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Autor Thema: Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben  (Gelesen 7446 mal)

Andi

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #60 am: 20. Februar 2018, 22:53:22 »

"billigend in Kauf nehmen" (juristisch Eventualvorsatz, bedingter Vorsatz) scheint hier nicht die passende Formulierung.

Ich halte sie für die einzig richtige.
Jede andere wäre Augenwischerei.

Gruß Andi
« Letzte Änderung: 21. Februar 2018, 08:56:57 von Andi »
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F_K

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #61 am: 21. Februar 2018, 06:52:26 »

Eben:

Hindernisbahnen sind per Definition gefährlich, sonst wären es keine Hindernisse - daher gibt es dort auch regelmäßig Blessuren.
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miguhamburg1

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #62 am: 21. Februar 2018, 09:54:25 »

Das ist alles dem Herrn Wehrbeauftragten auch klar - er kennt isch ja besonders gut bei der Marine aus und weiß, dass das ganz normale Bordleben eine Vielzahl von Verletzungsrisiken an allen Ecken und Enden bereithält.

Insofern ist seine Wortwahl wirklich etwas verunglückt - aber ich bin davon überzeugt, dass er genau das hier Gemeinte auch meinte: Dass eben die Ausbildung nicht so angelegt werden darf, dass es zwangsläufig zu Unglücken kommt, sie also wahrscheinlicher sind, als ohne Unglücke zu erfolgen. Wir haben dafür in der Bundeswehr vor allem unsere Sicherheitsbestimmungen, wie sie ja beim Schul- und Gefechtsschießen sehr offenkundig sind. Damit sind die Rahmenbedingungen gut vorgegeben, dass - wenn alle diese Sicherheitsbestimmungen einhalten(!) - im Ausbildungs- und Übungsbetrieb keine schweren Unglücksfälle zu erwarten sind.
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Andi

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #63 am: 21. Februar 2018, 10:58:30 »

Das ist alles dem Herrn Wehrbeauftragten auch klar - er kennt isch ja besonders gut bei der Marine aus und weiß, dass das ganz normale Bordleben eine Vielzahl von Verletzungsrisiken an allen Ecken und Enden bereithält.

Letztlich werden die Textbausteine ja auch von seinem Stab geliefert und widersprechen sich ja manchmal sogar in den unterschiedlichen Kapiteln. Dieser Satz hätte aber m.E. so nicht im Bericht auftauchen dürfen. Und gerade was den Todesfall angeht bleibt ein deutliches Gefühl zurück, dass der Wehrbeauftrage der Bundeswehr/dem Verteidigungsministerium vorwirft nicht sauber gearbeitet oder sogar willentlich Verschleppt und Beeinflusst zu haben. Auch das darf so nicht sein. Entweder es werden Tatsachen benannt oder aber man versteigt sich nicht in Verschwörungstheorien. Das ist dem Amt nicht würdig.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich tatsächlich noch keinen so zahnlosen Bericht gelesen habe, wie diesen. Insbesondere auch in Hinblick auf Führungs- und Kritikkultur in den Streitkräften und praktiziert durch die Leitung hätte ich mir sehr viel klarere Ansagen erhofft.

Gruß Andi
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LeK

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #64 am: 21. Februar 2018, 12:23:30 »

Vllt kommt als Kompromiss der Ausdruck "bewusst" statt "billigend" in Frage. Damit könnte man außerhalb von Vorsatz, stattdessen im Bereich der Fahrlässigkeit bleiben.

Im Bericht wurde immerhin an die Möglichkeit, so war mein erster Eindruck, erinnert, dass uU gar kein "Fehler" gemacht wurde, wenngleich es auch zum Unglück gekommen sein mag. Nach dem zweiten Lesen aufgrund deiner Bemerkung wirkt er in dem Punkt aber doch irgendwo tendenziös.
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LeK

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #65 am: 21. Februar 2018, 12:25:15 »

Allerdings war das wohl eher ein Opener zum Thema Fehlerkultur, statt ernst gemeinter Einschätzung in der Sache.
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