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Autor Thema: Probleme mit dem originären Kampfstiefel  (Gelesen 3197 mal)

dunstig

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #15 am: 15. Juni 2018, 21:00:35 »

Fand den dienstlich gelieferten auch nicht schlecht. Habe damit mit diversen Marschgruppen sämtliche größeren Märsche ohne wirkliche Probleme überstanden. Gescheit bei der Größe ausmessen und beraten lassen und gescheit eingelaufen saßen die optimal. Lebensdauer immer knapp unter 2 Jahren. Und für ein bisschen mehr Komfort und weniger Gewicht sehe ich es nicht ein, einen eigentlich guten Schuh durch viel Geld zu ersetzen.

Konnte das Gejammer der ganzen Schreibtischtäter bei uns nie nachvollziehen. Einen Marsch im Jahr, sonst nur Blau tragen und trotzdem hunderte von Euro in private Ausrüstung stecken...
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

Sensei69

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #16 am: 17. Juni 2018, 13:33:32 »

Nun mal ganz ehrlich, schon rein physisch hat jeder Mensch einen anderen Fuß sowie jeder einen anderen Fingerabdruck hat.
Daraus folgt, dass ein und derselbe Stiefel, gar wenn man ihn öfter und über längere Zeit tragen muss (damals wie heute), nicht für jeden geeignet sein kann. Wie tragen zivil auch nicht alle dieselben Schuhe...
Muss man hier mittels Socken oder gar Tape nachhelfen, kann ja was nicht richtig sein. M. E. sollte gerade nicht an der "Grundausstattung" des Soldaten, zumal im 21. Jh., gespart werden, währenddessen man sich auf der anderen Seite über die Hochtechnisierung der BW unterhält.
Das geht für mich nicht zusammen. Wo aus monetären Bewegungen am Stiefelmodell gespart wird, und ohne Frage ist der jetzige schwere Kampfstiefel von der Qualität her nicht das Non plus ultra - man schaue sich bspw. mal das Schuhwerk der US-Truppen an - kann mir keiner glaubhaft erzählen, an anderer Stelle würde die betreffende Armee "adäquat" ausgestattet.

Das hat, liebe Leute, wie ich hier und da in den Kommentaren lese, auch nichts mit "untauglich" oder "Schreibtischtäter" zu tun. Bei solchen unqualifizierten Kommentaren geht mir echt das sprichwörtliche Messer in der Tasche auf. Ich bin Infanterist und als solcher natürlich im betreffenden Schuhwerk ordentlich unterwegs. Wenn hier von Schreibtischtätern gesprochen wird, verwundert es doch eher, dass vor allem PP's und Offiziere, die ja - ohne jemandem Nahe treten zu wollen, Ausnahmen hat's immer - im Regelfall und entgegen dem gemeinen Mannschaftsdienstgrad nicht mehr so extrem auf Schusters Rappen unterwegs, nach meiner Beobachtung und Erfahrung gern den "leichten Kampfstiefel" bevorzugen. Diesen oftmals auch als Regelausstattung erhalten. Da frag ich mich schon, wieso eigentlich und nicht der Mann, der kilometerweit durch Feld, Straße, Wald und Unterholz streunt?!

Gruß
 
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F_K

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #17 am: 17. Juni 2018, 14:09:15 »

@ Sensei:

Alles gelesen und verstanden?

Jeder Soldat erhält Kampfstiefel leicht und schwer, plus das Modell für den Formaldienst.
Bei beiden kann man zwischen zwei Modellen wählen, plus "Damenmodelle".

Meindl und Haix sind anerkannte Lieferanten - und die gewählten Modelle schon "high end".
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DeltaEcho

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #18 am: 17. Juni 2018, 14:15:55 »

Warten bis die Umrüstung aufs Kampfstiefelkonzept erfolgt?

Im Bericht des Wehrbeauftragten steht, dass bis Ende 2018 alle Soldaten die überwiegend den Feldanzug tragen umgerüstet sein sollen. Ich persönliche falle unter diese definierte Personengruppe, dennoch gehe ich eher von einer Umrüstung 2020+ aus.
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F_K

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #19 am: 17. Juni 2018, 14:32:51 »

Nein - im Bericht steht, dass der WB hofft, das die Ausstattung nun schnell erfolgt.

Bis Ende 2018 sollen die "alten" Socken aufgebraucht sein, dann soll es Funktionssocken geben.

Schauen wir mal ...

(Bis dahin habe ich mir ein paar Socken gekauft ... damit die guten Stiefel besser funktionieren ...)
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PzPiKp360

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #20 am: 17. Juni 2018, 14:58:00 »

Meindl und Haix sind anerkannte Lieferanten - und die gewählten Modelle schon "high end".

Das sind schöne Aussichten - es geht nichts über die geliebten Island MFS Active.  :-* 8)
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Tommie

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #21 am: 17. Juni 2018, 16:23:09 »

Der Fragesteller ist ein Reservist! Die werden wohl die neuen Stiefel eher zuletzt zu Gesicht bekommen!, es sei denn, sie sind in herausgehobenen Verwendungen! Die Reservedienst Leistenden werden wohl noch für die nächsten paar Jahre die Restbestände der Ex-LHBw "auftragen" müssen!
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F_K

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #22 am: 17. Juni 2018, 16:44:47 »

Lieber Tommie,

Wenn der TE den Ratschlag annimmt, tauscht er ja den Stiefel und dann "passt es".

Ansonsten: Ausstattung ist eine Frage des Ausstattungssoll - und da ist die Statusgruppe nicht so entscheidend.

