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Autor Thema: Weisung für die Reservistenarbeit in den Jahren 2020 - 2022 / Grundbeorderung  (Gelesen 12554 mal)

Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #15 am: 24. Oktober 2019, 09:53:00 »

Ich sehe auch das Hauptproblem für die Umsetzung darin, dass die Arbeitgeber aus der freien Wirtschaft dem teilweise sehr skeptisch gegenüber stehen.

Die Angestellten, die sich für RDL interessieren, sind oftmals Spezialisten in ihrem Betrieb/Unternehmen und würden dem AG in der Zeit der "Wehrübung" schlichtweg fehlen - ersatzlos, weil eben Spezialisten auf ihrem Gebiet. Ein finanzieller Ausgleich allein würde als nicht ausreichend betrachtet werden, da die ausgeübte Tätigkeit nicht ersetzt werden könnte/würde. Außer, die Finanzspritze würde ausreichen, eine Vertretung auszubilden und dann einsetzen zu können. Ich denke, die Höhe dessen könnte den Rahmen des Wehr-/Reserveetats sprengen.
Sehr viel Konjunktiv ...

Andere AG, so meine Erfahrung, lehnen das Prinzip an sich ab. Hier wäre ein gesellschaftlicher Konsens nötig, womit wir uns heute bekanntermaßen schwer tun - siehe andere gesellschaftspolitische Themen. Jedenfalls bekam ich auch schon mal Kommentare wie: "Wenn es Ihnen bei der Bw so gut gefällt, können Sie ja kündigen und dorthin zurück gehen. Ansonsten bleiben Sie her." zu hören.

Geltendes Recht einfach mal anwenden wäre auch eine Alternative, aber mit welchen Folgen? Zumindest wäre das nicht förderlich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen AG und AN einerseits, sowie zwischen Unternehmen und Staat/Bundeswehr andererseits.
Und ich bezweifle, dass die Bundeswehr Interesse daran hat, dass seine Reserve Ärger mit dessen Brötchengeber bekommt, nur weil sie Reservedienst leisten möchte.

Es bleibt das Dilemma, wie frei ein Reservist ist, auch tatsächlich "üben" zu gehen.
Meist nimmt er dann doch seinen Erholungsurlaub dafür (sofern die Familie da mitmacht), und wohl dem, der darüber hinaus die Möglichkeit bekommt, auf "gesetzlichen" Weg freigestellt werden zu können.

Nur eine persönliche Meinung eines "glücklichen" Reservisten ...
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F_K

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #16 am: 24. Oktober 2019, 09:59:24 »

Zitat
Geltendes Recht einfach mal anwenden wäre auch eine Alternative, aber mit welchen Folgen?

Hä?

Gerade die Anwendung von Recht und Gesetz schafft VERTRAUEN - der Verzicht darauf ist Willkür - ohne jegliches Vertrauen.
(.. und der gute Kaufmann / AG handelt natürlich nach dem geltenden Recht!)
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Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #17 am: 24. Oktober 2019, 10:40:18 »

Wie ich versuchte darzustellen, wenn der AG es nicht möchte, dass sein AN wegen einer RDL fehlt, da ihm Arbeitskraft abhanden geht, dann kann es noch so legal und eventuell legitim sein, aber der AG empfindet es als Benachteiligung, die in der Regel der AN zu spüren bekommt.
Recht ist zwar eine klare Ansage, wenn es aber als Zwang empfunden wird, dann schafft das bestimmt kein Vertrauen.
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F_K

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #18 am: 24. Oktober 2019, 10:43:53 »

Recht und Gesetz ist IMMER Zwang, den es soll ja den Schwachen vor dem Starken bzw. das Recht gegen das Unrecht beschützen (notfalls mit Zwangsmaßnahmen oder Gewalt).

Und natürlich schafft es Vertrauen, wenn ich darauf vertrauen kann, rechtlich einwandfrei behandelt zu werden und nicht Willkür ausgesetzt zu sein.

Was ist den Vertrauen für Dich? Der Arbeitgeber macht "was er will, auch gegen Recht und Gesetz" - weil er "stärker" ist?
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Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #19 am: 24. Oktober 2019, 11:49:04 »

Wir haben immer noch das Prinzip der Freiwilligkeit, für den Reservisten wie auch dem Arbeitgeber.
Sobald der AG nicht willig ist, ist es im Nachhinein nicht hilfreich, als übender Reservist seinen Brötchengeber vor den Kopf zu stoßen, so sehr er auch im Recht sein mag.
Im Zweifel wird sich der Reservist eher für den Erhalt des Arbeitsplatzes entscheiden, als für eine RDL, die im Vergleich zur Erwerbstätigkeit eher die Bezeichnung "Hobby" trägt.

