Ich fänd´s halt auch doof, nem Resi zu Beginn seiner WÜ zu sagen: Ähm, Sie haben nen BMI von über 30. Ist per Definition ne GZ V2- ich kann Sie nicht einstellen, Sie können direkt nach Hause fahren. An sich ja völliger Quatsch bei Schreibtischtätern und bei anderen auch unpraktikabel.
Einen Teil der Untersuchungen sollte man eh im Rahmen der Vorsorge auch als Zivilist machen lassen. Ich seh´s halt irgendwo auch nicht ein, dass Kameraden, die sich den Rest des Jahres (oder über mehrere Jahre) nicht um ihre Gesundheit scheren, von uns ihre komplette Vorsorge finanziert und organisiert bekommen, wenn sie eigentlich die 4 Wochen wehrüben und in der Zeit nicht von Untersuchung zu Untersuchung eiern sollen.
@Opa Hagen: Der Umfang ist zwar eigentlich in der ZDv 46/1 festgelegt, aber obliegt letztendlich dem Truppenarzt.
Wenn ich denjenigen kenne, bzw. ich aktuelle Befunde hab, wird nur befragt. Oft auch bei Kameraden, die oft üben.
Bei WÜs bis zu 3 Wochen ohne körperliche Belastung ist auch nur ne Befragung vorgesehen.
Der Umfang wäre ansosten aber tatsächlich wie bei jedem Rekruten im Rahmen der Einstellung- also Blutdruck, Puls, U-Status, Gewicht,Hörtest, Sehtest, körperliche Untersuchung, Zahnarzt. Größe ändert sich in der Regel ja nicht mehr.
Das für den Fall, dass die letzte Untersuchung mehr als nen Jahr her ist.
Hörtest würde ich z.B. bei jedem am Anfang und Ende machen, wenn derjenige Schießen geht.
Jetzt geht´s dann aber schon los: Gewicht mit nem BMI von über 30. Ausnahmegenehmigungen dauern und erfordern in der Regel nen Belastungs-EKG. Belastungs-EKG hat aber nicht jeder SanBereich und zusätzlich muss man schon mit ner Wartezeit von im günstigsten Fall 1-2 Wochen rechnen.
Oder bekannter Bluthochdruck mit Medis eingestellt (ist in der Regel kein Problem- nur ne IIIer-Gradation). Jetzt fallen im Rahmen der Einstellung aber erhöhte Werte auf. Also müsste ne Neueinstellung mit den Medis erfolgen. An sich müsste derjenige ja eh regelmäßig zum Hausarzt, die Werte kontrollieren und die Medis ggf. anpassen zu lassen. Normalerweise müsste man in diesem Fall nen Belastungs-EKG machen lassen plus ne 24-Stunden-Messung. Nen Langzeitblutdruckmessgerät haben aber die wenigsten SanBereiche- also Überweisung zum zivilen Internisten. Da muss derjenige aber mindestens 2x hin. Ne Umstellung oder Neueinstellung bei Bluthochdruck bedingt aber wiederum ne GZ V 46- also vorübergehend nicht tauglich. Und das hab ich dann evtl. nach 2-3 Wochen endgültig raus gefunden. Ganz toll bei 4 Wochen WÜ.
Meinetwegen könnte man das ja auch im Vorfeld über einen heimatnahen SanBereich abklären. Aber dann eben die Basisuntersuchungen- notwengige Zusatzuntersuchungen, dann aber über den Hausarzt.
Nee, Dienst hab ich nicht- erhole mich gerade zwischen zwei Übungsplatzaufenthalten.