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Wie hier nachzulesen ist, feiert das Bundeswehrforum.de sein zehnjähriges Bestehen. Wir bedanken uns bei allen Nutzern und Gästen, die dies durch ihre Beteiligung erst möglich gemacht haben.

Als kleines "Dankeschön" hat unser Forenchronist Schlammtreiber in seiner gewohnten Art die Forengeschichte zusammengeschrieben, die wir hier Stück für Stück veröffentlichen werden.

Umfrage

Wie zufrieden seit ihr mit dem VdRBw?

Ich bin zufrieden
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Ich bin unzufrieden
- 9 (29%)
Ich war Mitglied, habe meine Mitgliedschaft jedoch gekündigt
- 6 (19.4%)
Ich bin kein Mitglied
- 7 (22.6%)

Stimmen insgesamt: 31


Autor Thema: Meinungen zum VdRBw  (Gelesen 3837 mal)

snake99

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Meinungen zum VdRBw
« am: 16. Dezember 2011, 08:17:55 »

Hallo zusammen,

in den letzten Tagen wurde verstärkt der VdRBw in einigen Threads erwähnt.
Mich würden mal eure Meinungen generell zum VdRBw interessieren.

Ich kann nur sagen, dass ich diesen Verein absolut nicht mehr ernst nehmen kann und habe mich daher nach einer 3-jährigen Mitgliedschaft dazu entschlossen auszutreten. Mein persönlicher Hauptkritikpunkt am Verband war, dass er meiner Meinung nach Hoffnungen und Szenerien seinen Mitgliedern in Aussicht stellt, die mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit niemals eintreten werden. 

Was sollen sich Reservisten, die womöglich letztmalig vor 20 Jahre aktiv im Dienst waren und von den heutigen Einsätzen absolut keine Ahnung haben, mit der Betreuung von PTBS erkrankten aktiven Soldaten auseinander setzen? Die dafür notwenigen Kompetenzen sind schlecht weg nicht vorhanden!

Wie wahrscheinlich ist der tatsächliche Einsatz von Reservisten im Bezug der ZMZ? Bei Katastrophen / größeren Schadereignissen kommen in erster Linie das THW und andere Kat- Organisationen zum Einsatz, weil diese die Kompetenz haben. Dann wird notfalls die Bundeswehr mit ihren aktiven Soldaten hinzugezogen.  Es wird jedoch kein Reservist mit einem Feuerwehrschlauch in der Hand irgendwo stehen, wenn noch genügend aktive Soldaten verfügbar sind.

Was bringt es, unbeorderte Reservisten mit halbherzig durchgeführten DVAG's fortzubilden, wenn die Wahrscheinlichkeit eines möglichen Einsatzes dieser Kameraden bei 0% liegt? Ich weise darauf hin, dass die Anzahl der unbeorderten Reservisten, die noch nicht mal ein G36 zerlegen können, nicht gering ist. 

Ich freue mich auf eine interessante Diskussion :)
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„Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!" John F. Kennedy

Schamane

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #1 am: 16. Dezember 2011, 09:01:13 »

Nun ich war auch einige Jahre Mitglied im Verband und haben mich dann auch entschlossen zu kündigen.
Im Bereich PTBS springt der VdRBw e.V. auf einen fahrenden Zug. Weil die Bundeswehr kein Personal eingeplant hatte zur Betreuung ihrer Soldaten. Aus diesem Grund hat sich ein fürsorglicher Vorgesetzter Gedacht was machen wir da. Ihm viel ein, dass zwei seiner StFw / OStFw bald in den Ruhestand gehen und noch recht fit und fidel sind und sie eh als Spieße jeder kennt und man sie ja nicht umsonst Mutter der Kompanie nennt.
Also fragte er die Beiden hört mal zu ihr geht ja bald in Pension und unsere Einheit hat ja viele Einsätze könntet ihr euch vorstellen hier Wehrübungen über 3 oder 6 Monate zu machen und euch absprechen so das immer jemand da. Worauf die beiden sagten na klar wir wohnen eh im Umkreis von 10 km um die Kaserne und die Frau muss noch 8 Jahre Arbeiten warum nicht.
Es lief alles schön und gut, aber jetzt kam der VdRBw und stellte fest oh die sind ja schon seit 20 Jahren Mitglied bei uns als Aktive gewesen und jetzt sind sie ja Reservisten das gibt eine schöne Story. Von daher wird hier nur privates Engagement genutzt und unter das Siegel des VdRBw gestellt.
Beim ZMZ kommt es sehr auf die lokale Verknüpfung an. Denn wenn der Leiter der RAG San gleichzeitig leitender Notarzt des Kreises oder der Leiter RAG Pionierdienst gleichzeitig Kreisfeuerwehrkommandant ist, dann geht es schnell ansonsten werden die RAG's dann aufgerufen, wenn die Sturmflut der Nordsee die Zugspitze umspült.
Hiervon auszunehmen sind die Regionalen Sicherungs und Unterstützungskräfte, mit welchen aber der VdRBw eigentlich nichts zu tun hat und die KVK / BVK welche der Bundeswehr mit Reservisten zugeordnet sind. Allerdings auch diese werden eher selten zum Einsatz kommen, da aber die Menge der aktiven Soldaten abschmelzen wird erhöht sich ihre Einsatzwahrscheinlichkeit.
Bei den DVAG's kann man nur sagen, dass diese meist nicht wirklich zielführend und didaktisch aufgebaut sind. Dies trifft nicht auf alle zu aber, doch bei den Ausnahmen ist entweder ein Aktiver federführend oder Reservisten die sehr Bundeswehr nahe sind durch viele Wehrübungen.     
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Holgi33

