Forum Chat ()

StartseiteForumTeamANB / RegelnFeedgenerator Hilfe
  • 20. November 2018, 06:26:11
  • Willkommen Gast
Bitte logg dich ein oder registriere dich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Autor Thema: Neuordnung Laufbahn  (Gelesen 9049 mal)

JLo

  • **
  • Offline Offline
  • Beiträge: 123
Neuordnung Laufbahn
« am: 06. April 2018, 08:50:10 »

Hallo,
hier etwas zum diskutieren. 



Es ist eine Zusammengefasste Empfehlung einer Projektgruppe.
So wie es aussieht, ist es bald möglich direkt als OffzMilFD eingestellt zu werden.
Vielleicht weiß jemand mehr im Forum.

Viele Grüße
Gespeichert

BulleMölders

  • Freibeuter und Quotenmariner
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 7.165
    • Bordgemeinschaft Zerstörer Mölders
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #1 am: 06. April 2018, 08:59:00 »

Das nenen einer Quelle, wenn man so etwas zur Diskusion stellt wäre Hilfreich.
Gespeichert

slider

  • Gast
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #2 am: 06. April 2018, 09:30:41 »

Soll der OStUffz dann ein Oberstabsunteroffizier sein? Ist ja fast schon Sprachvergewaltigung.
Gespeichert

Hubertus77

  • Gast
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #3 am: 06. April 2018, 09:43:19 »

Auch wenn ich den Dienstgrad "Korporal" recht gewöhnungsbedürftig finde, halte ich das Grundkonzept für eine gelungene Verbesserung. So bietet man auch längerdienenden Mannschaftssoldaten eine Aufstiegsperspektive, was zusätzlich zur Attraktivität beitragen wird und nebenbei zu einem Motivationsschub bei OSG´s führt, weil dann eben nicht "Edeka" ist.


Gespeichert

Rollo83

  • Mitglied der Krabbelgruppe
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5.168
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #4 am: 06. April 2018, 09:54:52 »

Also nichts gegen Mannschaftssoldaten und ich hab vollsten Respekt grad für erfahrene OSGs, aber ich weiß nicht ob es richtig ist einen SU A6/A7 zu besolden der eine Berufsausbildung absolviert hat, daneben den Feldwebel/Oberfeldwebel der noch die Meisterausbildung drauf gelegt hat auch in A7 zu besolden und dann einen Mannschaftssoldaten auch in A6/7 einzugruppieren.
Das passt für mich nicht zusammen.

Direkteinstieg OffzMilFD gibt es doch jetzt schon bei den Hubschrauberpiloten und der Flugsicherung.
Wie man das in anderen Fachbereichen umsetzten möchte finde ich interessant, ob das sinnvoll ist weiß ich nicht.
Ein Herausstellungsmerkmal des MilFD ist für mich das er zu den leistungsstärksten Feldwebeln gehört hat und durch eine gewisse Vordienstzeit auch Erfahrungen jeglicher Art gesammelt hat.

Zu dem Punkt BS von diesem Vorschlag enthalte ich mich.
Gespeichert
FmBtl 820 Düsseldorf
LogBtl 467 Volkach
46. OAJMilFD
MatPrfTrp Unna
DSK

BSG1966

  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 2.036
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #5 am: 06. April 2018, 10:01:30 »

Soll der OStUffz dann ein Oberstabsunteroffizier sein? Ist ja fast schon Sprachvergewaltigung.

Ich wäre da tatsächlich auch, um konsequent zu sein, für die Einführung des Oberstabsstabsunteroffiziers.
Gespeichert

FoxtrotUniform

  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.048
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #6 am: 06. April 2018, 10:16:21 »

Volle Zustimmung Rollo. Es muss überall etwas getan werden:

Mannschaftsdienstgrade sollten erweitert werden (zu BS enthalte ich mich ebenfalls, das wird ja auch ministeriell forciert).

Uffz m.P. sollten Besoldungsrechtlich entzerrt werden, der A7 ist hier ein gutes Beispiel.

