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Autor Thema: Versetzungsantrag und Tauschpartner  (Gelesen 112598 mal)

BulleMölders

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #90 am: 27. Juni 2020, 10:35:20 »

Nur hat die Marine wenige (oder sogar keine?) Transportsoldaten auf Schiffen.
Also müsste wohl auch ein Verwendungswechsel durchgeführt werden.
Dann die Frage nach der Borddiensttauglichkeit.

Sie sehen schon viel zu viel Variablen um hier eine vernünftige Antwort gebenzu können,  außer dieser hier:
Stellen Sie einen Versetzungsantrag und schreiben Sie genau rein, was Sie wollen - nämlich auf eine seegehende Einheit.
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TorbenS

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #91 am: 10. Oktober 2020, 16:58:36 »

Hallo, meine Situation ist folgende: Ich habe einen Laufbahnwechsel in die Laufbahn UmP gemacht, im Zuge dessen mir ein einziger Dienstposten angeboten wurde, IT-Feldwebel, praktisch am anderen Ende des Landes. Nun gibt es aber viele IT-Bataillione, auch welche, die näher an meiner Heimat sind, wo genau dasselbe gemacht wird. Zudem bin ich auch noch nicht am System ausgebildet, kann also auch noch was anderes lernen. Wie stehen denn die Chancen mich heimatnah versetzen zu lassen?
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KlausP

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #92 am: 10. Oktober 2020, 17:06:10 »

Wenn es dort keine freie Stellen gibt - NULL
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Hardy2

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #93 am: 10. Oktober 2020, 17:08:09 »

So ist es....
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KlausP

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #94 am: 10. Oktober 2020, 17:10:10 »

Zitat
... Wie stehen denn die Chancen mich heimatnah versetzen zu lassen? ...

Wenn Sie keinen schriftlichen Versetzungsantrag stellen werden Sie es aber auch niemals erfahren.
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TorbenS

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #95 am: 10. Oktober 2020, 17:28:11 »

Wenn es dort keine freie Stellen gibt - NULL
Nehmen wir an, dort gibt es freie Stellen. Zählt dann mein Wunsch, heimatnah eingesetzt zu sein? Für die Bw ist es ja prinzipiell egal, ob dieser oder jener DP frei/besetzt ist.
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KlausP

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #96 am: 10. Oktober 2020, 17:33:55 »

Sie lesen aber auch schon noch mit und verstehen was so geschrieben wird?

1. Wenn es keine Stellen dort gibt werden Sie nicht versetzt.
2. Wenn Sie keinen schriftlichen Versetztungsantrag stellen werden Sie niemals erfahren, ob es dort freie Stellen gegeben hätte, weil das dann niemand prüft.

Es kann sogar sein, dass dort jemend einen Versetzungsantrag gestellt hat, der an Ihren vorgesehenen Standort will. Das weiß aber nur der Bearbeiter beim BAPersBw und der wird erst tätig - siehe 2.
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TorbenS

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #97 am: 10. Oktober 2020, 17:41:22 »

Sie lesen aber auch schon noch mit und verstehen was so geschrieben wird?

1. Wenn es keine Stellen dort gibt werden Sie nicht versetzt.
2. Wenn Sie keinen schriftlichen Versetztungsantrag stellen werden Sie niemals erfahren, ob es dort freie Stellen gegeben hätte, weil das dann niemand prüft.

Es kann sogar sein, dass dort jemend einen Versetzungsantrag gestellt hat, der an Ihren vorgesehenen Standort will. Das weiß aber nur der Bearbeiter beim BAPersBw und der wird erst tätig - siehe 2.

Hätten Sie meinen Beitrag gelesen und verstanden, wäre Ihnen aufgefallen, dass es um die grundsätzliche Vorgehensweise bzgl. Versetzungsanträge geht. Dass man einen stellen muss und es freie DP geben muss, ist jedem Idioten klar. Mir ist ehrlich gesagt schleierhaft, warum man ernstgemeinte Fragen hier mit solchen BS-Beiträgen beantwortet, einfach nichts schreiben ist immer eine Alternative.
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KlausP

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #98 am: 10. Oktober 2020, 17:43:26 »

Wieder ein Kandidat ...
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SolSim

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #99 am: 10. Oktober 2020, 18:03:20 »

Wenn es dort keine freie Stellen gibt - NULL
Nehmen wir an, dort gibt es freie Stellen. Zählt dann mein Wunsch, heimatnah eingesetzt zu sein? Für die Bw ist es ja prinzipiell egal, ob dieser oder jener DP frei/besetzt ist.

