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  • 17. Oktober 2018, 18:49:27
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Autor Thema: Pilotprojekt zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit gestartet  (Gelesen 3528 mal)

LwPersFw

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"Am 4. Juni hat in der Hagenower Ernst-Moritz-Arndt Kaserne eine neue Grundausbildung begonnen.

Eine Grundausbildung, die im Deutschen Heer so erstmalig durchgeführt wird.

Im Panzergrenadierbataillon 401 werden die jungen Rekrutinnen und Rekruten mit einem neuen Trainingskonzept auf die körperlichen Anforderungen als Soldat im Heer jetzt noch besser vorbereitet.

Die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit bekommt einen größeren Stellenwert in der Grundausbildung.

Differenzierte Leistungsfeststellung, Erstellen von Leistungsgruppen für die einzelnen Soldaten und das Anpassen von Trainingsmethoden kosten Zeit: So wächst der Zeitansatz für Sport und körperliche Leistungsfähigkeit in der Grundausbildung von 70 auf etwa 110 Stunden. Weiter werden zu Beginn und am Ende dieses Ausbildungsabschnittes freiwillig individuelle Körperdaten erhoben und eine Befragung durch das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr durchgeführt. So können etwa Greifkraft oder Armkraft gemessen werden.

Grundsätzlich erfolgt nach einem Eingangstest eine Einteilung in drei Leistungsgruppen, in denen fortan individuell die körperliche Leistungsfähigkeit trainiert und erhöht wird.

Die Ausbildung wie auch die persönliche Motivation eines jeden einzelnen Rekruten werden über den Erfolg entscheiden.

Zwischentests und das Soldaten-Grundfitness-Tool geben während dieser Phase über den jeweiligen Leistungsstand Auskunft.

Ein Ampelsystem wird in Verbindung mit dem Abschlusstest, in der letzten Woche der Grundausbildung, das Ergebnis für jeden einzelnen Soldaten aufzeigen.


Nach der Auswertung des Pilotdurchganges ist abhängig von den Ergebnissen eine Umsetzung für das gesamte Heer für Mitte 2019 angedacht."


Quelle: Bundeswehr.de , Nachrichten und Berichte , vom 12.06.2018
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StOPfr

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Begrüßenswert:
Zitat
Die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit bekommt einen größeren Stellenwert in der Grundausbildung.

Gibt es Sanktionen, wenn die Ziele in den einzelnen Gruppen nicht erreicht werden? Deutlicher: Ist das Ende der Karriere für Soldaten in der schwächsten Gruppe erreicht, wenn sich die Ergebnisse nicht verbessern?
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TomTom2017

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Gibt es Sanktionen, wenn die Ziele in den einzelnen Gruppen nicht erreicht werden? Deutlicher: Ist das Ende der Karriere für Soldaten in der schwächsten Gruppe erreicht, wenn sich die Ergebnisse nicht verbessern?
Naja, schwächste Gruppe ist ja relativ. Entscheidend muss sein, dass man die Mindestanforderungen schafft, die eindeutig zu quantifizieren sind. Weitere körperliche Anforderungen sollten sich aus der konkreten/geplanten Verwendung ergeben.

Aber ich begrüße das auch absolut, dass die körperliche Leistungsfähigkeit einen höheren Stellenwert bekommt. Ich bin gespannt, wie sich das Pilotprojekt entwickelt und mit welchem Ergebnis.
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StOPfr

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An die Verwendung hatte ich auch gedacht. Am Ende der neuen Ausbildung könnten demnach die künftigen Verwendungen noch einmal infrage gestellt werden:

Zitat
Die Ausbildung wie auch die persönliche Motivation eines jeden einzelnen Rekruten werden über den Erfolg entscheiden.

