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Autor Thema: Infos/Fragen zum Assessment  (Gelesen 6472 mal)

LwPersFw

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Infos/Fragen zum Assessment
« am: 26. Januar 2020, 13:56:27 »

Am 6. November 2019 ist die Karriere-Hotline der Personalgewinnung der Bundeswehr vollständig auf das Kommunikationscenter des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr umgestellt worden.

Seit Mittwoch, 8 Uhr werden nun alle bundesweit eingehenden Gespräche und E-Mails durch das Kommunikationscenter in Stuttgart bearbeitet.


Bis dato wurden die Anrufe direkt in die Karriereberatungsbüros geleitet.



Schneller zum Beratungstermin

Die Übernahme der bundesweiten Karriere-Hotline ist ein Meilenstein der Projektplanung.

Ab jetzt ist die Karriereberatung von allen telefonischen Erstkontakten zu den Interessierten befreit und kann sich voll auf das Thema Beraten konzentrieren.

Neben Telefonie und Terminvergabe werden jetzt auch E-Mailverkehr und zukünftig Karrierechat zentral angeboten.
Das erlaubt eine synchronisierte Terminplanung zwischen dem Kommunikationscenter und den Beratungsbüros.
Sind die Fragen am Telefon spezieller, werden die Interessierten an Profis der Karriereberatung, sogenannte Senior Agents, weitergeleitet.

Seit dem Beginn des Pilotbetriebes vor fast einem Jahr, sind schrittweise alle Bundesländer in den Pilotbetrieb integriert worden.

Das Kommunikationscenter ist Montag bis Freitag von 08:00 bis 20:00 Uhr erreichbar.

Durch die zentrale Terminvergabe können dem Bewerber oder der Bewerberin verschiedene Termine in den umliegenden Karriereberatungsbüros vorgeschlagen werden.
Somit entscheiden Sie selbst, wann und wo Sie beraten werden möchten.


Schnell, freundlich und bewerberorientiert – das ist die Philosophie der Erstansprechstelle der Bundeswehr.
Durch die Inbetriebnahme des Kommunikationscenters der Personalgewinnungsorganisation der Bundeswehr steht den Expertinnen und Experten der
Karriereberatung der Bundeswehr mehr Zeit für die Bewerberinnen und Bewerber und somit für das Kerngeschäft „Informieren und Beraten“ zur Verfügung.



Möchten auch Sie ein Beratungsgespräch vereinbaren?

Wählen Sie die kostenlose Hotline:

0800 9800880



(Quelle: personal.bundeswehr.de vom 12.11.2019)


############################################################################################

Da es hier immer wieder auftaucht... Widerspruch gegen das Ergebnis des KC/AC

...natürlich kann jeder Bewerber gegen eine Ablehnung beim KC/AC Rechtsmittel einlegen.

Jeder bekommt einen Bescheid ... darin sollte darauf hingewiesen werden.
Mit dem Hinweis bei welcher Stelle einzulegen ... und in welcher Frist (!).

Es gilt die Frist im Bescheid !!!


Wurde die Nennung einer Frist unterlassen, gilt das Folgende:

"Nachdem das Ergebnis des Auswahlverfahrens eröffnet, verkündet bzw. zugestellt wurde,
kann gegen diese Entscheidung unter Berücksichtigung der verwaltungsrechtlichen Bestimmungen 6
innerhalb eines Jahres ein förmlicher Rechtsbehelf eingelegt werden.
Eine endgültige Ablehnung der Einstellung steht erst nach Ablauf dieses Jahres fest.

6 Gemäß § 58 VwVGO beginnt die Frist für ein Rechtsmittel oder einen anderen Rechtsbehelf nur zu laufen,
wenn die Beteiligte bzw. der Beteiligte über den Rechtsbehelf, die Verwaltungsbehörde oder das Gericht, bei
denen der Rechtsbehelf anzubringen ist, den Sitz und die einzuhaltende Frist schriftlich oder elektronisch
belehrt worden ist. Ist die Belehrung unterblieben oder unrichtig erteilt, so ist die Einlegung des
Rechtsbehelfs nur innerhalb eines Jahres seit Zustellung, Eröffnung oder Verkündung zulässig."
C1-1333/16-5017



Wird der Rechtsbehelf fristgerecht eingelegt, wird dieser geprüft.

Hat der Bewerber/die Bewerberin mit seinen Einlassungen Erfolg, kann das AC/KC,
ggf. auf Veranlassung, seine Entscheidung prüfen und ggf. abändern:

"Überprüfung der Eignungsfeststellung

Werden nach dem Assessment im weiteren Verfahren zur Einstellung/Übernahme Umstände
oder Erkenntnisse über die Bewerberin bzw. den Bewerber bekannt, die die Eignungsfeststellung im
Nachhinein gänzlich oder in Teilen verändern, kann das BAPersBw oder KarrC Bw mit Assessment
die Auswahlentscheidung, die Verwendungsvorschläge und die Empfehlungen zum Studium oder zur
Ausbildung ändern, die Nichteignung feststellen oder auf eine nochmalige Durchführung des
Assessments oder Teilen davon erkennen, wenn dies zur Klärung strittiger Fragen oder zum
Zwecke der Einstellung erforderlich ist
. Die Überprüfung kann auch durch BMVg P I 4 oder BMVg P
III 5 veranlasst werden. Die Feststellung ist schriftlich festzuhalten und zu begründen.

