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Autor Thema: Bundeswehrkarriere und Familie, etwas komplizierter  (Gelesen 5538 mal)

KlausP

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Antw:Bundeswehrkarriere und Familie, etwas komplizierter
« Antwort #15 am: 02. Januar 2019, 22:09:49 »

Das Kosovo steht nach wie vor auf der Staatenliste gem SÜG. Nahe Angehörige (Ehefrau) von dort stellen mit Sicherheit ein besonderes Sicherheitsrisiko dar.

In wiefern ein Sicherheitsrisiko?

Das dürfte spätestens dann ein Problem werden, wenn Sie eine Sicherheitsüberprüfung Ü2 oder gar Ü3 für Ihren Sienstposten benötigen sollten. Ich weiß ja nicht, für welche Laufbahn und welche Verwendung Sie sich bewerben wollen.
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ulli76

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Antw:Bundeswehrkarriere und Familie, etwas komplizierter
« Antwort #16 am: 02. Januar 2019, 22:28:01 »

Alleine die Familie väterlicherseits kann da schon ein Problem darstellen.

Und deine Familie will sich nicht um deine Frau kümmern, weil die sie nicht leiden können?
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HubschrauBär

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Antw:Bundeswehrkarriere und Familie, etwas komplizierter
« Antwort #17 am: 02. Januar 2019, 22:28:26 »

Das Kosovo steht nach wie vor auf der Staatenliste gem SÜG. Nahe Angehörige (Ehefrau) von dort stellen mit Sicherheit ein besonderes Sicherheitsrisiko dar.

In wiefern ein Sicherheitsrisiko?


In wiefern ein Sicherheitsrisiko?

Das Sicherheitsüberprüfugsgesetzt fordert bei der Sicherheitserklärung unter anderem Auskunft über:

"Wohnsitze, Aufenthalte, Reisen, nahe Angehörige und sonstige Beziehungen in und zu Staaten, in denen nach Feststellung des Bundesministeriums des Innern besondere Sicherheitsrisiken für die mit sicherheitsempfindlicher Tätigkeit befassten Personen zu besorgen sind,"
(Vgl SÜG §13, Abs.1 Nr 17)

Dazu hat das Bundesministerium des Inneren eine Liste veröffentlicht

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/sicherheit/staatenliste-anleitung-sicherheitserklaerung.html
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Kestrel

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Antw:Bundeswehrkarriere und Familie, etwas komplizierter
« Antwort #18 am: 02. Januar 2019, 22:34:35 »

In wiefern ein Sicherheitsrisiko?
Deshalb: Es existiert eine Liste Staaten mit besonderem Sicherheitsrisko; diese wird durch das BMI festgelegt. Die Staaten dieser Liste finden sich auch im Sicherheitsüberprüfungsgesetz wieder, denn in einer Sicherheitserklärung sind anzugeben:
Zitat
Wohnsitze, Aufenthalte, Reisen, nahe Angehörige und sonstige Beziehungen in und zu Staaten, in denen nach Feststellung des Bundesministeriums des Innern besondere Sicherheitsrisiken für die mit sicherheitsempfindlicher Tätigkeit befassten Personen zu besorgen sind,

Die Ehefrau ist ein "naher Angehöriger"; als "einzubeziehende Person" wird sie automatisch bis zu einem gewissen Grad mit überprüft. Aber mit der Staatsangehörigkeit einer der Staaten auf der o.a. Liste besteht ein Verfahrenshindernis und die Sicherheitsüberprüfung kann / darf nicht duchgeführt werden. Warum? Weil deutsche Sicherheitsbehörden in diesen Staaten sensible Informationen nicht anfragen fragen können.

Das heisst ganz konkret: Die eingangs angedachte Idee einer Laufbahn als Offizier in der Bundeswehr ist derzeit nicht möglich. Erst nach Ablegen der kosovarischen Staatsbürgerschaft der Ehefrau und mindestens fünf Jahren durchgehenden Aufenthalt in Deutschland könnte eine Sicherheistüberprüfung durchgeführt werden - und diese ist Voraussetzung für jede militärische Laufbahn in der Bundeswehr.

Aus verschiedenen Gründen wird einem das aber nicht beim Karriereberater und vermutlich nicht mal beim Assessmentcenter in Köln gesagt; das vorhersagbare Ergebnis kommt dann später immer wieder als "große Überraschung" daher...

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