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Autor Thema: Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr  (Gelesen 2199 mal)

S1NCO

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Nouqie91

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2017, 13:15:03 »

Die Forderung, die von der NATO vorgegebene 2 % Marke zu erreichen, ist auch selten sinnlos. Ich bin zwar kein Freund der Sozialdemokraten, aber der Aussage, dass die 2 % lediglich eine Orientierung sein können, stimme ich vollkommen zu.

Ich habe gerade einmal die destatis Informationen für 2016 verglichen und komme hierbei auf Militärausgaben in Höhe von 1,19 % des BIP. Um die 2 % Marke anzukratzen, müssten wir unsere Militärausgaben um ca. 70 % erhöhen. Selbst wenn man den maroden Stand der Ausrüstung berücksichtigt und eine Erhöhung der Militärausgaben vorrangig dafür eingesetzt wird, diese Misstände zu beseitigen, hätte eine solche Erhöhung wahrscheinlich keinen weiteren Nutzen für Deutschland und wäre sinnlos verschwendetes Geld.

Es gibt keinen Grund, die NATO immer weiter aufzurüsten. Der kalte Krieg ist vorbei.

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miguhamburg1

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2017, 13:25:40 »

@ Nouqui - wie kommen Sie denn auf Ihren ... Schlusssatz? Tun Sie so unbedarft und verstehen die sicherheitspolitische Lageänderung der letzten 5 Jahre nicht - oder ignorieren Sie sie und alles, was in Bezug auf Verteidigungshaushalte der europäischen NATO-Staaten seit Beginn der 90er Jahre geschah?

Richtig ist zweifellos, dass selbst die Bereitstellung eines doppelt so hohen EP 14 nicht dazu führen würde, dass sich die Lage der Bundeswehr schlagartig veränderte. Das Geld könnte - außer für die Auflösung des Beförderungsstaus und für neu einzustellende Soldaten - schlicht nicht dafür ausgegeben werden, wofür es dienen soll: Keine Liegenschaft würde schneller saniert, keine Ersatzteile oder Wafensysteme und Fahrtezuge würden morgen auf dem Hof stehen. Und dabei habe ich noch nicht einmal Lieferverzögerungen bei der Industrie einberechnet.

Im Übrigen wird die schon fast grenzdebile Behauptung gewisser politscher Kreise, die NATO/Bundeswehr würde "aufrüsten" durch permanentes Wiederholen auch nicht richtig: Es geht nicht um Aufrüstung, sondern darum, die bereits vorhandenen Strukturen in die Lage zu versetzen, ihren Auftrag umsetzen zu können.

Edit: beleidigenden Satzteil entfernt

ulli76-Admin
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2017, 13:43:06 von ulli76 »
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Nouqie91

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #3 am: 30. Dezember 2017, 14:51:03 »

Ich setze die außenpolitische Spannungslage zwischen den einzelnen Staaten dieser Welt der vergangenen Jahre nicht mit mit dem kalten Krieg gleich. Und das tut scheinbar auch der Rest der Welt nicht, was sich an den stetig sinkenden Militärausgaben der einzelnen NATO Armeen und der NATO insgesamt zeigt. Dies widerspricht zum einen deiner Annahme, dass der kalte Krieg andauert (falls du das mit deinem Eingangssatz andeuten wolltest) sowie der Annahme, dass sich die Weltmächte aktuell in einem Zustand des kalten Krieges befinden, dessen konstitutiver Bestandteil nun einmal Aufrüstung ist.

Mein letzter Satz ist aber definitiv falsch gewählt und sollte eigentlich mit Blick in die Zukunft erfolgen. Es gibt keinen Grund die NATO aufzurüsten; Streiche das weiter.
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StOPfr

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #4 am: 30. Dezember 2017, 15:11:32 »

Sicher ist aber auch, dass man, allein um den Nato-Standard hoch zu halten, investieren muss. Es wird nicht reichen, sich an den 1,19 % zu orientieren, weil Stillstand den Qualitätsstandard senkt (egal wie niedrig der ohnehin schon sein mag).   
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miguhamburg1

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #5 am: 30. Dezember 2017, 16:26:42 »

Mit Verlaub, auch wenn Sie , @Nouqui hier winden wie ein Aal, ist es dennoch Unsinn, was Sie schreiben. Es geht der NATO nicht um Aufrüstung, sondern schlicht um das Einlösen der freiwilligen Zusage ihrer Mitgliedsstaaten, zuletzt 2016 auf einem NATO-Gipfel bekräftigt. Damit einhergehend ist keine Aufrüstung verbunden, sondern es würde lediglich die Vorsorge dafür getroffen, dass die europäischen NaTO-Streitkräfte das durchhaltefähig leisten können, wozu sie vom jeweiligen Primat der Politik ohnehin schon beauftragt sind.