Die bzw. der Betroffene ist über die Entscheidung unter Angabe einer Begründung schriftlich zu informieren."
A-1333/16



Grundsätzlich sollte man aber vor dem Einlegen des Rechtsbehelf in Ruhe Nachdenken... sich selbst hinterfragen...
Das Einlegen macht nur Sinn, wenn man wirklich sachlich begründbare Aspekte darlegen kann...
« Letzte Änderung: 21. November 2020, 12:42:57 von Ralf »
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Ralf

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Antw:Fragen zum Assessment
« Antwort #1 am: 21. November 2020, 11:15:45 »

Aus dem Karrierecenter in Düsseldorf werden gerade Fragen und Antworten zusammengestellt, die derzeit sehr häufig auftreten. Ich gebe die hier mal wieder, weil sie sicherlich auch hier die eine oder andere Frage entbehrlich machen:
Frage des Tages !
Wird mit den Bewerberinnen und Bewerbern für den Freiwilligen Wehrdienst (FWD) oder/und Soldaten auf Zeit in den Karrierecentern der berühmt berüchtigte Sporttest durchgeführt ?
Zitat

Durchatmen !! Nein, aufgrund der Sondersituation in der Corona-Pandemie führen wir derzeit für unsere SaZ-Bewerber in allen Karrierecentern keine Sporttests durch. Für die FWD gab es diesen Test ohnehin nicht.
Lediglich unsere Bewerberinnen und Bewerber für eine 🚴‍♂️🚴‍♂️🚴‍♂️Beamtenlaufbahn in der Fachrichtung Feuerwehr wird ein Sporttest abverlangt.
Aber: Wer als Soldat zur Bundeswehr will, sollte körperlich mindestens ein bisschen fit sein. Ich verspreche Euch - mit einer guten körperlichen Fitness kann man sich die Grundausbildung deutlich leichter machen.
Und noch eins: Wer in einer "Kampfverwendung", z.B. der Jägertruppe eingestellt werden will, bei denen schauen sich unsere Prüferinnen und Prüfer sehr genau an, ob sportliche Voraussetzungen mitgebracht werden, um ein Scheitern in diesen körperlich anspruchsvollen Verwendungen zu vermeiden. So werden wir mit Euch darüber sprechen, ob und wieviel Sport Ihr in Eurer Freizeit treibt.
Also: Haltet Euch fit !!! So oder so - das ist Bestandteil unseres Berufs.
« Letzte Änderung: 21. November 2020, 11:19:19 von Ralf »
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Ralf

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Antw:Fragen zum Assessment
« Antwort #2 am: 21. November 2020, 11:16:52 »

Frage des Tages (2): Wann werde ICH denn endlich zu meinem Test als FWD oder SaZ eingeladen ??!
Zitat

Yeap – das ist tatsächlich eine der am schwierigsten zu beantwortenden Fragen in meinem Geschäft. Ich will es trotzdem versuchen:
Corona hat die Arbeit auch im Karrierecenter der Bundeswehr III in Düsseldorf kräftig durcheinander gewürfelt. So konnten wir eine ganze Zeitlang gar nicht prüfen und eine Weile nur mit sehr eingeschränkten Kapazitäten. Mittlerweile läuft unser Betrieb – trotz jeder Menge Corona-Schutz-Maßnahmen – wieder auf vollen Touren.
Aber genau deshalb haben wir im Moment mehr Bewerbungen, als wir zeitnah abarbeiten können, denn unsere Karriereberater haben auch während des Lockdowns Eure Bewerbungen angenommen und weiter beraten – und viele von Euch haben diese Chance, sich bei uns zu bewerben auch genutzt.
Wenn ich aber mehr Bewerbungen habe, als ich abarbeiten kann, muss ich überlegen, wen ich von Euch bevorzugt zu einem Test einlade:
Was machen wir also ?:
Wir schauen uns regelmäßig an, welche Einstellungsangebote wir ganz aktuell verfügbar haben und zu welchem Zeitpunkt wir diese Einstellungen anbieten können. Das nennen wir unseren Bedarf.
Dann schauen wir in Eure Bewerbungsunterlagen und prüfen, wie gut Euer Profil (das sind Eure schulischen und beruflichen Erfahrungen und Leistungen, das sind Eure Verwendungswünsche und das sind Eure Wünsche hinsichtlich eines Einstellungstermins in der Bundeswehr) auf unseren Bedarf passt. Finden wir also Bewerberinnen und Bewerber, die gut auf aktuelle Stellenausschreibungen und unseren Bedarf passen, laden wir Euch ein. Manchmal ist das die Bewerberin oder der Bewerber, die/der erst letzte Woche beim Karriereberater seine Bewerbung abgegeben hat, manchmal sind das aber auch Bewerber, die sich vielleicht schon vor sechs Monaten beworben haben.
Ja, und unser Bedarf, also die verfügbaren Einstellungsmöglichkeiten, aber auch die Vorgaben, welcher Bedarf vorrangig besetzt werden soll, ändern sich immer wieder mal. So hatten wir lange Zeit die Aufgabe, vorrangig FWD, aber auch spezielle SaZ (zum Beispiel mit IT- und Elektroniker-Erfahrung) zu gewinnen.
Die nächsten Wochen prüfen wir nun im Schwerpunkt den neuen „FWD Heimatschutz“. Vielleicht auch eine interessante Alternative für Euch !? Trotzdem gibt es auch weiter Einladungen für "normale" FWD, aber auch SaZ-Bewerber.
Ihr seht also – das Geschäft mit der Ladung ist auch für uns super kompliziert.
Aber: So wie wir jetzt vorgehen, macht das echt Sinn: Es wäre ja ziemlich doof, wenn wir Euch zu einem Test ranholen, Ihr macht ein gutes Testergebnis – und ich kann Euch keine Einstellungsmöglichkeit am Ende aufzeigen. Das hilft Niemandem !
Zwei letzte Gedanken:
Es gibt auch Bewerbungen, für die wir auch in absehbarer Zeit keinen Bedarf feststellen können. Hier gehen wir davon aus, dass wir kein „Matching“ zwischen Euren Leistungen und Fähigkeiten und unseren Stellenangeboten finden werden. In diesen Fällen führt das auch mal zu Absagen, ohne dass wir Euch zu einem Test eingeladen haben. Das bedauern wir sehr – andererseits wollen wir Euch auch nicht zu lange in der Ungewissheit belassen, ob Ihr jetzt eine Chance bei der Bundeswehr habt oder nicht. In der Regel könnt Ihr Euch aber später bei der Bundeswehr erneut bewerben.
Die zweite Anmerkung ist: Wir versuchen fast jede Einladung im Augenblick mit Euch persönlich - vorzugsweise telefonisch - abzustimmen. Seit so nett und sagt Euren Einladungstermin wieder ab, wenn Euch etwas dazwischen gekommen ist ! Ein anderer Bewerber hätte dann die Chance, statt Euch an dem Test teilzunehmen.
« Letzte Änderung: 21. November 2020, 11:18:54 von Ralf »
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Ralf

