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Autor Thema: Unwilliger und unkameradschaftlicher Kamerad, wie verhält man sich?  (Gelesen 1271 mal)

W8TT5

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Guten Morgen Kameraden,

ich melde mich mit einem Anliegen was mir aktuell sehr sauer aufstößt.

Leider haben wir im Zug einen Kameraden der es vorzieht MSG oder KzH zu "feiern" statt im Zugrahmen oderdentlich mitzuarbeiten. Ich selber als VP habe bisher 3 Gespräche unter 4 Augen oder zusammen mit seinem Stubenkamerad geführt um ihn etwas in die "Spur" zu bringen und ihn zu einer ordentlichen Mitarbeit zu bewegen. Leider hat dies nicht gefruchtet. Mittlerweile hat gefühlt jeder aus unserem Zug mit dem Kameraden geredet. Das Ergebnis war leider nicht vorhanden. Der Kamerad fällt mittlerweile immer häufiger negativ auf. Sei es das er sich nur die "Rosinen" heraus pickt. (MSG geschrieben und dann früh im Bett liegen bleiben weil Wehrrecht ansteht mit dem Verweis "Ich habe heute keine Lust.") Dann aber zu Ausbildungsteilen wie z.b. NeuSak mitgehen weil man da ja schießen kann.

Weiterhin verliert der Kamerad sehr gerne mal Ausrüstungsteile und wenn wir dann mal nachfragen wie das passieren kann heißt es dann er habe die Ausrüstung beim Schreiber/Munausgeber nicht wiederbekommen. Wenn man dann nachfragt wieso er das nicht meldet wird man dann als "dummer Spast" beleidigt. Der ganze Zug ist mittlerweile mehr als nur genervt von der ganzen Geschichte.

Nun kam es letzte Woche dazu das 2 Kameraden etwas schnippisch gegenüber unserem "Arbeitsverweigerer" geworden sind. (Ich kann das völlig nachvollziehen  halte das aber auch für den falschen Weg.) Das Resultat war das der unwillige und unkameradschaftliche Kamerad gegenüber beiden Kameraden sehr unwirsch geworden ist und ihnen gedroht hat er würde ihnen die Kehle aufschlitzen. Dazu hat er wohl mit dem dienstlich Gelieferten Messer rumgefuchtelt. Also alles in allem eine sehr unschöne Geschichte. Leider habe ich es nicht persönlich mitbekommen. Sonst hätte ich dies direkt gemeldet. Da es mir aber nur von einem der Betroffenen erzählt wurde habe ich erst versucht Ihn zur Meldung zu bewegen. Da er sich aber selber nicht 100% korrekt Verhalten hat will er es nicht melden.

Daher habe ich es selber unserem Hilfsausbilder gemeldet der hat es an unseren Zugdienst weiter gemeldet. Dieser hat uns gesagt wir sollen die Sache unbedingt melden am besten mit Zeugen sonst könne er leider nichts machen. Das ist mir soweit auch klar und völlig verständlich.
Das Problem ist eben das der Betroffene dem die Drohung nicht ausgesprochen wurde es nicht melden will.

Welche Möglichkeiten haben wir als Zug oder eben ich als Einzelperson denn noch um auf den Missstand hinzuweisen? Meiner Meinung nach hat der Kamerad in der Bundeswehr nichts zu suchen. Denn er ist weder charakterlich noch körperlich geeignet. Weiterhin möchte ich mit so einer Person nicht auf der Schießbahn zusammen schießen. Das ist für mich eine tickende Zeitbombe.

Ich hoffe jemand kann hier einen Rat geben. Denn meiner Ansicht nach habe ich bzw. wir als Zug alle Möglichkeiten ausgechöpft.

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Al Terego

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Ist doch ganz einfach. Meldung beim Chef.
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W8TT5

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Ist doch ganz einfach. Meldung beim Chef.