Merke: Die hundertprozentige Ausrüstung von Truppenteilen mit dem für sie vorgesehenen Waffen-/systemen und Material/Gerät , die Bereithaltung von ausreichenden einsatzrelevangen Ersatzteilen und Bevorratung auftragsgerechter Munitionsmengen für Ausbildung, Übung und Einsatz sowie die Herrichtung von Liegenschaft ist keine Aufrüstung.
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Nouqie91

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #6 am: 30. Dezember 2017, 20:06:34 »

Tut mir Leid Migu, aber was du da schreibst, ist wirklich absoluter Schwachsinn...

Wie kannst du behaupten, dass eine Aufrüstung nicht das Ziel der NATO sei? Die 2 % Marke ist an einen variablen Faktor geknüpft, das BIP. Das BIP steigt, auch preisbereinigt, stetig. Dies bedeutet, dass auch die Militärausgaben akzessorisch stetig steigen.

Selbst wenn aktuell 2 % nötig wären, um die von dir aufgeführten Ziele(

[...] Die hundertprozentige Ausrüstung von Truppenteilen mit dem für sie vorgesehenen Waffen-/systemen und Material/Gerät , die Bereithaltung von ausreichenden einsatzrelevangen Ersatzteilen und Bevorratung auftragsgerechter Munitionsmengen für Ausbildung, Übung und Einsatz sowie die Herrichtung von Liegenschaft ist keine Aufrüstung.

) zu erreichen, würden die Militärausgaben trotzdem weiter steigen (unter der Prämisse, dass auch die Wirtschaftskraft weiter steigt). Spätestens, wenn alle von dir aufgeführten Ziele erreicht werden, bedeutet dies zwangsläufig eine Aufrüstung, in welcher Form auch immer. Das ist auch der NATO bewusst.

Zudem kommt doch auch noch, dass die 2 % Marke eine Mindestgrenze ist und die tatsächlichen Ausgaben eine fixe Untergrenze für Militärausgaben darstellen, die jährlich neu adjustiert wird. Jedenfalls solange das BIP steigt. Gemäß dem Fall einer Flaute, müssten die Militärausgaben sinken, was in irgendeiner Form zu einem Qualitätsverlust führt.

Im Übrigen: Es ging in diesem Beitrag um Forderungen der NATO nur subsidär. Im Kern geht es um die Forderungen der CSU.
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ulli76

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #7 am: 30. Dezember 2017, 20:51:35 »

Nana- mäßigt euren Ton. Beide. Beleidigungen sind unnötig.
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KlausP

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #8 am: 30. Dezember 2017, 20:57:35 »

@Nouqie91: Nur interessehalber gefragt: Wann und wie lange waren Sie Soldat?

   
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miguhamburg1

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #9 am: 31. Dezember 2017, 11:53:11 »

Ihre Beiträge erreichen keine neue argumentative Qualität, @Nouqui 91, im Gegenteil, sie zementieren Ihren logisch völlug falschen Ansatz.

Auch ohne nur eine einzige zusätzliche Waffe werden die Ausgaben des EP steigen müssen, wenn man nur das weiter vor- und einsatzbereit hält, was schon da ist. Allein die Steigerungen in der Besoldung bzw. der Reservistendienstleistubgsprämie sorgen für eine Steigerung. Dann die Preissteigerungen für in Anspruch genommene Waren und Dienstleistungen, angefangen beim Beötchen für die Truppenküche bis hin zu diversen Handwerkerleistungen bei der Instandsetzung oder für die Instandhaltung von Ubterkünften. Und die Millionen, die in die Sanierung oder den überfälligen Neubau von Unterkunfts- ubd Funktionsgebäuden fließen, wollen Sie doch nicht ernsthaft als „Aufrüstung“ bezeichnen?

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen für die nötige Beschaffung von Ersatzteilen für Fahrzeuge, Waffensysteme, Schiffe und Boote. Was hat das mit Aufrüstung zu tun?

Aber auch die Ersatzbeschaffung ist nicht gleich Aufrüstung. Wenn von ursprünglich 120 Transall Flugzeugen als Ersatz gut 40 A 400 M beschafft werden, wollen Sie nicht ernsthaft von Aufrüstung sprechen. Oder von 13 zwischenzeitlich außer Dienst gestellten Fregatten, 8 Schnellbooten und genau so vielen Minensuchbooten nunmehr 3 neue Fregatten und 5 Korvetten in den nächsten Jahren der Marine zulaufen, wird es mit dem Thema „Aufrüstung“ genauso absurd, wie bei der Nachfolgebes hadfung von Funkgeräten für das Heer. Alleine diese Auflostung würde einen Großteil zusätzlicher Militärausgaben im Haushalt erfordern.

