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Autor Thema: Alles was Corona betrifft  (Gelesen 64654 mal)

F_K

  • die wandelnde ZDV
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #15 am: 08. März 2020, 16:40:26 »

@ tank1911:

Bitte bei den wissenschaftlichen Tatsachen bleiben:
- für den Geimpften bringt eine Impfung immer etwas, das Thema Herdenimmunisierung ist ein anderes Thema.
- die Gesellschaft, insbesondere das Gesundheitswesen, hat bei schnellem Verlauf ein erhebliches Problem
- eine "normale" Grippewelle hat keine / wenig Auswirkung auf Wirtschaft / Gesellschaft, dies ist hier erheblich anders, und wir sehen erst den Anfang
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tank1911

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #16 am: 08. März 2020, 16:51:44 »

Wissenschaftliche Tatsachen:
1. Wenn sich 90% nicht impfen lassen, können 90% immer noch erkranken.
2. Die derzeitigen/ zukünftigen Auswirkungen auf Wirtschaft / Gesellschaft finden ihren Ursprung nicht in dem Virus an sich, sondern im gesellschaftlichen, individuellen und vor allem medialen Umgang mit dem Virus, sprich der Panik.
3. 95% aller Erkrankten haben normale grippeähnliche Symptome und kurieren diese ohne "Heilmittel" aus. Schwere Verläufe / Tote beruhen auf hohem Alter/ Immunschwäche/ Vorerkrankung. Fall 1 in D war zuvor in Lungenklinik, Fall 2 erhielt vorher Organspende, Fall sogar wieder dementiert
« Letzte Änderung: 08. März 2020, 17:11:10 von Ralf »
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F_K

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #17 am: 08. März 2020, 17:18:51 »

Vorerkrankungen / Alter sind immer ein Risiko - es gibt aber auch junge Tote ohne Vorerkrankungen.

Der prozentuale Anteil der Sauerstoffgaben und der Beatmungspflicht ist höher als von Dir dargestellt - lese bitte die Einschätzung der WHO - und im Vergleich die Einschätzung der WHO bei der jährlichen Grippewelle.
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tank1911

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #18 am: 08. März 2020, 17:29:05 »

Habe ich. Dennoch muss man die Zahlen immer auch in Relation zum Standard der Gesundheitsversorgung eines Landes betrachten. Zum Beispiel lässt sich die Sterberate von Wuhan sicherlich nicht auf Berlin übertragen. Endlose Diskussion vielleicht.  Es sollte natürlich keine Krankheit auf die leichte Schulter genommen werden, dennoch ist die aktuelle Panik m.M.n. nicht gerechtfertigt.
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Opa_Hagen

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #19 am: 09. März 2020, 07:26:08 »

nicht zu vergessen - das für solche aktionen auch grünes licht vom Z-San kommen muss

kann mir keinen DV vorstellen der  bei der jetzigen Lage irgend etwas ohne rücksprache mit der Sanität durchführt oder absagt ;)

Bei uns in Kaserne wurde sogar der legendäre Starkbieranstich abgesagt:( Kann man verstehen, trotzdem schade.
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bayern bazi

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #20 am: 09. März 2020, 08:19:45 »

ab jetzt bitte alles was Corona betrifft hier rein - vermute mal das die Debattten demnächst größer werden

 - spätestestens wenn ganze Kasernen unter Quarantäne stehen

 - oder Hilfeleistungsanträge von Behörden gestellt wurden


zum thema Hilfeleistung

 welche Möglichkeiten hätte die aktive Truppe überhaupt zur Zeit, die ziviele Seite zu Unterstützen, mir vielen hier unter Umständen

Sanität
 - Matrial beisteuerung (falls überhaupt noch Desinfektions - und Reinigungsmittel /Schutzkleidung ecc eingelagert sind )
 - Personalersatz für durch Krankheit ausgefallenes Klinikpersonal (Sanitäter und Ärzte in der Pflege)

ABC
 - DEKON


fällt euch noch was ein ;)  - bzw was ist überhaupt noch da :D
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wer nicht kämpft  - hat bereits verloren

 

F_K

  • die wandelnde ZDV
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #21 am: 09. März 2020, 10:36:26 »

Nunja,

ABC Dekon ist gegen "Kampfstoffe gerichtet" und daher sehr aggressiv (bei Material - Beschädigt z. B. Lacke), und bei Personendekon wird die Bekleidung "entsorgt" - beides ist bei einer "Erkältungskrankheit" nicht wirklich zielführend.

