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Autor Thema: WICHTIG !!!! Krankenversicherung  (Gelesen 54297 mal)

LwPersFw

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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #90 am: 17. Januar 2021, 08:42:49 »

Für den Fall, dass es noch nicht erwähnt wurde:

Die 9/10 Regelung ist durch den Gesetzgeber deutlich entkräftet worden.

Für jedes Kind bekommt man nun 3 Jahre als GKV Mitgliedschaft zuerkannt. So wie ich es verstanden habe kann man so auch zuviel gezahlte Beiträge zurückverlangen.


Guten Tag,

kürzlich hatte ich einen Vortrag des Sozialdienstes gehabt und dort sagte man uns, dass mit dem Artikelgesetz nun auch das Problem mit der Krankenversicherung der Rentner behoben worden ist.

Da ich die beitrage hier immer recht fleißig verfolge war ich etwas verwundert, denn mein letzter Stand war, dass man als lebensälterer Soldat schon eine Mitgliedschaft ohne Leistungen in der GKV benötigt um sicher in die KVDR zu gelangen.

Auf meine Nachfrage wurde mir gesagt, dass es wohl eine Beihilfe geben wird, die den mehranteil von GKV und KVDR ausgleichen soll.
War die Aussage in dem Vortrag korrrekt?


siehe   Beitrag vom 23. Mai 2019, 06:38:59


und hier ( ab 01.01.2021 ) der verabschiedete Gesetzestext ( oder im Beitrag vom 23.05.19 )

https://www.gesetze-im-internet.de/svg/__11b.html


Im Link fehlt noch der neue Absatz (4)  ...  weil :

 § 11b Absatz (4) des Soldatenversorgungsgesetzes tritt erst am 1. Januar 2021 in Kraft.


Anmerkung:
Dies betrifft die Lösung des Problems "9/10-Regel" im Rahmen der Krankenversicherung als Rentner.

Dabei gilt es aber auch zu beachten:

"„(2) § 11b Absatz 4 findet Anwendung auf ehemalige Soldaten auf Zeit, die ab dem 31. Dezember 2018 aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden sind.“

Wer vor dem 31.12.2018 DZE hatte und von der 9/10-Regel betroffen ist >> § 106 SGB VI


Und beachten ...

Über eine Mitgliedschaft ohne Leistungen in der GKV während der Zeit als SaZ ... zählt man als Vollmitglied in der GKV ... wenn es um die 9/10-Berechnung geht, um Zugang zur KVdR zu haben.

Der Zuschuss über den § 11b Absatz 4 SVG ( oder § 106 SGB VI ) bekommt man auf Antrag, weil man eben nicht mehr in die KVdR kommt.

Hier muss man sich als Lebensälterer VOR ( !!! ) der Einstellung als SaZ damit auseinandersetzen... was im persönlichen Einzelfall besser ist/sein könnte !!!!

Denn:
Wer für sich persönlich diese Option unbedingt erhalten will ... kommt als Lebensälterer nicht um die Anwartschaft (bei ruhenden Leistungen) in der GKV herum.
            Wichtig : Diese muss innerhalb von 3 Monaten nach Ernennung zum SaZ abgeschlossen werden !





Woraus ziehen Sie Ihre Aussage ??

Zitat
Für jedes Kind bekommt man nun 3 Jahre als GKV Mitgliedschaft zuerkannt

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LwPersFw

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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #91 am: 17. Januar 2021, 09:38:21 »

Zitat
Woraus ziehen Sie Ihre Aussage ??

Zitat

Für jedes Kind bekommt man nun 3 Jahre als GKV Mitgliedschaft zuerkannt


Ich vermute Sie meinen dies.
Diese Änderung gilt aber bereits seit 01. August  2017

z.B. hier erläutert

https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/930471/9-10-regelung-entschaerft-das-aendert-sich-fuer-rentner



Dies ist etwas Anderes, als der o.g. neue § 11b Absatz (4) des Soldatenversorgungsgesetz (SVG).

Dieser trat am 01.01.2021 in Kraft.




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Oberstaber

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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #92 am: 20. Januar 2021, 02:51:36 »

hier ging es doch die ganze Zeit um die Krankenversicherung der Rentner bei denen langjährige Zeitsoldaten ausgeschlossen sein können weil sie in ihrer 2. Beschäftigungshälfte nicht zu 90% Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ware,, oder?