Nein, es zählt nur das dienstliche Interesse. Lücke ( freier DP ) ist leider nicht gleich Lücke. Dies kann mit ihrem eigenen Interesse passen, muss aber nicht.
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Andi8111

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #100 am: 10. Oktober 2020, 18:27:36 »

Die Einplaner haben sich am gemeldeten Bedarf auszurichten. Sie bieten grundsätzlich, bzw. die haben die Priorität grundsätzlich die DP anzubieten, die von den meldenden Verbänden oder vom BAPersBw mit einem dringenden Bedarf markiert werden im PersWiSys. Es geht hier eben nach dem Bedarf der Truppe, das ist derzeit (noch) der höchste Priorisierungsfaktor. Und noch kann sich der Bundeswehr als Arbeitgeber leisten, den Aspiranten dann eine Absage zu erteilen, wenn Sie diese DP nicht nehmen wollen und auf einen anderen Kandidaten warten.
Die Stellenbörse ist demnach natürlich auch tgl. Schwankungen unterlegen. Wenn Sie sich erneut bewerben, weil Sie den DP nicht annehmen wollen, kann es im nächsten Jahr auch wieder in der Nähe von Mutters Rockzipfel am warmen Herd einen freien DP geben, das kann Ihnen aber niemand versprechen. Leider ist die Bundeswehr ja ein Arbeitgeber, der über Landkreisgrenzen hinaus seine Stellen füllen muss.
Und Nein: Aus den angeführten Gründen ist es alles andere als egal, welcher DP wo besetzt ist.
Und auch bei Versetzungsanträgen gilt: Sind Sie im Zweifel ohne Laufbahnwechsel an ihrem alten StO auf einem HochwertDP eingesetzt und würden sozusagen nur heimatnah in den Laufbahnwechsel gehen wollen, wird dem Versetzungsantrag i.V.m. dem Laufbahnwechsel eben nicht stattgegeben. Ein Versetungsantrag NACH dem Laufbahnwechsel unterliegt dann oft dem Erfordernis, dass manche DP nur mit fertig ausgebildeten Soldaten besetzt werden können; fehlen Ihnen die nötigen Lehrgänge schränkt auch das die Auswahl an DP gehörig ein, die besetzbar sind.
Also: Versuch macht klug.
Aber: Man sollte nicht seine gesamten Hoffnungen da hinein setzen.
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TorbenS

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #101 am: 11. Oktober 2020, 00:31:28 »

Nein, es zählt nur das dienstliche Interesse. Lücke ( freier DP ) ist leider nicht gleich Lücke. Dies kann mit ihrem eigenen Interesse passen, muss aber nicht.
Die Einplaner haben sich am gemeldeten Bedarf auszurichten. Sie bieten grundsätzlich, bzw. die haben die Priorität grundsätzlich die DP anzubieten, die von den meldenden Verbänden oder vom BAPersBw mit einem dringenden Bedarf markiert werden im PersWiSys. Es geht hier eben nach dem Bedarf der Truppe, das ist derzeit (noch) der höchste Priorisierungsfaktor. Und noch kann sich der Bundeswehr als Arbeitgeber leisten, den Aspiranten dann eine Absage zu erteilen, wenn Sie diese DP nicht nehmen wollen und auf einen anderen Kandidaten warten.
Die Stellenbörse ist demnach natürlich auch tgl. Schwankungen unterlegen. Wenn Sie sich erneut bewerben, weil Sie den DP nicht annehmen wollen, kann es im nächsten Jahr auch wieder in der Nähe von Mutters Rockzipfel am warmen Herd einen freien DP geben, das kann Ihnen aber niemand versprechen. Leider ist die Bundeswehr ja ein Arbeitgeber, der über Landkreisgrenzen hinaus seine Stellen füllen muss.
Und Nein: Aus den angeführten Gründen ist es alles andere als egal, welcher DP wo besetzt ist.
Und auch bei Versetzungsanträgen gilt: Sind Sie im Zweifel ohne Laufbahnwechsel an ihrem alten StO auf einem HochwertDP eingesetzt und würden sozusagen nur heimatnah in den Laufbahnwechsel gehen wollen, wird dem Versetzungsantrag i.V.m. dem Laufbahnwechsel eben nicht stattgegeben. Ein Versetungsantrag NACH dem Laufbahnwechsel unterliegt dann oft dem Erfordernis, dass manche DP nur mit fertig ausgebildeten Soldaten besetzt werden können; fehlen Ihnen die nötigen Lehrgänge schränkt auch das die Auswahl an DP gehörig ein, die besetzbar sind.
Also: Versuch macht klug.
Aber: Man sollte nicht seine gesamten Hoffnungen da hinein setzen.
Vielen Dank!
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LwPersFw

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Antw:Versetzungsantrag und Tauschpartner
« Antwort #102 am: 24. Oktober 2020, 11:17:42 »

Beschluss BVerwG 1 WB 57.19 vom 02.09.2020

Leitsatz:

"Die Zuweisung eines Kompetenzbereichs nach der Zentralen Dienstvorschrift "Bundeswehrgemeinsame Kompetenzbereiche für Offiziere des Truppendienstes" (ZDv A-1300/35) ist keine anfechtbare dienstliche Maßnahme im Sinne von § 17 Abs. 3 Satz 1 WBO."





Auszug:

"Der Antrag ist unzulässig, weil die Zuweisung eines Kompetenzbereichs nach der Zentralen Dienstvorschrift über "Bundeswehrgemeinsame Kompetenzbereiche für Offiziere des Truppendienstes" (ZDv A-1300/35) keine selbstständig anfechtbare dienstliche Maßnahme im Sinne von § 17 Abs. 3 Satz 1 WBO (hier i.V.m. § 21 Abs. 2 Satz 1 WBO) darstellt.

