesen solltet ihr nicht auf die leichte Schulter nehmen (so wie ich es getan habe, sonst gibt’s keine Studieneignung). Es wird der gesamte Stoff der Oberstufe abgefragt, Analysis, Analytische Geometrie und Arithmetik. Jedoch kein Stochastik. Dann ging es für mich zum Mittag essen und danach schließlich ins Interview.
Das Interview hatte ich mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt als es wirklich war. Wer sich mit der Bundeswehr, seiner Verwendung, dem Offiziersberuf und dem aktuellen Politischen Geschehen beschäftigt wird hier keine Probleme kriegen. Außerdem wird so gut wie alles hinterfragt und auf die Goldwaage gelegt, ihr solltet also fundierte Aussagen treffen!  Weiterhin wird euch der Psychologe über euren Lebenslauf befragen (Alkohol, Schulnoten, Drogen etc.). Sollten während des PMO Diskrepanzen aufgetreten sein, werden diese jetzt vom Psychologen thematisiert.
Anschließend wurde ich nach draußen gebeten, und wartete auf mein Ergebnis. Nachdem mir eröffnet wurde, dass ich geeignet bin fiel mir ein Stein vom Herzen. Dann habt ihr erstmal Freizeit, geht Abendessen und hört euch gegen vier noch den Einplanungsvortrag an.

Tag 3:


Um 7:00 Uhr morgens wird hier der BFT durchgeführt, ist für jeden der halbwegs sportlich ist gut machbar. Zu diesem Test will ich gar nicht so viel schreiben, jeder kann sich die Disziplinen selbst „ergooglen“. Nachdem auch dieser finale Test bestanden war ging es für mich zum Einplaner. Davor noch gefühlte 500 Formulare ausgefüllt. Dieser überreichte mir die Urkunde und die Bundeswehr-Uhr (Anmerkung: Von der Uhr ist noch im Zug (!) der Sekundenzeiger abgefallen…) und gratulierte mir. Nun geht es für mich am 14.10 nach FFB zur zweiten Phase.

Alles in allem war es eine tolle Erfahrung in Köln und hat mir Spaß gemacht. Die Leute auf den Stuben waren nett, und mit ein bisschen Vorbereitung ist das alles nur halb so schlimm ;)

Wer Fehler findet darf sie gerne Behalten (oder mich darauf hinweisen)

Grüße

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Altrec

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Antw:AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014
« Antwort #1 am: 18. September 2014, 17:29:36 »

Hallo Bach, erst mal Glückwunsch zur Eignung und natürlich auch weiterhin viel Erfolg für das kommende.
Deinen Bericht finde ich nett und informativ geschrieben. Mir gefällt auch, dass nicht so viele Fehler drin sind und auch die Struktur ordentlich aussieht.
Eines ist mir jedoch aufgefallen:

PMO steht für PersönlichkeitsMerkmaleOffizier und umfasst einen 116-Seitigen Katalog an Fragen.

Du meinst du sicher einen 116 Fragen umfassenden Katalog oder? 116 Seiten kommt mir ein bisschen viel vor.
Und wenn nicht, wie viele Fragen sind denn im Schnitt auf einer Seite?

Gruß,
Altrec
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Bach

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Antw:AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014
« Antwort #2 am: 18. September 2014, 17:31:42 »

Vielen Dank. Jap das war blöd formuliert, ich meinte damit natürlich  das der PMO 116 Fragen umfasst.

Grüße
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Altrec

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Antw:AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014
« Antwort #3 am: 18. September 2014, 17:34:48 »

Alles klar :)

BTW: Da lobe ich die wenigen Fehler und mache selbst viel zu viele in den kurzen Text.  :-X
Ich schiebe es einfach mal auf die Zeitverschiebung in Dallas.  :P
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whitelatino

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Antw:AcFüKrBw 09.09.14 - 11.09. 2014
« Antwort #4 am: 19. September 2014, 14:57:33 »

Also meine Uhr läuft wie geschmiert, bin mal gespannt wie lange noch  ;D
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