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Autor Thema: Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert  (Gelesen 812 mal)

LwLauch

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Vorerst wird es kein kostenloses Breitband-Internet für die Soldaten der Bundeswehr geben. Das Projekt wird sich erst in zwei Jahren umsetzen lassen. [...]

Von der Leyen zog aus der Verzögerung Konsequenzen: Die verantwortliche Abteilungsleiterin wurde Ende März in den Ruhestand geschickt.


Weiterlesen: https://www.golem.de/news/verteidigungsministerin-versprechen-auf-freies-internet-der-bundeswehr-scheitert-1806-135235.html
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Verteidiger

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #1 am: 30. Juni 2018, 10:16:02 »

Das ist wieder so ein Thema, welches den Zustand der Bundeswehr gut beschreibt. Panzer fahren nicht, Schiffe schwimmen nicht und Hubschrauber fliegen nicht und es wird über das Internet auf den Stuben nach Dienst diskutiert. Da werden die Pioritäten falsch gesetzt. Nicht falsch verstehen. Ich freue mich über den Fernseher auf Stube und den Kühlschrank, aber man sollte sich im klaren sein, dass kaum ein Bewerber zur Bundeswehr kommt, nur weil es dort jetzt Internet, Fernseher und Kühlschrank gibt. Das sind Dinge die sind nett, aber nicht wirklich relevant für die Kameraden.

Fernseher: Das lineare Fernsehn ist für viele jüngere Kameraden ein Auslaufmodell. Serien, Dokus und Filme kann ich mir am Wochenende downloaden und in der Kaserne über den Laptop angucken. Da brauche kein TV.

Kühlschrank: Ich für meine Teil habe nie einen Kühlschrank gebraucht. Für was auch? Esse in der Kantine und meine Wasserflasche braucht jetzt keine Kühlung. Für die Kameraden, die einen Kühlschrank benötigen, die könnten sich einen kaufen. Kostenpunkt um die 100€. Plus die möglichkeit das Ding nach dem DZE auch privat zu nutzen.

Internet: Es gibt schon seit über 5 Jahren Tarife im D-Netz, die einem 5,5 GB Internet im Monat für 15€ anbieten. Das reicht in der Kaserne komplett aus, solange man keine Filme guckt. Da brauche ich kein Bundeswehreigenes Internet, wo ich vermutlich mich noch anmelden muss und bürokratische Formalitäten erledigen muss. Plus die (therothische) Möglichkeit der Überwachung meiner privaten Internetkommunikation.


Das Ziel dieser Verbresserungen ist ehrenwert, aber es wird weder die Zufriedenheit der Kameraden noch die Bewerberzahlen erhöhen. Das Geld wäre in anderen Bereichen deutlich besser aufgehoben gewesen
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BulleMölders

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #2 am: 30. Juni 2018, 10:18:43 »

Macht sich aber Medinentechnisch gut.

dunstig

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #3 am: 30. Juni 2018, 10:49:55 »

Tut mir Leid, aber das sehe ich völlig anders. Gerade im Hinblick auf eine Attraktivitätssteigerung für Bestandspersonal. Auch wenn ich seit ein paar Jahren mit dem Studium fertig bin, sehe ich mich mit Mitte 20 immer noch als jemand aus der jüngeren Generation und bin zudem alle paar Wochen zu Lehrgängen und zivilen Schulungen in Deutschland unterwegs. Und für mich sind diese Punkte ein wesentlicher Bestandteil, die die Teilnahme an Bundeswehr-Lehrgängen deutlich erträglicher macht. Nicht umsonst versucht jeder, sich um Bundeswehr-Lehrgänge zu drücken und diese bei zivilen Anbietern zu bekommen. Unter anderem weil die Hotelübernachtung genau diese Aspekte (WLAN, TV) mit einschließt.