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #2 am: 16. Dezember 2011, 12:39:29 »

Ich habe noch 2 Jahre ein Mandat. Bringe das sauber zu Ende. Dann ist Schluß, auch mit der Mitgliedschaft.

Die DVag Termine hole ich mir vom FwRes.
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HCRenegade

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #3 am: 16. Dezember 2011, 13:42:31 »

Ich selber war nie Mitglied in dem Verein, aber nachdem, was ich so alles höre und lese, dürfte sich daran aber auch wahrscheinlich nie etwas ändern  ::)
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Feldwebel d.R. (PzGren)

F_K

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #4 am: 16. Dezember 2011, 21:11:34 »

.. ich bin Mitglied, werde es bis auf Weiteres erstmal bleiben - ein paar Gute gibt es ja auch im Verband, die Investition ist mit 30 Euro pro Jahr überschaubar (auch wenn es manchmal nicht unerhebliche Friktionen gibt, aber die gibt es auch mit der grünen Seite LKdo - und da trete ich ja auch nicht aus).
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Thufir

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #5 am: 19. Dezember 2011, 13:29:39 »

Allein die in letzter Zeit sehr lesenswerte Mitgliederzeitschrift mit ihrer erfrischend offenen, aber gleichzeitig kompetenten Sprache bzw. Darstellung ist die Mitgliedschaft wert.
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F_K

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #6 am: 19. Dezember 2011, 13:47:53 »

Zitat
aber gleichzeitig kompetenten Sprache bzw. Darstellung ist die Mitgliedschaft wert.


Wirklich?

Für eine Fachzeitschrift beweisen viele Redakteure regelmäßig, dass sie von den Themen inhaltlich nichts verstehen - noch in der Lage sind, einen Fachmann mal über die Texte drüberschauen zu lassen ...

Die "Loyal" ist ein "Jubelblättchen" des Vereins, nicht mehr, nicht weniger.

(... und jeder Teilnehmer der DRM weiss nun, dass nicht mal einfache TATSACHEN richtig dargestellt werden - selbst wenn die Redakteure vor Ort waren.
Unübertroffen die Bezeichnung "schweres Gelände" für einen frisch asphaltieren Weg, 4 m breit, bei nur sehr mäßiger Steigung - der völlig unproblematisch von einem Rollstuhlfahrer genutzt werden konnte ... Kassler sind Haxxen - Brezel sind  Laugenstangen ...).
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schlammtreiber

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #7 am: 19. Dezember 2011, 13:57:58 »

Ich lese die "Loyal" ganz gerne... allerdings nur die nicht-Reserve-Teile!
Ich weiß, das klingt ein wenig nach den-Playboy-wegen-den-guten-Interviews-lesen  ;)

Aber ganz ehrlich: mich interessiert es einfach nicht, in welchem Landkreis im hintersten Niedersachsen drei alte Reservisten einen Scheck an Waisenkindersoldatenkrebshilfe e.V. überreicht haben, oder welcher OG d.R. beim ttraditionellen "Wilde Wildsau 2011"-Bezirkswettkampf den Vizebronzepokal für Paddelbootperformance erhalten hat...
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F_K

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #8 am: 19. Dezember 2011, 15:04:24 »

...Naja, die "Bilder" schaue ich mir in beiden Zeitschriften gerne an - wenn auch aus unterschiedlichen Motivationslagen.

