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HALLO

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Gruß

BAZI

Autor Thema: Wie bekomme ich den Einsatz meines Liebsten/meiner Liebsten am besten rum?  (Gelesen 21670 mal)

Andi

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Hallo zusammen, also es ist soweit jetzt ist er sieben tage schon weg

Eben, er ist erst sieben Tage weg. Wie sich das mit eurem Kontakt einpendelt wirst du ja sehen. Erfahrungsgemäß ist der aber gerade in den ersten Tagen schwierig, weil die Soldaten vor Ort ein strammes Einweisungs- und Übergabeprogramm zu absolvieren haben. Und dazu gehören auch "gesellschaftliche Verpflichtungen", da man von anderen monatelang abhängig ist und das Zusammenspiel passen muss.
Du machst gerade das durch, was alle Partner am Anfang durchmachen. Er ist im Einsatz und hat zu tun und ist abgelenkt, du bist zu hause und musst allein mit der Situation klar kommen.

Also nicht schon so früh verzweifeln. Er wird sicherlich bald mehr Möglichkeiten haben sich zu melden. Deine Vorbereitungen für ihn sind klasse.
Und ja, du musst jetzt für ihn zurückstecken, denn er muss den Kopf frei haben und kann keine Probleme zu hause lösen. Du selbst musst deinen Kopf aber auch frei bekommen und dich ablenken. Denn dein Sohn mekrt ja nicht nur, das papa weg ist, sondern auch wie Mama drauf ist.
Hast du Sportmöglichkeiten, um dich vor dem Schlafen richtig auszupowern? Gibt es Frauen von Kameraden, denen es ähnlich geht wie dir? Vielleicht geht es dir ja besser, wenn du Tagebuch führst in dem du deine Gedanken und Gefühle aufschreibst und am Ende entscheidest du, ob du es ihm nach dem Einsatz mal zeigst.

Gruß Andi
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LwPersFw

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Im Anhang ein aktueller Ratgeber der Bundeswehr der sich ausdrücklich auch an die Partnerinnen/Partner von Soldaten/Soldatinnen wendet,
um Hilfestellung und Informationen zu geben, wie mit dem "Fall Einsatz" umgegangen werden kann...
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aktiver Berufssoldat im Bereich Personalwesen

LwPersFw

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Im Anhang noch eine weitere informative Hilfestellung...

"Wenn der Einsatz noch nachwirkt - Orientierungshilfe für Angehörige"
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aktiver Berufssoldat im Bereich Personalwesen

raupe21

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Hallo allerseits! Ich war hier lange nicht merh aktiv und habe ein bisschen die Orientierung hier verloren, daher schreibe ich es jetzt mal einfach hierunter. Ich hoffe, das ist die richtige Adresse...

Und zwar geht mein Freund auch bald in den Einsatz. Es ist der erste seit wir zusammen sind (7 Jahre). Ich muss zugeben, dass mir das sehr schwer fällt, ich dachte eigentlich immer, dass ich besser damit umgehen könnte und es mir leichter viele, den Abschied hinzubekommen. Allerdings fällt es mir extrem schwer. Ich habe wirklich Angst vor diesem richtigen Abschied, wenn er dann wirklich weg fährt. Und überhaupt bin ich momentan sehr sensibel und nah am wasser gebaut. Mir selbst ist das schon total unangenehm. Aber ich kann irgendwie nicht anders. Wir sehen und momentan einmal die Woche und häufig streiten wir uns auch, weil die Situation irgendwie grundlegend angespannt ist und das wohl mehr an mir leigt. Er kann mit der ganzen Situation ganz anders umgehen und ist wesentlich entspannter. Die Streitereien treiben es soweit, dass wir sogar schon über Trennung diskutiert haben. Eigentlich möchte ich das nicht, aber ich weiß momentan nicht, wie ich mich wieder zusammenreißen kann. Es ist halt auch so, dass ich mich von niemandem so richtig verstanden fühle. Alle bieten mir ihr offenes Ohr an, aber ich weiß nicht wem ich was erzählen soll, weil sie mich nicht verstehen würden und auch weil ich selber manchmal denke, dass ich mich zu sehr anstelle.

Wieso schreibe ich das jetzt eigentlich alles hier rein ? Ich weiß es auch nicht. Ich erhoffe mir irgendwie, dass es jemandem von euch auch schon mal so ging und mir mut machen kann, dass es normal ist und vorrüber geht !?...Ich könnte momentan einfach durchgehend heulen, wenn man nicht zwischendurch noch das Haus verlassen müsste....Habt Ihr einen Rat?