Was könnte der zum Recht gezwungene AG (und dadurch verärgerte) machen?
Den AN übergehen, wenn es um Weiterbildung, Förderung und Beförderung geht, und sich einem AN zuwenden, dem er mehr "Treue" zutraut.
Den nächstbesten Grund suchen, sich von seinem AN zu trennen, weil er sich gegen dessen Wunsch sein Recht verschafft hat.
Im schlimmsten Fall hat dann der Reservist geübt, ist aber irgendwann aufgrund dessen (natürlich nicht offiziell) ohne Arbeit.
Wurde irgendjemandem damit geholfen, nur weil es rechtens ist, RD zu leisten?

Daher ist es wichtig, mit dem AG einen Konsens erzielen zu können, über geltendes Recht hinaus.
Ich finde es persönlich auch sehr schade, dass sich solche Situationen ergeben, aber es ist leider Alltag.

Rechtssprechung ist die Theorie, die Praxis kann sich anders darstellen.
Und wie bekannt sind Recht und Gerechtigkeit zwei verschiedene Paar Schuhe.
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F_K

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #20 am: 24. Oktober 2019, 12:33:45 »

Zitat
Wir haben immer noch das Prinzip der Freiwilligkeit, für den Reservisten wie auch dem Arbeitgeber.

Negativ - der AG hat den Res für RDL bis 6 Wochen im Jahr freizustellen - gesetzlich geregelt.

Recht und Gesetz sind keine "Theorie", sondern in einem Rechtsstaat regelmäßig gelebte Praxis.

(Das es oft Fehlverhalten unterhalb einer justiziablen Schwelle gibt, ist ein anderes Thema).
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KlausP

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #21 am: 24. Oktober 2019, 12:49:26 »

Ich empfehle einfach mal die Lektüre des Wehrpflichtgesetzes, welches nach wie vor Gültigkeit hat - Nürnberg mit der Ausnahme, dass die Einberufung zum verpflichtenden Grundwehrdienst ausgesetzt ist. Alle ausscheidenden Soldaten unterliegen demzufolge nach wie vor der Wehrüberwachung. Dass die durch die entsprechenden Organe derzeit so gut wie nicht ausgeübt wird, weil die entsprechenden Kapazitäten zusammen mit der Aussetzung des GWD in die Tonne gekloppt wurden, steht auf einem anderen Blatt.

Zitat
... 5073. Der Schwerpunkt bei der bedarfsgerechten Befüllung der Reserve liegt bei den strukturgebundenen Dienstposten der VstkgRes, insbesondere bei den ErgTrT, dem Feldersatz und den RSUKr. ...

Da hat man Einiges sogar schon vor der Aussetzung des GWD "nicht mehr gebraucht". "Meine" FErsKp im PzGrenBtl wurde zu Ende 2006 aufgelöst, und das war bestimmt auch nicht nur meine sondern vermutlich alle im Heer. Und die FersBtl wurden noch früher dicht gemacht. Jetzt plötzlich wird man wohl wieder wach.
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schlammtreiber

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #22 am: 24. Oktober 2019, 12:59:43 »

Da hat man Einiges sogar schon vor der Aussetzung des GWD "nicht mehr gebraucht". "Meine" FErsKp im PzGrenBtl wurde zu Ende 2006 aufgelöst, und das war bestimmt auch nicht nur meine sondern vermutlich alle im Heer. Und die FersBtl wurden noch früher dicht gemacht. Jetzt plötzlich wird man wohl wieder wach.

Sehr richtig.
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Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #23 am: 24. Oktober 2019, 13:20:23 »

Zitat
Wir haben immer noch das Prinzip der Freiwilligkeit, für den Reservisten wie auch dem Arbeitgeber.

Negativ - der AG hat den Res für RDL bis 6 Wochen im Jahr freizustellen - gesetzlich geregelt.

Recht und Gesetz sind keine "Theorie", sondern in einem Rechtsstaat regelmäßig gelebte Praxis.

(Das es oft Fehlverhalten unterhalb einer justiziablen Schwelle gibt, ist ein anderes Thema).

