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Autor Thema: BND  (Gelesen 4722 mal)

schlammtreiber

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BND
« am: 04. November 2014, 10:24:27 »

"Haben Anschläge verhindert"
BND spricht über seine Erfolge

http://www.n-tv.de/politik/BND-spricht-ueber-seine-Erfolge-article13896001.html

Der BND hat nach eigenen Angaben seit 2011 mindestens 19 Anschläge auf Soldaten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz verhindert.
BND-Präsident Schindler nennt das als Beispiel, was gute Kooperation mit Verbündeten bewirkt, was im Umkehrschluss diese Kooperation an und für sich verteidigen soll, denn die war ja nach der NSA-Affäre stark in die Kritik geraten.
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Pofi

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Antw:BND
« Antwort #1 am: 04. November 2014, 16:02:20 »

Natürlich ist es gut wenn Anschläge verhindert werden. Allerdings frag ich mich immer, wie verlässlich diese Aussagen alle sind.

Wenn ich einen Jungen verjage, der mit Steinen nach Soldaten schmeissen will, hab ich dann einen Anschlag verhindert?!? Was sollten das für Anschläge werden?!? Hierzu wird nichts geschrieben. Schade eigentlich, so könnte ich mir ein Bild von der Qualität dieser Aussage machen...
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Andi

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Antw:BND
« Antwort #2 am: 04. November 2014, 16:11:39 »

Wenn ich einen Jungen verjage, der mit Steinen nach Soldaten schmeissen will, hab ich dann einen Anschlag verhindert?!?

Die US-Streitkräfte haben seit Beginn OEF bis heute Kommandos in Afghanistan, die sich um erkannte Zielpersonen "kümmern". Da wir selbst eher selten mit SOF entsprechend Operationen durchgeführt haben - sondern primär Zugriffe mit dem Ziel der Verhaftung - vermute, ich, dass die Zielpersonen entweder festgenommen oder unschädlich gemacht wurden.

Ich vermute weiterhin, dass es dem BND egal ist, ob sich Pofi oder Andi anhand der vom BND gegebenen Informationen ein "Bild machen können oder nicht. ;D

Gruß Andi
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schlammtreiber

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Antw:BND
« Antwort #3 am: 04. November 2014, 16:13:28 »

Ich denke mal, es ging nicht um Steine werfende Kids.
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Merowig

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Antw:BND
« Antwort #4 am: 04. April 2016, 00:03:00 »

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundesnachrichtendienst-bnd-uno-iwf-nasa-weitere-spaehziele-a-1085078.html
Zitat
Spionage: BND spähte Regierungsstellen in Jerusalem, London und Washington aus
Der Bundesnachrichtendienst hat weitere befreundete Staaten und internationale Organisationen abgehört. Nach SPIEGEL-Informationen waren das Büros des israelischen Premiers und das US-Außenministerium unter den Zielen.
(...)

2013: Deutschland sponsort U.N. "Right to Privacy" Resolution aus Protest gegen US-Spionage
https://www.hrw.org/sites/default/files/related_material/UNGA_upload_0.pdf

2016: Deutschland wird beim spionieren folgender Einrichtungen/ Laender erwischt:  UN, USA (inklusive dem Aussenministerium, NASA & Air Force), den Israelischen Premierminister, das britische Verteidigungsministerium, die belgischen und oesterreichischen Innenministerien :D


« Letzte Änderung: 04. April 2016, 00:13:29 von Merowig »
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IdZ

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Antw:BND
« Antwort #5 am: 04. April 2016, 13:06:03 »

War ja klar  ::)
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Merowig

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Antw:BND
« Antwort #6 am: 05. April 2016, 10:20:36 »

Passt hier (irgendwie):

Das Phantom
http://panamapapers.sueddeutsche.de/articles/56efffbd2f17ab0f205e639b/

Der Sueddeutschen wurden mehrere Terrabytes an Daten eines panamischen Offshore Dienstleisters zugespielt ("Panama Papers").
Der Dienstleister hat Briefkastenfirmen fuer Banken, Steuerhinterzieher, Terroristen, Drogenschmuggler, Politiker etc eroeffnet. Diese wurden zum Beispiel auch benutzt um Sanktionen gegen Assad zu Unterlaufen.

In dem Artikel hier, geht es um die Briefkastenfirmen von Werner Maus, der unter anderem auch fuer den BND taetig war (oder noch ist?).