Unser Zugführer ist stellv. Kompaniechef und bis auf den Vorfall mit dem Messer informiert.
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wolverine

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Wehrrecht ist doch Unterricht und kein Geländedienst? Wie kann man sich da mit „keine Lust“ vor drücken? Wenn die Vorgesetzten hier nicht einschreiten, wird es insgesamt schwer.
Und in der gleichen Dienstgradgruppe bleibt halt nur die Meldung; andere Mittel haben nur Vorgesetzte. Wenn die aber nicht wollen, siehe oben.
Das drohen mit dem Kehle aufschlitzen ist klar Straftatbestand und wenn dabei noch mit dem Messer gefuchtelt wird, erst recht. Das käme bei mir höchstens ein Mal vor!
Wenn die Beteiligten aber alle nicht wollen, gefällt es ihnen wohl so.
« Letzte Änderung: 04. November 2018, 14:17:27 von wolverine »
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W8TT5

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Wehrrecht ist doch Unterricht und kein Geländedienst? Wie kann man sich da mit „keine Lust“ vor drücken? Wenn die Vorgesetzten hier nicht einschreiten, wird es insgesamt schwer.
Und in der gleichen Dienstgradgruppe bleibt halt nur die Meldung; andere Mittel haben nur Vorgesetzte. Wenn die aber nicht wollen, siehe oben.
Das drohen mit dem Kehle aufschlitzen ist klar Straftatbestand und wenn dabei noch mit dem Messer gefuchtelt wird, erst recht. Das käme bei mir höchstens ein Mal vor!
Wenn die Beteiligten aber alle nicht wollen, gefällt es ihnen wohl so.


Zu der Zeit war der Kamerad KzH geschrieben ist aber in der Kaserne geblieben. Das habe ich nicht klar zum Ausdruck gebracht. Die Vorgesetzten versuchen da schon einzuschreiten und unser HFw hat letzte Woche nochmal mit dem Kameraden geredet. Das Problem ist eben das sich die Bedrohten Kameraden vor einer Meldung scheuen weil sie selber, wie schon geschrieben, nicht 100% korrekt aufgetreten sind uns nun denken sie hätten irgendwas zu befürchten.

Ich selber kann es halt auch nicht weiter melden als ich dies ohnehin schon getan habe da ich eben nicht anwesend war und es auch nur erzählt bekommen habe. Sehe mich aber eben als VP auch in der Pflicht da einzugreifen. Daher eben auch direkt an den Hilfsausbilder weitergemeldet. Sehe es eben auch nicht als Bagatelle. Schließlich hantiert der Kamerad mit scharfen Waffen. Für mich ist das ein Fall für die Ausschleusung. Zumal wir ja alle erst zum 01.10 angefangen haben. Nach dem aktuellen Informationsstand wäre der Kamerad im Privatem Sektor schon 3x gekündigt worden.
« Letzte Änderung: 04. November 2018, 14:17:06 von wolverine »
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KlausP

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Zitat
... Daher eben auch direkt an den Hilfsausbilder weitergemeldet. ...

Der ist aber die völlig falsche Adresse. Wenn Ihnen sowas zu Ohren kommt melden Sie es an den Disziplinarvorgesetzten, auch dann, wenn es nur "Hörensagen" ist. Das weiter auszuermitteln ist dann einzig und allein seine Aufgabe.
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Ralf

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Zitat
Nach dem aktuellen Informationsstand wäre der Kamerad im Privatem Sektor schon 3x gekündigt worden.
Aber auch nur, wenn die Meldung dort auch abgegeben wurde.
Und da die Betroffenen dies nicht machen, tut sich nichts.
Vielleicht solltest du den Betroffenen mal verdeutlichen was passieren kann, wenn sie das nicht melden und der Typ seine Drohung wahr macht.
Eigenes Fehlverhalten hin oder her, dazu müssten sie halt stehen. Und nun kommt halt noch ein weiteres Fehlverhalten hinzu.

Du meldest das nun deinem DV und er wird die Betroffenen dann als Zeugen vernehmen.
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W8TT5

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Zitat
Nach dem aktuellen Informationsstand wäre der Kamerad im Privatem Sektor schon 3x gekündigt worden.
Aber auch nur, wenn die Meldung dort auch abgegeben wurde.
Und da die Betroffenen dies nicht machen, tut sich nichts.
Vielleicht solltest du den Betroffenen mal verdeutlichen was passieren kann, wenn sie das nicht melden und der Typ seine Drohung wahr macht.
Eigenes Fehlverhalten hin oder her, dazu müssten sie halt stehen. Und nun kommt halt noch ein weiteres Fehlverhalten hinzu.

