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Autor Thema: Erfahrungsbericht KC Düsseldorf 11.11-13-11.2015  (Gelesen 2129 mal)

BWRC

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Erfahrungsbericht KC Düsseldorf 11.11-13-11.2015
« am: 16. November 2015, 21:11:24 »

Erfahrungsbericht KC Düsseldorf 11.-13.2015

Ende Mai habe ich die Bewerbung abgegeben und nach einer gefühlten Ewigkeit ( in der 2. Septemberwoche) habe ich das Einladungsschreiben bekommen und wurde für den 11. November 20:00 Uhr ins KC Düsseldorf eingeladen.

Am Düsseldorfer Hauptbahnhof angekommen, Richtung Bus gelaufen und an Haltestelle 12 in den Bus Richtung Ludwig-Beck-Straße 23.  An der Haltestelle  musste ich mich kurz orientieren und schon ging es los Richtung Karrierecenter. Um 18.45 Uhr war ich da und nach Vorlage des Einladungsschreibens und dem Personalausweis bekam ich die schon oft beschriebene rote Mappe. In aller Ruhe sollte ich mir die Hausordnung durchlesen und ich bekam eine kurze Belehrung was die Ausgangszeit, das Rauchen und den Alkoholkonsum angeht.  Tasche aufgenommen, Bettzeug unter dem Arm und mit einem Schloss für den Schrank machte ich mich auf den Weg auf die mir zugewiesenen Stube. Eine 2-Mann Stube sollte es sein – zum Glück, ich stellte mir schon ein durchmischtes Orchester aus diversen Wecktönen am nächsten Morgen vor.

Mit meinem Stubenkamerad den ich kurz darauf kennen lernte machte ich mich auf den Weg zum Empfang, denn wir wollten noch etwas Essen gehen und einen kleinen Einkauf für die kommenden Tage machen. Der zivile Mitarbeiter am Empfang konnte uns eine gute Beschreibung zur nächsten Sparkasse geben und auch zu einem empfehlenswerten Döner-Imbiss in der Nähe. Danach schnell in einem Markt "Kaisers" in der Nähe eingekauft und wieder zum KC.

Mit meinem Stubenkamerad unterhielt ich mich noch etwas darüber, wie wir uns die nächsten Tage so vorstellen und welche Ziele wir verfolgen.

2. Tag

05:15 aufstehen, Duschen, Frühstück und um 06:30 pünktlich im Foyer beim Empfang.
Nach kurzer Wartezeit wurden wir in 2 Gruppen unterteilt und wurden zu einem Raum geleitet in dem wir in den Ablauf der nächsten 2 Tage eingeweiht wurden. Ein Oberleutnant machte uns nochmal auf die Hausordnung aufmerksam und ging auf den Beruf des Soldaten ein. Jeder Bewerber hatte einen biografischen Bogen vor sich liegen den man für sich selbst susfüllen sollte.

- Was sind die wichtigsten Dinge die sie aus der Schule gelernt haben?
- Was haben sie in der elterlichen Erziehung erfahren?
- Was machen sie wenn es mit der Bundeswehr nicht funktioniert?
- Warum bewerben sie sich bei der Bundeswehr?

Nach 30 Minuten war dann Abgabe. Ein paar Bewerber haben es relativ schnell geschafft, andere haben die volle Zeit benötigt. Eine Frau ist rein gekommen mit der wir einige Din A4 Seiten verglichen und auf einem Zettel für den Bezug des Führungszeugnisses unterschreiben mussten. Als nächstes ging es für meine Gruppe zur Ärztlichen Voruntersuchung. Urinprobe, dann Hörtest und darauf Sehtest. Alles in allem ging das recht schnell bzw. Ich habe mit erheblich mehr Wartezeit gerechnet.

"Gehen Sie jetzt zur ärztlichen Untersuchung" Beim Arzt angekommen wurde ich nach familiären Krankheiten befragt und nach Verletzungen etc. bei mir selbst. Dann hieß es entkleiden und auf die Liege. Einmal komplett durchchecken lassen und mit ein par Verwendungsausschlüssen (Gebirgsjäger, Sanitäter, Geoinformationsdienst, Musiker und Wachbataillon) wurde ich weiter geschickt.

