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Als kleines "Dankeschön" hat unser Forenchronist Schlammtreiber in seiner gewohnten Art die Forengeschichte zusammengeschrieben, die wir hier Stück für Stück veröffentlichen werden.

Autor Thema: Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?  (Gelesen 4641 mal)

Chef_6/451

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #30 am: 23. Mai 2011, 22:23:36 »

Meine Rede.

Die Dienstposten ob V oder Spiegel sind ja ganz bewusst geschaffen worden.
Das Problem liegt ausschließlich darin das es nicht genug Personal gibt um diese zu besetzen.

DP gibt es nun mal (quer durch alle Dienstgradgruppen) mehr als genug. Es fehlt nur am geeigneten Personal um diese zu besetzen.
Ist nun mal so. Das ändert nichts daran das es diese Dienstposten tatsächlich gibt und genau das sollten wir auch aussprechen.

Die Grenze wird nicht durch die Dienstposten, sondern durch die AUswahlkonferenz und das Lebensalter gesetzt.
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miguhamburg1

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #31 am: 23. Mai 2011, 23:10:01 »

Natürlich sind Alter und Beurteilung ein Kriterium, über das viele Reservisten - auch unterhalb des A16 DP "stolpern, mit der Folge eben nicht auf den höheren DG gefördert zu werden, dem habe ich überhaupt nicht widersprochen, sondern dieses Kriterium mehrfach angeführt. Und in Bezug auf die Anzahl der grundsätzlich infrage kommenden Res grenzt das bereits viele davon aus, weiter betrachtet zu werden.

Was nun allerdings die Oberst-DP anbelangt, sind Sie beide, meine Kameraden, in die Falle der Papierlage getreten: Mitnichten können Sie sich - einmal die Eignung durch mehrere Beurteilungen für die Förderung zum O/KzS der Reserve nachgewiesen - ihren entsprechenden DP quasi aussuchen, denn dazu müsste er vom jeweils zuständigen Kdr/BefH überhaupt erst einmal zur Besetzung angefordert sein, wie ich ebenfalls mehrfach schrieb. PersA wird bei den SpiegelDP nämlich erst dann aktiv, wenn diese Anforderung durch den TrTl/die KdoBeh oder DSt erfolgt ist.

Und gerade bei den A 16 DP gelingt es zumeist, die nötige Anzahl von geeigneten Kameraden zur Entscheidung zu präsentieren. Da gibt es das Problem weniger, das Sie beschrieben.

Das können Sie nun zur Kenntnis nehmen oder nicht, es ändert aber nichts daran, dass dies so ist...
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StOPfr

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #32 am: 23. Mai 2011, 23:23:16 »

Was der TE, Immanuel E., wohl zu der von ihm ausgelösten Diskussion und zu deren besonderer Dynamik zu sagen hätte?
Wurde seine urspüngliche Frage eigentlich erschöpfend beantwortet?
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KlausP

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #33 am: 24. Mai 2011, 07:01:35 »

Umfassender als er es in seinen kühnsten Träumen erhofft hatte.  :D
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F_K

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #34 am: 24. Mai 2011, 15:55:19 »

@ Miguhamburg1:

Können Sie das Verfahren zur Besetzung von Dienstposten genauer erläutern? Inwieweit unterscheidet sich das Verfahren für Dienstposten mit / ohne Auswahlkonferenz?

Mein Verständnis war bisher:

1.) Es gibt Dienstposten, die ergeben sich aus der STAN V oder F.
2.) Es gibt Dienstposten, die können gespiegelt werden. Welche Dienstposten gespiegelt werden, ist (mit Auflagen) Entscheidung BefH / Kdr, wenn die Dienstposten gespiegelt sind, gibt es zu 1. aber keinen Unterschied.

3.) PersABw stellt bei Offizieren fest, welche Dienstposten derzeit nicht besetzt sind und VERSUCHT diese aus seinem Pool an Offz zu besetzen.

4.) Dem Soldaten wird dann ein Vorschlag gemacht, wenn er den Vorschlag akzeptiert / will, dann:

5.) stellt sich der Soldat seinem zukünftigen Vorgesetzten vor (wird es bei "höheren" Dienstposten gemacht), wenn der Vorgesetzte da keine Einwände hat (er hat ein Mitspracherecht, sollte aber idR. kein Problem sein), dann

6.) setzt P den Soldaten auf den Dienstposten um.