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Antw:Infos/Fragen zum Assessment
« Antwort #3 am: 28. November 2020, 12:20:53 »

Zitat
Frage des Tages (3): Kann ich mich - trotz Corona – jetzt eigentlich bei der Karriereberatung der Bundeswehr beraten lassen – und wie geht das ?
Yes – You Can !!! Natürlich beraten wir Dich auch in dieser schwierigen Corona-Situation weiter ! Allerdings machen wir´s in NRW – gerade mit Blick auf die schwierige Situation in unseren Ballungsgebieten – im Augenblick etwas anders als noch vor der Corona-Pandemie: So führen wir seit ein paar Wochen mit Euch die Beratungsgespräche in der Regel wieder telefonisch.
Obwohl wir uns extrem viel Mühe gegeben haben, Euren Besuch in den Beratungsbüros sowohl für Euch, aber auch für unsere Menschen dort, zu einer Oase der Corona-Freiheit werden zu lassen, wollen wir Euch im Moment aber auch nicht zumuten, z.B. mit voll besetzten öffentlichen Verkehrsmitteln zu uns kommen zu müssen.
Deshalb erreicht Ihr unsere Karriereberater derzeit nur über´s Telefon. Wir bemühen uns aktuell, auch diesen Service zu erweitern und Video-Beratungen anzubieten. Ihr könnt Euch aber sicher vorstellen, dass das technisch gar nicht so schwierig ist, aber wir wollen natürlich auch Euren Datenschutz mit höchsten Standards bei diesen Video-Beratungen gewährleisten. Und daran arbeiten wir im Augenblick sehr intensiv, denn jemandem beim Sprechen in die Augen schauen zu können, macht Beratung natürlich für alle Beteiligten noch effizienter. 
Einen Termin für ein Beratungsgespräch könnt Ihr unter der bundeseinheitlichen Rufnummer
0800 9800880
vereinbaren.
Natürlich könnt Ihr auch ONLINE ein solches Beratungsgespräch beantragen. Schaut mal hier:
https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-weg-zu-uns/kontakt
Noch drei kleine Tipps:
Es schadet wirklich nicht, sich vor einem Gespräch mit einem Karriereberater schonmal ein bisschen schlau zu machen. Dann kann man auch viel zielgerichteter Fragen stellen ! Einen guten Einstieg mit jeder Menge Infos findet Ihr hier:
https://www.bundeswehrkarriere.de/
Auch sollten Ihr Euch vielleicht vor Eurem Telefonat mit dem Karriereberater bereits Eure Zeugnisse, Gesellenbrief, Meisterbrief o.ä. rauskramen. Wenn Ihr Euch bewerbt, braucht Ihr die Sachen sowieso und es könnte ja sein, dass der Karriereberater nach solchen Dingen im Telefonat auch mal fragt.
Achja, und die dritte Sache ist: Legt Euch ein Blatt Papier und einen funktionierenden Stift bereit – so altmodisch – so gut ! Vielleicht wollt Ihr Euch ja ein paar Notizen machen oder vorher bereits ein paar Fragen aufschreiben, die Ihr klären wollt …
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2020, 06:27:08 von Ralf »
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Ralf

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Antw:Infos/Fragen zum Assessment
« Antwort #4 am: 01. Dezember 2020, 16:19:46 »

Zitat
Frage des Tages (4):
Im Prüfgespräch – Was fragen die da eigentlich so?