(Trotz "Resi" hatte ich den "Baltes" und nun den MD Rock - letzterer ist ein Klasse Stiefel).
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Sensei69

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #23 am: 17. Juni 2018, 20:04:10 »

@F_K
Alles gelesen und verstanden, was denken Sie? Mir ging's nunmehr lediglich um den Ton mancher Kommentare, muss mich schon wundern.
Legt man dergleichen auch in der Truppe an, quasi Überheblichkeit aus dem Off heraus, zwingt mir das lediglich ein Kopfschütteln ab. Wie auch immer...

Wie gesagt, ich besitze nur das eine paar Kampfstiefel. Denke auch nicht, dass tauschen so einfach wird. Mancher LHBw Mitarbeiter meint
anscheinend, er verwalte die eigene Geldbörse. Ferner glaube ich auch nicht, dass ich als Reservist und da stimme ich @DeltaEcho zu,
umgehend Nutznießer des genannten Konzepts werde, d. h. Ausrüstung mit zwei paar Kampfstiefeln. Die Stiefel für den Formaldienst
erübrigen sich i. d. R., zumindest bei mir.

 
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KlausP

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #24 am: 17. Juni 2018, 20:26:53 »

Zitat
... Denke auch nicht, dass tauschen so einfach wird ...

Wenn der Lagerfrösi nicht so will wie Sie, dann lassen Sie "höflich aber bestimmt"  ;)  seinen Vorgesetzten antraben. Man darf sich von dem subalternen Personal dort nur nichts gefallen lassen.
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ulli76

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #25 am: 17. Juni 2018, 21:03:09 »

Also bei den Stiefeln gibt es mehrere Problemfelder:
1. Die Kampfstiefel der letzten Generation waren soweit ok, aber von der Qualität schlechter als die davor (schlechtere Lederqualität und schlechtere Haltbarkeit). Für die allermeisten Soldatenfüße ausreichend und nein, da entstehen meist auch keine Schäden.
Ja, es gibt bessere Stiefel auf dem Markt (dem wurde offenbar mit dem neuen Konzept Rechnung getragen) und einige Soldaten haben den Wunsch was "besseres" zu haben. Völlig ok, dann kauft man sich das bessere eben selber.
Das ist so wie wenn mir mein Arbeitgeber nen VW gibt, ich aber lieber Mercedes fahre.

2. Nicht passende Stiefel: Die scheinen in den letzten Jahre tatsächlich ein Problem geworden zu sein (hatte den Spass selber mit einem Paar Einsatzstiefel). Und das ist eben kein Problem der Bequemlichkeit. In diesem Fall ist der Dienstherr eben verpflichtet einen Stiefel zu beschaffen, der passt. Und da muss man bisweilen die LHD-Mitarbeiter aufn Pott setzen, sich nicht abwimmeln lassen und im Zweifel beschweren.

3. Spezielle Einsatzerfordernisse/klimatische Erfordernisse: Auch da hat sich ja zum GLück was getan. Ja, Stiefeltragen in der Hitze macht gerne Fusspilz. Aber es gibt auch einige Möglichkeiten, diesen zu vermindern. Was viele nicht wissen- die Poren der Wüstenstiefel setzen sich gerne durch feinen Sand/Staub zu und müssen regelmäßig freigeschrubbt werden. Oft wird das nicht getan. Häufiges Wechseln der Socken, Pflege der Haxn und halt Behandlung des Pilzes.
Inzwischen dürfen die Tropenstiefel ja auch im Inland getragen werden. Man sollte sich aber im Einzelfall überlegen, ob das überhaupt zweckmäßig ist.

4. Fussbett bei Knie- und Rückenproblemen: Nicht alle Knie- und Rückenprobleme gehen auf Probleme mit dem Fussbett zurück. Vermutlich sogar die meisten nicht. Da muss man im Einzelfall schauen, was das Problem ist und mit welcher Stiefelmodifikation das verändert werden kann.

Und ja, es gibt durchaus Unterschiede zwischen Menschen, die eher im Büro sitzen und denen, die jeden Tag im Gelände rumturnen.
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OSB

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #26 am: 17. Juni 2018, 22:19:43 »



Zitat
... Denke auch nicht, dass tauschen so einfach wird ...

Man darf sich von dem subalternen Personal dort nur nichts gefallen lassen.

Das ist genau der Punkt den es zu überwinden gilt: Es gibt überhaupt keinen Grund sich von Hinz und Kunz hinterm Tresen abbürsten lassen zu müssen. Also freundlich aber bestimmt die eigene Entscheidung mitteilen, für verbindlich erklären und eventuelle Diskussionen mit deren Chef führen. Das hilft in der Regel.
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Sensei69

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #27 am: 18. Juni 2018, 15:03:53 »

Jo, ich bin die Tage ja noch mal dort, aktuelle Aussage vom "Chef" hiesiger LHBw: Der Truppenarzt muss es bescheinigen und nach dem neuen Kampfstiefelkonzept
werden erst mal nur die Aktiven aus- bzw. umgerüstet. Die sah ich heute wie wild tauschen  :-\
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Ralf

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #28 am: 18. Juni 2018, 16:12:44 »

Das mit dem TrArzt ist definitiv falsch. Ein TrArzt kann nur medizinisch notwendige Schuhe verschreiben und das nur bei einer durch eine Fehlstellung bedingten Notwendigkeit (incl. Fehlerziffer etc.). Das hab ich schwarz-auf-weiß  ;)
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KlausP

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Antw:Probleme mit dem originären Kampfstiefel
« Antwort #29 am: 18. Juni 2018, 16:16:50 »

Zitat
... aktuelle Aussage vom "Chef" hiesiger LHBw: Der Truppenarzt muss es bescheinigen ...

Aber nicht, wenn der Stiefel nicht richtig passt oder wenn er, wie bei Ihnen, schief zusammengeschustert wurde.
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