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LwPersFw

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Antw:BND
« Antwort #7 am: 05. April 2016, 10:44:20 »

Geheimdienste haben seit Jahrhunderten ein primäres Ziel...

...die bestmögliche Informationsgewinnung für die politisch Handelnden, in dessen Auftrag sie arbeiten.

Und dabei galt auch schon immer (!!), dass jeder ausspioniert wird... egal ob Feind oder Freund.

Getreu dem Motto "Ich vertraue meinem Freund - es ist aber trotzdem schön alles über ihn zu wissen..."

Siehe NSA gegen DE , oder eben BND gegen USA...

Das machen alle so... weshalb solche "Skandale" von den betroffenen Regierungen ganz klein gekocht werden...

Der wer im Glashaus sitzt ... soll ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen...  ;) ;D

Das ist so ... und wird auch so bleiben...
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Merowig

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Antw:BND
« Antwort #8 am: 05. April 2016, 11:18:07 »

Jap - halte dem Spiegelbericht fuer ein wunderbares Beispiel an Ironie (genausoe wie die Call Brussels Werbekampagne...)

Wobei das Five Eyes Abkommen (USA, UK, Kanada, Australien, Neuseeland) beinhaltet auch ein No-Spy Agreement - und bis jetzt gibt es keine Anzeichen, dass dies nicht eingehalten wurde....
Die Deutschen und Franzosen hatten auch ein Interesse an einer Teilnahme - dies wurde aber denen verwehrt - und ganz ehrlich, haette ich denen auch...
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Merowig

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Antw:BND
« Antwort #9 am: 08. Juli 2016, 10:33:48 »

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bnd-reform-des-deutschen-geheimdienstes-im-eiltempo-a-1101891.html
Zitat
Reform: BND darf künftig manchmal immer fast alles vielleicht

Von Jörg Diehl und Annett Meiritz
Die Bundesregierung will ihre BND-Reform möglichst rasch durchs Parlament bringen. Dabei gibt es erhebliche Zweifel, ob das Gesetz verfassungsgemäß ist.
(...)

Wirtschaftsspionage neu geregelt

Spionage mit dem Ziel von Wettbewerbsvorteilen für deutsche Unternehmen ist weiter verboten. Es heißt aber auch im BND-Gesetz: "Die Aufklärung von wirtschaftspolitisch bedeutsamen Vorgängen kann erforderlich sein."
Der Grund warum Wirtschaftsspionage quasi immernoch "verboten" bleibt, ist mir nicht klar  - die Chinesen, Japaner, Russen, Amis und Franzosen haben da keinerlei Beruehrungsaengste...
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Gerd

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Antw:BND
« Antwort #10 am: 08. Juli 2016, 14:22:28 »

"Haben Anschläge verhindert"
BND spricht über seine Erfolge

http://www.n-tv.de/politik/BND-spricht-ueber-seine-Erfolge-article13896001.html

Der BND hat nach eigenen Angaben seit 2011 mindestens 19 Anschläge auf Soldaten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz verhindert.
BND-Präsident Schindler nennt das als Beispiel, was gute Kooperation mit Verbündeten bewirkt, was im Umkehrschluss diese Kooperation an und für sich verteidigen soll, denn die war ja nach der NSA-Affäre stark in die Kritik geraten.

Danke für den Beitragsbaum!

Ich möchte mch allerdings gegen den Begriff der NSA-Affäre verwehren.

Es gibt keine NSA-Affäre.

Was es gibt, wenn man der Berichterstattung der Medien folgen würde: Einen Menschen, der dem amerikanischen Staat alles zu verdanken hat und schon in den Mittzwanzigern eine materielle Ausstattung erhalten hat, die bei der Armee wohl eher Oberbefehlshabern bzw. Admirälen zustehen würde. Der an den interessantesten Orten der Welt eingesetzt worden ist (sh. sein Lebenslauf,  ->Genf/Tokio).

Und der sich aufgrund seiner beruflichen Position als einfacher Dieb betätigte und damit zum Hochverräter wurde. Und der nicht den Dienstweg eingehalten hat, sondern sich über das Gesetz und die Verfassung stellte.

