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Autor Thema: Altenstadt (Oberbayern)  (Gelesen 7997 mal)

marinewolfi

  • Gast
Altenstadt (Oberbayern)
« am: 21. Januar 2007, 16:05:59 »

Altenstadt (Oberbayern)

Bundesland: Bayern

Regierungsbezirk: Oberbayern Landkreis: Weilheim-Schongau
Verwaltungsge-meinschaft: Altenstadt (Oberbayern)
Koordinaten: Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 52′ O 47° 49′ N, 10° 52′ O
 Höhe: 722 m ü. NN
 Fläche: 18,66 km²
 Einwohner: 3326 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86972
Vorwahl: 08861
 Kfz-Kennzeichen: WM
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 111
 Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
 Adresse der Gemeindeverwaltung:
 Marienplatz 2
86972 Altenstadt
Webpräsenz:
www.altenstadt-obb.de
Bürgermeister: Albert Hadersbeck


Innenraum der Basilika
Bedeutend ist die romanische Basilika St. Michael mit Resten mittelalterlicher Wandmalerei und mehreren Zeugnissen romanischer Skulptur. Die Basilika blieb in ihrer romanischen Form erhalten, weil den Altenstädtern nach der Umsiedlung der meisten Bewohner das Geld für aufwändige Umbauten fehlte. 1965 wurde der Kirche der Titel einer päpstlichen Basilica minor verliehen. Nennenswert sind im Inneren der Basilika
Bauskulptur,
Taufbecken und
vor allem ein überlebensgroßes Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert, genannt der "große Gott von Altenstadt"; die zugehörigen Figuren von Maria und Johannes sind Kopien - die Originale wurden 1867 an das Bayerische Nationalmuseum verkauft und sind dort ausgestellt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Altenstadt zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus Polen. Das Lager wurde von der UNRRA betreut und wurde 1950 aufgelöst.

Sonstiges
In Altenstadt liegt auch die Franz-Josef-Strauß-Kaserne, in der sich die Luftlande- und Lufttransportschule der Bundeswehr be

 
Franz-Josef-Strauß Kaserne        
Altenstadt ist seit 1956 die zentrale Ausbildungsstätte für die Luftlande- und Lufttransportausbildung der Bundeswehr.
Auf dem Burglachberg, wo heute das Stabsgebäude der Schule steht, wurde 1937 die Flakschule IV erbaut, an der Soldaten der Wehrmacht an Entfernungsmess- und Horchgeräten sowie an Scheinwerfern ausgebildet wurden.
Die nach dem 2. Weltkrieg verfallene Kasernenanlage wurde erst mit dem Entstehen der Bundeswehrgarnison Altenstadt wieder erneuert. 1956 nahm ein kleiner Arbeitsstab hier seinen Dienst auf, um eine Schule für die neue deutsche Fallschirmjägertruppe aufzustellen. Im Februar 1958 nahm die Luftlande- und Lufttransportschule den Ausbildungsbetrieb auf. 1993 wurde die Kaserne der LL/LTS in einem feierlichen Akt nach dem ehemaligen bayrischen Ministerpräsident und Schongauer Landrat Franz-Josef Strauß benannt.
Seit 1997 pflegt die LL/LTS eine Patenschaft mit der französischen Fallschirmspringerschule ETAP in PAU.
Nationale und internationale Aktivitäten der Luftlande- und Lufttransportschule haben die Garnisonsgemeinde Altenstadt und den Pfaffenwinkel über die Grenzen hinaus bekannt gemacht.
Tel. 0 88 61 / 90 90 - 0
am 01.11.1956 erfolgte Einzug des LL-Arbeitstabes in der Kaserne in Altenstadt, der erste Springerlehrgang der Bundeswehr erfolgte bei der 11. US LLDiv im November 1956, weitere Speziallehrgänge folgten.
Im April 1957 begann der Ausbildungsbetrieb der Luftlandeschule mit dem ersten Springerlehrgang, zunächst jedoch auf dem Ausbildungsgelände er 11.US LLDiv in München.
1962 wurde der Ausbildungsbetrieb mit der Ausbildung von Spezialisten für den Luftstransport und Luftumschlag erweitert.
Die Luftlande- und Lufttransportschule ( LL - LTS ) ist die einzige ihrer Art in der Bundeswehr, gekennzeichnet durch die stetige, enge Zusammenarbeit mit den Lufttransportverbänden der Luftwaffe, dem Lufttransportkommando und den Heeresfliegerverbänden
Der Bereich Lehre und Ausbildung plant, steuert und führt die lehrgangsgebunde Ausbildung durch.
In den Lehrgruppen A und B findet die Spezialausbildung für die Luftlandetruppe statt, unterstützt von der Lehr- und Versuchskompanie.
Ausgebildet werden u.a. :
Fallschirmspringer, Fallschirmpacker und -Prüfer, Fallschirminstandsetzer
Freifallspringer und Absetzer
Luftlandeeinsatzverfahren
Jagdkommando- und Einzelkämpferausbildung
Organisation, Planung und Durchführung von Lufttransporten
Überlebensausbildung für notgelandete Luftfahrzeugbesatzungen
Die Gruppe Weiterentwicklung erarbeitet konzeptionelle Grundlagen für Führung und Einsatz der Fallschirmjägertruppe und für den Lufttransport im Heer.
Die LL - LTs ist die zentrale Ausbildungsstätte für die gesamte Luftlandetruppe der Bundeswehr und wird von den Soldaten als “ Mutterhaus” der Fallschirmjäger angesehen

