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Autor Thema: Pilotprojekt zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit gestartet  (Gelesen 3523 mal)

KlausP

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« Antwort #15 am: 15. Juni 2018, 08:03:29 »

Das ist halt auch eine Frage der Kapazitäten. OAs kommen 1x im Jahr in überschaubarer Anzahl. UA und FA sind es schon ein paar mehr mit mehreren Einstellungsterminen pro Jahr. Dazu noch eine nicht zu unterschätzende Anzahl an Uffzen, StUffzen und Feldwebeldienstgraden, die mit höheren Dienstgrad einsteigen aber ja auch durch die Grundausbildung müssen.

Das halte ich für ein Scheinargument. Vor der Aufstellung der FA/UA-Bataillone traten die ihren Dienst auch zusammen mit den Mannschaften in den GA-Einheiten der Truppe an. Ich war bei meinen WÜb Spieß in der AusbUstgKp eines PzGrenBtl mit damals vier Zügen mit je 48 Rekruten, inzwischen sind es lt. SollOrg nur noch drei Züge und die werden fast nie voll.
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S1NCO

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« Antwort #16 am: 15. Juni 2018, 08:19:44 »

Die aktuellen Kapazitäten werden mMn trotzdem nicht reichen, in meinem Durchgang, waren wir in nur einer Kompanie 200 Lehrgangsteilnehmer.
Es gibt derzeit 8 Kompanien FA/UA, sowie jeweils eine Inspektion in Hannover, Pfullendorf und Flensburg.
Da der FA/UAL sechs Monate dauert, kommen quasi jedes Quartal neue Soldaten in etwa fünf Kompanien und das sind eben mal leicht bis an die 1.000 Lehrgangsteilnehmer.

Die müsste man eben wieder auf GA-Kompanien in der Truppe verteilen. Hier wurde aber viel gestrichen.
Bei meinem Dienstantritt, 2010, hatte die GebJgBrig in jedem außer dem damaligen GebLogBtl 8 (Zumindest ist mir diesbezüglich nichts bekannt) eine AGA-Kompanie. Nun haben wir noch zwei für die gesamte Brigade (sechs Btl, Brigadestabe, St/FmKp sowie EAZ 230). Klar, wir werden extern aufgefüllt.
Geben aber auch viel an extern ab.

Die Lehrgangsinhalte des FA/UAL könnte man aber in der Truppe problemlos ausbilden.
Ich kam im sechsten Dienstjahr als Laufbahnwechsler auf den Lehrgang und habe bis auf Wehrrecht absolut nichts neues gelernt.
Besonders viel Führerausbildung wurde bis auf zwei Handlungstrainings (Waffen- und Formausbildung) überhaupt nicht betrieben.
War eher wie eine sehr abgespeckte SGA.

Eventuelle wie früher eine Unteroffizierlehrkompanie pro Brigade oder zwei pro Division.
Man darf gespannt sein.
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slider

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« Antwort #17 am: 15. Juni 2018, 09:38:30 »

Das halte ich für ein Scheinargument. Vor der Aufstellung der FA/UA-Bataillone traten die ihren Dienst auch zusammen mit den Mannschaften in den GA-Einheiten der Truppe an. Ich war bei meinen WÜb Spieß in der AusbUstgKp eines PzGrenBtl mit damals vier Zügen mit je 48 Rekruten, inzwischen sind es lt. SollOrg nur noch drei Züge und die werden fast nie voll.

Damals war man ja auch entsprechend aufgestellt. Wie S1NCO anmerkt, existieren aber viele dieser Grundausbildungseinheiten nicht mehr.
Vielleicht könnte man die Rekrutenausbildung ja an den jeweiligen Schulen zentralisieren. Wäre eventuell ein Mittelweg zwischen Bündelung und Kontakt zur Truppe.
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Ralf

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« Antwort #18 am: 15. Juni 2018, 10:24:00 »

Das Heer denkt darüber nach, das auch für UA/FA umzustellen.
Interessant ist, wenn man sich mit einigen Verantwortlichen im Kdo H über das ganze Thema unterhält. Da kann schon der Eindruck aufkommen, dass erst entschieden wurde und anschl. erst über die dazu gehörigen Konsequenzen nachgedacht wurde. Bspw. betrifft das ja nicht nur Heeres-Einheiten, sondern auch Einheiten der SKB und CIR. Ob die das so wollen und können?
« Letzte Änderung: 15. Juni 2018, 10:53:40 von Ralf »
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Ralf

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Ich hab das mal aus dem LIKE-Thread hierher zusammengeführt, da macht es mehr Sinn.
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KlausP

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Ich habe die Ausgliederung der Ausbildung des Führernachwuchses aus den Truppenteilen schon damals nicht für richtig erachtet und daran halte ich immer noch fest.
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miguhamburg1

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Es ist auch wirklich nie schlüssig und nachvollziehbar gewesen, weshalb diese Umstellung überhaupt einmal erfolgte.