Auf zur Koordinierungsstelle, bei der man sich immer melden muss sobald man den nächsten Vorgang zu dem man geschickt wurde  abgeschlossen hat.

Vor dem Mittagessen wurde ich noch zum CAT geschickt. Der zivile Mitarbeiter zeigte mir meinen Platz und los ging es. Zu jedem Test gab es 2 Beispielaufgaben die man lösen musste.

Hier wurde, wie schon so oft erläutert, die folgenden Dinge abverlangt:

- Rechtschreibung: 4 verschiedene Versionen eines Wortes, teilweise so falsch geschrieben, dass ich anfangs nicht wusste welches Wort im eingentlichen Sinn gemeint war. ;-)
- Englisch: Sätze vervollständigen
- Matrizen
- Reaktionstest ( Blauer und Roter Pfeil) Tipp: Wenn ihr einmal raus seid, lasst eine Pfeilkombination  aus und fangt bei der nächsten oder übernächsten neu an.
- Der gefürchtete Chinesische Zeichen-Kopfrechentest Tipp: Merkt euch immer das zuletzt verwendete Symbol (spart unheimlich viel Zeit)
- Technisches Verständnis (Zahnräder, stabilste Konstruktion)
- Ja/Nein Fragen zu seiner Person selbst.

Den CAT konnte ich leider nicht in einem fertigstellen, da es Zeit fürs Mittagessen war. In der Mittagspause habe ich mich mit den anderen Bewerbern kurz ausgetauscht und danach wieder zum CAT.

Anschließend bei der Koordinierungsstelle gemeldet und die schickten mich zum Sport. Der BFT stand an. Für Leute die sich etwas vorbereitet haben oder allgemein etwas Sport treiben kein Hexenwerk.

1. 11x10m Sprint. Die Halle ist sehr rutschig also aufpassen. Der Schnitt lag bei etwa 44 Sekunden wenn ich mich recht entsinne.
2. Klimmhang. Auch hier sollte die Minimalanforderung von 5 Sekunden kein Ziel sein an dem man sich messen will. Die gesamte Gruppe schaffte etwa 60-70 sekunden bis auf eine Ausnahme.
3. Der Ergometer. Ihr dürft euch die Höhe des Sitzes anpassen und dann gehts auchs schon los. Um die geforderten 06:30 Min zu schaffen müsst ihr bei 130 Watt bei etwa 80 Umdrehungen fahren. Das sollte auch bei jedem drinne sein. Der Durchschnitt lag hier bei ca. 3:45 min. Außer die o.g. Ausnahme die es nicht geschafft hat 3 km innerhalb der geforderten Zeit zu fahren.

Der erste Tag war nun auch schon zu Ende und ich war bisher vollkommen zufrieden. Wieder sind wir zum Döner-Imbiss und verbrachten viel Zeit des Tages im TV-Raum und quatschten mit den anderen. Wir man feststellen konnte sind schon einige am 2. Tag abgereist aufgrund von ärztlichen Mängeln oder schlechter Leistung beim CAT.

3. Tag

Nun stand nur noch das  in weiten Teilen des Bewerberkreises beängstigende Gespräch beim Psychologen an und danach der Einplaner. Da ich Wiedereinsteller bin wusste ich was auf mich zu kommt und konnte das Gespräch locker angehen

Nach etwa 1.5h Wartezeit wurde ich endlich aufgerufen und durfte vortreten. Ich wurde von der jungen Psychologin abgeholt und wurde gleich für mein Äußeres gelobt.Ich habe die gesamte Zeit im KC während den Tests etc. Anzug getragen. - Leute zieht euch bitte anständig an! Was ich da gesehen habe, angehende Feldwebelanwärter bzw. Die die es werden wollten: Kaputzenpullover, verdreckte Sneakers und kaputte Hosen (auch wenn das modern sein mag). Stellt euch selbst die Frage, ob ihr so jemanden bei euch für längere Zeit in einer Führungsposition einstellen würdet. Ich jedenfalls nicht! Entschuldigung die Abschweifung aber das musste ich mal los werden.

