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Benötige Hilfe und Rat WDB / PTBS

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smöre:
Hallo Zusammen,

ich verfolge des Öfteren das Forum hier und muss feststellen, dass sich einige sehr gut auskennen und die Antworten ein fundiertes Fachwissen spiegeln.

Jetzt bin ich an einen Punkt angekommen, an dem ich selbst Hilfe benötige und von Eurer Erfahrung mir etwas Rat und Zuspruch erhoffe.

Vorgeschichte:
Von 1.01.1994 bis 31.12.2001 war ich Zeitsoldat SaZ 8 bei der Bundeswehr. Dabei wurde ich als Vpfl. GrpFhr im Auslandseinsatz 1999 beim   1. Kontingent im Kosovo eingesetzt. Bei diesem Einsatze erlebte und sah ich einige Dinge die mich all die Jahre nicht losgelassen haben. Im Laufe der Zeit wurde es immer schlimmer, bis ich im Sept. 2017 nicht mehr konnte. Zu dieser Zeit war ich Psychisch so weit unten, dass es nicht mehr weiter abwärts gehen konnte. Es dauerte allerdings noch ein paar Monate bis ich bereit war mir helfen zu lassen. Im März 2017 machte ich dann eine 6-wöchige Therapie und seitdem bin ich krankgeschrieben.

Im April 2017 kontaktierte ich den Sozialdienst der BW daraufhin wurde mir ein Berater zugewiesen und wir machten ein paar Tage darauf einen Termin aus. Bei diesem Termin stellten wir dann einen Antrag auf WDB und einen Antrag nach dem Eisatzweiterverwendungsgesetz bei ZKAE.

Koordinierungsstelle für Einsatzgeschädigte

Im Mai habe ich dann eine Einladung für Juni 2017 beim Kariere Center der Bundeswehr zur Ärztliche Untersuchung erhalten. Diese wurde durchgeführt und ich wurde an einem Bundeswehr Psychologen weitergeleitet damit er ein Gutachten erstellt. Dies wurde am 20.09.17 durchgeführt mit dem Ergebnis " Einsatzbedingte PTBS und keine geringfügige Schädigung usw.".  Soweit so gut, nach Rücksprache bei meinem Sachbearbeiter beim ZKAE hieß es, dass er erst tätig werden kann, wenn das WDB-Verfahren positiv abgeschlossen sei.

WDB-Verfahren
Es dauerte nicht lange bis einige Schreiben von BAPersBW (Soziale Entschädigung) erhalten habe z.B. das WDB-Verfahren wurde eröffnet und das sich mein Fall erst einmal als schwierig erweist, weil dies schon einige Jahre zurückliegt usw.
Im September 2017 habe ich dann ein Schreiben erhalten das sie die Sachstandsermittlung abgeschlossen haben und meine Akte an den Ärztlichen Dienst weitergeleitet wurde.

Bis dahin dachte ich mir, dass alles recht zügig geht usw. Aber falsch gedacht ab jetzt fängt das Drama an.

Ärztlicher Dienst
Ich dachte mir, ok meine Akte ist beim Ärztlichen Dienst und die werden sich schon bei mir melden bzgl. Termine.
Als ich bis Januar 2018 noch nichts gehört hatte rief ich dort mal an, daraufhin habe ich die Antwort erhalten ich solle mich in 2 Wochen noch einmal melden.
Nach weiteren 2 Wochen angerufen, daraufhin habe ich dann eine Einladung zu einer Präsenz Untersuchung für Ende Februar erhalten. Eine Woche vor der Untersuchung, habe ich dann einen Anruf erhalten, dass der Herr Oberstarzt diese Untersuchung am 25.03.2018 selber durchführen will.
Ok, bin dann am 25.03.2018 bei den Herr Oberstarzt erschienen, dass Gespräch war sehr gut und es dauerte 2,5 Stunden dabei wurde ich Respektvoll usw. behandelt. Nach der Untersuchung sagte der Oberstarzt, dass er meine Akte so schnell wie möglich bearbeiten und an die Verwaltung zurückschicken wird, da nach seiner Einschätzung dringend Handlungsbedarf besteht usw.