Nun, zur Beantwortung dieser Frage, die natürlich viele von Euch bewegt, habe ich mir heute Experten-Unterstützung geholt: Jana F. ist eine unserer erfahrensten Psychologinnen im Prüfbereich des KarrC Bw III, und wird Euch heute nachfolgend ein paar Tipps und Kniffe verraten:
Viele von Euch fühlen sich vor dem Prüfgespräch unsicher oder sind gar nervös, weil sie nicht so recht wissen, was wir fragen könnten. Ganz wichtig, auch hier: macht Euch nicht verrückt!
Meistens sind wir bei diesen Prüfgesprächen zu zweit. Dann sitzen Euch ein Offizier und ein Psychologe gegenüber. In der Regel stellt aber nur einer von uns die Fragen und der andere protokolliert Deine Antworten. In Corona-Zeiten prüft Euch aber oft auch nur einer von uns beiden. Das kann dann mal ein Offizier sein oder eben einer unserer Psychologinnen.
Ach ja: Wir stellen grundsätzlich keine Fangfragen. Uns geht es darum, Euch als Person kennenzulernen. Viele Informationen haben wir schon – bevor es ins abschließende Prüfgespräch geht – aus Eurer Bewerbung, z.B. eurem Lebenslauf. Und natürlich kennen wir Eure Computertest-Ergebnisse. Zu Eurem Lebenslauf stellen wir sicher die ein oder andere Frage und ihr bekommt die Möglichkeit zu erklären, was ihr wann und warum gemacht habt. Je nachdem, wieviele berufliche Stationen ihr schon in Eurem Leben durchlaufen habt, richtet sich, wie intensiv wir uns darüber unterhalten.
Natürlich wollen wir auch wissen, warum ihr Soldat werden wollt! Hier gibt es keine komplett „richtige“ oder „falsche“ Antwort, sondern es geht mehr darum, zu erkennen, wie wichtig Euch dieser Beruf ist und wie Ihr uns das erklären könnt. Klar solltet Ihr Euch auch bereits vorher damit befasst haben, was es bedeutet, Soldat oder Soldatin zu werden. Klar solltet ihr auch etwas zu Eurer Wunschverwendung sagen können und warum ihr diese gerne machen wollt.
Ja, und dann wollen wir natürlich wissen, ob Ihr Euch über Euren Wunsch-Arbeitgeber Bundeswehr gut informiert habt. Das erwartet aber glaube ich jede Firma, bei der Ihr Euch bewerbt – oder !? Wir stellen vermutlich ein paar Fragen zur Sicherheitspolitik: So kann es sein, dass wir etwas zu den aktuellen Auslandseinsätzen und den Militärbündnissen stellen (z.B.: „In welchen Ländern sind wir zur Zeit eingesetzt?“, „Warum sind wir eigentlich in diesen Einsätzen ?“). Über diese Themen könnt ihr Euch gut auf den Internetseiten der Bundeswehr informieren. Dazu müsst ihr keine teuren Bücher kaufen! Eine gute Quelle sind auch die Youtube-Serien der Bundeswehr. Grundsätzlich gilt: je höher die Laufbahn ist, für die ihr Euch beworben habt, desto mehr Kenntnisse erwarten wir von Euch! Und umgekehrt gilt auch: wenn Eure Wunsch-Verwendung und -Laufbahn gut zu Euren bisherigen Leistungen passt, verläuft das Gespräch oftmals ganz locker. Vielleicht kommen wir auch nochmal auf einzelne Fragen aus dem Computertest zurück, wenn es dazu noch Unklarheiten gibt.
Viele Bewerber sagen nach dem Gespräch zu uns: ´Ich habe mir das viel schlimmer vorgestellt!´.
Nachdem sich Deine Prüfer beraten haben, werden wir Dir ein Gesamtergebnis mitteilen: Klar freuen wir uns, wenn wir Dir sagen können, dass Du für Deine Wunschlaufbahn (z.B. Mannschaftslaufbahn) geeignet bist und wir werden Dir auch erklären, für welche Verwendungen (z.B. Stabsdienst) wir Dich vorschlagen. Das sind oft mehrere Vorschläge, damit der Einplaner danach mit Dir zusammen eine für Dich passende Stelle aus der Stellenbörse raussuchen kann. Idealerweise entspricht dieser Vorschlag dann dem Plan, den Dein Karriereberater bereits vorher mit Dir durchgesprochen hat.
Natürlich kann es auch vorkommen, dass man im Prüfgespräch nicht besteht und abgelehnt wird. Das passiert wirklich – ist aber auch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Gründe dafür sind nie nur in Eurer Performance im Gespräch zu suchen, meistens sind es mehrere Faktoren, die dazu führen, dass ihr momentan noch nicht für den Soldatenberuf geeignet seid.
Vielleicht noch ein Tipp, der für uns ganz wichtig ist: Seit im Gespräch immer offen und ehrlich ! Oft sind Bewerber besorgt, weil sie evtl. in der Vergangenheit „mal Mist gebaut“ haben. Wenn das so ist, geht bitte ehrlich damit um. Wenn wir im Gespräch offen darüber reden, können wir viel besser einschätzen, was passiert ist und wie Ihr heute dazu steht. Viel schlechter kommt es an (und führt eher zu Misserfolg!), wenn wir es erst im Nachhinein erfahren. 
Also: Wenn Ihr Euch ein wenig über die Bundeswehr informiert und im Gespräch offen und ehrlich auftretet, seid Ihr auf einem super Weg! Wir freuen uns auf das Gespräch mit Euch!
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2020, 06:26:44 von Ralf »
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Ralf

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Antw:Infos/Fragen zum Assessment
« Antwort #5 am: 03. Dezember 2020, 12:01:07 »

Zitat
Frage des Tages (5):
Muss ich eigentlich einen Computertest machen? Kann ich dabei auch durchfallen?

