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Autor Thema: An alle Helikopterpiloten! - Arbeitsalltag, Ausbildung und Bewerbung  (Gelesen 2772 mal)

Ritterderreiter

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Seid gegrüßt,
Ich spiele zur Zeit mit dem Gedanken mich bei der BW als Pilot zu bewerben. Da meine Gedanken und Vorstellungen Pilot zu sein wahrscheinlich sehr rosarot sind, würde ich gern mal Erfahrungen von den Leuten hören, die tatsächlich studiert haben und fliegen.
Weiß zufällig jemand, wie sich folgendes verhält:
Ich habe mich in der 12. klasse bei der BW für Pharmazie beworben, war in Köln und habe die Sofortzusage bekommen. Da ich damals allerdings noch nicht 100% sicher war, was ich wollte, habe ich nach einigen Wochen abgelehnt. Im Folgenden habe ich Biowissenschaften studiert, vergangenes Jahr abgeschlossen und Reise zurzeit durch Australien und Asien. In der Zeit in Australien momentan habe ich viel mit Helipiloten zusammengearbeitet und der Beruf hat mich gepackt. Nur fliegen die hier halt um Kühe zusammen zu scheuchen, hat auffallend wenig mit dem Militär zu tun
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Ralf

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Du "darfst" dich bewerben.
Solltest du die fliegerischen Eignungstest gut bestehen, sind die Chancen gut, auch genommen zu werden. Der Bedarf an geeigneten Hschr-Piloten kann auch dieses Jahr nicht gedeckt werden. Das liegt nun nicht an der Anzahl der Bewerber, sondern an dem, was nach allen Testungen unten rauskommt.
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Ritterderreiter

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Das klingt doch Schonmal gut. Was muss dabei beachtet werden. Ich bin sportlich ziemlich gut drauf, das einzige was mich einschränkt sind meine -2,5 und -3,5 Dioptrien Augen. Möglich damit?
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Ralf

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Wenn man das in einem Internetforum sagen könnte, bräuchte man keine 3-phasige Eignungsfeststellung mit sauteuren Geräten und Untersuchungen in Fürtenfeldbruck und Bückeburg.
Was man aber dazu im Internet findet:
Zitat
Folgende Werte sind die aktuellen (Stand: 2014) Obergrenzen:
Kurzsichtig (KS), Weitsichtig (WS), Hornhautverkrümmung (HV)
Allgemein: +8,0 WS / -8,0 KS
Fernspäher: +5,0 WS / -7,0 KS
Für Hubschrauberpiloten: +3,0 WS / -3,0 KS / 2 HV
Für Jabo-/ Jetpiloten: +2,0 WS / -1,5 KS / 0,5 HV
Bei gleichzeitigter Fehlsichtigkeit (KS oder WS) und
Hornhautverkrümmung, darf der Meridianschnitt nicht
über dem + oder - Wert der Fehlsichtigkeit liegen. Bsp
für Hubschrauberpiloten:
1 WS + 1 HV = 2 MS = unter 3 und damit innerhalb der Regelung. 2,5 WS + 1 HV = 3,5 MS = über 3 und damit außerhalb der Grenzwerte. Laserbehandlung ist eine Möglichkeit, sollte aber 1 Jahr vor der Bewerbung
abgeschlossen sein. Auch wenn man innerhalb der o.g. Grenzwerte liegt, wird trotzdem jeder Fall einzeln geprüft und die letzte Entscheidung obliegt dem Ärztlichen Dienst der Bundeswehr.
Größe:
Die Mindestgröße beträgt 1,55m, die maximale Größe 2,05m.
Davon abweichend gelten für verschiedene Verwendungen
andere Werte. Beispiele:
Wachbataillon: mind.1,75m
Sanitäter: mind. 1,60m
Fliegerischer Dienst: mind. 1,63m, max. 1,93m.
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Ritterderreiter

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Das klingt ja schonmal eher nicht zu meinen Gunsten.
Habe gelesen, dass das Einstellungstest 18-25 ist. Zählt dabei das Alter zum Bewerbungszeitpunkt oder nach abgeschlossen Einstellungsverfahren? Voraussichtlich werde ich wohl noch ein weiteres Jahr in Australien bleiben und dann nach Südamerika um spanisch zu lernen. Bin dann wahrscheinlich 25 wenn ich mich bewerbe.
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KlausP

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Zitat
Habe gelesen, dass das Einstellungstest 18-25 ist.

Woher haben Sie das denn? Sicher nicht von der Karriereseite der Bundeswehr. Sie meinen das Einstellungsalter und diese Information ist völlig veraltet. Sie dürfen bei Dienstantritt das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
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Ritterderreiter

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Pilotenausbildung.net
Dachte wäre vielleicht speziell für Piloten, also das Alter. Dienstantritt meint ab Beginn des Studium in dem Falle?
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ulli76

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Nein, bei Piloten ist das etwas anderes. Für die gibt es zwar keine gesonderte Altersgrenze. Ältere Bewerber haben aber quasi keine Chance.
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http://www.murphys-laws.com/murphy/murphy-war.html

KlausP

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Pilotenausbildung.net
Dachte wäre vielleicht speziell für Piloten, also das Alter. Dienstantritt meint ab Beginn des Studium in dem Falle?