Im August 2018 habe ich dann ein Schreiben vom Sachbearbeiter BAPers das meine Akte noch beim Ärztlichen Dienst liegt. Daraufhin habe ich dann den Sachbearbeiter kontaktiert und Ihm Berichtet das die Untersuchung bereits durchgeführt wurde usw. In Abständen von zwei Wochen nervte ich immer wieder den Sachbearbeiter was jetzt los sei. Dieser sprach den Herrn Oberstarzt selbst in wöchentlichen Abständen an sogar über seinen Vorgesetzten. Aber es bewegte sich nichts, die Aussage vom Oberstarzt war immer er kümmert sich darum.
Als sich bis zum Januar 2019 noch immer nichts ergab, kontaktierte ich auf Anraten der ZKAE am 25.01.2019 den PTBS Beauftragten. Über diesen Schritt Informierte ich dann auch den Sachbearbeiter, bei diesem Gespräch sagte er mir. Das der Oberstarzt gesagt habe, dass keine weiteren Zeugen mehr benötigt werden.
Am 30.01.2019 wurde von einem Mitarbeiter des PTBS Beauftragten beim Ärztlichen Dienst nachgefragt was da solange dauert usw.
Siehe da, am 01.02.2019 habe ich dann einen Anruf vom Ärztlichen Dienst erhalten, dass meine Akte jetzt fertig ist und an die Verwaltung zurückgeschickt wurde.
Am 04.02.2019 telefonierte ich noch einmal mit den Sachbearbeiter BAPers, dieser sagte mir, dass laut des Gutachtens vom Oberstarzt jetzt doch die Zeugenaussagen benötigt werden. Er sagte mir noch, wenn die Zeugen meine Aussagen bestätigen, könnte ich nach seiner Erfahrung nach mit einem positiven Bescheid rechnen. Wenn er diese Aussagen hat gehen diese dann mit meiner Akte zum Rechtsanwalt. Ok, was soll´s, dann befragt die Zeugen, hatte bereits Monate zuvor vier Zeugen benannt (mit Anschrift, Telefonnr.). So jetzt wurde der erste Zeuge angeschrieben, zwei Wochen darauf noch einmal zwei, da Fragte ich mich was soll das jetzt, schreibt sie doch gleichzeitig an. Diese Zeugen haben innerhalb von ein paar Tagen das schreiben beantwortet und umgehend zurückgeschickt.
So jetzt liegen alle Zeugenaussagen vor aber trotzdem geht nichts weiter, weil der Sachbearbeiter krank ist. Bin echt am verzweifeln im Moment. Finanziell sieht es sehr düster aus, wurde nach 18 Monaten von der Krankenkasse ausgesteuert, musste dann zu einem Sozialnedizinischen Gutachter des Arbeitsamtes einem PROF. DR. Onkologe (nicht mal ein Psychiater). Der mich behandelte wie sein Stück D…., dort musste ich mir Sachen anhören, wie „sein Großvater war im 2 Weltkrieg und wurde durch ganz Europa gescheucht und musste danach auch Arbeiten usw. usw.“ und ich kann doch noch 4 Stunden am Tag arbeiten. Was mir aber niemand sagte, war das einem dann das Arbeitslosengeld um 50% gekürzt wird. Klasse!!!!

Meine Fragen
-   Hat jemand Erfahrung wie lange es dauert, wenn alle Unterlagen vorliegen bis ein Bescheid erstellt wird. Wie lange braucht der Rechtsanwalt?
-   Diese Vorgehensweise ist doch nicht normal?
-   Macht es Sinn den Wehrbeauftragten einzuschalten?
-   Es kann doch nicht sein, dass Akten verschimmeln, wenn jemand krank ist?

Es tut mir leid, dass ich jetzt einen Roman geschrieben habe. Aber ich musste feststellen, dass dies doch etwas befreiend ist, wenn man sich mal ausk….
Bitte keine Rückmeldungen von Besserwisser usw. Dies kann ich bei meiner Psychischen Verfassung jetzt wirklich nicht brauchen. Bin von den erdrückenden Behörden Marathon eh schon mehr als genervt.

ulli76:
Hast du einen Lotsen, der dich unterstützt? Und ja du solltest noch einmal den PTBS-Beauftragten kontaktieren. Dafür ist der da.

Über den komischen Amtsarzt Beschwerde einreichen.

smöre:
Einen Lotsen habe ich nicht.

Es ist nicht möglich, dass man eine Beschwerde über einen Amtsarzt einreicht. Darüber habe ich mich schon informiert. Damals bin och diesen Herrn PROF. DR: Super Held schon ins Wort gefallen und wollte mich verteidigen. Seine Antwort darauf war, dass wir die Untersuchung auch abbrechen können weil ich meiner Mitwirkungspflicht nicht nachkomme. Dann wäre mir das Arbeitslosengeld komplett gestrichen worden. Es ist so etwas von sinnlos gegen die vorzugehen. Man wird dort behandelt wie ein Mensch 2 Klasse.

Frage, wie kann mich ein Lotse dabei Unterstützen?

smöre:
Diesen Vorfall habe ich auch meiner Betreuerin von der Arbeitsargentur geschildert und Ihr vorgetragen.
Das einzige was Sie dazu gesagt hat, erst einmal gelacht hähähä es ist halt mal so.

Darauf stellte ich Sie zur rede was das jetzt soll usw. das ich hier eine Beschwerde vorbringe und Sie lacht nur.
Antwort: Sie können ja einen Anwalt nehmen und dagegen klagen.
Ohne Worte

Ich habe eh schon genügend Probleme (mit mir selbst) ich brauche keine weiteren.

ulli76:
Natürlich gibt es Beschwerdemöglichkeiten gegen Amtsärzte und Sachbearbeiter.

Du solltest dir einen Lotsen suchen, der dich unterstützt. Eben weil der Papierkram bei jemandem mit PTBS enorm Kraft kostet. Und der PTBS-Beauftragte ist ja absichtlich eine niederschwellig erreichbare Institution. Der soll ja gerade direkt unterstützen, wenn im Verfahren was nicht rund läuft.

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