Der deutsche T-10B

Der T-10B ist das Standardmodell des deutschen Truppenfallschirms. Er wird von der amerikanischen Firma Pioneer Aerospace Corporation hergestellt. Das Ursprungsmodell mit der Bezeichnung T-10 war eine schlichte Rundkappe. Das Gurtzeug hatte bis zum Ende der neunziger Jahre einen Zentralverschluß. Um das Gurtzeug abzulegen, mußte man erst eine Sicherungsklammer entfernen, danach das Verschlußstück drehen und anschließend noch fest auf das selbige drücken. Dieser recht zeitraubende und komplizierte Vorgang wurde durch die Einführung des T-10B mit dem neuen Gurtzeug mit Drei-Punkt-Verschluß verkürzt. Das Gurtzeug besitzt nur noch einen Brustgurt und zwei Beingurte, die sich sehr schnell mit speziellen Karabinerverschlüssen öffnen lassen. Die zweite Neuerung des T-10B besteht aus dem Basisnetz, das Fangleinenüberwürfe verhindern soll.
Die Baugruppen des Schirms sind:
 
         Verpackungssack mit Aufziehleine           
         Fallschirmkappe mit Fangleinen           
         Gurtzeug mit Schnelltrennschloß oder Dreipunktverschluß           
         Packhülle           
         Fallschirmtragetasche        
Der Öffnungsvorgang:

[imghttp://www.imagehoster24.de/files/d1e5c278b512a037d3cdd8e60.jpg]http://[/img]
Nach Verlassen des Luftfahrzeugs wird die Aufziehleine aus den Gummiringen auf der Aussenseite der Packhülle ausgeschlauft.


Ist die Leine gespannt, wird das Reißband, mit dem die Packhülle verschlossen ist, zerrissen.


Der Verpackungssack an der Aufziehleine, der die gepackte Kappe enthält, wird herausgezogen.


Jetzt werden die Fangleinen, die in Gummiringen am Verpackungssack in Schlaufen gelegt sind, heraus und in die Länge gezogen. Danach geschieht das selbe mit der Schirmkappe.
Sobald die Kappe vorständig aus dem Verpackungssack ausgeschlauft ist, reißt das Reißband, mit dem die Scheitelschlaufe der Kappe im Verpackungssack befestigt war. Die Kappe beginnt sich sofort von oben nach unten mit Luft zu füllen, bis sie voll entfaltet ist.



Die Kappe steht... [imghttp://www.imagehoster24.de/files/6a851ca569c981e53f5c3e458.jpg][/img]
 
Technische Daten des T-10B
                           
Anzahl der Bahnen und Fangleinen:        30        30           
Kappenfäche:        87 m²        937 ft²           
Kappendurchmesser:        10,7 m        35 ft           
Fangleinenlänge:        7,8 m        26 ft           
Gewicht des Schirms:        13 kg        29 lbs           
min. Absetzhöhe <165km/h:        200 m                   
min. Absetzhöhe >165km/h:        120 m                   
Minimale Last inkl. Schirm:        80 kg        176 lbs           
Maximale Last inkl. Schirm:        160 kg        352 lbs           
Sinkgeschwingigkeit bei 130kg        6 m/s                   
Auslösung:                           
Aufziehleine        4,75 m        15 ft        

« Letzte Änderung: 21. Januar 2007, 16:10:10 von marinewolfi »
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marinewolfi

  • Gast
Re: Altenstadt (Oberbayern)
« Antwort #1 am: 21. Januar 2007, 16:06:41 »

deutsche T-10R
 
Bei Automatikschirmen ist der Reserveschirm, anders als bei modernen Sportschirmen, in einem separatem Verpackungssack untergebracht. Der Reserveschirm ist wie die Hauptkappe eine schlichte Rundkappe. Der Verpackungssack hat zwei Trageschlaufen, eine oben und eine an der linken Stirnseite. Auf der rechten Seite des Verpackungssacks ist der manuelle Öffnungsgriff angebracht. Wenn der Öffnungsgriff gezogen wird, zieht er über einen Draht zwei Splinte aus den Öffnungskegeln, über die die vier Seiten des Verpackungssacks mit Ösen verschlossen sind. Diese Kegel werden durch die rechteckige Stofftasche in der Mitte abgedeckt. Über die vier Seiten des Verpackungssacks laufen Gummibänder, die die Seiten beim Öffnungsvorgang nach außen ziehen

