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Autor Thema: Versetzungsantrag und Tauschpartner  (Gelesen 63060 mal)

benba

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #75 am: 29. März 2018, 03:00:44 »

Warum nicht einfach das Personalgespräch mit dem Personalführer suchen, das ihnen - soweit ich das im Kopf habe, jedes Jahr zusteht?
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Mechwarrior

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #76 am: 23. Mai 2018, 11:50:00 »

Mein Antrag auf ein Persgespräch wurde im März abgelehnt. Das Persamt sieht keinen Gesprächsbedarf.

Inzwischen habe ich einen V-Antrag gestellt.
Die Einheit lässt mich ohne Ersatzgestellung gehen.
Zuzüglich hat der Pfarrer auch eine Stellungnahme geschrieben.
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Personalführer

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #77 am: 23. Mai 2018, 21:30:59 »

@ mechwarrior    Sorry für die frage...aber welcher Dienstgradgruppe gehörst Du an und hattest Du schon einmal ein Pesonalentwicklungsgespräch, wenn ja wann? Entgegen der Meinung Deines Vorredners gibt es keinen Anspruch auf ein jährliches Gespräch. Der Personalführer soll einen jährlichen Kontakt haben...das kann aber auch ein Telefonat mit Chef, KpFw, PersFw etc. über Dich sein. Insgesamt ist das vom Umfang her durch die Personalführer im BAPersBw allerdings gar nicht leistbar.

Versetzungen orientieren sich grundsätzlich am dienstlichen Bedarf der durch den Bedarfsträger definiert wird. So ist bei Versetzungsanträgen entscheidend, ob Deine Vorgesetzten einer Versetzung mit oder ohne Ersatz zustimmen, ob der ggf erforderliche Ersatz gestellt werden kann und ob ein besetzbarer DP zur Verfügung steht. So einfach ist das im Grunde.

Es mag zwar blöd klingen, aber die Stellungnahme eines Pfarrers bringt eher wenig. Entscheidend wäre, ob schwerwiegende persönliche Gründe vorliegen und das bewertet ausschließlich die Beratende Ärztin im BAPersBw.
Nichts gegen Pfarrer, Sozialdienst oder Truppenarzt...aber die bewerten ausschließlich Deine Situation ohne den Gesamtzusammenhang. Wenn ich danach entscheiden Versetzungen entscheiden würde dann wäre nichts mehr planbar.  Nicht falsch verstehen...ich möchte Deine Situation damit nicht abwerten. 

Falls Du noch Fragen hast...sehr gerne
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LwPersFw

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #78 am: 23. Mai 2018, 21:55:21 »


Es mag zwar blöd klingen, aber die Stellungnahme eines Pfarrers bringt eher wenig. Entscheidend wäre, ob schwerwiegende persönliche Gründe vorliegen und das bewertet ausschließlich die Beratende Ärztin im BAPersBw.

Nichts gegen Pfarrer, Sozialdienst oder Truppenarzt...aber die bewerten ausschließlich Deine Situation ohne den Gesamtzusammenhang. Wenn ich danach entscheiden Versetzungen entscheiden würde dann wäre nichts mehr planbar.


@ Personalführer

So einfach macht es sich so Mancher im Hause BAPersBw...
So einfach ist es aber nicht, denn:


Es kommt öfter vor, dass Soldaten eine Versetzung beantragen und sich dabei auf das Vorliegen von sog. "schwerwiegenden persönlichen Gründen" berufen. z.B. Pflegebedürftigkeit eines Elternteils.

Was Viele nicht wissen... der BerArzt des BAPersBw prüft dabei ausschließlich die medizinischen Aspekte, nicht aber die Rahmenbedingungen...

Gibt der BerArzt dann ein negatives Votum ab, kommt es nahezu regelmäßig zu einer Ablehnung der Versetzung... mit der alleinigen Berufung auf dieses negative Votum.

Im aktuellen Bericht bemängelt der Wehrbeauftragte - zu Recht- diese Verfahrenspraxis, da die bestehenden Vorschriften zu Versetzungen dem PersFhr die Möglichkeit einräumen, die Rahmenbedingungen unabhängig vom BerArzt zu bewerten.

Kommt der PersFhr dabei zum Ergebnis, dass die Rahmenbedingungen so gravierend sind, dass eine Versetzung geboten ist, darf er diese verfügen, auch wenn der BerArzt ein negatives Votum abgegeben hat!



Hier die Ausführungen aus dem Wehrbericht 2017:

"Die Bewilligung  eines  Antrags  auf  heimatnahe Versetzung  setzt in  der Regel  voraus, dass schwerwiegende persönliche  Gründe  vorliegen.

Pflegende Soldatinnen und Soldaten wissen jedoch oft nicht,  welche  Voraussetzungen  genau erfüllt  sein müssen, damit das Vorliegen entsprechender Gründe anerkannt werden  kann. Beratung und  leicht  zugängliche Informationen gibt es  oft nicht. 

Vielen Soldatinnen und  Soldaten ist nicht  bekannt,  dass der  Beratende Arzt  in seiner ärztlichen Bewertung  Fürsorgeaspekte, finanzielle Lasten,  soziale  Rahmenbedingungen,  Kinderbetreuung und  anderes  mehr ausdrücklich  ausblenden muss und nicht bewerten  darf.

Diese Aspekte  haben  aber  die Personalführer zu  prüfen und einzuschätzen. 

Insoweit  sind sie an  die Empfehlung des  Beratenden  Arztes keineswegs gebunden.

Im  Rahmen ihrer eigenen, umfassenden Entscheidungskompetenz ist  es ihnen möglich, entgegen dem  Votum  des  Arztes schwerwiegende persönliche Gründe anzuerkennen. 

Dennoch begründen viele Personalführer  ablehnende  Anträge  mit dem  negativen ärztlichen Votum. 

Hier  gilt  es, die Personalführer umfassender zu informieren  und zu  schulen  und  sie zu veranlassen, sich gegebenenfalls in  ablehnenden Bescheiden  auch  argumentativ  mit  den vorgebrachten Gründen auseinanderzusetzen."



Und was der Wehrbeauftragte meint, findet sich auch in der Versetzungsvorschrift B-1300/46 in den Folgenummern nach den Nr'ern zum Thema "schwerwiegende persönliche Gründe" (Nr 203 bis 206).

Nennt sich Versetzung auf Grund "anderer Gründe" (Nr 207).

Hier kann der PersFhr alle Aspekte einfließen lassen, die der BerArzt nicht bewerten darf.

Und ... mit Verlaub ... dazu zählen auch StN von z.B. Sozialdienst, Pfarrer, etc.

"207. Soldatinnen und Soldaten können auch versetzt werden, wenn andere Gründe vorliegen, die
der Person der Soldatin bzw. des Soldaten oder ihren bzw. seinen privaten Lebensumständen
zugerechnet werden müssen und die Versetzung der Soldatin bzw. des Soldaten mit den dienstlichen
Belangen in Einklang gebracht werden kann. Aus den gleichen Gründen kann von einer Versetzung
abgesehen werden."
« Letzte Änderung: 24. Mai 2018, 07:59:41 von LwPersFw »
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aktiver Berufssoldat im Bereich Personalwesen
 

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