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Autor Thema: Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben  (Gelesen 16748 mal)

Jens79

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #150 am: 10. März 2018, 19:42:47 »

Oder man macht es wie manche Landespolizei und fordert ein bestandenes DSA.
NRW fordert, wenn ich mich recht erinnere, ein DSA in Gold.
Nur dann hätte die Bundeswehr wohl zu wenig geeignete Bewerber.

Nah dran, aber Bronze reicht auch. Und die Disziplin Ausdauer muß mit Laufen gemacht worden sein.
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IcemanLw

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #151 am: 11. März 2018, 01:54:20 »

Die Bundeswehr muss aber nun aus verschiedenen Gruppe von Leuten rekrutieren.
Nehmen wir als Beispiel Informatiker, zum einen weil sie ja aktuell gesucht werden zum anderen weil ich einer bin.

Wir haben recht viele unsportliche Informatiker (DSA Lauf haben nur 3 von 16 aus unserer Klasse geschafft) die aber sehr gut in ihrem Fachgebiet sind.
Natürlich kann man jetzt sagen, dass sie das DSA schaffen müssen und sonst fliegen, aber dann hat man am Ende halt sportliche Informatiker aber vielleicht nicht die,
die ihrem Gebiet die besten sind.

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HosaBrack

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #152 am: 11. März 2018, 13:04:49 »

Natürlich kann man jetzt sagen, dass sie das DSA schaffen müssen und sonst fliegen, aber dann hat man am Ende halt sportliche Informatiker aber vielleicht nicht die, die ihrem Gebiet die besten sind.

DSA ist ja nun echt nicht wild und außerdem leicht und ohne großen Aufwand trainierbar. Mag ja sein, dass jemand in einem Gebiet sehr gut ist, aber wir reden hier dennoch von Führungspositionen und Führernachwuchs. Spezialistentum ist das eine, es gehört aber auch das nötige Mindset dazu. Und wenn das schon an einer einfachen Hürde wie dem DSA scheitert, dann ist so jemand schlicht und ergreifend charakterlich ungeeignet.
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Jens79

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #153 am: 11. März 2018, 13:09:52 »

Sie würden also die charakterliche Eignung aberkennen, weil der Soldat kein DSA erfüllt?  ::)

Ich hoffe nicht das Sie irgendwo in einem KC eingesetzt sind....
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IcemanLw

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #154 am: 11. März 2018, 13:24:05 »

DSA ist ja nun echt nicht wild und außerdem leicht und ohne großen Aufwand trainierbar. Mag ja sein, dass jemand in einem Gebiet sehr gut ist, aber wir reden hier dennoch von Führungspositionen und Führernachwuchs. Spezialistentum ist das eine, es gehört aber auch das nötige Mindset dazu. Und wenn das schon an einer einfachen Hürde wie dem DSA scheitert, dann ist so jemand schlicht und ergreifend charakterlich ungeeignet.
Es geht ja nicht darum, dass es wild ist oder so, aber Informatiker werden in der freien Wirtschaft ebenso gesucht und zum Teil besser bezahlt ohne die Belastungen welche die Bundeswehr mitbringt.
Informatiker, insbesondere Programmierer sehen sich gerne mal als Künstler.
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Ralf

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #155 am: 11. März 2018, 13:37:50 »

Zitat
aber wir reden hier dennoch von Führungspositionen und Führernachwuchs.
Ist das auch zukünftig so? Man schaue sich das Themenfeld "Karrieremodelle" und die sich derzeit in Erarbeitung befindlichen Ideen an, da können einem Zweifel aufkommen.
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HosaBrack

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #156 am: 11. März 2018, 14:54:06 »

Sie würden also die charakterliche Eignung aberkennen, weil der Soldat kein DSA erfüllt?  ::)

Ich hoffe nicht das Sie irgendwo in einem KC eingesetzt sind....

Selbstverständlich. Oder wie verträgt sich Bequemlichkeit ihrer Meinung nach mit einer Position als militärischer Führer? Und es ist nichts anderes als Faulheit wenn eine einfache Voraussetzung, wie das DSA, nach Zeitpunkt X immer noch nicht bestanden ist.

Tut mir leid, aber solche Leute sollten definitiv aus dem Dienstverhältnis entfernt werden.
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HosaBrack

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #157 am: 11. März 2018, 14:55:46 »

Es geht ja nicht darum, dass es wild ist oder so, aber Informatiker werden in der freien Wirtschaft ebenso gesucht und zum Teil besser bezahlt ohne die Belastungen welche die Bundeswehr mitbringt.
Informatiker, insbesondere Programmierer sehen sich gerne mal als Künstler.

Habe noch keinen getroffen. Bin btw selbst studierter Informatiker.

Ist aber ohnehin fraglich, inwieweit Spezialisten zwingend Soldatenstatus haben müssen.
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Jens79

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #158 am: 11. März 2018, 14:56:42 »

Ui Ui Ui..... Da sind ja Ratz Fatz einige Tausende Stellen frei....   ;D
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IcemanLw

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #159 am: 11. März 2018, 15:07:24 »

Habe noch keinen getroffen. Bin btw selbst studierter Informatiker.