OffzMilFD sollten gestärkt werden durch Anhebung der Besoldung (siehe auch öffentlicher Dienst vs. Industrie) und man muss die Laufbahnperspektiven bei Ausnutzung der allgeneinen Altersgrenze ausnutzen oder die Durchlässigkeit erhöhen.

Uns OffzTD geht es meiner Meinung nach gut, mit Ausnahme der aktuellen Wartezeiten, die hiervon isoliert zu betrachten wären.
Gespeichert
Hochmut kommt vor dem Fall  ::)

Andi

  • Militärsheriff
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10.161
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #7 am: 06. April 2018, 10:35:57 »

Das nenen einer Quelle, wenn man so etwas zur Diskusion stellt wäre Hilfreich.

Die Quelle ist der Vortrag der Projektgruppe, der aber VS-nfD ist. Interessanter Weise ist diese nicht ganz unrelevante Information aber nicht auf dem Bild.

Schlimm finde ich, dass offensichtlich jetzt wirklich der "Korporal" kommt, obwohl wir ja einfach wieder Uffz/StUffz TrDst daraus hätten machen können (da hat sich halt mal wieder eine fixe Idee verselbständigt). Wobei wir in diesem Fall dann wenigstens auf den ersten Blick zwische Fach- und Truppendienst unterscheiden können. Da hätte man dann aber direkt für alle Laufbahnen in den Dienstgradabzeichen übernehmen sollen - indem für die Fachdiener neue Dienstgradabzeichen eingeführt werden.

Der Direkteinstieg in die Fachoffizierlaufbahn ist zwingend erforderlich und einer der Kernpunkte des Gesamtkonzepts, denn nur so kann man eben gerade für den Bereich IT Fachkräfte auch adäquat besolden bzw. auch mit einer direkten BS-Übernahme locken.

Die BS-Möglichkeit für Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee scheint - wenn das Bild den aktuellen planungsstand umfasst - leider weggefallen zu sein. Sehr schade. Auch der angedachte neue Spitzendienstgrad für Portepees scheint nicht mehr geplant zu sein. Aber das ist vielleicht im Kontext mit dem angestrebten eigenen Besoldungsgesetz für Soldaten zu sehen. Mal schauen.

Größtes Manko - hat man im Ministerium einfach nicht Begriffen - ist aber: Bei den Stabsoffizieren und dienstälteren Portepees hört die Attrakivitätssteigerung auf. Das ist schlicht eine untzweckmäßige kurzsichtige Entscheidung. Vor dem Hintergrund der aktuellen Tarifgespräche für den öffentlichen Dienst hat der Städte- und Gemeindebund völlig richtig darauf hingewiesen, dass die Besoldung im einfachen, mittleren und gehobenen Dienst in fast allen Regionen weit über dem Durchschnitt der Wirtschaft liegt. Das Problem ist die Besoldung im höheren Dienst, da hat der öffentliche Dienst kaum eine Chance gegenüber der Wirtschaft. Weiterhin berücksichtigt die Bundeswehr schlicht den eklatanten Personalmangel im öffentlichen Dienst nicht. Stabsoffiziere bis ca. Mitte 40 werden sicherlich zukünftig öfter in den Beamtenstatus wechseln und der Bundeswehr verloren gehen, wenn hier nicht deutlich an der Attraktivität geschraubt wird (der Dienst selbst, der eigentlich erfüllen sollte ist es nämlich dank des Gesamtustandes der Bundeswehr nicht).

Gruß Andi
Gespeichert
the rest is silence...

Bundeswehrforum.de - Seit 15 Jahren werbefrei!
Helft mit, dass es so bleiben kann.

