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Autor Thema: Hitzeschäden  (Gelesen 5744 mal)

schlammtreiber

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #30 am: 29. Mai 2018, 16:02:28 »

@Schlammi:
Der Leistungsmarsch war nie ein Wettkampf.
Wettkämpfe mit 20km Marsch und abschließenden Schießen gab es damals schon.

Das weiß ich, mein Hinweis ging dahin, dass ein solches Bohei wegen "nur" 20 km seltsam wäre zu einer Zeit, als der 30 km Leistungsmarsch regelmäßig absolvierter Standard war.
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LwPersFw

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #31 am: 09. Juli 2018, 14:27:14 »

Als Hilfestellung zu diesem Thema wurde für ALLE Soldaten herausgegeben :

SDS-849/0-4000 "Arbeiten ohne Überhitzen"
Informationen und Handlungsrichtlinien zu den Notfällen Hitzeerschöpfung und Hitzschlag


Und in erster Linie für die verantwortlichen Vorgesetzten/Ausbilder:

sei auf die A2-226/0-0-4710

+ Nr 4044 ff insbesondere 4056 bis 4057 "Marsch zu Fuß"

i.V.m.

+ Anlage 7.12 "Merkpunkte zur Verhütung von und Verhalten bei Hitze- und Kälteschäden"

verwiesen.

2 Zitate daraus:

"Alle Vorgesetzten sind verpflichtet, die Maßnahmen zum Verhüten von Hitze- und Kälteschäden durchzusetzen (Anlage 7.12)."


"Merke

Soldaten und Soldatinnen mit Hitzeschäden nicht weitermarschieren lassen, auch nicht mit Kameradenhilfe; für liegenden Transport sorgen."
« Letzte Änderung: 10. Juli 2018, 06:34:29 von LwPersFw »
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wolverine

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #32 am: 03. September 2018, 19:27:23 »

Jetzt gibt es schon Belehrungen auf dem WC.
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Pericranium

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #33 am: 03. September 2018, 19:40:42 »

Jetzt gibt es schon Belehrungen auf dem WC.

Lügenpresse! Da fehlt der durchsichtige Urin!
Aber immerhin einlaminiert, weil es garantiert nicht lange dauern wird, bis der erste dagegen pinkelt um seine Urinfarbe abzugleichen  ;D
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ulli76

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #34 am: 03. September 2018, 20:03:15 »

Früher dachte man, dass man einen so farblosen wie möglichen Urin anstreben solle. Inzwischen kommt man davon weg, weil die Niere problemlos in der Lage ist, Urin zu konzentrieren.
Also er kann auch durchaus hellgelb sein, sollte aber nicht orange/sehr dunkel sein.

Und die Menge sollte halt auch passen. Bei großer Hitze kann es sein, dass man seine 5-6l trinkt und unten so wie sonst irgendwas um 1,5l raus kommen. Durst ist tatsächlich ein guter Indikator, solange man ihn nicht ignoriert.

Und bitte nicht sinnlos Wasser ohne Elektrolyte reinkippen.
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bayern bazi

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #35 am: 04. September 2018, 17:16:30 »


Und bitte nicht sinnlos Wasser ohne Elektrolyte reinkippen.

i bevorzug da Weißbier (zwecks der  Elektrolyte ) ;)
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StierNRW

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Antw:Hitzeschäden
« Antwort #36 am: 17. September 2018, 13:06:12 »

Hallo :)

Nur noch eine kurze Ergänzung für die historisch Interessierten hier.

Das Thema "Körperliche Belastungsfähigkeit von Soldaten" trieb die Bundeswehr schon in den sechziger Jahren um: 

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45520825.html (1969)

(In dem Artikel werden auch ausdrücklich Hitzeschäden mit angesprochen)

Und auch noch hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46409235.html (1967)

Besonders interessant finde ich, daß die Bundeswehr schon damals sehr systematisch an die Erforschung des Themas heranging.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
StierNRW


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pewpewPassi

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Antw:Antw:Bundeswehrausbilder wegen Körperverletzung angeklagt
« Antwort #37 am: 17. September 2018, 13:49:21 »



Hitzeerschöpfung- das ist der typische kollaptische Patient. Üblich bei Wärme und längerer körperlicher Belastung, starkes Schwitzen, was dann irgendwann aufhört. Der Patient ist eher bleich, schwindlig, schwitzig. Man kann z.B. nach Trinkmengen und Urinmenge fragen.


Man kann auch nach der Farbe des Urins fragen, da man durch die Farbe erkennt ob die Person gut Hydriert ist. oder nicht.
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StierNRW

  • Gast
Antw:Hitzeschäden
« Antwort #38 am: 22. September 2018, 20:44:47 »

Werte Mitforisten,

ich habe noch einen - wenn auch zugegebenermaßen sehr heftigen - Beispielfall für Hitzeschäden beim Militär gefunden:

https://www.dailymail.co.uk/news/article-6180069/Judge-throws-court-martial-case-against-two-SAS-soldiers-Brecon-Beacons-deaths.html

Es geht darum, daß im März 2013 drei britische Soldaten (SAS) bei einem Übungsmarsch bzw. kurz danach verstorben sind. Bei zweien war die Todesursache ausdrücklich "Hitzschlag" ("Heatstroke").

Es ist mir vollkommen klar, daß es sich hier nicht um die Bundeswehr, sondern um eine ausländische Spezialeinheit handelt.

Ich weise nur darauf hin, weil man daran sehen kann, wie sich auch sicher sehr fitte und hochqualifizierte Soldaten beim Thema "Hitzeschäden" verschätzen können. Mit eben leider mitunter dramatischen Folgen :'(

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
StierNRW
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Izie

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Antw:Antw:Bundeswehrausbilder wegen Körperverletzung angeklagt
« Antwort #39 am: 28. September 2018, 11:22:35 »



[...]

Sonnenstich- Verursacht von direkter Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Oft Kopf- und Nackenschmerzen, schon früh Sehstörungen und Übelkeit. Hochroter Kopf, aber auch kalter Schweiss und Kreislaufprobleme. Ist eher das Thema bei Sportveranstaltungen. Das Tragen von Kopfbedeckungen verhindert oft Sonnenstiche bei Soldaten.

[...]

Moin, als kleine Ergänzung aus eigener Erfahrung. Ich hatte vor ca. 10 Jahren selbst mal einen Sonnenstich. Selber gemerkt, dass etwas nicht stimmt, habe ich erst - obwohl Übelkeit und leichter Schwindel schon vorhanden waren - als ich Wortfindungsprobleme bekommen habe. Ich kam zwar auf die Wörter, aber ich habe lange gebraucht, um Sätze zu bilden.

Ich wurde damals auch noch gründlich Untersucht da man schlimmeres befürchtete, es war aber dann "nur" der Sonnenstich. Soweit gekommen ist es damals auch nur, weil ich bei der Arbeit nicht schlapp machen und es den anderen zeigen wollte, was ich kann.
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