- Wenn es nun mehr Dienstposten gibt als Soldaten (und das ist zumindest bei Res regelmäßig der Fall), dann macht P ggf. schon in Schritt 4 mehrere Vorschläge.
- Wenn z. B. die Konferenzen in der Vergangenheit mehr geeignete Kdr "ausgespuckt" haben, so bleiben keine Kdr Dienstposten unbesetzt, und ggf. gibt es Jahre, wo keine KdrAuswahl (Res) mehr stattfindet (weil geeignete Kdr "auf Halde" warten).
- Nach meinem Verständnis werden OTL, die O geeignet sein könnten, unabhängig von einem Dienstposten in der O Konferenz betrachtet, ggf. mit Auflagen versehen, und nach zuerkannter Eignung wird dann nach einer Stelle gesucht.

Was habe ich falsch verstanden?
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miguhamburg1

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Re:Als Reserveoffizier höreren Dienstgrad erreichen als Leutnant?
« Antwort #35 am: 24. Mai 2011, 16:38:30 »

Lieber FK, das sind ja gleich ein paar Fragen auf einmal, auf die ich Ihnen gerne antworte:

1) Dienstpostenbesetzungen bis zur Ebene A 15 setzt der jeweilige Personalführer in der Abt V regelmäßig allein um. Hierfür gibt es keine Konferenzen. Der PersFhr prüft, ob ein ResOffz die formalen Voraussetzungen für den vorgesehenen DP erfüllt. Dann wird der ResOffz befragt, ob er sein Einverständnis für die geplante Beorderung gibt und ist dies geschehen, dann wird der zukünftige BeordTrTl über die Absicht des PersA informiert. Im Anschluss hieran kann es so geschehen, wie Se es beschrieben. Manche TrTle/KdoBeh legen jedoch Wert darauf, sich den zu Beordernden zunächst einmal im Rahmen einer W anzuschauen, um die Entscheidung pro oder contra Beorderung zu treffen. Wie denn auch immer die Beorderung zustande kommt, wird sie vom PerFhr vollzogen und der entsprechende Verwaltungsakt veranlasst.

2) Auswahlkonferenzen (PBA) gibt es in den TSK für Aktive und ResOffz, die auf einen A 16 DP beordert werden sollen (für Aktive dann auch für jeden höher dotierten DP erneut). A 16 Kandidaten (ergibt sich aus den ausgewerteten Beurteilungen) werden von den PersFhr über ihre jeweiligen DezLtr in einer DezLtr Konferenz mit dem Abteilungsleiter V besprochen, um im Vorlauf festzustellen, ob ggf. weitere Auflagen erfüllt werden müssen oder ob der Kandidat im nächstfolgenden PBA präsentiert werden soll. Sollte der ResOffz Auflagen bekommen, so wird er über die beabsichtigte Personalmaßnahme informiert, und es wird bei Interesse die weitere WÜ-Planung gemeinsam abgestimmt, um die Auflagen möglichst schnell zu erfüllen.

3) Sind die ggf. Auflagen erfüllt, wird der Res über die Absicht, ihn auf den XY-DP zu beordern und ihn dazu dem PBA vorzustellen, informiert und um sein schriftliches Einverständnis gebeten. Dies kann ein DP in einem dem Res vertrauten TrTl/KdoBeh sein, muss es aber nicht. Dabei wird aber schon auch auf annehmbare Entfernung geachtet.

4) Liegt das Einverständnis vor, präsentiert der AbtLtr V jeweils mindestens 2 Kandidaten für jeden zu besetzenden DP im zuständigen PBA. Kommt der Kandidat durch und es ist ein DP seiner TSK/ZSan, dann wird er darauf vorläufig beordert. Ist es ein DP der SKB, werden in deren PBA die Würfel neu gemischt. Der Ablauf ist dann der gleiche. Im Gegensatz zum Aktiven muss die "entsendende TSK" dem abgelehnten Kandidaten ResOffz jedoch keinen alternativen DP anbieten.

5) Jetzt nachfolgend muss der ResOffz eine "Bewährungs-WÜ" auf seinem neuen DP mit Beurteilung ableisten. Hierin muss der Kdr/BefH (ggf. auch als Stellung nehmender DV) die Beorderung ausdrücklich befürworten. Geschieht das alles, wird der ResOffz endgültig auf dem DP beordert und nach Vorliegen der Voraussetzungen zum O/KzS befördert.

« Letzte Änderung: 24. Mai 2011, 19:07:10 von miguhamburg1 »
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