Diese Regelung ist nun deutlich (schon vor 4 jahren) entschärft worden.  Ein SaZ 25 der DZE mit 50 Jahren hatte und Vater/Mutter von 5 Kindern ist kommt so noch in die Krankenversicherung der Rentner.
Mit dem Soldatenversorgungsgesetz hat das gar nichts zu tun.

Die Diskussion hier war doch schon Jahre alt, wie kann die sich dann auf ein Gesetz das erst jahre später in Kraft tritt beziehen?

Vielleicht hatte ich aber auch einfach nur zuwenig Schlaf ;-)
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LwPersFw

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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #93 am: 20. Januar 2021, 14:07:32 »

hier ging es doch die ganze Zeit um die Krankenversicherung der Rentner bei denen langjährige Zeitsoldaten ausgeschlossen
sein können weil sie in ihrer 2. Beschäftigungshälfte nicht zu 90% Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ware,, oder?

Richtig, dass habe ich ja auch nicht in Frage gestellt  ;)

Ein SaZ 25 der DZE mit 50 Jahren hatte und Vater/Mutter von 5 Kindern ist kommt so noch in die Krankenversicherung der Rentner.

Es kommt immer auf die Einzelfallbetrachtung an...
Und ich bezweifle das 5 Kinder der Normalfall sind...  ;)

Und … hier geht es nicht um Kameraden, die z.B. mit 18/20 SaZ werden... und dann mit 43/45 ausscheiden und dann noch bis 67 in der GKV sind...
Da kann das … inkl. der Kinderzeiten … für die KVdR passen.

Es geht primär um lebensältere SaZ, die erst spät in die Bw kommen 30+.

Für diese können sich - auch bei 5 Kindern - erhebliche Lücken ergeben...


Und für diese Kameraden wurde die neue Regelung in das Soldatenversorgungsgesetz (SVG) aufgenommen.

Zitat
Bundeswehr-Einsatzbereitschaftsstärkungsgesetz – BwEinsatzBerStG

 "Dem § 11b wird folgender Absatz 4 angefügt:

„(4) In der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versicherte ehemalige Soldaten
 auf Zeit, die eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung beziehen, können
 auf Antrag ab dem Beginn der Rente einen Unterhaltsbeitrag zu ihren Beiträgen zur
 Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung erhalten, sofern sie die Vorversicherungszeit
 zur Krankenversicherung der Rentner nach § 5 Absatz 1 Nummer 11 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch
nur auf Grund ihrer Dienstzeit nicht erfüllt haben.

 Der Unterhaltsbeitrag darf nicht höher sein als der Unterschiedsbetrag zwischen
 den tatsächlich zu entrichtenden Beiträgen und den Beiträgen, die bei einer Mitgliedschaft
 in der Krankenversicherung der Rentner zu entrichten wären.

 Ein Unterhaltsbeitrag wird nicht gewährt, sofern die beitragspflichtigen Einnahmen des
 ehemaligen Soldaten auf Zeit 50 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nach § 223 Absatz 3
 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch überschreiten.

 Bei Unterschreiten dieser Grenze kommt ein Unterhaltsbeitrag dann in Betracht, wenn
 die zu entrichtenden Beiträge mehr als 15 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen
 des ehemaligen Soldaten auf Zeit betragen.
 Die wirtschaftlichen Verhältnisse der ehemaligen Soldaten auf Zeit sind angemessen zu berücksichtigen.“

"§ 106 wird wie folgt geändert:

 a) Der bisherige Wortlaut wird Absatz 1.
 b) Dem Absatz 1 wird folgender Absatz 2 angefügt:

„(2) § 11b Absatz 4 findet Anwendung auf ehemalige Soldaten auf Zeit,
die ab dem 31. Dezember 2018 aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden sind.“



« Letzte Änderung: 20. Januar 2021, 14:18:03 von LwPersFw »
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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #94 am: 23. Januar 2021, 11:37:35 »

Ich bin etwas verwirrt:
Hatten den sozialdienst und bundeswehrverband bei uns zu einem informationsgespräch.

es geht um die KVDR und die 9/10 regelung
(versuche meine problem schilderung kurz zu halten und werde auch nicht die richtigen fachbegriffen finden, aber hoffe man erkennt meine problem).

der sozialdienst meinte: während ihr soldat seit (SaZ) werdet ihr nicht als GKV geführt deswegen schließt eine "ruhende mitgliedschaft" bei einer GKV ab. so werdet ihr weiter geführt und es gehen keine anrechnungsjahre für die KVDR verloren.
der verband meinte: während ihr SaZ seit, bzw. zum DZE werdet ihr so behandelt, als währed ihr die ganze zeit KV gewesen. das regelt die bundeswehr und ihr braucht da keine "ruhende mitgliedschaft" bei der GKV.