Um das Gespräch aufzulockern wurde ich nach meinem Befinden und der Anreise gefragt. Wir kamen auf meinen Lebenslauf zu sprechen und es wurden einige Fragen aus dem biografischen Bogen aufgegriffen. ( Auch hier seht ihr. Schreibt nichts was nicht stimmt und ihr euch in Widersprüche verstricken könntet.)
Es wurde meine Vordienstzeit angesprochen und mein Lebenslauf durchleuchtet. Wir redeten kurz über meine schulische Laufbahn und wieso ich wieder zur Bundeswehr möchte. Alles in allem ein gutes Gespräch wovor man keine Angst haben muss.

Bisher ging alles einwandfrei und ich wurde dann in der Eingangshalle vom Einplaner abgeholt. Hier musste ich dann erstmals in den sauren Apfel beißen, als mir erklärt wurde, dass für die von mir gewünschte Verwendung keine Stelle frei ist. Und da ich mich von Anfang an nur auf eine Verwendung festgelegt habe ( als Tipp: bitte tut das nicht, es sei denn es gibt wirklich nichts anderes für euch was ihr euch vorstellen könnt. Aber in der Regel gibt es Alternativen.) musste ich erstmal schlucken. Ich habe unter Vorbehalt eine FWD-Stelle angenomen in der Hoffnung, dass man diese in eine SAZ-Stelle umschreiben kann.

Nach dem Einplaner hatte ich ein kurzes Gespräch mit dem Berufsförderungsdienst und danach habe ich die Heimreise angetreten.

Fazit: Ich habe im ersten Anlauf leider nicht die von mir erhoffte Stelle bekommen, weil in der Zwischenzeit von Mai bis Oktober zu viele Stellen belegt wurden. Der Einplaner fragte mich, warum ich die Stelle nicht blockiert habe, wenn ich wüsste was ich unbedingt will und darauf eine Truppenwerbung zu machen. Ganz einfache Antwort. Ich wusste nicht das so etwas geht und der Wehrdienstberater hatte mich nicht informiert bzw. Er hatte es wohl vergessen.
Zur Zeit wird geprüft, ob es noch einen Weg für mich gibt den SAZ4 anzutreten.
Die meisten die Feldwebel werden wollten, haben es nicht geschafft und haben erst einmal die Manschaftslaufbahn angetreten und manche, denen erstmal der FWD empfohlen wurde, waren wohl etwas gekränkt und haben erst einmal von der BW Abstannd genommen und das Thema Bundeswehr abgehakt. Nicht alle haben ihr gewünschtes Ziel erreicht und ihre Traumverwendung erhalten, aber die meisten sind glücklich aus dem KC heimgefahren.


Ich habe den Bericht nicht mit allzu viel Kreativität geschrieben, da ich sowas nicht kann^^
Ich hoffe es war aber soweit alles dabei was man hören will und es lässt sich einigermaßen lesen.
Ich habe noch einmal schnell auf Rechtschreibefehler geachtet, aber wenn ihr welche findet dürft ihr sie gerne behalten. :-) wenn ihr noch Fragen habt oder andersweitig euren Send dazu abgeben wollt könnt ihr dies gerne tun :)
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RENEGADE690

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Antw:Erfahrungsbericht KC Düsseldorf 11.11-13-11.2015
« Antwort #1 am: 17. November 2015, 20:35:15 »

"Glückwunsch", wenn man das so sagen kann.

Ich möchte dir nicht deine Hoffnung nehmen, aber man kann eine FWDL-Stelle nicht einfach so auf eine SaZ Stelle umschreiben.
Nein, nicht nur einfach so, sondern gar nicht.
Hast du dem Karriereberater gesagt, dass du dir das so erhoffst?
Es gibt einen Bedarf an SAZ-Stellen - und wenn momentan keine frei ist, ist halt keine frei.


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