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Autor Thema: Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018  (Gelesen 3219 mal)

Moritz82_10

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #30 am: 11. Mai 2018, 13:53:08 »

Hallo doc,

danke für deine Antwort, das macht mich bereits etwas schlauer. Sollte wirklich nur der akademische Grad verglichen werden ohne Anzahl der Fachsemester bzw. Credits, Berufserfahrung und Aufgaben im jeweiligen Job dann geht die Systematik vollkommen an der Realität des Arbeitsmarktes vorbei. Demnach wäre ich als BEng mit 210 Cr und fast 10 Jahren Berufserfahrung einem Master-Jungspund direkt von der Hochschule unterlegen? Dann hat man den Fachkräftemangel schlicht und einfach verdient... In der freien Wirtschaft gilt ein Bachelor mit 2 Jahren Berufserfahrungen in allen Belangen einem Master gegenüber als gleichwertig. Schließlich endet das Lernen mit abgeschlossenem Studium bzw. beginnendem Arbeitsalltag nicht, das absolute Gegenteil ist der Fall. Ich selbst habe den Master nicht aufgesetzt weil es nach Rücksprache mit meinen Chefs dem Unternehmen keinen Mehrwert bringt, denn was ich können muss bringt einem die Fachabteilung bei, und mir auch nicht mehr Gehalt. ;)

Dieses Jahr versuche ich es nach 26.4, mal schauen ob das was wird.

Was genau ist das der Unterschied und wie wird hier die Eignung bewertet? In meinem Schreiben steht auch dabei ich könnte es für 2018 noch nach ³26.4 versuchen und soll dazu bis 31.05. Rückmeldung geben.

Macht es evtl. Sinn bei der örtlichen Truppe anzufragen ob IT-Spezialisten benötigt werden und dann über den Truppenteil den ROA zu bekommen?

Nochmal: Bedarf Jungs.
Ein Dr.-Ing. summa cum laude ist keine Garantie, wenn kein Bedarf für Ingenieure besteht, bzw. für die spezifische Fachrichtung des Bewerbers. Und selbst wenn, nicht jeder Dienstposten ist entsprechend hochdotiert. Hier reden wir immerhin von StOffz-Stellen. Da kann im Zweifel der Bachelor eine Zusage bekommen und der Dr. in der selben Fachrichtung keine, weil gerade nur DP für OLt-Hptm frei sind.

Wie wird der Bedarf abgegrenzt? Geht es da um Abschlüsse, Branchen oder Berufserfahrung? Bin ich als Ing. E-Technik in der IT Branche gleichgesetzt wie ein Ing. IT-Technik bei der Kreissparkasse Hamburg? Irgendwie habe ich das Gefühl, da steht der Formalismus einer detailierten Bewertung im Weg.

Bedarf bedeutet aber auch, dass aus der Eigenregeneration der eingestellten und studierenden OAs, nicht genug Nachwuchs zur Verfügung steht.

Gerade Elektrotechnik wird an beiden Hochschulstandorten angeboten, also sollte und dürfte da weniger Bedarf bestehen.

Laut meinem Gespräch mit einem Werber für die ROA wären besonders Sanis und ALLE Ingenieurswissenschaften extrem gesucht.
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Ralf

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #31 am: 11. Mai 2018, 14:14:42 »