Rollo83

  • Mitglied der Krabbelgruppe
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5.168
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #8 am: 06. April 2018, 10:53:34 »

Die Besoldung vom einfachen, mittleren und gehobene Dienst liegt ÜBER dem Durchschnitt der privaten Wirtschaft?
Mannschafter - ungelernt
Unteroffizier - Geselle
Feldwebel - Meister
Offizier - ... (gute Frage von mir aus Abteilungsleiter)

Ich hab jetzt nur einen groben Überblick was man in der zivilen Wirtschaft verdient, sehe das in meinem Freundes und Bekanntenkreis. Aber es verdient zumindest kein ungelernter Arbeiter mehr als ein Mannschaftssoldat, viele Gesellen verdienen nicht mehr als ein Unteroffizier und viele Meister grad im Handwerk verdienen weniger als ein Feldwebel.
In gewissen Bereichen wie IT oder Autoindustrie, usw. da mag das hin kommen aber ich denke das im man größeren Teil der zivilen Wirtschaft NICHT mehr verdient als ein Beamter. Die Tarifangstellten  im ö.D. verdienen ja nochmal deutlich unter den Beamten, da mag das dann hin kommen und Bei StOffzen sehe ich das auch so. Aber beim einfachen, mittlernen und gehobenen Dienst wundert mich diese Aussage vom Städte und Gemeindebunde doch etwas.
Gespeichert
FmBtl 820 Düsseldorf
LogBtl 467 Volkach
46. OAJMilFD
MatPrfTrp Unna
DSK

200/3

  • **
  • Offline Offline
  • Beiträge: 138
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #9 am: 06. April 2018, 11:12:59 »

Der Oberstabsunteroffizier (oder was auch immer das "OStuffz" sein soll) ist tatsächlich Humbug, es ist doch schon seit Jahren relativ problemlos möglich als SU in A7 eingewiesen zu werden.

Der Korporal macht in meinen Augen nur Sinn, wenn da im Vorfeld eine zumindest rudimentäre Führerausbildung stattfindet. Und dann haben wir im Prinzip wieder sowas wie den U/SU Truppendienst. Also warum muss hier ein neuer Dienstgrad "erfunden" werden?

Zitat
OffzMilFD sollten gestärkt werden durch Anhebung der Besoldung
     
Allgemein oder nur im Spitzendienstgrad? Im Prinzip hat der Leutnant OffzMilFD durch mehr Dienstzeit und damit eine höhere Erfahrungsstufe ja heute schon "mehr raus" als der Leutnant im TD. Bei A11/A12, allerhöchstens A13 ist dann halt Schluss und er wird wieder vom Truppendiener überholt. Der hat dafür aber auch in aller Regel eine akademische Ausbildung in der Tasche, von daher ist das Überholtwerden an dieser Stelle in meinen Augen auch nicht verwerflich. Sicher könnte die Durchlässigkeit nach oben hin noch erhöht werden...viele FDs entscheiden sich aber nach meiner Erfahrung auch bewusst gegen den "Aufstieg" weil dann die relative Standortsicherheit, die der FD mit sich bringt, wieder flöten geht.
Was mich persönlich am "System OffzMilFD" stört ist die Tatsache, dass man auf den ersten Blick nicht unterscheiden kann, ob man es nun mit einem altgedienten, erfahrenen Fachdienstoffizier zu tun hat oder mit einem unerfahrenen Truppendiener frisch aus dem Studium (mal vom Gesichtsalter abgesehen). Hier würde ich persönlich mir ein System äquivalent den Warrant Officers der US Streitkräfte wünschen, einfach um auf den ersten Blick klar die Trennung zwischen Fachdienst und Truppendienst zu haben. Aus Erfahrungen mit der US Army kann ich sagen, dass bspw. ein CW3 (gefühlt) in einem Btl deutlich mehr "Durchschlagskraft" hat als bei uns z.B. ein Hauptmann FD.
Gespeichert

Andi

  • Militärsheriff
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 10.161
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #10 am: 06. April 2018, 11:54:36 »

In gewissen Bereichen wie IT oder Autoindustrie, usw. da mag das hin kommen aber ich denke das im man größeren Teil der zivilen Wirtschaft NICHT mehr verdient als ein Beamter.