Heute habe ich mir Unterstützung von einer Expertin für unsere Computertestung („CAT-Testung“ nennen wir das) im KarrC Bw III Düsseldorf geholt. Raphaela R. ist erfahrene Prüfpsychologin und hat mir ein paar Antworten gegeben, die Euch hoffentlich weiterhelfen:
Frage: Wer muss eigentlich im Moment alles einen Test machen? Ich habe gehört, da hat sich durch die Corona-Situation etwas geändert !?
Raphaela R.: Bewerbende für die Laufbahnen eines Soldaten auf Zeit (SaZ) durchlaufen alle einen Computertest. Das gilt sowohl für die Mannschaftslaufbahn, die Unteroffizierslaufbahn als auch für die Feldwebellaufbahn. Bewerbende für den Freiwilligen Wehrdienst (FWD) dagegen machen aktuell wegen der Corona-Einschränkungen keinen Computertest. Das gilt gleichermaßen für Bewerbende für den neuen „FWD im Heimatschutz“. Auch Ihr müsst bis auf Weiteres keinen Computertest machen !
Frage: Wie lange dauert eigentlich der CAT-Test?
Raphaela R.: In der Regel dauert das so zwischen 1,5 und 2 Stunden. Das hängt natürlich ein bisschen davon ab, wie schnell Du bist, aber auch davon, wofür Du dich bewirbst. Möchtest du z.B. eine Ausbildung bei uns machen (Wir nennen das „ZAW“- ZAW steht für Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung), bekommst du spezielle Testverfahren, die auf Deine gewünschte Ausbildung abgestimmt sind. Spezielle Testverfahren gibt es auch bei bestimmten Verwendungen (Tätigkeit). Hat Dein Karriereberater mit Dir beispielsweise den Plan entwickelt, dass Du in der elektronischen Instandsetzung eingesetzt werden könntest, machst Du einen Test, der elektronische Grundkenntnisse abfragt. In diesem Fall kann der Test bei Dir etwas länger dauern, als bei Deinem Nachbarn. Lass Dich davon also nicht irritieren und arbeite in Ruhe weiter.
Frage: Was testet Ihr denn alles ? Darfst Du mir das verraten ?
Raphaela R.: Naja, alles werde ich Dir natürlich nicht verraten. Ein bisschen spannend soll es ja bleiben und natürlich wollen wir ja auch ein realistisches Bild der Talente unserer Bewerberinnen und Bewerber durch den CAT-Test bekommen.
Aber hauptsächlich geht es darum, festzustellen, wie gut Du Informationen aufnehmen und verarbeiten kannst. Alle Bewerbenden bekommen dazu Aufgaben aus dem Bereich Logik, Rechnen und Sprache präsentiert. Dabei gibt es z.B. Aufgaben mit Matrizen, Grundrechenarten oder Rechtschreibung. Außerdem wird es einen Reaktionstest geben, bei dem Du vor allem schnell sein sollst. Je nach gewünschter Verwendung, machst Du auch noch einen Mechanik-Test, einen Englischtest, einen Elektronik-Test oder einen Konzentrations-Test. Am Ende bekommt jeder Bewerbende noch persönliche Fragen gestellt. Hier geht es z.B. darum, wie gerne Du im Team arbeitest oder wie sorgfältig Du Deine Aufgaben erledigst. Bei diesen Fragen gibt es kein richtig oder falsch. Antworte am besten ohne zu lange darüber nachzudenken. Auf diese Fragen brauchst du Dich nicht wirklich vorbereiten – sie dienen eher dazu, Dich noch besser kennenzulernen.
Frage: Das war das Stichwort: Wie kann ich denn für den CAT-Test üben?
Raphaela R.: Auf unserer Homepage www.bundeswehrkarriere.de findest Du unter „Ihre Berufung“ einen Assessment-Trainer. Hier siehst Du, wie die verschiedenen Aufgabentypen aussehen können. Dieser Trainer bildet nicht alle Aufgaben ab und nicht alle Schwierigkeitsstufen. Er dient nur zur Orientierung. Zur optimalen Vorbereitung könntest Du natürlich noch etwas mehr machen. Im Internet gibt es viele Angebote, z.B. um Matrizen zu üben. Da wir hier keine Werbung machen dürfen und wollen, verweise ich mal auf Erfahrungen anderer Bewerberinnen und Bewerber, die man in den entsprechenden Foren nachlesen kann. Die Aufgaben in diesen „Testknackern“ sind natürlich nie 100% identisch, aber helfen dem einen oder anderen zur Vorbereitung. Für die Teile Sprache, Mechanik und Mathe hilft es Dir auch, einfach Deine Aufgaben aus der Schulzeit noch einmal rauszuholen und diese zu üben (Grundrechenarten, Physik, Rechtschreibung, Grammatik). Ja, ich weiß – das tut keiner wirklich mit großer Begeisterung ! Aber da muss man durch ! Es lohnt sich jedenfalls !!!
Frage: Erfahre ich denn im Laufe des Assessments mein Testergebnis?
Raphaela R.: Ja, Du bekommst im Prüfgespräch eine kurze Auswertung Deines Testes. Dort erläutern wir Dir, welche Teile besonders gut gelaufen sind. Du bekommst keine genauen Noten genannt, aber wir können Dir eine Einschätzung geben, die Dir Auskunft gibt, ob Du im Vergleich mit anderen Bewerberinnen und Bewerbern über oder unter dem Durchschnitt liegst.
Und klar checken wir auch, ob Deine Testergebnisse für die gewünschte Laufbahn, aber auch die Verwendung ausreichend ist. Je nach Verwendungswunsch musst Du nämlich vordefinierte Mindestwerte im CAT-Test erreichen. Das macht natürlich Sinn: Wir wollen ja niemanden, der z.B. keinen Schimmer von Elektronik hat, in die elektronische Instandsetzung schicken. Das würde wohl niemanden so richtig glücklich machen.
Frage: Und wie ist das, wenn ich glaube, dass der Test nicht gut gelaufen ist: Kann man den CAT-Test wiederholen?
Raphaela R.: Im laufenden Bewerbungsverfahren nicht, denn der Test ist erstmal für 2 Jahre gültig. Nach Ablauf der 2 Jahre kannst Du ihn erneut absolvieren. Das passiert, wenn Du Dich z.B. neu bewirbst oder wenn Du bereits in der Bundeswehr bist und einen Laufbahnwechsel oder eine neue Ausbildung anstrebst.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2020, 06:27:28 von Ralf »
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Ralf