Liebe Grüße!
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lennble

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Hallo allerseits! Ich war hier lange nicht merh aktiv und habe ein bisschen die Orientierung hier verloren, daher schreibe ich es jetzt mal einfach hierunter. Ich hoffe, das ist die richtige Adresse...

Und zwar geht mein Freund auch bald in den Einsatz. Es ist der erste seit wir zusammen sind (7 Jahre). Ich muss zugeben, dass mir das sehr schwer fällt, ich dachte eigentlich immer, dass ich besser damit umgehen könnte und es mir leichter viele, den Abschied hinzubekommen. Allerdings fällt es mir extrem schwer. Ich habe wirklich Angst vor diesem richtigen Abschied, wenn er dann wirklich weg fährt. Und überhaupt bin ich momentan sehr sensibel und nah am wasser gebaut. Mir selbst ist das schon total unangenehm. Aber ich kann irgendwie nicht anders. Wir sehen und momentan einmal die Woche und häufig streiten wir uns auch, weil die Situation irgendwie grundlegend angespannt ist und das wohl mehr an mir leigt. Er kann mit der ganzen Situation ganz anders umgehen und ist wesentlich entspannter. Die Streitereien treiben es soweit, dass wir sogar schon über Trennung diskutiert haben. Eigentlich möchte ich das nicht, aber ich weiß momentan nicht, wie ich mich wieder zusammenreißen kann. Es ist halt auch so, dass ich mich von niemandem so richtig verstanden fühle. Alle bieten mir ihr offenes Ohr an, aber ich weiß nicht wem ich was erzählen soll, weil sie mich nicht verstehen würden und auch weil ich selber manchmal denke, dass ich mich zu sehr anstelle.

Wieso schreibe ich das jetzt eigentlich alles hier rein ? Ich weiß es auch nicht. Ich erhoffe mir irgendwie, dass es jemandem von euch auch schon mal so ging und mir mut machen kann, dass es normal ist und vorrüber geht !?...Ich könnte momentan einfach durchgehend heulen, wenn man nicht zwischendurch noch das Haus verlassen müsste....Habt Ihr einen Rat?

Liebe Grüße!

Hallo Raupe,

Ich kann verstehen, dass das für dich eine schwierige Situation ist, mit der du nicht wirklich gut umgehen kannst.
Allerding denke ich, dass es wichtig für dich und deinen Partner ist, wenn ihr miteinander im Einklang seid und nicht über Kleinigkeiten streitet. Versuche dich mal in seine Situation zu versetzen. Er steht innerlich mit Sicherheit, so kurz vor dem Einsatz, wenn eventuell auch nur unterbewusst, auch ziemlich unter Spannung.
Das letzte was er da gebrauchen kann, ist eine "nervende Freundin", die ihn nicht unterstützt.
Meine Freundin ist ebenfalls sehr sensibel und es fällt ihr schwer, Dinge aus mehreren Blickwinkeln zu sehen, da sie in solchen Fällen immer nur ihre Seite sieht. Das klingt bei dir ganz ähnlich. Das schlimmste für einen Partner ist, wenn er sich nicht verstanden und unterstützt fühlt.
Gib ihm diese Unterstützung und ich bin sicher, ihr werdet weniger über Kleinigkeiten streiten. Auch hier: Einfach mal "locker durch die Hose atmen" wirkt wunder.
Versuche dich etwas zu entspannen und abzulenken. Warum fährst du während seines Einsatzes nicht einfach mal mit einer Freundin in den Urlaub und versuchst die Seele baumeln zu lassen? Versuche nicht jede freie Minute darüber zu grübeln, wie es deinem Freund im Einsatz wohl ergehen wird. Sei in dem Fall auch ruhig mal etwas egoistisch und denke an dich. Er wird froh sein, wenn er merkt, dass du dir keine extremen Sorgen machst und es etwas lockerer angehen lässt :)
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ulli76

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Wichtig wäre mal zu reflektieren was für ein Problem dahinter steckt.
Eifersucht? Verlustangst?