Auf der Rückseite befinden sich die sogenannten "Hackenverbindungsstücke", mit denen die Reserve in den zwei D-Ringen am Gurtzeug vor der Brust des Springers eingehackt werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Reserveschirm zu ziehen:
 
         bei einem schnellen Fehler           
         bei einem langsamen Fehler        
Als einen "schnellen Fehler" bezeichnet man einen Öffnungsfehler des Hauptschirms, bei dem die Hauptkappe sich nicht öffnet bzw. entfaltet. Eine ausgeschlaufte, aber nicht entfaltete Hauptkappe bezeichnet man als "Fahne". Hierbei wird der Reserveschirm so schnell wie möglich gezogen. Mit der linken Hand wird die Trageschlaufe an der linken Seite gegriffen, die rechte Hand greift den Öffnungsgriff. Danach wird der Griff mit einem Ruck herausgerissen, wobei der Kopf gleichzeitig nach rechts gedreht wird. Bei den älteren Modellen des T10R geht der Verpackungssack nur durch die Gumminbänder auf und der Schirm fällt heraus in den Luftstrom. Bei den neuesten Modellen öffnet ein Sprungfederhilfsschirm, ein sogenannter "Hot Dog", die Reserve und schießt den Schirm in den Luftstrom.
Ein Öffnungsfehler der Hauptkappe, bei dem sie sich nur teilweise und unvollständig entfaltet, nennt man einen "langsamen Fehler". Das kann zum Beispiel ein teilweises Reißen einzelner Felder oder Fangleinen am Schirm oder ein Fangleinenüberwurf sein, den man "Brötchen" nennt. Hier wird die Reserve in "sechs Zeiten" gezogen. Als erstes zieht der Springer nach Erkennen des Fehlers die Beine geschlossen an den Körper, damit der Reserveschirm nicht zwischen den Beinen hindurchfallen kann. Jetzt fängt er an zu zählen: 1. Der Springer presst die linke Hand auf den Verpackungssack des Schirms und nimmt den Öffnungsgriff in die Rechte. 2. Der Griff wird gezogen, der Verpackungssack würde sich öffen, wenn der Springer ihn nicht zuhalten würde. 3. Die oberste Seite des Verpackungssacks wird mit der rechten Hand hochgezogen. 4. Die rechte Hand wird mit der Handinnenfläche hinter das Schirmpaket im Verpackungssack geschoben. 5. Jetzt wird das Schirmpaket mit beiden Händen nach vorne rechts in den Luftstrom geworfen. 6. Mit beiden Händen wird das Ausschlaufen der Fangleinen aus den Gummiringen im Verpackungssack unterstützt. Die Reservekappe schaukelt sich im Luftstrom hoch und entfaltet sich


 
Technische Daten des T10R                           
Anzahl der Bahnen:        24        24           
Kappendurchmesser:          7,3 m        24 ft           
Fangleinenlänge:                    6,1 m                   
Gewicht des Schirms:         5,4 kg                   
Auslösung:                           
Manuell per Handgriff                        


Der deutsche MT-1

Der von der US-Firma Para-Flite hergestellte MT-1 wird bei der Bundeswehr bei den Freifallern, also bei den Spezialisten unter den Springer, verwendet. Dort werden die Schirme verwendet bei HAHO und HALO-Sprüngen.

Zur Erklärung:
HAHO: (High-Altitude-High-Opening): Die Freifaller steigen aus größer Höhe, wie etwa 10.000m, aus dem Luftfahrzeug aus und öffnen sofort die Schirme. Durch den großen Eigenvorschub und die Gleiteigenschaft der Matratzenschirme können somit lange "Luftmärsche" von bis zu 50km hinter die feindlichen Linien gemacht werden.
HALO: (High-Altitude-Low-Opening): Die Springer verlassen das Luftfahrzeug aus ebenso großer Höhe. Dann lassen sie sich allerdings bis auf wenige hundert Meter herunter durchfallen, dann erst öffnen sie ihre Schirme. Dadurch sind sie sehr schwer auszumachen.
Das MT-1-System gibt es in zwei Ausführungen: Den MT-1S und MT-1X
 
Technische Daten                MT-1S                                               MT-1X                           
Matratzenfäche:                    25 m²                270 ft²                34,4 m²        370 ft²           
Zellenzahl:                   5 oder 7                                7                   
max. Geschwindigkeit:       150 KIAS                                   
max. Gesamtgewicht:        270 lbs                                     360 lbs           
Auslösung:        Manuell per Handgriff                          Manuell per Handgriff                   
                               
Aufziehleine                


am Pendel


Sprungturm



Kaserne von oben


Wassersprünge in der Eckernförderbucht





Die Kampfschwimmer und wenige Minentaucher werden auch in Altenstadt ausgebildet
Erst mit der Kappe dann mit der Matratze richtige Bezeichnung Lenkfallschirm.
Ich hoffe euch einen kleinen Einblick zu geben . Wolfi
« Letzte Änderung: 22. Januar 2007, 15:20:21 von marinewolfi »
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