Die Kapazität ist auch auf WENIGE TrT ausgerichtet, nicht auf viele Zivilisten.

Mein letzter Besuch in einem SanBereich ist schon 6 Monate her, da war Desinfektionsmittel KNAPP, ist auch im Bericht des Wehrbeauftragen, ZSan kann diese Dinge nun auch zivil beschaffen - soviel zum Thema mil. Lager - und Ärzte sind bei der BW chronisch knapp, genauso wie Pfleger - da kann man nichts "abgeben", schonmal garnicht, wenn Fälle in der BW auftreten.

Insoweit sollte da kein KVK / BVK auf die Idee kommen, da etwas "anzubieten".
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bayern bazi

  • die Bergziege
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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #22 am: 09. März 2020, 11:14:50 »


Insoweit sollte da kein KVK / BVK auf die Idee kommen, da etwas "anzubieten".

dann sind wir ja mal einer Meinung ;)


wobei die ersten Fragen der LRÄ schon gekommen sind (es soll auch Behörden geben die sich schon im vorraus informiern und nicht erst warten bis das Kind im Brunnen ist  ;) )
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Synthic

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #23 am: 09. März 2020, 12:21:22 »

Und für mich und viele Andere stellt sich natürlich die Frage, wie wird mit bestätigten Fällen in einer Kaserne umgegangen? Bzw. mit allen anderen die plötzlich Verdachtsfälle sind.
Sofort kommen dann natürlich die üblichen Aussagen: "Dann wird die Kaserne dicht gemacht und keiner kommt mehr rein oder raus."
Würde sich für mich nicht so recht erschließen, da andere Arbeitnehmer aus dem öffentlichen Dienst auch nach Hause begeben und dort in Quarantäne bleiben. Die meisten Kasernen haben inzwischen gar nicht mehr die Kapazitäten um alle Verdachtsfälle aufzunehmen ???

Grüße
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LwPersFw

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #24 am: 09. März 2020, 12:43:49 »

Und für mich und viele Andere stellt sich natürlich die Frage, wie wird mit bestätigten Fällen in einer Kaserne umgegangen? Bzw. mit allen anderen die plötzlich Verdachtsfälle sind.


Ein Beispiel ... https://www.bundeswehrforum.de/forum/index.php/topic,67867.0.html


Der/Die Erkrankte/n werden nach Maßgabe San behandelt.

Die direkten Kontaktpersonen sind 14 Tage zu Hause.

Die Dienststelle ist 2 Tage zu.

Dann wird neu entschieden.

Alles kein Hexenwerk...
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Andi8111

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #25 am: 09. März 2020, 12:56:08 »

Nur mal so in den Raum geworfen:
"In Europa galten Pocken teilweise als Kinderkrankheit und die Erkrankung, an der bis zum Ende des 18. Jahrhunderts noch bis zu 10 % aller Kleinkinder starben, wurde auch „Kindsblattern“ genannt. Ab dem 18. Jahrhundert häuften sich die Pockenfälle und lösten die Pest als schlimmste Krankheit ab. Nach Schätzungen starben jedes Jahr 400.000 Menschen an Pocken, und ein Drittel der Überlebenden erblindete. Oft zählten Kinder erst zur Familie, wenn sie die Pocken überstanden hatten."
"Das Phänomen, dass das Masernvirus dann eine hohe Letalität zeigt, wenn es auf eine zuvor unberührte, nicht-immune Bevölkerung trifft, findet sich mehrfach auch im 19. Jahrhundert. So starben 40.000 der 148.000 Einwohner von Hawaii im Jahre 1848 und etwa ein Viertel der Bevölkerung der Fidschi-Inseln 1874" (Wikipedia)

Früher gab noch echte Krankheiten. Polio, Pocken, Malaria, Cholera.... heute gibts nur noch Trallala ;)
Ich glaube, wir haben "noch" mehr Dienstunfähige wegen PTBS als wegen Corona.....
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F_K

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #26 am: 09. März 2020, 13:06:36 »

Zitat
Ich glaube, wir haben "noch" mehr Dienstunfähige wegen PTBS als wegen Corona.....