Was ist an dem Begriff "Dienstantritt" immer so schwer zu verstehen (geht jetzt nicht speziell gegen Sie, Sie sind da kein Einzelfall)? Das ist der Moment, zu dem Sie sich in Ihrer Einheit einfinden, um Ihren Dienst anzutreten. Und auch Bundeswehrpiloten beginnen ihre Dienstzeit mit Sicherheit nicht mit dem Studium. Ich kann Ihnen die Karriereseite der Bundeswehr nur wärmstens empfehlen, mir scheinen hier grundlegende Kenntnisse zu fehlen.
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Ryuuma

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@Ritterderreiter:

Beispiel: Am 2. Juli 2018 ist ihr Dienstantritt. Den haben Sie in Roth oder Germersheim, wenn LfzFhr Helikopter bei der Luftwaffe.
Dort durchlaufen sie ihre Grundausbildung von 3 Monaten. Anschließend kommen Sie auf einen Offizierlehrgang nach Fürstenfeldbruck, der etwa 7 Monate dauert.
Dann kommt es zu Praktika/Urlaub etc. von 2 Monaten und nach einem ganzen Jahr Dienst fängt ihr Studium schließlich an.
Der Dienstantritt selbst, ist der erste Tag, an dem sie Dienst verrichten. In dem Sie sich bei ihrer Einheit in Roth oder Germersheim melden und sagen:"yo leude, hier bin ich, ich hab bock." Zumindestens so oder so ähnlich ;)
Viel Erfolg.
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Ralf

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Zitat
Das klingt ja schonmal eher nicht zu meinen Gunsten.
Dann wärst du einer 1600 Bewerber FlgDst, die am Ende nicht durchkommen.

Zitat
"yo leude, hier bin ich, ich hab bock."
Man könnte auch sagen, der der Dienstantritt ist der erste Tag, an dem es eine Sprengung vom Spieß gibt  ;D
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miT

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 Er würde nicht mal bis zum Spieß kommen,  die Sprengung würde am Tor erfolgen.
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Ritterderreiter

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Vielen Dank für die Erläuterung des Dienstantritts!
Bisher bin ich, bei was auch immer ich versucht habe, durchgekommen. Ich werde es versuchen und hoffentlich auch hier Erfolg haben.
Bleib trotzdem noch die Frage an die Leute, die gerade studieren oder als Pilot arbeiten.
Wie ist der Arbeitsalltag und das Studium?
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miT

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 Ihre größte Hürde ist etwas das sie kaum beeinflussen können und zwar die medizinischen Untersuchungen für den fliegerischen Dienst. Hier werden Dinge untersucht, auf die sie keinerlei Einfluss haben .

Auch einen Alltag in der Verwendung lässt sich schwer beschreiben, bis hin zu gar nicht.Nach ihrer Laufbahn Ausbildung dessen Inhalt sich in hunderten Beiträgen hier entnehmen lässt warten sie auf einem Platz in der HGA. Sollten Sie die erfolgreiche absolvieren, reihen sie sich ganz hinten auf einer Musterausbildung ein .  Wie dort die aktuellen Wartezeiten sind ist mir nicht mehr geläufig, vor einigen Jahren sah es dort ganz ganz dunkel aus.  Ausgebildet werden kann nur auf Maschinen die auch fliegen.  In der Zwischenzeit werden sie in Warteposition  geparkt die alles beinhalten können, das kann niemand  vorher sagen.
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Gast aus Niedersaxn

  • Gast

Was ist an dem Begriff "Dienstantritt" immer so schwer zu verstehen (geht jetzt nicht speziell gegen Sie, Sie sind da kein Einzelfall)?
Was ist denn immer so schwer zu verstehen (geht jetzt nicht speziell gegen Sie, Sie sind da kein Einzelfall), dass es auch Menschen gibt, die das Vokabular Bw und die damit verbundene Fachsprache nicht kennen? Nicht jeder ist mit der Vorschrift in der Wiege groß geworden.
Mit etwas mehr Freundlichkeit und Wille, anderen etwas objektiv zu erklären, sollte man doch als ehemaliger Spieß erkennenkönnen, dass man damit weiterkommt, so man denn will.
Ich befürchte allerdings, dass diese Einstellung zu einem nicht u wesentlichen Teil die Bewerber abschreckt, mindestens aber voreingenommen gegen die Bundeswehr macht. Ob das so von der Bw gewollt ist?
Und neine ich gehore zu denen, die das Vokabular​ kennen, meine aber, dass es bestimmte Ansichten und Verhalten in der Bw gibt, die sich eher nicht durch dienstliche Notwendigkeit ergeben.

Wenn alle schon alles wüssten, fragt hier keiner mehr nach.

In diesem Sinne schönen Sonntag.

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