Sorry, aber ich finde deine Betrachtung sehr eindimensional.
Zitat
Demnach wäre ich als BEng mit 210 Cr und fast 10 Jahren Berufserfahrung einem Master-Jungspund direkt von der Hochschule unterlegen?
Stichwort formale Kriterien und Soldatenlaufbahnverordnung §26. 
Zitat
Dann hat man den Fachkräftemangel schlicht und einfach verdient
Sagt halt jemand, der "nur" den BA hat. Ein Master argumentiert anders. Jeder aus seiner Sichtweise. Allerdings daraus den Fachkräftemangel herzuleiten ist schon sehr einfach argumentiert. Hättest du jetzt gesagt, das BBesG honoriert in stark umkämpften Bereichen die Fachkräfte nicht arbeitsmarktgerecht, hätte ich dir zugestimmt. Aber zu sagen, dass die paar EUR oder DGrad OLt zu Hptm ausschlaggebend wäre, halte ich für nicht realistisch.
Zitat
Ich selbst habe den Master nicht aufgesetzt weil es nach Rücksprache mit meinen Chefs dem Unternehmen keinen Mehrwert bringt
So hat das dein alter AG gesehen, dein "neuer" legt halt andere Kriterien an. Es ist ja kein Geheimnis, dass in Deutschland formale Abschlüsse einen hohen Stellenwert haben.
Für Soldaten sieht man das -sehr transparent- in der SLV.
Zitat
Wie wird der Bedarf abgegrenzt? Geht es da um Abschlüsse, Branchen oder Berufserfahrung? Bin ich als Ing. E-Technik in der IT Branche gleichgesetzt wie ein Ing. IT-Technik bei der Kreissparkasse Hamburg? Irgendwie habe ich das Gefühl, da steht der Formalismus einer detailierten Bewertung im Weg.
Auch hier der Hinweis zur SLV i.V.m. dem Bedarf, d.h. der entsprechende Studiengang am Dienstposten. Gem. SLV ist nun einmal der Studiengang ausschlaggebend, nicht ob man bei LieschenMüller gearbeitet oder bei HansFranz. Und in den allermeisten Fällen ist das für die Wahrnehmung der Aufgabe auf dem DP auch irrelevant, weil oftmals die Tätigkeit auf DP im Speziellen nicht vergleichbar ist mit einer bestimmten Tätigkeit in einer ganz bestimmten Firma. Würde man das (theoretisch) auch noch fordern, ja dann wäre wohl eine Einstellung kam mehr möglich. Denn da dann den richtigen Mann/ die richtige Frau mit einem bestimmten Studiengang und Kenntnisse aus einer bestimmten Branche zu finden, wäre das Suchen der Nadel im Heuhaufen. Fraglich wäre ja auch, ob ein Informatiker aus einer bestimmten Branche auch genau das gemacht hätte. In Großkonzernen gibt es ja auch unzählige Möglichkeiten, in welcher Richtung ein ITler eingesetzt gewesen sein kann.
Zitat
Laut meinem Gespräch mit einem Werber für die ROA wären besonders Sanis und ALLE Ingenieurswissenschaften extrem gesucht.
Das verstehe ich nicht: was hat das mit ROA zu tun? Bei abgeschlossenem Studium würde man nie als ROA eingestellt werden, sondern als RO.
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Helft mit, dass es so bleibt.

doc.

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #32 am: 11. Mai 2018, 14:26:27 »

Hallo Moritz_82_10,

vorab - ich schreibe nicht aus Wissen, sondern aus Erfahrung, meinen Interpretationen und Schlußfolgerungen, daher bitte auch so verstehen. Das was HosaBrack schreibt, stimmt natürlich auch, dachte aber daß ich das in meinem letzten Satz auch so noch eingeflochten habe.

Auch wieder aus Erfahrung hilft es nicht, sich direkt bei den Einheiten zu melden. Ich schrieb schon an anderer Stelle, daß ich Kontakt mit einigen Dienststellen hatte, die jemanden wie mich genommen hätten (und bis jetzt keinen Reservisten haben, aber gerne einen hätten), aber letztlich läuft es immer auf das zentrale Verfahren beim BAPersBw hinaus.

Also so wie *ich* das im Moment sehe: 26.2 für gaaanz wenige Spezialisten, die auch entsprechende Abschlüsse vorweisen können und ansonsten muß man sich halt gegen die anderen Bewerber im Laufe 26.4 durchsetzen (Ausnahmen gibt es wahrscheinlich immer...). Dann hat man hoffentlich die Möglichkeit sich einen Dienstposten zu suchen der paßt.