Die Marine kennt keine Truppengattungen und insofern war es dort dann auch sinnvoll, die Offizierausbildung mit der MSM zu verknüpfen und unter deren Federführung durchzuführen. Da die Piloten der Luftwaffe ohnehin einen getrennten Ausbildungsgang vom Rest haben, gilt das Gleiche wie bei der Marine. Kern des Heeres sind allerdings immer die Truppengattungen gewesen - und sowohl Führer, als auch Unterführer müssen in deren Wolle gefärbt sein, damit sie ihren späteren Ausbildungs-, Erziehungs- und Führungsauftrag wirksam durchführen können.

Deshalb ist es richtig, dass dieser Ausbildungsunsinn beim Führer-/Unterführernachwuchs sein Ende finden wird!
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funker07

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« Antwort #22 am: 15. Juni 2018, 16:35:31 »

sondern auch Einheiten der SKB und CIR. Ob die das so wollen und können?
Wollen...hmm....können...nein, eigentlich nicht.
Im CIR soll es bald wohl zwei Bataillone geben (welche, steht noch nicht genau fest), in denen die Grundausbildung durchgeführt wird. Dazu kommen auch OAs und gerüchteweise auch FAs/UAs.
Das Ausbildungspersonal muss der Verband sich intern irgendwo zusammenklauen.
Bis jetzt sind die GrpFhr-Stellen gemäß SOLL-Org mit ITFw besetzt.
Wie gut die GrpFhr sind, wenn die seit Jahren nur auf Fachlehrgängen und gelben Übungen waren, kann man sich vorstellen.
Die fachliche Qualifikation leidet massiv, wenn die Soldaten kurz nach den Fachlehrgängen in die Grundausbildung gehen. Danach folgt dann noch der Meister/Operative Professional und es wird verdammt schwierig, den Soldaten auf einen Einsatzdienstposten zu bekommen, der eine hohe fachliche Qualifikation benötigt.

Da sehe ich auch keinen Nachteil in den FA/UA- oder OA-Btl mehr, denn die Ausbildung wird ja nicht zu gunsten von mehr Praxis umgestellt.
Schon jetzt wird das Truppenpraktikum genutzt, um Urlaub abzubauen und Abholpunkte für den nächsten Lehrgang zu schaffen. Ein Einleben in die Truppengattung oder Kennenlernen des zukünftigen Dienstposten findet kaum statt.
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Ralf

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Sollte der Plan des Heeres sich so durchsetzen, würden die HUT (!) UA/FA, die für die SKB und CIR vorgesehen sind auch in der Truppe der SKB/CIR ausgebildet werden, die LUT und MUT nicht. Und da stellt sich die Frage, ob denn bspw. ein LogBtl dann die UA/FA HUT ausbildet oder ausbilden kann.
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KlausP

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Wir hatten ja im Standort zwei GA-Einheiten, die 5./401 und die RekrKp 7. Beide hatten 4 GA-Züge mit je 48 Rekrutenstellen, zusammen also 384 (!). Die inzwischen aufgelöste RekrKp 7 hatte den Auftrag, die GA für die SKB durchzuführen.
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miguhamburg1

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Das ist dann doch eine Frage der Organisation, und die Durchführung dieser sinnvollen Maßnahme wird dann auch gewiss nicht daran scheitern, dass es bisher anders durchgeführt wurde:

Das Heer wird demzufolge seine für die eigene TSK vorgesehenen Mannschaften, UA/S`FA und OA grundausbilden. Ich vermute, dass es dazu in zusätzlichen Truppenteilen GA-Kompanien geben wird.

Die SKB hat doch jetzt bereits GA-Einheiten, in denen HUT, MUT und LUT für die gesamte SKB ausgebildet werden, zum Beispiel die LogBtl in BEELITZ und BURG, das FmBtl in STORKOW und andere. Es ist doch überhaupt kein Problem, hier zusätzliche GA-Einheiten auszuplanen.
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KlausP

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Entweder, man stellt zusätzliche GA-Einheiten auf oder man hängt an bestehende Einheiten einen oder zwei Züge dran. Ich sehe da auch kein großes Problem.
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Ja, da ist doch tatsächlich Luft nach oben.

Und ich weiß aus diesem Zusammenhang, dass es auch sehr schnell geht, diese zusätzlich erforderlichen Dienstposten in den SollOrg der Truppenteile abzubilden. Und wer jetzt fragt, woher denn die Ausbilder/Funktioner für diese GA-Einheiten kommen sollen, darf dann mal in Richtung der personell prall gefüllten OA- und UA/FA-Bataillone schauen ....
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KlausP

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Zitat
... darf dann mal in Richtung der personell prall gefüllten OA- und UA/FA-Bataillone schauen ....

So ein ähnlicher Gedanke schwebte mir auch vor. Ich höre schon gedanklich das Heulen und Zähneklappern der Betroffenen ...  ;D
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Zitat
So ein ähnlicher Gedanke schwebte mir auch vor. Ich höre schon gedanklich das Heulen und Zähneklappern der Betroffenen ...  ;D

Glaub ich nicht mal. Ich würde mal steil behaupten, 75% des Stammpersonals dort, müssen ihr Pflichttor durchlaufen und sind froh, wenn sie wieder weg sind.
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