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« Antwort #6 am: 18. Dezember 2020, 06:28:39 »

In FB gesehen und für gut befunden:
Zitat
Guten Morgen zusammen... ich habe in den verschiedenen Gruppen viele verschiedene Dinge über den Bereich Nachwuchsgewinnung gelesen. Manche gut geschrieben und auch völlig zutreffend, andere bewegten sich eher im Bereich der Spekulation, des Ratens oder einfach im "falsch sein". Wir müssen da mal ein paar Dinge angehen und die Mythen ausräumen, bzw. richtig stellen. Das werden die ein oder anderen nicht ganz glauben, entspricht aber den Richtlinien die im täglichen Dienst auch praktiziert werden.
Zunächst möchte ich allen, die sich für Fragen rund um das Eignungsfeststellungsverfahren interessieren, die (nicht offizielle) Seite des KarrC Bw Düsseldorf ans Herz legen. Hier wurden und werden bestimmt auch zukünftig allgemeine Fragen beantwortet. Dies auch noch von sich auskennendem Personal.
Was hören wir häufig noch ?

"Der Einplaner hat mich verarscht"
Das lasse ich mal als Statement so stehen, weil es verschiedene Bereiche betreffen kann. Es kann hier um die Verwendung gehen, um die Laufbahn, die Tätigkeit, den Standort, etc.
--> Situation
Der Bewerber kommt mit einer erreichten Laufbahneigung "Feldwebel" zum Einplaner und das Einplanungsgespräch beginnt. Im Verlauf teilt ihm der Einplaner mit, dass es derzeit keine (die auf das erreichte Profil zutreffende) freie Stelle gibt. Er bietet ihm folgerichtig an, was den Bewerber in die Bundeswehr bringen würde. Der Bewerber will ja in die Bundeswehr. Der Bewerber nimmt das Angebot mit und will sich diese für ihn neue Sachlage überlegen. Er ist hier in einer Facebookgruppe und bekommt als erstes gesagt, dass das so nicht stimmen kann, weil der Gesprächspartner hier (Mannschaftssoldat X aus Verband Y) da ja ganz anderes gehört hat. Man muss da bloß standhaft bleiben und dann geht das schon. Hat bei anderen auch funktioniert.
--> was passiert außerhalb des sichtbaren Bereiches für den Bewerber und den "Auskenner" von Facebook:
Der Einplaner prüft selbstverständlich im Nachgang an das Gespräch fortlaufend weiter, ob der Einplanungswunsch des Bewerbers doch noch realisiert werden kann. Warum auch nicht ? ist ja sein Job. Die Basis aller Einplanungen ist zunächst einmal das Vakanzenmanagement in dem alle Einstellungsdienstposten hinterlegt sind. Auf dieses System greifen parallel in Echtzeit Alle KarrC Bw mit Assessment zu. D.h., dass es ständig der Veränderung unterliegt. Personalführer stellen neue Stellen ein und die KarrC verplanen diese. Für den Bewerber bedeutet dies, dass es zum Zeitpunkt des beim Einplaner sitzens keine Einplanungsmöglichkeit vorhanden war.
Im Nachgang erscheint es dann so, wenn der Einplaner doch noch eine Stelle zu einem späteren Zeitpunkt im System angezeigt bekommt (weil neu eingestellt durch Personalführung) und diese dem Bewerber vorschlägt, als ob ein Kausalzusammenhang zwischen "standhaft bleiben" und Stelle bekommen besteht. Dem ist NICHT so. Es werden damit auch keine Quoten erfüllt, weil es dem Einplaner völlig schnurz ist als was man eingeplant wird. Es geht hier lediglich darum das (im besten Fall) gewünschte Ziel des Bewerbers zu ermöglichen.