Und ein wenig möchte ich Ralf hier widersprechen: Wie auch schon an anderer Stelle geschrieben, hielte ich es nicht für abwegig, sondern sogar für sinnvoll, wenn die Posten individuell zwischen Truppenteil und Bewerber besetzt werden würden. Um wie viele freie Posten reden wir denn pro Jahr? Doch vielleicht maximal 500, oder? In Anbetracht der Tatsache an wie vielen Punkten eine Zusammenarbeit scheitern kann, wäre es m.E. nicht zuviel verlangt, wenn BAPersBw eine grobe Vorauswahl betreibt und dann kurze Gespräche zwischen DP Ausschreiber und Bewerber den Ausschlag geben.

Gruß,
doc.
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HosaBrack

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #33 am: 11. Mai 2018, 16:26:46 »

danke für deine Antwort, das macht mich bereits etwas schlauer. Sollte wirklich nur der akademische Grad verglichen werden ohne Anzahl der Fachsemester bzw. Credits, Berufserfahrung und Aufgaben im jeweiligen Job dann geht die Systematik vollkommen an der Realität des Arbeitsmarktes vorbei. Demnach wäre ich als BEng mit 210 Cr und fast 10 Jahren Berufserfahrung einem Master-Jungspund direkt von der Hochschule unterlegen? Dann hat man den Fachkräftemangel schlicht und einfach verdient... In der freien Wirtschaft gilt ein Bachelor mit 2 Jahren Berufserfahrungen in allen Belangen einem Master gegenüber als gleichwertig. Schließlich endet das Lernen mit abgeschlossenem Studium bzw. beginnendem Arbeitsalltag nicht, das absolute Gegenteil ist der Fall. Ich selbst habe den Master nicht aufgesetzt weil es nach Rücksprache mit meinen Chefs dem Unternehmen keinen Mehrwert bringt, denn was ich können muss bringt einem die Fachabteilung bei, und mir auch nicht mehr Gehalt.

Kann den Frust verstehen, aber erstens ist das nun mal nicht die freie Wirtschaft, sondern eine streng reglementierte Kommandowirtschaft ( ;) ), zweitens am Ende halt nur eine Reservistenstelle, die nur anhand von Unterlagen besetzt wird. Über die Sinnhaftigkeit kann freilich gestritten werden. An der OSH war das z.b. ein Dauerbrenner, insbesondere weil besagte "Spezialisten" nicht mal eine Offizierprüfung ablegen müssen. Aber so ist es nun mal.
Ist halt auch eine Frage der Einstellung. Mit Anspruchsdenken und übertriebenen Stolz bist du an der falschen Stelle.
 
Zitat
Wie wird der Bedarf abgegrenzt? Geht es da um Abschlüsse, Branchen oder Berufserfahrung? Bin ich als Ing. E-Technik in der IT Branche gleichgesetzt wie ein Ing. IT-Technik bei der Kreissparkasse Hamburg? Irgendwie habe ich das Gefühl, da steht der Formalismus einer detailierten Bewertung im Weg.

Nein, Informationstechnik und Elektrotechnik sind ja zwei paar Schuhe. Es gibt Stellen und ein Anforderungsprofil dafür. Wenn es keine Stellen für das Anforderungsprofil Ingenieur B.Sc./B.Eng Elektrotechnik gibt, dann wirst du als Elektrotechniker auch keine Einstellung erwarten können.
Wie schon erwähnt, Arbeitserfahrung spielt für die Auswahl eine untergeordnete Rolle, weil das objektiv schwer bewertbar ist. Sie spielt nur dann eine Rolle, wenn du ausgewählt wurdest und es um den Dienstgrad geht. Ein Bachelor mit 10 Jahren Arbeitserfahrung in einer vergleichbaren Tätigkeit für die er als RO eingestellt wird, könnte dann z.b. nicht als OLt sondern als Hptm eingestellt werden. Aber für die Auswahl selbst, ist der Abschluss entscheidender. Insofern kann es durchaus sein, dass sich einfach zu viele 1er Absolventen beworben haben. Das ist dann halt Pech.

Zitat
Laut meinem Gespräch mit einem Werber für die ROA wären besonders Sanis und ALLE Ingenieurswissenschaften extrem gesucht.