Zitat
Panzer fahren nicht, Schiffe schwimmen nicht und Hubschrauber fliegen nicht und es wird über das Internet auf den Stuben nach Dienst diskutiert.
Warum stellt jeder in seiner Argumentation es immer so dar, als wäre dies ein entweder oder? Als würde sich die Gruppe Rüstung mit diesen Themen befassen und damit ihr eigentliches Aufgabengebiet vernachlässigen. Das sind doch völlig andere Themenfelder, die in völlig anderen Bereichen bearbeitet werden. Warum sollte man nicht beide Dinge parallel realisieren dürfen?

Zitat
Fernseher: Das lineare Fernsehn ist für viele jüngere Kameraden ein Auslaufmodell. Serien, Dokus und Filme kann ich mir am Wochenende downloaden und in der Kaserne über den Laptop angucken. Da brauche kein TV.
Dann sieh dir mal an, wieviele Kameraden an der OSLw (sowohl OL1 als auch OL3) und an den Bundeswehruniversitäten ihren eigenen Fernseher mitbringen. Gerade bei kürzeren Lehrgängen oder wenn man am Wochenende mal nicht nach Hause fährt, ist dies für mich alleine zum Verfolgen der Nachrichten oder wie jetzt der WM-Spiele eine schöne Sache. Das mit dem Download ist doch auch nur eine behelfsmäßige Krücke.

Zitat
Kühlschrank: Ich für meine Teil habe nie einen Kühlschrank gebraucht.
Sehe ich durchaus ähnlich, bin aber auch immer froh, wenn ich bei Lehrgängen die Möglichkeit habe, mir für das Wochenende oder Abends ein paar Sachen kühl zu stellen. Eben weil auch nicht jeder Standort eine Truppenküche hat, die abends oder am Wochenende offen hat. Und für die paar Tage werde ich mir sicher keinen privaten kaufen.

Zitat
Internet: Es gibt schon seit über 5 Jahren Tarife im D-Netz, die einem 5,5 GB Internet im Monat für 15€ anbieten. Das reicht in der Kaserne komplett aus, solange man keine Filme guckt. Da brauche ich kein Bundeswehreigenes Internet, wo ich vermutlich mich noch anmelden muss und bürokratische Formalitäten erledigen muss. Plus die (therothische) Möglichkeit der Überwachung meiner privaten Internetkommunikation.
Das gab es in FFB während des OL3 und ging völlig unbürokratisch und war eine tolle Sache. Und mal ehrlich, welcher Jugendliche kommt noch mit 5,5GB heutzutage aus, wenn er darüber streamt, PS zockt, etc. Noch dazu dass die meisten Standorte mitten in der Pampa liegen und einfach keinen Empfang für eine solche Lösung bieten.
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"Ich stehe vor der Bundeswehr, zu der ich seit 22 Jahren auch "meine Armee" sagen kann. Und bin froh, weil ich zu dieser Armee und zu den Menschen, die hier dienen, aus vollem Herzen sagen kann: Diese Bundeswehr ist keine Begrenzung der Freiheit, sie ist eine Stütze unserer Freiheit." Joachim Gauck

funker07

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #4 am: 30. Juni 2018, 17:10:29 »

Volle Zustimmung zum Post von dunstig.
Ist ja toll, wenn man im D2-Netz 10GB bekommt (den Tarif habe ich zum Beispiel), bringt aber nix, wenn die Kaserner am Ar*** der Welt ist und es da kein Handynetz gibt. Bei uns gibts in diverse Gebäuden echt bescheidenen Empfang.
Runterladen von Medieninhalten geht z.B. bei Netflix, Prime-Nutzer haben aber am Rechner pech gehabt.
Spätestens, wenn für irgendwelche Onlinespiele Updates rauskommen, wirds eng mit 10GB.

Und auch mit einer guten Truppenküche ist nicht jeder Standort gesegnet.

Was haben wir davon, wenn wir das so lange verschieben, bis alle Panzer fahren (falls das je passieren wird)?
Die Abteilung der BWI, die sich jetzt drum kümmert und die Anteile BAIUDBw werden sich wohl kaum deshalb um Panzer kümmern.