Also hören Sie doch bitte auf, solche Platitüden als Behauptungen in die Luft zu setzen, die nur eins zeigen, dass Sie sich mit dieser Thematik allenfalls am Rand und rein ideologisch auseinandergesetzt haben.
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ulli76

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #10 am: 31. Dezember 2017, 11:59:33 »

Nouquie ist offenbar noch nicht so ganz tief in der Materie drin und hat das gefragt, was ihn beschäftigt. (Ist ja auch neu im Forum)
Erklärt es ihm doch einfach, was das Problem ist.

Man muss doch nicht gleich jeden Neuling, der mal ungeschickt fragt, gleich verschrecken.

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miguhamburg1

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #11 am: 31. Dezember 2017, 12:12:52 »

Liebe Ulli, ich verstehe Ihren Beitrag zur Moderation sehr wohl zu schätzen.

Allerdings sollten wir nun hier auch zum Jahreswechsel nicht mit Wattebäuschen alles zudecken, was Leute auch an Unsinn posten. Ich habe von Beginn an mit diversen Beispielen erläutert, warum die Prämisse seiner Fragestellung bereits falsch ist - und seine "Definition" von Aufrüstung ebenso fehlerhaft ist. So hat es nichts mit ungeschickter Fragestellung zu tun - das war bereits frühzeitig aufgezeigt, sondern es ist vielmehr eine Frage von beharrlicher Ignoranz oder meinethalben ideologischer Betrachtungsweise, die der neue Nutzer hier aufzeigt.
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Nouqie91

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« Antwort #12 am: 31. Dezember 2017, 13:02:13 »

Migu, ich finde es schade, dass du nun anfängst, mir ideologische Verdrossenheit vorzuwerfen. Der Großteil der von mir vorgebrachten Argumente ist im Konsens der Meinung der SPD, Grünen und der Linken. Ich denke nicht, dass all diese Parteien ausnahmslos ideologisch handeln, zumal sie schlüssige Argumente vorbringen, die ihre Meinung bekräftigen.

[...] Allein die Steigerungen in der Besoldung bzw. der Reservistendienstleistubgsprämie sorgen für eine Steigerung. Dann die Preissteigerungen für in Anspruch genommene Waren und Dienstleistungen, angefangen beim Beötchen für die Truppenküche [...]

Die Preissteigerungen die du ansprichst, sind wohl die inflationsbedingten. Die regelmäßige Anpassung der Besoldung und damit einhergehend auch die Erhöhung der Kosten für Reservedienstleistungen, erfolgt auch im Hinblick auf inflationsbedingte Preissteigerungen. Ich habe aber bereits weiter oben angesprochen, dass das BIP auch preisbereinigt - also beim Ausklammern von Inflationseinflüssen - stetig steigt.

Und auch unter Berücksichtigung des von dir angesprochenen nicht Erfüllens des Solls in Puncto Fregatten, Transall etc. bedeutet die 2 % Grenze, Stand 31.12.2016, eine Erhöhung der Militärausgaben um fast 70 % - von jetzt an, für die Zukunft.
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M05W12S69

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Antw:Mehr Geld für die Truppe - mit unnötigem Streit ins neue Jahr
« Antwort #13 am: 31. Dezember 2017, 13:29:52 »

Die Forderung nach mehr Geld ist sicher dem Grunde nach berechtigt, wenn man bedenkt, was alles im Moment an Material hakt und schlichtweg nicht funktioniert.

Ich mache mir nur Gedanken um die Umsetzung, denn wer bitte schön soll denn das ganze Geld auch ausgeben? Der Personalmangel bei den Beschaffern ist enorm, tw kommen die Forderungen aus den Fachabteilungen zu spät, in schlechter Version oder aber auch gar nicht erst bei den Beschaffern an, etc.

Bevor man also eine bessere Finanzausstattung vergibt, muss das Personalproblem gelöst sein, da hat man ja einen guten Weg begonnen, aber es ist noch ein langer Weg.

Der Präsident meiner Behörde hat vor kurzem noch verkündet, dass alleine bei uns rund 1.500 Dienstposten vakant sind - und da nutzt dann das viele Geld auch nix, wenn es nicht im Sinne der Truppe ausgegeben werden kann....
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miguhamburg1

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« Antwort #14 am: 31. Dezember 2017, 18:48:40 »

@ Nouqui91, auch wenn Sie mich hier beharrlich duzen, ja, es ist rein ideologische „Argumentation“, denn nur „Linke“ bei den Grünen, der SPD und der SED-Light schwadronieren von „Aufrüstubg“, um die es überhaupt zunächst einmal nicht geht.

Daneben scheinen Sie auch noch erhebliche Probleme mit dem verstehenden Lesen zu haben, aber das wundert mich auch schon nicht mehr.
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