"Der Einplaner verspricht Dinge"
--> kurz und knapp, nö !
Hier geht es mit Masse immer um die Stellenbeschreibung die mitgegeben wird.
Nehmen wir als Beispiel den "TrspSdt SK". Dieser Transportsoldat hat genau EINE Tätigkeitsbeschreibung im System hinterlegt. Diese beschreibt ganz allgemein die Tätigkeit und ist durch die Führung so zur Verfügung gestellt worden. Nun wissen wir, dass ein TrspSdt in einem LogBtl anders eingesetzt wird als z.b. in einem PzBtl, oder woanders. Fakt ist, der Chef entscheidet vor Ort was die Tätigkeiten sind. Darauf ist immer vieles zurückzuführen. Egal was man sich ausmalt, wenn der Chef sagt Halle fegen, dann ist Halle fegen... egal was man an irgendeiner anderen Stelle gehört hat .
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« Antwort #7 am: 21. Dezember 2020, 12:16:36 »

Hinweise zum Assessment unter Pandemiebedingungen sowie zum Dienstantritt 2021: https://www.bundeswehrkarriere.de/ihr-arbeitgeber-bundeswehr/highlights/hinweis
Ggf kann der tatsächliche Termin auch variieren. Sie bekommen alle Infos von Ihrer zukünftigen Dienststelle.
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2020, 14:42:58 von Ralf »
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« Antwort #8 am: 13. Januar 2021, 19:21:25 »

Zitat
Frage des Tages (6): FWD Heimatschutz – was ist das eigentlich ?
Hallo Interessentinnen und Interessenten, Bewerberinnen und Bewerber für die Bundeswehr. Zunächst mal hoffe ich, dass Ihr/Sie alle vernünftig und gesund ins neue Jahr gekommen seit !
Heute will ich Euch kurz und prägnant das Thema „Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz“ (FWD Hsch) vorstellen und Euch die Chancen dieses neuen Wehrdienstverhältnisses näher bringen. Also los:
Immer dann, wenn besondere Anstrengungen erforderlich sind, um Katastrophen und Notsituationen für unser Land abzuwenden, dann greifen Landes- und Bundesregierung nach klar vorgegebenen Regeln auf die Bundeswehr und ihre besonderen Fähigkeiten zurück. Solche Situationen hatten wir beispielsweise beim Oder-Hochwasser vor einigen Jahren, bei Schneekatastrophen, aber auch und vor allen Dingen ganz aktuell in der Corona-Pandemie.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass das nicht nur mit den aktiven Soldatinnen und Soldaten geht (- die müssen ja auch ihren ganz normalen regelmäßigen Aufgaben nachkommen -), sondern dann kommt es auch auf unsere Reservisten an. Reservisten sind (i.d.R.) Soldatinnen und Soldaten, die sich bereit erklärt haben, nach ihrer aktiven Dienstzeit bei der Bundeswehr im Rahmen von „Übungen“ (- so nennt man das -), tage-, wochen- oder monatsweise als Reservisten für die Bundeswehr und damit für unser Land Dienst zu leisten.
Und hier kommt nun der neue Dienst „FWD Heimatschutz“ ins Spiel: Eigentlich suchen wir damit jetzt Menschen, die bereit sind, sich von vorneherein als Reservist zur Verfügung zu stellen und damit freiwillig einen Beitrag für eine Region in unserem Land zu leisten.
Für diese spätere Reservisten-Dienstleistung werden wir Euch aber hier und heute attraktiv, zielgerichtet und hochwertig ausbilden. Diese Ausbildung machen wir im Rahmen einer Verpflichtung zum Freiwilligen Wehrdienst. Deshalb nennen wir dieses Dienstverhältnis auch „Freiwilliger Wehrdienst im Heimatschutz“.
Die Starttermine dieser Ausbildung sind für dieses Jahr am 1. April, am 1. Juli und 1. Oktober. Der Einsatz danach als Reservist wird natürlich erst später stattfinden. Ihr erklärt Euch, wenn Ihr sagt, das könnte ich mir gut vorstellen, dazu bereit, zusammengerechnet mindestens 5 Monate in den dann folgenden 6 Jahren Reserve-Übungen zu leisten. Die Ausbildung dafür, ab den oben angegebenen Startterminen, wird 7 Monate dauern – und damit endet dann auch schon im Normalfall der „aktive“ FWD-Anteil.
In Eurer Heimatschutz-Kompanie erwartet Euch neben den herausfordernden Aufgaben vor allem auch Kameradschaft und ein Pool neuer regionaler Freundschaften und Kontakte über die Reservisten-Tätigkeit  hinaus. Vielleicht sollte ich ergänzend noch hinzufügen, dass „FWD Hsch“ nicht für Auslandseinsätze vorgesehen werden.
Klar wird das ganze angemessen besoldet und natürlich werden auch die Übungstage, die Ihr später macht, durchaus attraktiv bezahlt. Übrigens: Der Bestand eines Arbeitsverhältnisses während dessen der Einsatz stattfindet, ist gesetzlich geregelt.
Diese Übungen sollen möglichst heimatnah stattfinden; deshalb werden wir Dich auch in eine Reserve-Einheit möglichst nah zu Deinem Heimatort einplanen.
Was das Ganze vielleicht auch alternativ zu Deinen/Euren anderen Laufbahnwünschen bei der Bundeswehr interessant macht: Die Personalgewinnung für den Heimatschutz steht bei uns derzeit ganz oben auf der „To-Do-Liste“. Deshalb behandeln wir Bewerberinnen und Bewerber, die sagen, dass das ein Dienstverhältnis sein könnte, was attraktiv und eine gute Option sein könnte, absolut vorrangig !
Auch diejenigen, die bereits eine Bewerbung für eine andere Laufbahn abgegeben haben, aber noch keine Einladung zu einer Eignungsfeststellung haben, und jetzt sagen, „das ist genau mein Ding“, sollten sich telefonisch mit ihrem Karriereberater in Verbindung setzen. 
Noch ein Hinweis: Natürlich ist für Euch jeder Weg in eine andere Laufbahn später auch noch möglich, wenn Ihr während der Ausbildung zum „FWD Hsch“ feststellt, dass Bundeswehr und Soldatsein auf längere Sicht Euer Ding sein könnte !
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Ralf