Ich glaube du wolltest auf das Gegenteil hinaus, wenn ich mir anschaue, was du schreibst.

Aber es ist nunmal so: Der öffentliche Dienst zahlt in den drei genannten Laufbahnebenen überdurchschnittlich gut.
Bei Beamten darf sowieso Brutto nicht mit Wirtschafts-Brutto verglichen werden, weiterhin die Beihilfe für die Versicherung nicht vergessen werden. Allen Statusgruppen gemeinsam ist die grundsätzliche unbefristete Anstellung (wenn nicht explizit anders ausgeschrieben) und für die Tarifbeschäftigten kommen noch die arbeitgeberseitigen zusätzlichen rentenversicherungen dazu (Angestellte im öffentlichen Dienst vglb. gehobener/höherer Dienst bekommen regelmäßig mehr Rente als ein vglb. Beamter Pension). Weiterhin gibt es kaum ein wirtschaftliches Risiko für Angehörige des öffentlichen Dienstes ab einem bestimmten Dienstalter zusätzlich eine Unkündbarkeit.


Ich muss allerdings anmerken, dass du mit einer ganz bestimmten Sicht auf die Bezahlung in der Wirtschaft schaust, die seltsamer Weise vielen Soldaten zu eigen ist. Soldaten leben was das angeht gerne in einer absoluten Traumwelt und schätzen die Löhne in der Wirtschaft regelmäßig viel zu hoch ein oder konzentrieren sich auf Spitzenbranchen (oder auf Tätigkeiten wo für viel Geld auch unbegrenzte Arbeitsleistung gefordert wird). Dementsprechend ambivalent sind dann auch die Erfahrungen am Ende der Dienstzeit von Kameraden, die ins zivile gehen.

Aber um mal mit Ungelernten anzufangen: Sie werden im regelmfall mit (branchenspezifischem) Mindestlohn bezahlt. Das bedeutet für einen voll arbeitenden (41- Stundenwoche) ungelernten Arbeiter derzeit 1449,76 € brutto (!) im Monat. Das verdient jemand, der im Öffentlichen Dienst mit A3 einsteigt bereits locker netto ab dem ersten Tag. In der Bundesbeamtenbesoldung arbeitet niemand für unter 2000€ brutto im Monat!

Weiterhin gibt es übrigens auch ganze Branchen in denen auch ausgelernte Gesellen regelmäßig nur mit dem gesetzlichen Mindestlohn nach hause gehen: Frisöre und Sicherheitsdienstleister sind hier das beste Beispiel.
Und auch da wo Tarifverträge bezahlt werden sind die Bezahlungen von Gesellen regelmäßig unterirdisch! Erzieher und medizinische Fachangestellte (bzw. der gesamte medizinische und soziale Sektor).
Als Beispiel: Eine Bekannte von mir wurde als Medizinische Fachangestellte mit 26 (!) bereits übertariflich (!) bezahlt und ist mit 2000€ brutto nach hause gegangen - das sind gerade mal 1500€ netto.


Das lässt sich auch mit der Meister und mittleren Management-Ebene fortführen.

Wo in der Wirtschaft massiv überdurchschnittliche Gehälter gezahlt werden reden wir entweder über absolute Spezialisten oder über Positionen bei denen 70-80 Stundenwochen völlig normal sind. Ist übrigens auch eine Erfahrung vieler ausscheidender Offiziere, die zu Unternehmensberatungen gehen. Das Gehalt ist tatsächlich vergleichbar, dafür wird aber unbegrenzte Arbeitsleistung eingefordert und nach spätestens zwei Jahren sucht man sich freiwillig einen neuen - regelmäßig weit schlechter bezahlten - Job.

Gruß Andi
« Letzte Änderung: 06. April 2018, 11:59:06 von Andi »
Gespeichert
the rest is silence...

Bundeswehrforum.de - Seit 15 Jahren werbefrei!
Helft mit, dass es so bleiben kann.