Wenn aber viel neues Personal direkt in der Probezeit den Widerruf zieht, weil der Standort (für wenige Jahre bzw die Lehrgangsphase wird kaum jemand dahin ziehen) nichts zu bieten hat, kostet und das deutlich mehr als die Kosten für neue IT-Infrastruktur.
Also meine Zufriedenheit (bis vor kurzem Kasernenschläfer, regelmäßig irgendwohin kommandiert) erhöht das deutlich, denn für ne zweitägige Kommandierung nehme ich mir keinen Fernseher mit. Wenn das Mannschaftsheim dann um 18 Uhr zu macht bleibt nicht mehr viel.
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FoxtrotUniform

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #5 am: 01. Juli 2018, 09:01:27 »

Dunstig hat absolut recht. Grundsätzlich wähle ich regelmäßig die Unterkunft in der Liegenschaft, obgleich das Hotel die Vorteile: Frühstücksqualität, Fernseher, WLAN, Handtücher inkludiert, eigenes Badezimmer, Lage.... bietet.

Es ist doch State of the art, dass WLAN, Fernseher und Kühlschrank bereitgestellt werden. Das mögen Kameraden die mit der Zeit stehen geblieben sind, kaum Dienstreisen außerhalb von Truppenübungsplätzen absolvieren und keine längeren Lehrgänge besuchen nicht nachvollziehen können, aber der Ruf aus der Truppe spricht sich absolut für diese Annehmlichkeiten aus.

Der Gedanke Rüstung vs. Betreuung vs. Infrastruktur darf gar nicht aufkommen; Es sind andere Bereiche FF zuständig.

Wer lieber den minimalistischen Ansatz bevorzugt, kann ja die Geräte ausgeschaltet lassen und seinen eigenen, mobilen Datentarif in der Ecke des Gebäudes oder der Liegenschaft nutzen, die highspeed Verbindungen zulässt.
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Hochmut kommt vor dem Fall  ::)

HubschrauBär

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #6 am: 01. Juli 2018, 09:20:08 »

Ich schließe mich den Vorrednern an.
Kostenloses und vor allem flächendeckendes WLAN zumindest in allen Unterkunftsgebäuden wäre ein großer Schritt zur Attraktivität, vor allem auch für diejenigen die viel ausserhalb der Stammeinheit unterwegs sind.

Neben der privaten Nutzung könnte man so auch oft die Dramen, die in Verbindung mit einer GenuCard und Mobilfunknetzen entstehen, minimieren ;-)

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TomTom2017

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Antw:Versprechen auf freies Internet der Bundeswehr scheitert
« Antwort #7 am: 01. Juli 2018, 11:54:54 »

Internet: Es gibt schon seit über 5 Jahren Tarife im D-Netz, die einem 5,5 GB Internet im Monat für 15€ anbieten. Das reicht in der Kaserne komplett aus, solange man keine Filme guckt.
Abgesehen von der Empfangsproblematik, wie die Vorredner richtig hingewiesen haben, ist das Streaming heutzutage die Killeranwendung im Internet. Der meiste Traffic geht eben fürs Streamen drauf. Jetzt zu sagen, 5,5 GB reichen, wenn man keine Filme schaut, geht komplett an der Realität vorbei - vor allem an denen der jüngeren Kameraden/Zielgruppe.

Mal ganz davon abgesehen, dass sich auch die Erwartungshaltung der jüngeren Generation ändert (kann man nun schlecht finden, ändert aber an der Tatsache nichts). Und gerade mit einem kostenlosen, flächendeckenden WLAN hätte die Bw hier punkten können.

Und persönlich: Wenn ich mein mobiles Datenvolumen schone, weil ein WLAN in der Nähe ist, ist es doch nicht schlecht. Und wenn es noch schneller als Edge, 3G und LTE ist, umso besser.
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"Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann" (Wau Holland)
 

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