Welche aussage ist den nun richtig?
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LwPersFw

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Antw:WICHTIG !!!! Krankenversicherung
« Antwort #95 am: 23. Januar 2021, 12:50:12 »


der sozialdienst meinte:

während ihr soldat seit (SaZ) werdet ihr nicht als GKV geführt deswegen schließt eine "ruhende mitgliedschaft" bei einer GKV ab. so werdet ihr weiter geführt und es gehen keine anrechnungsjahre für die KVDR verloren.


Dies KANN man machen, kostet nur für den Soldaten ca. 65 € ... als Familienversicherung wohl um die 180 € und hat, wie richtig genannt den Vorteil, dass die gesamte Zeit als SaZ als Vollmitgliedschaft in der GKV gilt, wenn es u.a. um die 9/10-Berechnung geht.

Vorteil: Wenn es sonst keine Unterbrechungen gibt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, in die KVdR zu kommen.


der verband meinte:

während ihr SaZ seit, bzw. zum DZE werdet ihr so behandelt, als währed ihr die ganze zeit KV gewesen. das regelt die bundeswehr und ihr braucht da keine "ruhende mitgliedschaft" bei der GKV.


Hier stellt sich die Frage, in welchem Kontext dies gemeint war ?
Ggf. nur "unglücklich" ausgedrückt...

Auf jeden stimmt die Aussage:

Zitat
während ihr SaZ seit, bzw. zum DZE werdet ihr so behandelt, als währed ihr die ganze zeit KV gewesen.

so - bezogen auf die 9/10-Regel - nicht !

Was gilt ab DZE:

1.
Wenn der SaZ nichts unternimmt, ist der SaZ i.d.R. mit DZE seit 01.01.2019 automatisch in der GKV versichert.
(Ausnahmen sind zu beachten)

2.
Zur 9/10-Regel gilt...
Wer während der Dienstzeit nicht eine freiwillige Versicherung ohne Leistungsbezug (Anwartschaft) in der GKV hatte...bekommt diese Zeiten auch nicht als Mitgliedschaft in der GKV angerechnet.

Weil es dadurch, eben gerade bei lebensälteren SaZ, dazu kommen kann, dass es nicht für den Zugang zur KVdR reicht, wurde die Möglichkeit des o.g. § 11b Absatz 4 SVG geschaffen.

Sinn:
Wer nicht in die KVdR kommt, kann freiwilliges Mitglied der GKV werden und erhält dann den Zuschuss nach § 11b Absatz 4 SVG.


Und daneben gilt noch

Zitat
Wie ich hier ja schon einmal ausgeführt hatte, gibt es ja noch den § 106 SGB VI.

Was dann im Einzelfall die - finanziell - bessere Lösung ist ...

§ 11b Abs 4 SVG    oder      § 106 SGB VI

...muss jeder für sich und auf seine persönliche Situation bezogen prüfen.

« Letzte Änderung: 23. Januar 2021, 12:52:46 von LwPersFw »
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LwPersFw

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Pflegeversicherung PPV
« Antwort #96 am: 22. Mai 2021, 12:00:05 »

Wer von seiner privaten KK zur PPV noch nicht informiert wurde,  bzw. es noch nicht mitbekommen hat...

"Warum steigt der Beitrag meiner privaten Pflegepflichtversicherung?

Ab dem 01. Juli 2021 werden für Versicherte mit Beihilfeanspruch die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung erhöht.

Diese Beitragsanpassung erfolgt bei allen privaten Krankenversicherungen, da der Tarif PVB einheitlich vom Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) kalkuliert wird. Die bei den einzelnen Unternehmen zu zahlenden Beiträge unterscheiden sich nur geringfügig aufgrund der unternehmensindividuellen Kostensätze für Betrieb und Leistungsregulierung."

Dies betrifft auf jeden Fall BS/Beamte mit privater Anwartschaft/KV und SaZ mit einer privaten Pflegeversicherung.

Bsp. : Mein Beitrag steigt von 24 auf 36 € / Monat

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