Ist aber ohnehin fraglich, inwieweit Spezialisten zwingend Soldatenstatus haben müssen.
Nun Informatik ist ja mehr als programmieren :D
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HosaBrack

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #160 am: 11. März 2018, 21:46:48 »

Ui Ui Ui..... Da sind ja Ratz Fatz einige Tausende Stellen frei....   ;D

Ja und das war vermutlich schon immer so. Aber was soll das schon aussagen, außer, dass die BW offenbar nicht nur materiell, sondern eben auch personell in einem desolaten Zustand befindlich ist.

Andererseits geht es mir hier auch primär um Anwärter, Wiedereinsteller und Quereinsteiger ab UoP, die so etwas wie ein DSA wenigstens im ersten Dienstjahr erfüllen sollten. Das kann mMn selbst eine Armee mit eher laschen Anforderungen, wie die BW, von ihrem Führernachwuchs durchaus verlangen -auch von zukünftigen Spezialisten in vornehmlich sitzender Tätigkeit.  ::)
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HIFiRE

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #161 am: 18. März 2018, 21:53:02 »

Nach Todesfall auf dem Marsch: „Individuelle Unversehrtheit hat Priorität“

Zitat
Aus den fatalen Folgen eines Eingewöhnungsmarsches in Munster, bei dem am 19. Juli vergangenen Jahres ein Offizieranwärter starb und drei weitere zum Teil schwer erkrankten, hat das Heer Konsequenzen gezogen. Fordernde körperliche Ausbildung müsse immer dann beendet werden, wenn ein Lehrgangsteilnehmer klar mache, dass er nicht mehr könne, wies der Kommandeur des Heeres-Ausbildungskommandos in Leipzig, Generalmajor Norbert Wagner, die Truppe an. Die individuelle persönliche Unversehrtheit müsse Vorrang haben.

Insbesondere das hier find ich sehr interessant:
Zitat
Auch entsprechende körperliche Symptome der Auslastung/Überlastung müssen zum Abbruch der Belastung führen, selbst wenn der Einzelne sich „durchbeißen“ möchte und dies klar zum Ausdruck bringt. Hier hat die Fürsorgeverantwortung des Ausbilders Priorität.
« Letzte Änderung: 18. März 2018, 21:54:38 von HIFiRE »
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Bumblebee

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #162 am: 18. März 2018, 22:14:52 »

Auch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen - ich finde das einen sehr guten Ansatz.

Ist in meinen Augen auch nicht besonders schwer zu realisieren - Wir statten jeden Soldaten mit einem sinnvollen Sportpaket aus, zu dem auch eine Pulsuhr mit Bauchgurt zählt. Dieses nutzt der Soldat, um sein Training optimal zu gestalten. Darüber hinaus wird bei jedem Soldaten ein sinnvoller Höchstpuls eingestellt, bei dessen Erreichen ein Warnsignal ertönt.

Wenn das regelmäßig nach 5 Minuten Belastung ertönt, ist offensichtlich der Soldat nicht geeignet. Eine sinnvolle Nutzung eines solchen Systems könnte aber das Risiko weiterer schwerer Schädigungen senken.
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HIFiRE

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #163 am: 19. März 2018, 16:19:05 »

Aufjedenfall wird sich die neue Befehlslage wohl auf alle Lehrgänge des Heeres auswirken müssen.

Gerade in Bezug auf körperlich äußerst anspruchsvolle Lehrgänge wie den EKL stelle ich mir das sehr interessant vor. Hier wäre dann bei jedem Schwächeln eines Kameraden, was fast jeden mal in den vier Wochen trifft, direkt die Ablösung gebucht. Als Ausbilder würde ich das Risiko bei der Befehlslage nicht verantworten wollen. Ein Ausbilder macht sich ja von nun an fast schon angreifbar, wenn er seine Soldaten motiviert bei einem fordernden Ausbildungsabschnitt nicht aufzugeben, sondern "durchzubeißen". Von nun an wird wohl darauf verzichtet werden müssen, Soldaten in der Ausbildung an Ihre Leistungsgrenze zu bringen. Wir sind anscheinend eine ganz besondere Armee geworden.

Ich bin sehr gespannt wie sich das in Zukunft auswirkt. Hoffentlich wurden die Folgen gut durchdacht.

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Andi

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Antw:Offizieranwärter in Munster zusammengebrochen und gestorben
« Antwort #164 am: 19. März 2018, 17:00:57 »

Gelinde gesagt halte ich einen solchen Befehl - sollte es ihn geben -, dass bestimmte "Sympthome" zum individuellen Übungsabbruch führen müssen für objektiv nicht durchführbar. Das überträgt nämlich jegliche Verantwortung auf die Ausbilder, die diesbezüglich keinerlei Fachexpertise haben - auch Ärzten traue ist das nur bis zu einem gewissen Grad zu.
Den Ansatz mit der aktiven Äußerung des betroffenen Soldaten halte ich für den einzig durchführbaren, der allerdings in absolutem Gegensatz zum Auftrag der Bundeswehr und damit zum Zweck jeglicher Ausbildung steht: Gefechtsbereite Soldaten zu haben.

Hat für mich schon fast den Eindruck einer "willkürlichen Diensterschwernis", da klar entgegen dem Auftrag der Bundeswehr und effektiv für den einzelnen Ausbilder objektiv nicht umsetzbar. Aber natürlich rein politisch wiedermal eine Eierlegende Wollmilchsau produziert...

Gruß Andi
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