Allerdings kann man bei der Loyal wohl kaum mit "guten" Interviews bzw. Artikeln argumentieren (zumindest nicht in der Breite).
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The_Staffsergeant

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #9 am: 19. Dezember 2011, 15:41:52 »

Drei Monate lang eine Anfrage an die Bundesgeschäftsstelle gestellt, mit der bitte um Antwort.
Erst kam keine Antwort, dann wurde ich von Pontius zu Pilatus geschickt, keien Antwort, Eine Instanz höher nachgefragt, Große Entschuldigungsmail erhalten, aber meine Fragen wurden immer noch nicht beantwortet.
Lettes Jahr wurde mir der Mitgliedbeitrag doppelt abgebucht, und nicht zurückgezahlt, stattdessen Mitteilung erhalten, das dann 2011 freigestellt ist, dennoch nicht daran gedacht und 2011 im Januar bar beim Landesschatzmeister gegen Quittung eingezahlt. Dieses Jahr Mahnung erhalten für fehlenden Beitrag, geantwortet das bezahlt war siehe Schreiben vom... 2010 und Quittung von 01.2011, Antwort war jetzt meine Kündigung mit der Androhung sollte ich nicht bezahlen, werden rechtliche Schritte eingeleitet.
Nun sag ich mir. LM.... der Verein hat ausgedient.  >:(
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Thufir

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #10 am: 19. Dezember 2011, 15:53:42 »

F_K,

ob nun bei der Reserveübung/Deutschen Reservistenmeisterschaft XY der Untergrund Asphalt, Hang, Sumpf war und diese Tatsache falsch dargestellt wurde im Heft, ist mir keineswegs egal. Es zeugt von mangelnder Professionalität hier schlichtweg das Falsche zu schreiben. Allerdings gehört das für mich eher in den Bereich des Heftes den ich nicht so gründlich lese (Siehe Aussage von Schlammtreiber), obwohl ich ihn durchaus als sinnvoll ansehe.

Wofür ich aber die loyal zu schätzen gelernt habe sind die sicherheitspolitischen Artikel über Rüstung, Terrorismus, etc. und die Artikel über das Einsatzland Afghanistan und den deutschen Einsatz dort. Das Blatt ist inzwischen ganz bestimmt kein Jubelblättchen des Vereins mehr. Sie sollten ruhig auch mal selbst lesen, und nicht ihre alte Auffassung einfach fortführen. Mir jedenfalls gibt die loyal sicherheitspolitisches Hintergrundmaterial, was ich ohne loyal nicht hätte.

Dafür Danke.
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F_K

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #11 am: 19. Dezember 2011, 16:00:36 »

Lieber Thufur,

Die Berichterstattung DRM war auf den "Bundesseiten", und keinesfalls im Reserveteil.

Kennst Du die Grundlagen für die Bewertung von Quellen?

Dann sollte Dir klar sein, dass eine Quelle, die nachweislich nicht mal einfache Tatsachen fehlerfrei berichten kann (ohne Feindeinwirkung, ohne schwierige Recherche, ohne Aufwand) kaum geeignet sein kann, als Quelle für deutliche schwierigere Themen herhalten kann.

Wann war denn die letzte DRM? (Rhetorische Frage zu dem Hinweis "alte Auffassung" - keine Ahnung von Nichts?!?)

.. ich lese / überfliege das Blättchen im übrigen regelmäßig.

Stellen wir fest: Außerhalb des Verbandes wird die Loyal nirgendwo "ernstgenommen", schon garnicht in Fachkreisen.
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Schamane

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #12 am: 19. Dezember 2011, 16:51:55 »

Die "Loyal" war in der Vergangenheit eine Jubelzeitung. Einige Ausgaben die ich mir in der Bibliothek beim Bund durchlese zeigen einen Wandel zum Besseren, wobei sie noch weit von der Qualität anderer Zeitschriften in diesem Bereich entfernt ist.
Nun gut als in Österreich lebender Mensch ist man von der ÖMZ (österreichischen Militärzeitung) verwöhnt den deren sicherheitspolitischen Betrachtungen sind nicht so einseitig wie bei der Loyal die immer noch das selbstständige Denken nicht unbedingt fördert. Nur spielt die ÖMZ in einer ganz anderen Klasse!
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wolverine

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #13 am: 19. Dezember 2011, 17:09:49 »

Die ÖMZ ist meiner Meinung nach das einzige sicherheitspolitische Printmedium mit wissenschaftlichem Anspruch in Europa.
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The_Staffsergeant

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Antw:Meinungen zum VdRBw
« Antwort #14 am: 19. Dezember 2011, 17:52:56 »

Die ÖMZ ist meiner Meinung nach das einzige sicherheitspolitische Printmedium mit wissenschaftlichem Anspruch in Europa.

Jetzt brauch ich den Like-it Button.

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