Misserfolg wäre also möglich und könnte bedeuten, dass die ursprüngliche Verwendung mit den gezeigten Leistungen nicht kompatibel ist, eine andere aber durchaus.   
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Ralf

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Zitat
Entscheidend muss sein, dass man die Mindestanforderungen schafft, die eindeutig zu quantifizieren sind.
Sind sie ja (eigentlich), das ist der BFT beim Einstellungstest.
Also ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, da wird man keinen entlassen, der den BFT (erneut) besteht. Wie sollte man das einem Bewerber denn gerichtsfest erklären: jaaa, wir machen einen Einstellungstest, aber eigentlich fordern wir mehr, haben dir das aber nicht vorher mitgeteilt, wie viel mehr und was wir fordern. Denn in der Verpflichtungserklärung steht ja nichts dazu, außer der grundsätzliche Hinweis nach §55 (4), wenn man die Anforderungen an die Laufbahn (nicht Verwendung!) nicht erfüllt.
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F_K

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Na, das Mindestergebnis beim BFT "bescheinigt" nur die Trainierbarkeit, nicht die notwendige Leistung als Soldat.
Diese Forderung liegt höher, ist aber wohl nicht gerichtsfest dokumentiert.
(Bei OA z. B. DSA im ersten Jahr).

Frage: welche Inhalte sind nun gestrichen worden?
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TomTom2017

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Laut Augen geradeaus soll die Gefechtsausbildung erst nach 6 Wochen beginnen:

Die ersten sechs Wochen der neu angetretenen Soldaten sollten vor allem der Bildung körperlicher Fitness dienen, erläuterte ein Sprecher des Heeres am (heutigen) Freitag auf Anfrage von Augen geradeaus!. Erst nach diesen sechs Wochen solle dann die eigentliche Gefechtsausbildung beginnen.
(Quelle: https://augengeradeaus.net/2018/03/heer-stellt-grundausbildung-um-erste-sechs-wochen-fuer-die-fitness/comment-page-1/)
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OSB

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Bei unveränderter Dauer der Grundausbildung? Dann wüsste ich auch gerne was alles gestrichen wurde.
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dunstig

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Würde mich wirklich wundern, wenn langfristig nachgewiesene mangelhafte und ungenügende körperliche Leistungsfähigkeit mal Konsequenzen nach sich ziehen würden. ::)
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

DeltaEcho

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« Antwort #9 am: 14. Juni 2018, 12:05:05 »

Da die OA Ausbildung ab 2019 wieder in den Btl durchgeführt wird, steht nach meinem Kenntnisstand noch nicht fest was mit den OA Btl passiert. Zwei Btl nur für den LIKE wäre eine fragwürdige Daseinsberechtigung.
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Andi

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Zitat
Entscheidend muss sein, dass man die Mindestanforderungen schafft, die eindeutig zu quantifizieren sind.
Sind sie ja (eigentlich), das ist der BFT beim Einstellungstest.

Da der BFT nicht wirklich "nicht bestanden" werden kann muss man da schon klar Grenzwerte definieren. Um die jeweiligen Minimalwerte in den Disziplinen zu erreichen reicht de facto körperliche Anwesenheit.

Gruß Andi
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Ralf

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Nein, man kann ihn auch "nicht bestehen" und das kommt auch schon mal vor. Gerade bei Frauen kommt es ab und an vor, dass diese die Mindestanfornderungen beim Klimmhang nicht schaffen und dann ist der BFT "nicht bestanden".
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KlausP

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« Antwort #12 am: 14. Juni 2018, 13:05:42 »

Hoffentlich trifft das für die FA/UA-Bataillone auch zu!
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aktiver Soldat vom 01.11.71 bis 30.06.06, gedient in zwei Armeen

HUT

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« Antwort #13 am: 14. Juni 2018, 23:08:01 »

@ KlausP

Das wäre mal eine interessante Frage! Es heißt ja, dass die Offizieranwärter nun ihre Laufbahn mit der Grundausbildung in einer Ausbildungseinheit ihrer geplanten Truppengattung beginnen werden. Vor diesem Hintergrund wäre es ja relativ unlogisch, dass für die UA und FA weiter ein Sonderweg beschritten wird.
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« Antwort #14 am: 14. Juni 2018, 23:18:09 »

Das ist halt auch eine Frage der Kapazitäten. OAs kommen 1x im Jahr in überschaubarer Anzahl. UA und FA sind es schon ein paar mehr mit mehreren Einstellungsterminen pro Jahr. Dazu noch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Uffzen, StUffzen und Feldwebeldienstgraden, die mit höheren Dienstgrad einsteigen aber ja auch durch die Grundausbildung müssen.
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