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Antw:Infos/Fragen zum Assessment
« Antwort #9 am: 14. Februar 2021, 18:53:53 »

Zitat
Frage des Tages (8):
Was soll ich denn zu meinem Eignungsfeststellungverfahren (dem „Assessment“) für Klamotten anziehen ?
Glaubt Ihr wirklich, dass ich Euch darauf eine (gute) Antwort geben werde ? Doch sicher nicht !!
Aber Ihr könnt ja mal darüber nachdenken, worüber ich nachfolgend ein bisschen philosophieren will:
Wenn Ihr zu uns kommt, habt Ihr ja ein Ziel vor Augen: Ihr wollt am Ende des Tages möglichst doch eine Zusage für eine Einstellung in Eurem Wunschberuf als Soldat oder für eine Beamtenlaufbahn erreichen. Dafür versucht Ihr Euch ganz sicher in den unterschiedlichen Assessmentstationen bestmöglich „zu verkaufen“, also irgendwie Eure beste Seite Eurem zukünftigen Arbeitgeber anzubieten.
Richtig ?
Richtig !
Im Testverfahren begegnet Ihr bei uns und in allen anderen Karrierecentern Menschen, die Profis sind, Eure Leistungen und Eure Persönlichkeit während des Assessments kennenzulernen und zu bewerten.
Und jetzt frage ich Euch, ob es besonders sinnvoll sein wird, mit völlig abgefahrenen, abgefuckten oder verwarzten Klamotten anzukommen, weil „… gerade nichts anderes greifbar war“ ?!
Doch sicher nicht !
Vor einigen Wochen hatte ich einen jungen Mann mit einem T-Shirt mit dem oberkörpergroßen Aufdruck „Fuck You“ vor mir sitzen, der sich für eine Feldwebellaufbahn (also die Meisterebene) beworben hat. Dass wir uns im Prüfteam sehr intensiv darüber Gedanken gemacht haben, ob der junge Mann das erforderliche charakterliche Eignungsprofil für diese mittlere Führungsebene bei der Bundeswehr mitbringt, ist sicherlich nachvollziehbar.
Und NEIN: Natürlich sind Eure Klamotten kein Prüfungskriterium. Aber doch auch ein Stückweit ein Teil Eurer Persönlichkeit.
Was will ich Euch damit sagen: Ihr wollt natürlich auch äußerlich einen möglichst guten, zu eben dieser Persönlichkeit passenden Eindruck vermitteln. Klar gehört eine saubere Jeans und ein gepflegtes kurzes Hemd oder ein T-Shirt und ein paar Sneakers definitiv zu den Sachen, wo wir uns keine Gedanken machen, ob das Äußere negative Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Bewerbers oder der Bewerberin zulässt. Wir erwarten ganz sicher nicht von Euch, dass Ihr Euch in den Konfirmationsanzug oder das „kleine Schwarze“ vom Abschlussball reinzwängt.
Ein weiterer Aspekt, den Ihr vielleicht auch mal überlegen solltet, wenn Ihr Euch die Frage nach der passenden Klamottenauswahl stellt: Für was bewerbt Ihr Euch gerade ? Ist es die Feldwebelebene, also der Führer, Erzieher und Ausbilder, ausgestattet mit einer „Meister-Qualifikation“ auf der mittleren Managementebene bei der Bundeswehr, wenn man das mal mit der zivilen Welt vergleicht? Oder ist es das Ziel, in einer Beamtenlaufbahn im mittleren Dienst eingestellt zu werden?
Die Frage ist doch, welche Erwartungshaltung wohl der zukünftige Arbeitgeber, das Unternehmen, bei dem Ihr Verantwortung übernehmen wollt, an Euch als Bewerbende hat. Gerade in diesen Fällen stelle ich mir immer mal wieder die Frage, warum Bewerberinnen und Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz bei Siemens oder der Sparkasse sehr genau wissen, wie man auch mit dem äußeren Erscheinungsbild einen guten Eindruck machen kann (- dort sogar oft  muss -), bei der Bundeswehr diesen Punkt aber bisweilen etwas vernachlässigen.
Noch ein letztes Wort für Zeiten, die wir Sommer nennen und wo es warm ist:
Das, was am Strand und Baggersee cool und luftig ist, könnte möglicherweise eine zu coole und zu luftige Verkleidung für ein Vorstellungsgespräch im Rahmen eines Assessments sein. Das gilt natürlich gleichermaßen für Jungs und Mädels !
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