Eben, da muss man sich überlegen, was einem wichtiger ist. Die Wahrnehmung eines verbrieften Rechts kann Konsequenzen nach sich ziehen, die unmittelbar damit in Verbindung stehen.
Wenn alle AG diesbezüglich die Meinung vertreten würden, sie seien bereit, die Anforderungen ihres Unternehmens denen des Bundes unterzuordnen, würden wir diese Diskussion nicht führen. Sich seinem AG entgegenzustellen ist schon ... sagen wir mal mutig.
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F_K

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #24 am: 24. Oktober 2019, 13:37:12 »

@ Col:

Wer freiwillig "verbriefte" Positionen räumt ohne diese zu verteidigen (oder wenigstens ein Verzögerungsgefecht zu führen), ist ein "Weichei" und wird immer deswegen Nachteile zu erleiden haben.

"Mut" ist nicht verlangt - aber tapfer verteidigen haben wir mal geschworen - und sollte doch auch der Anspruch in eigenen Dingen sein.
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Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #25 am: 24. Oktober 2019, 14:28:44 »

.. Jedenfalls bekam ich auch schon mal Kommentare wie: "Wenn es Ihnen bei der Bw so gut gefällt, können Sie ja kündigen und dorthin zurück gehen. Ansonsten bleiben Sie her." zu hören. ...

Als ich den Spruch gehört habe, habe ich mich tatsächlich gefragt, "Was nun, was tun?"
Ich wäre gerne tiefer in die Diskussion gegangen, und war bereit, zu argumentieren. Mein AG hat mir aber ganz schnell und deutlich zu verstehen gegeben, das Thema sei für ihn damit gegessen.
Da kommt einem schon der Gedanke, dass man bei nächster Gelegenheit entweder das Unternehmen verlasse müsse, oder zumindest keine Entwicklungsmöglichkeit bekäme. Da ist einem das Hemd (der Arbeitsplatz) näher als die Hose (das Ehrenamt), und man wägt ab. Ich bin mir sicher, ich bin bei weitem nicht der Einzige, der vor solch einem Dilemma stand.
Ich hätte also mein Recht wahrnehmen können, der AG hätte rechtlich nichts dagegen unternehmen können - aber was dann, später und in Zukunft?
Und nur darauf spiele ich an, und hier ist es dann schon mutig, sich nicht nur für sein recht einzusetzen, sondern vor allem sich gegen seinen AG zu stellen (sofern er eben nicht mitspielt).

Mein jetziger AG ist da wesentlich kulanter (sage ich), er gesteht mir meine RDL gerne zu, bat mich aber nicht mehr als 4 Wochen hierfür in Anspruch zu nehmen. Denn er möchte meine Fähigkeiten da haben, wo er sie bezahlt und benötigt. Bin ich nicht da, ist keiner, der das an meiner statt erledigen kann. Und auch hier geht es sicherlich nicht nur mir so.
Würde ich in "zwingen", auch 8 Wochen RDL akzeptieren zu müssen, bräuchte ich ihn kaum in Zukunft ansprechen, wenn ich andere Wünsche oder Bedürfnisse hätte. Er würde mich andererseits auch nicht mehr so sehr mit einbeziehen wie bisher, da ich ihn subjektiv "angepisst" hätte und er kein Vertrauen in meine absolute Zusammenarbeit haben könnte.

Das tatsächliche Leben ist ein Geben und Nehmen, und Gesetze bilden hierfür einen Rahmen (möglichst klar und zu verlässig), das Geschehen selbst spielt sich aber innerhalb des Rahmens ab, der Rahmen lässt hier in der Regel einen Spielraum zu.
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F_K

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #26 am: 24. Oktober 2019, 14:53:30 »

@ Col:

Was machst Du, wenn Dein AG sagt, er muss sparen und 20 % Gehaltskürzung wären ja nicht so schlimm? Bietest Du 30 % an, weil Du ja ein guter AN sein willst?
Oder wenn er keine Sozialabgaben mehr zahlen möchte?
Oder gegen Sicherheitsbestimmungen verstößt?

8 Wochen im Jahr steht für "normale" RDL nicht zur Diskussion, weil hier das Gesetz max. 6 Wochen im Jahr vorsieht.

Ich rate auch immer an, ohne "Gefechte" durchs Leben zu kommen - aber Konflikte gibt es immer, und da sollte man sich an gesetzliche Vorgaben halten  ...
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Col bleu

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Antw:Die NEUE Strategie der Reserve
« Antwort #27 am: 24. Oktober 2019, 15:28:16 »

Ob 8 oder 6 Wochen, es ist mehr als im gegenseitigen Einvernehmen vereinbart.