Du meldest das nun deinem DV und er wird die Betroffenen dann als Zeugen vernehmen.

Ich habe das Gefühl das sich meine Kameraden da gar nicht im klaren darüber sind was für Konsequenzen das für uns alle im schlimmsten Falle haben kann.

Werde so verfahren wie im letzten Satz gesagt. Mache am Montag direkt Meldung und hoffe darauf das die Geschichte geklärt wird.
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TomTom2017

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Mache am Montag direkt Meldung und hoffe darauf das die Geschichte geklärt wird.
Das können Sie annehmen. Der DV muss ermitteln, da hier ein (schweres) Dienstvergehen im Raum steht. Macht er das nicht, begeht es selbst ein Dienstvergehen. Und die betroffenen Kameraden sind zu wahrheitsgemäßer Aussage verpflichtet, ein Aussageverweigerungsrecht sehe ich hier nicht.
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ulli76

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Soso- der Kamerad ist MSG- bleibt einfach im Bett liegen und den Ausbildern soll das nicht auffallen?
Im Zusammenhang mit dem gleichen Kameraden verschwinden immer wieder Ausrüstungsgegenstände und den Ausbildern fällt das nicht auf?
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W8TT5

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Soso- der Kamerad ist MSG- bleibt einfach im Bett liegen und den Ausbildern soll das nicht auffallen?
Im Zusammenhang mit dem gleichen Kameraden verschwinden immer wieder Ausrüstungsgegenstände und den Ausbildern fällt das nicht auf?

No offense, aber ich habe das Gefühl das du meine Beiträge hier nicht ordentlich gelesen hast. Das mit MSG habe ich bereits weiter oben erklärt und den Ausbildern ist der Großteil bekannt. Auch das habe ich bereits geschrieben.
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ulli76

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Dann meldet halt die relevanten Sachen und ignoriert ihn ansonsten.
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Haudegen

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Mal ganz davon abgesehen das sich ihre Geschichte ein wenig krude anhört und ich mir nicht vorstellen kann, dass "alle" Ausbilder davon wissen und der ZgFhr da auch nicht einschreitet, hier der dringende Rat:

Sollte sich die Geschichte sich mit der Drohung so zu getragen haben und das Messer dabei gezückt worden sein, dann schnellstens zum Chef damit, eine Straftat darf man unter keinen Umständen verschweigen. Der KpChef muss ermitteln und der Delinquent wird die längste Zeit Soldat gewesen sein.

Was die anderen beiden Flitzpiepen angeht, auch sie werden vom Chef verhört werden müssen (!) und sind verpflichtet wahrheitsgemäße Angaben zu machen, wenn aus dem piesacken dann nachgewiesenes Mobbing wird, könnte das auch Edeka bedeuten oder aber eine andere Disziplinarmaßnahme.

Aber ich kann Ihnen versichern, niemand muss den Verein verlassen nur weil man mal einen schnippischen Spruch gebracht hat, solange sich dahinter keine sexistische, rassistische etc. Beleidigung verbirgt.
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Tommie

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Ich verstehe das Problem nicht ;) ! "Damals (TM)" wäre da der "Kasernengeist" erschienen und hätte dem "Kameraden" den Gleichschritt mit dem eisernen Ladestock beigebracht ;D ! Da hätte es mitten in der Nacht drei Mal gezuckt und am nächsten tag wäre der Vogel wieder in der Spur gelaufen! Und wenn diese Lektion nicht nachhaltig genug gewesen wäre, dann wäre sie so lange wiederholt worden, bis der Lerneffekt nachweisbar gewesen wäre ;) !
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wolverine

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Ja, und auch „damals“ waren das schon schwere Dienstvergehen und Straftaten und nicht selten ging dann nicht nur ein Störenfried sondern auch eine ganze Gruppe Geister mit. ::) Erst vor das Gericht und dann nach Hause oder gleich irgendwo hin, ohne über Los zu gehen.
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