Ja der Werber hat das erzählt. Dem Werber geht es in erster Linie um die Generation möglichst vieler Bewerbungen. Er hat in der Regel keinen Überblick über die konkreten Stellen und kennt nur grob die Großwetterlage.

Zitat
Bin für Tipps dankbar, da ich mich gerne als Resi engagieren möchte, war gerne Soldat, und jetzt im Vorfeld schon die Freigabe meines Arbeitgebers und meiner Frau erkämpft habe ;)

Dir bleibt ja alternativ der Weg nach §26 (4) oder über die ganz normale ROA adw Ausbildung. In beiden Fällen musst du nach Köln an die OPZ und kannst dort die Prüfer mit deinem Charakter überzeugen.
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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #34 am: 11. Mai 2018, 16:53:18 »

Die Formulierung "Kommandowirtschaft" trifft es, allerdings gelingt es auch anderen grossen Organisationen (Bahn,....), Stellen unter Berücksichtigung  von Formalanforderungen und relevanter Berufserfahrung zu besetzen. Mittelfristig wäre das auch bei der Bundeswehr wünschenswert.
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HosaBrack

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #35 am: 11. Mai 2018, 17:04:25 »

Die Formulierung "Kommandowirtschaft" trifft es, allerdings gelingt es auch anderen grossen Organisationen (Bahn,....), Stellen unter Berücksichtigung  von Formalanforderungen und relevanter Berufserfahrung zu besetzen. Mittelfristig wäre das auch bei der Bundeswehr wünschenswert.

Wer sagt, dass sie das nicht tut? Hier gehts um RO-Stellen. Bei den Aktiven läuft das schon etwas anders.
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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #36 am: 11. Mai 2018, 17:42:34 »

Na dann ist es doch umso schwerer verständlich, dass bei RO anders als bei Aktivenverfahren wird.
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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #37 am: 11. Mai 2018, 18:30:03 »

Jungs, Mal ernsthaft: Kosten / Nutzen stellen sich bei einem Res, der noch ausgebildet werden muss, nicht immer positiv da - da gibt es wenige Stellen und eine Bestenauswahl.

Da kann man dann einfach mal Demut zeigen, wenn man nicht dabei ist ... Und nicht gleich den Fehler im System suchen.
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Hermaeus Mora

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #38 am: 11. Mai 2018, 19:21:16 »

Angenommen man lässt sich für das nächste Jahr nochmal mitberücksichtigen. Kann man seine Chancen indes mit einer Wehrübung etc. verbessern?
Oder kann nur die ursprüngliche Bewerbung mit dem damals aktuellen Lebenslauf berücksichtigt werden? Z.B. kann in dem Jahr auch ein weiteres Arbeitszeugnis ausgestellt werden...
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wolverine

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #39 am: 11. Mai 2018, 19:35:07 »

Natürlich können Sie zwischenzeitlich alles tun und nachreichen, was Ihre Chancen verbessern könnte. Warum auch nicht?
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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #40 am: 16. Mai 2018, 19:39:52 »

Der B.Eng. ist gerade mal die Mindestanforderung. Selbst wenn er 10 Jahre Berufserfahrung hat, werden sich auch genug Dipl.-Ing. / Master / Promovierte mit 10+ Jahren beworben haben. Um das ganze in Perspektive zu setzen, dieses Jahr haben nur ca. eine niedrige zweistellige Anzahl / Prozent der Bewerber einen positiven Bescheid bekommen.
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Sensei69

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Antw:Auswahlkonferenz ROA a.d.W. 2018
« Antwort #41 am: 22. Mai 2018, 20:56:21 »

Moin,

ist der ROAadW dasselbe wie der ResOffz mit vorläufigem Dienstgrad gem. § 43 Abs. 3 SLV (ich meine das nennt sich Fachoffizier)
oder hat's da noch mal andere Voraussetzungen?

Aktuelle beorderter Reservist, gedient und zwei GA's sowie derzeit zwei ATN. Habe studiert und bin seitdem
schon einige Jahre im Beruf. Denke darüber nach evtl. doch noch den Weg ROA einzuschlagen.

Danke und Gruß
Oliver
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