Wenn der AG Probleme hat, setzt er sich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft zusammen und sucht nach einem gemeinsamen, tragfähigem Kompromiss.
Und ja, das kann auch schlimmsten Fall Gehaltskürzungen oder Verzicht auf tarifliche Sonderleistungen beinhalten.

Man kann durchs Leben gehen und zusehen, dass alles nacht recht und Gesetz geregelt wird, oder aber man setzt sich zusammen und versucht etine Vereinbarung zu finden, mit der alle leben können, ohne Gerichte zu bemühen.
Ich stehe für Letzteres ein.
Denn bevor man sein Recht auf RDL durchsetzt, um in einem späteren Falle vergeblich auf Verständnis seines AG setzt, und der dann vor Gericht durchsetzt, dass man seinen Arbeitsplatz verliert (und sei es in einer Güteverhandlung), gebe ich mich mit dem zufrieden, was ich habe.
Und mein Arbeitsplatz ist mir im Zweifel wichtiger als eine erfüllte ehrenamtliche Tätigkeit zum "Wohle des Volkes".

Zugegebenermaßen kenne ich mich im öffentlichen Dienst nicht aus, vielleicht kommt man dort aber damit einfacher durchs Leben.
Dort, wo ich tätig bin, pflegt man das miteinander und versucht, gegenseitig auf Wünsche und Befindlichkeiten einzugehen.
Wenn ich übe stelle ich aber auch fest, dort wird auch nur bedingt darauf eingegangen, aber sehr schnell gemeldet, beschwert und kompromisslos geregelt.
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« Antwort #28 am: 24. Oktober 2019, 15:43:14 »

@ col:

Soweit sind wir nicht voneinander entfernt - für mich ist allerdings die BASIS eines EINVERNEHMLICHEN Handelns immer die geltenden Gesetze und relevante Vorschriften - auf dieser Basis ist der gemeinsame, tragfähige Kompromiss zu finden - es ist "sinnlos", Dinge neu zu verhandeln, die in der Gesellschaft schon in Form von Gesetzen allgemeinverbindlich geregelt sind.

Ich "diskutiere" doch mit meinem AG nicht, dass dieser Gesetze einzuhalten hat, sich an den schriftlichen Vertrag mit mir zu halten hat oder Sozialabgaben zu leisten hat - dass ist  die unabdingbare Basis, auf deren Fundament nach Lösungen gesucht werden kann.

( … und ja, ich habe mich mit meinem AG auch auf bis zu 4 Wochen RDL im Jahr "geeinigt - weil es da auch Wiederstände gab - aber "on top" dann doch eine bes. Auslandsverwendung gemacht .. halt 2,5 Monate ..)
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Col bleu

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« Antwort #29 am: 24. Oktober 2019, 16:28:09 »

Soweit sind wir nicht voneinander entfernt
@ F_K
Das freut mich. :-)

Regeln jeglicher Art sind dafür da, das Miteinander in der Gesellschaft zu ordnen und möglichst vielen (wenn nicht allen) klare Anweisungen zu geben, wie ein welcher Situation gehandelt werden soll, zum Wohle der Allgemeinheit. Die ältesten mit bekannte Regeln sind die 10 Gebote.
In der Praxis der Anwendbarkeit der Gesetze ergibt sich jedoch ein Interpretationsspielraum, den jegliche Partei gerne versucht, zu seinen Gunsten auszulegen. Diese werden durch die Anwälte vorgetragen, der Richter entscheidet sich dann für eine Variante, manchmal sieht er euch einen Mittelweg, bzw. hat eine 3. Ansicht.

Nun sagt die Gesetzgebung, der Dienst für den Staat ist rechtens.
Andererseits hat der AG auch einen Arbeitsvertrag mit seinem AN, mit einem berechtigten Interesse, dessen Arbeitskraft auch dauerhaft nutzen zu können.
Und es hat unterm Strich, denke ich, noch Niemandem geholfen, sich per Gerichtsentscheid gegen seinen Vorgesetzten durchzusetzen - das Miteinander ist in der Regel stark gestört.

Und wäre das alles einfach, dann bräuchte man auch nicht darüber zu diskutieren, wie AG motiviert werden sollen, ihre Resis üben zu lassen.
Warten wir doch einfach ab, wie die neue Strategie der Reserve umgesetzt werden soll und kann.
Denn es lohnt sich, zu üben, und macht doppelt Spaß, wenn alle mitspielen...

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