Wenn es ihm um Bürgerrechte gegangen wäre, dann hätte er vor ein ordentliches Gericht ziehen können und dann einige Dinge per Gerichtsbeschluß abschleifen lassen können. So hat er aber die USA international in ein schlechtes Licht gesetzt und nicht nur der USA, sondern auch den Verbündeten geschadet. Die Terroristen, die sich unbeobachtet fühlten, wissen jetzt welche Provider und Telekommunikationsdienste mitgehört und geprüft werden.

So gesehen finde ich es gut, dass der BND sich in der Öffentlichkeit über den Nutzen der präventiven Aufklärung äußert und nicht immer nur "Big Brother" an die Wand gemalt wird. Somit wird das kommunikative Spielfeld nicht mehr von linksgerichteten Kräften á la Ströbele bespielt.
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MMG-2.0

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Antw:BND
« Antwort #11 am: 08. Juli 2016, 15:02:40 »

Zitat
[...]Und der nicht den Dienstweg eingehalten hat,[...]
Der war gut! ::)

Zitat
[...]Terroristen, die sich unbeobachtet fühlten, wissen jetzt welche Provider und Telekommunikationsdienste mitgehört und geprüft werden.[...]
Und warum gehört eine Bundeskanzlerin zu dieser Zielgruppe.


Es bleibt wie es ist, eine NSA Affäre! Da können Sie sich noch so verwehren.
« Letzte Änderung: 08. Juli 2016, 15:10:31 von MMG-2.0 »
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StOPfr

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Antw:BND
« Antwort #12 am: 08. Juli 2016, 15:06:44 »

Nur mal als ganz grundsätzlichen Einwand:
Jemandem (auch einem Staat) alles zu verdanken entbindet nicht von der moralischen Verantwortung und Verpflichtung, Missstände aufzuzeigen. Ob ein ordentliches Gericht (gar der Arbeitgeber) und der Weg dorthin eine gute Alternative gewesen wären, beurteilen Snowdon, Assange, Wilson, Manning und andere ganz anders. Ein Mafia-Pate zum Beispiel verlangt für seine Wohltaten ebenfalls Gehorsam.
Meiner Meinung nach darf man eine NSA-Affäre auch NSA-Affäre nennen. Das schließt keineswegs aus, dass NSA und BND und beide gemeinsam gute Arbeit leisten und sie darstellen sollten. Wenn man aber negative Auswüchse nicht benennt, überlässt man "linksgerichteten Kräften" noch mehr Deutungshoheit. 
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Gerd

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Antw:BND
« Antwort #13 am: 08. Juli 2016, 15:13:15 »

Zitat
[...]Und der nicht den Dienstweg eingehalten hat,[...]

Der war gut! ::)
Die Ironie des Beitrags verstehe ich leider nicht.  :o

Es gibt diverse Datenschutzbeauftragte auch beim Heimatschutzministerium, der NSA und vielen weiteren. Die teilweise sogar komplett öffentlich erreichbar und einsehbar sind. Für jedermann ohne beruflichen Bezug zur Behörde oder zum Unternehmen. Einfach mal kuz googeln und diese Links kommen "auf die Schnelle" heraus:

https://www.nsa.gov/about/civil-liberties/leadership/

Hier gibt es sogar die entsprechenden Info-Plakate:
http://www.dodig.mil/Hotline/posters.cfm?utm_source=DoD_Posters&utm_medium=Banner&utm_campaign=Banner_Links

Also: Erst den Dienstweg ausschöpfen und dann um Versetzung bitten, wenn er an diesem hypermodernen Teil der Informationsvererbeitung nicht mehr teilnehmen will. Also der Dienst- und ggf. Verwaltungsgerichtsweg nicht geholfen hat. Und nicht die Aufklärungsdaten gierigen Journalisten zum Fraß vorwerfen.

Ed*ar* Sn*d*n war auf den maximalen Schaden aus, den er den USA hat beibringen können. Und nicht der Heilsbringer, als der er sich so gerne feiern lässt.
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MMG-2.0

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Antw:BND
« Antwort #14 am: 08. Juli 2016, 15:27:01 »

Wer "hypermodernen Teil der Informationsverarbeitung" inkognito betreibt, wird eine Eingabe bei diversen Datenschutzbeauftragten auch gleich kassieren.
Und passiert wäre rein gar nichts!

Erkläre doch mal, warum es für die NSA wichtig war, unsere Bundeskanzlerin abzuhören?
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