141. Gemäß § 17 Abs. 3 Satz 1 WBO kann mit dem Antrag auf gerichtliche Entscheidung nur geltend gemacht werden, dass eine dienstliche Maßnahme oder deren Unterlassung rechtswidrig sei. Merkmal einer Maßnahme in diesem Sinne ist (u.a.), dass sie unmittelbar gegen den Soldaten gerichtet ist oder - obwohl an andere Soldaten gerichtet - in Form einer Rechtsverletzung oder eines Pflichtenverstoßes in seine Rechtssphäre hineinwirkt. Überlegungen, Bewertungen, Stellungnahmen oder Zwischenentscheidungen, die lediglich der Vorbereitung von truppendienstlichen Maßnahmen oder Personalmaßnahmen dienen, sind hingegen als Elemente innerdienstlicher Willens- und Meinungsbildung noch keine die Rechte eines Soldaten unmittelbar berührenden Maßnahmen; sie sind infolgedessen einer selbstständigen gerichtlichen Nachprüfung nicht zugänglich (stRspr, vgl. z.B. BVerwG, Beschlüsse vom 23. Oktober 2012 - 1 WB 59.11 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 84 Rn. 27 und vom 25. September 2014 - 1 WB 49.13 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 89 Rn. 21).

15Nach der Rechtsprechung des Senats stellen im Bereich der hier gegenständlichen Personal- und Verwendungsplanung der Soldaten insbesondere die Ergebnisse von Perspektivkonferenzen und die Zuerkennung einer individuellen Förderperspektive keine gerichtlich isoliert angreifbaren Maßnahmen dar, weil sie im Rahmen der Vorbereitung von Personalentscheidungen ergehen und noch nicht unmittelbar die Rechte des Soldaten berühren (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 30. April 2008 - 1 WB 44.07 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 71 Rn. 18 und vom 30. September 2009 - 1 WB 29.09 - Rn. 13 m.w.N.). Ebenfalls bloß vorbereitende Zwischenentscheidungen sind etwa das Ergebnis einer Potenzialfeststellung bei der Laufbahnzulassung (BVerwG, Beschluss vom 20. September 2011 - 1 WB 38.10 - Buchholz 449 § 3 SG Nr. 61 Rn. 38 ff.), das Ergebnis einer Ausbildungseignungsuntersuchung (BVerwG, Beschluss vom 14. Juni 2019 - 1 WB 35.18 - juris Rn. 16) oder die Feststellung auf die Ausbildungs- und Beförderungszeit anrechenbarer Vordienstzeiten (BVerwG, Beschluss vom 7. November 2019 - 1 WB 36.18 - Buchholz 449.2 § 41 SLV 2002 Nr. 1 Rn. 18 f.). Keine anfechtbaren dienstlichen Maßnahmen bilden schließlich organisatorische Akte wie die Zuordnung zu einer bestimmten personalbearbeitenden Stelle (PSt-Nummer) innerhalb des Bundesamts für das Personalmanagement der Bundeswehr (BVerwG, Beschluss vom 26. November 2015 - 1 WB 39.15 und 40.15 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 93 Rn. 23).

16Auf der anderen Seite erfüllen nach der Rechtsprechung des Senats nicht nur konkrete Verwendungsentscheidungen (wie die Versetzung auf einen Dienstposten oder die Kommandierung zu einem Lehrgang), sondern auch Maßnahmen, die künftige Verwendungsentscheidungen weitgehend vorwegnehmen oder maßgeblich vorprägen und insofern nicht bloß vorbereitenden Charakter haben, die Voraussetzungen einer anfechtbaren dienstlichen Maßnahme. Der Senat hat dies etwa bejaht für die Zuordnung zum Zukunftspersonal der Heeresfliegertruppe (BVerwG, Beschluss vom 6. Februar 2014 - 1 WB 35.13 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 88 Rn. 28 ff.), für die Entscheidungen der Bataillonskommandeur-Auswahlkonferenz (BVerwG, Beschluss vom 27. November 2014 - 1 WB 61.13 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 91 Rn. 19 ff.) und für die Referenzgruppenbildung zur Förderung vom Dienst freigestellter Soldaten (BVerwG, Beschluss vom 4. Mai 2017 - 1 WB 5.16 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 95 Rn. 18 ff). Zuletzt hat der Senat insbesondere seine frühere Rechtsprechung bestätigt, wonach die Zuordnung zu einer Ausbildungs- und Verwendungsreihe (AVR) wegen ihrer vorprägenden Wirkung eine dienstliche Maßnahme im Sinne des § 17 Abs. 3 Satz 1 WBO und damit einen geeigneten Antragsgegenstand darstellt (BVerwG, Beschluss vom 28. Februar 2019 - 1 WB 7.18 - Buchholz 450.1 § 17 WBO Nr. 102 Rn. 10 ff.).

172. Nach diesen Maßstäben stellt die Zuweisung eines Kompetenzbereichs keine dienstliche Maßnahme im Sinne des § 17 Abs. 3 Satz 1 WBO dar."


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