Pericranium

  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.642
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #11 am: 06. April 2018, 11:56:26 »

Die Besoldung vom einfachen, mittleren und gehobene Dienst liegt ÜBER dem Durchschnitt der privaten Wirtschaft?
Mannschafter - ungelernt
Unteroffizier - Geselle
Feldwebel - Meister
Offizier - ... (gute Frage von mir aus Abteilungsleiter)

Ich hab jetzt nur einen groben Überblick was man in der zivilen Wirtschaft verdient, sehe das in meinem Freundes und Bekanntenkreis. Aber es verdient zumindest kein ungelernter Arbeiter mehr als ein Mannschaftssoldat, viele Gesellen verdienen nicht mehr als ein Unteroffizier und viele Meister grad im Handwerk verdienen weniger als ein Feldwebel.

Ja, passt doch. Verwechselst du da gerade über und unter?
Gespeichert

Ralf

  • Personaler
  • Global Moderator
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 15.538
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #12 am: 06. April 2018, 12:27:51 »

Zitat
Die BS-Möglichkeit für Mannschaften und Unteroffiziere ohne Portepee scheint - wenn das Bild den aktuellen planungsstand umfasst - leider weggefallen zu sein.
Nein, das kommt, mit unterschiedlichen Zeithorizonten.
Vielleicht sollte es dann auch Mengenrabatt beim BU-Schreiben geben.
Zitat
Direkteinstieg OffzMilFD gibt es doch jetzt schon bei den Hubschrauberpiloten und der Flugsicherung.
Nein, nicht wirklich, hier wird über die Krücke FA TrD und Lfb-Wechsel frühestens als Fhj zum OA MilFDeingestellt. Es sind btw. alle Flg-Verwendungen (also Jet, WSO, Trsp, Hschr, RPA) und die MILFVK.
Der nunmehr umzusetzenden Direkteinstieg ist dann ein echter Direkteinstieg.

Zu VS-NfD wurde ja bereits alles gesagt.
Gespeichert
Bundeswehrforum.de - Seit 15 Jahren werbefrei!
Helft mit, dass es so bleibt.

dunstig

  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 3.151
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #13 am: 06. April 2018, 12:32:13 »

Zitat
Wo in der Wirtschaft massiv überdurchschnittliche Gehälter gezahlt werden reden wir entweder über absolute Spezialisten oder über Positionen bei denen 70-80 Stundenwochen völlig normal sind. Ist übrigens auch eine Erfahrung vieler ausscheidender Offiziere, die zu Unternehmensberatungen gehen. Das Gehalt ist tatsächlich vergleichbar, dafür wird aber unbegrenzte Arbeitsleistung eingefordert und nach spätestens zwei Jahren sucht man sich freiwillig einen neuen - regelmäßig weit schlechter bezahlten - Job.

Auch wenn ich dir in vielen Punkten zustimme. Mal ein Beispiel der anderen Seite: Die Luftwaffe hat 200 Offiziere in einer Kooperation, welche im Vergleich zu den zivilen Kollegen deutlich schlechter bezahlt werden, bei deutlich mehr Arbeitszeit. Und das ist nun mal auch ein Problem, dass die Bundesbesoldungsordnung nicht flexibel genug für Spezialisten ist und für das ganze Bundesgebiet einheitlich gilt. Denn der gehobene Dienst in der Region Ingolstadt/München wird definitiv nicht überdurchschnittlich bezahlt. Im technischen Sektor eher massiv unterdurchschnittlich. Deswegen ist es kein Wunder, dass nicht wenige dem Ausscheiden entgegenfiebern.
Gespeichert
"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

F_K

  • die wandelnde ZDV
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 13.201
Antw:Neuordnung Laufbahn
« Antwort #14 am: 06. April 2018, 13:29:50 »

Frage: wenn das offiziell ist, warum werden dann nicht zulässige Farben für Dienstgradabzeichen gewählt?
Gespeichert
 

© 2002 - 2018 Bundeswehrforum.de