Des weiteren sollte man auch einmal wieder die klassischen Personalgespräche mit Reservisten einführen um zu sehen, was will der Reservist und was die Bundeswehr. Aus diesem hat sich dann mit einem Zeitfenster eine Ausbildungs und Laufbahnplanung zu ergeben. Des weiteren muss man sich Fragen was will man von dem Reservisten.
@Schamane: Genau da liegt wohl der entscheidende Punkt- aber genau das Problem sehe ich auch bei Aktiven.
Damals,als ich mich noch mehr in der Reserve engagiert hatte, hatte ich in unserem VBK mal nen Vorschlag gemacht, dass man doch eine mehrstufige Ausbildung für Resis machen könnte. Und zwar in einer Unterscheidung zwischen potenziellen Einsatzreservisten, Resis, die regelmäßig im Inland üben und solchen, die eben Resis sind aber nicht mehr für eine Beorderung in Frage kommen.
Denn schon damals war es absehbar, dass die üblichen DVags die engagierten Resis nicht weiter bringen und neuere Inhalte, wie EAKK die anderen sowohl überfordern als auch nicht mehr zielführend sind. Gleichzeitig aber wegen breiter Zielgruppe die Qualität der neueren und anspruchsvolleren Inhalte litt.
So machte ich den Vorschlag, dass die anspruchsvolleren Inhalte nur für beorderte Reservisten und nach regelmäßiger Absolvierung eines Basisprogramms geöffnet werden sollte.
Mal als Beispiel SanAusbildung: Eine Basisausbildung im Umfang des Helfer im SanDienstes (bzw. eine Auffrischung) für alle, aber Einweisung in neue Matierialien, Einbindung in Einsatzlagen oder komplexere Lagen, Anforderung von MEDEVAC-Kräften, etc. nur wenn derjenige in einem bestimmten Zeitraum an der Basisausbildung teilgenommen hat und nur für beorderte Kameraden.
Zum Thema "minimale WÜ-Dauer": Das hängt tatsächlich vom DP ab. Ein Chirurg, der regelmäßig in "seinem" BWK übt, kann wohl in einer Woche sinnvoller eingesetzt werden, als ein KpTrpFhr, der seit 10 Jahren nicht mehr geübt hat. Bei letztem kann das Ziel nur die Ausbildung/Einweisung sein und nicht die Vertretung des aktiven DP-Inhabers.
@Schamane: Was den Personalteil des SAP angeht, bekommen auch nicht alle aktiven Soldaten eine lehrgangsgebundene Einweisung. Ich saß 2 Stunden beim S1, der mir das erklärte und dann war "Jugend forscht" angesagt.
Mit den Fernausbildungen ist das auch so eine Sache: Die Bundeswehr hängt IT-mäßig den Möglichkeiten übelst hinterher.
So hat das Bundessprachenamt ganz brauchbare Programme zum Selbststudium, das letzte Mal als ich daran teinehmen wollte, ist der Rechner bei jedem Öffnen des Programms abgestürzt. Internetzugänge sind rar- aber z.B.gerade im medizinischen Bereich zur kurzfristigen Informationsbeschaffung notwendig. Meine Unterrichte musste ich bisher auf meinem privaten Rechner erstellen, weil es über den dienstlichen keine ausreichenden Möglichkeiten gab.
Ein weiteres Problem in der Fernausbildung von Reservisten wurde ja schon angesprochen: Geheimschutz.