Wenn es schon deine Beziehung so weit belastet dass ihr über Trennung nachdenkt, solltest du eine Therapie in Erwägung ziehen.
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•Medals are OK, but having your body and all your friends in one piece at the end of the day is better.
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raupe21

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Hallo Lennble und ulli76! Vielen Dank für eure Antworten! Nein, Eifersucht ist es denke ich nicht. Ich gluabe ich bin einfach überfordert mit dieser ganzen Situation. Ich kann mich kaum noch auf meine Angelegenheiten konzentrieren, weil ich mich in dieser Situation irgedwie so alleine fühle und das ist absolut fatal für meine Zukunft und das macht mir wiederum weiteren Druck. Viele liebe und wichtige Personen für mich bieten mir ihre Hilfe an. Ich rede auch mit Ihnen darüber, aber ich habe das Gefühl sie können sich das alle nicht so recht vorstellen...ich weiß, dass ich mich einfach wieder fangen und zusammenreißen müsste. Aber momentan finde ich den Schalter dafür bei mir nicht....Ich denke, Lennble, dass du recht hast, dass ich irgendeine Ablenkung finden muss und egoistischer und lockerer werden muss. Aber ich denke so viel über die KOnsequenzen nach. Wenn wir heute abend nicht Zeit miteinander verbringen, wird es bald nicht mehr möglich sein, etc. und das ist glaube ich das, was mich so beschäftigt und runter zieht...
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ulli76

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Du solltest überlegen, WARUM es dich so sehr überfordert bzw. WAS dich so überfordert.

Also mal so ganz objektiv: Was genau ist objektiv so schlimm daran, dass er in den Einsatz geht? Wir haben fast alle Soldaten heil zurück bekommen und die Unfallgefahr jeden Tag auf dem Weg zum Dienst und zurück macht dich ja auch nicht so fertig. Du bist eine erwachsene Frau und hast ein eigenes Leben. In 4-6 Monaten hast du ihn ja auch wieder zurück.
(Hört sich vielleicht böse an, aber das ist genau die Frage, die du dir stellen solltest um drauf zu kommen, was das problem ist.)
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F_K

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.. und hier scheinen keine Kinder, keine Ehe oder sonstige Verpflichtungen im Raum zu stehen - was sonst eine Herausforderung ist.
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dunstig

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Und gerade der Partner, der in den Einsatz geht, plagt sich mit vielen Ungewissheiten. Da ist die Rückendeckung von zuhause umso wichtiger. Zusätzliche Belastungen sind da wie Öl ins Feuer...
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

F_K

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Wie sagte der US OTL - it is easy for me, Army Cares for me - für seine Frau zu Hause mit 3 Kindern ist es schwer, und das belastet ihn.

Hier gibt es aber wohl keine Kinder, da sollten es beide, beides Erwachsene, eigentlich problemlos über die Bühne bringen - klar haben Einsatz und Trennung ggf ihre Härten - aber sachlich ist es der einfachere Fall.
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raupe21

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ja, ihr scheint Recht zu haben...
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raupe21

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ich hoffe ich nerve euch nicht, aber ich wollte es noch einmal ansprechen....ich habe ein bisschen Angst vor dem richtigen Abschied. Also vor dieser Situation. Ich möchte nichts vergessen und ich werde ihn auch nur ungern gehen lassen. Wie habt ihr das bei euch gestaltet? Bei uns ist es so, dass ich nicht mit zum Flughafen fahre, sondern er Daheim abgeholt wird. Seine Kameraden machen das genauso, weil sie es zu gefährlich finden, wenn die Frauen noch traurig nach Hause fahren müssen. Ich finde diese Situation schwierig, da der Abschied und ich weiß, das ist unwesentlich, aber trotzdem eher stattfindet und ich ihn auf diesen letzten Metern nicht mehr begleiten kann.
Ich habe ihm schon einen kleinen Talismann geschenkt für den Einsatz. Habt ihr auch Geschenke gehabt? Ich wollte dann, wenn er da ist auch ein Päckchen mit Süßkram und Kleinigkeiten schicken....was haltet ihr davon und wie habt ihr das gemacht? Ihr würdet mir wirklich sehr helfen, wenn ihr mir dazu nochmal euren Rat/ Erfahrung mitteilt.

Liebe Grüße!
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Ralf

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Meine Frau hat mich immer hingebracht und sie hat das für gut befunden. War aber auch nicht sehr weit weg. Die Frauen könnten aber auch eine Fahrgemeinschaft organisieren.
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Helft mit, dass es so bleibt.

ulli76

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Es ist unterschiedlich: Einige verabschieden sich zu Hause und für sie ist der Flughafen schon der Teil, bei dem sie bei ihren Kameraden sind und mit den Gedanken eher im Einsatz. Hat auch den Vorteil, dass man nicht noch ne hibbelige Ehefrau hat, wenn sich der Flug verschiebt.

Andere verabschieden sich am Flughafen.

Für die Päckchen in die Einsätze haben wir sogar einen ganzen Thread.
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