Dann hast du wohl schlicht keine Ahnung, was der Begriff "Elite" bedeutet.
Ich gehöre als Offizier diversen Eliten (z.B. Machtelite, Bildungselite, Funktionaelite...) an und bin stolz darauf. Wer damit ein Problem hat, dass es Eliten gibt muss sich halt gefallen lassen, dass die Welt anders ist, als er sie gerne hätte.
Eliten pflegen wie jede soziale Gruppe untereinander im Normalfall auch gesonderte Verhaltensweisen und Bindungsrituale. Dass das in Deutschland in Bezug auf Offiziere derzeit nicht mehr der Fall ist hat mit der deutschen Geschichte und den Ergebnissen des linken Klassenkampfes - zuletzt mit dem "Gang durch die Institutionen" zu tun. Letztlich lehnen viele Deutsche heutzutage Dinge ab, die für unsere Gesellschaft lebenswichtig sind - und das ohne eigentlich zu wissen wieso diese Dinge "schlecht" sein sollten.
Und wenn ich hier Unteroffiziere lese, die ein ernsthaftes Problem damit haben, dass Offiziere untereinander einen starken zusammenhalt und Korpsgeist praktizieren wollen, dann ist das schon ein deutlicher Hinweis auf ein Mangel an soldatischem Selbstverständnis. Zum einen ist dieser Zusammenhalt elementar für den Beruf, zum anderen steht er auch dem Unteroffizierkorps (uh, wieder eine Elite) selbst gut (und wird hier praktisch auch noch bei weitem öfter gepflegt, wenn auch bei weitem nicht mehr so wie früher).
Und nein, wir sind nicht alle gleich. Wer das behauptet sollte sich mal ernsthaft untersuchen lassen. Und ja, Deutschland bräuchte eigentlich ein funktionierendes Netzwerk unter den Reserveoffizieren, denn derzeit wird das Potential das die Deutsche Wirtschaft bei Reserveoffizieren abschöpfen könnten nicht mal im Ansatz ausgeschöpft und das ist wiederum ein gesamtswirtschaftlicher Schaden.
Nichts desto trotz würde es der Bundeswehr auch gut stehen die Offizierausbildung auch angemessen - und elitär - zu gestalten (und nicht so inflationär anspruchslos wie in den letzten Dekaden), denn nur dann passen auch Anspruch und Wirklichkeit zusammen - militärisch wie wirtschaftlich.
Gruß Andi