Na, wie ist denn Deine Prognose, wie lange dies so bleibt?

Thema Masern und nichtimmunisierte Bevölkerung erleben wir gerade in Echtzeit mit Corona - auch wenn die Lethalität deutlich geringer ist als Masern "damals".

Zitat
echte Krankheiten. Polio, Pocken, Malaria, Cholera..

Bis auf Malaria bin ich (und viele Andere) dagegen geimpft - und bei Malaria nehme ich, sofern notwendig, Prophylaxe ...
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Andi8111

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #27 am: 09. März 2020, 13:19:21 »

Also grundsätzlich sind Coronaviren als Erreger von grippeähnlichen Erkrankungen und mitunter auch Lungenentzündungen seit 20 Jahren bekannt. Da gibt es immer Infektionen, die still verlaufen oder nur mit grippalen Infekten und Viruspneumonien, die in der Regel chronisch Kranke und Alte trafen. Das ist von der Natur so gewünscht und war früher die natürliche Auslese. Da aber nun jeder 120 werden will, wird der Tod an einer Infektionskrankheit mit etwa Tod durch Erschießen als völlig inakzeptable Todesursache gehandelt.
Man muss immer gegen alles etwas tun können.

- Die Influenza (A und B) fordert unter der Risikogruppe jedes Jahr um die 5000 Tote, manchmal mehr (2017/2018 waren es alleine in D 25000 und in Europa geschätzt etwa 1000000 Menschen!!).
- Tuberkulose ist für 500 Millionen Tote jährlich verantwortlich.
- Alle Virushepatitiden zusammen weltweit für etwa 300 Millionen jährlich.

Nur mal so als "funfact".

Ich persönlich denke, wenn man jeden mit Schnupfennase testen würde, würde man sicher einen sprunghaften Anstieg der Infizierten haben (haha).
Ich halte diese Hysterie für völlig unangemessen. Ach, kurz noch, weil du die Legalität der Masern angesprochen hast: Völlige Penetranz, also immer volles Krankheitsbild. Ein Drittel der Erkrankten über alle Altersgruppen entwickelt Komplikationen. Davon etwa 10% zum Tode führende neurologische Folgekrankheiten.
Im Gegensatz zu Corona: Penetranz von maximal 4% (Penetranz beschreibt die Ausprägung der Erkrankung nach Infektion, von unvollständigen. Penetranz wie z.B. nur Schnupfen, über mäßige Penetranz Grippe mit Fieber und vollständige Penetranz; wozu die Lungenentzündung verklärt wurde; wobei ich denke, die normale Krankheitsausprägung bei Corona ist die Schnupfennase und ggfs. Fieber... Wenn also 4% der Infizierten Komplikationen entwickelt, die einer stationären Kranlkenhausbehandlung bedürfen... bewegen wir uns in den Unschärfen der Statistik...)
BTW: Gegen Malaria gibt es keine zugelassene Impfung. Weil? Plasmodien echte Zellen sind und deswegen weniger Möglichkeiten zur Immunitätsentwicklung durch einen Impfstoff besteht. Die für Kinder in den Risikogebieten zugelassene Impfung schützt nur zu etwa 30%, was aber bei der Masse an Malariakranken weltweit (ca 25 Millionen mit etwa ein Drittel Toten) Sinn macht.
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F_K

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #28 am: 09. März 2020, 13:26:47 »

BTW:

Wenn es eine Impfung gegen Malaria geben würde, wäre ich ja geimpft - dies ist mir schon bekannt.

Ansonsten:

Die tatsächlichen Raten behandlungsbedürftiger Corona Fälle und die Mortalität wird wohl erst im Nachgang wissenschaftlich festgestellt werden können.

Es gibt auch Abschätzungen der WHO, die von 10% (notwendiger) Sauerstoffgabe (sinnvoll bei Mengen wohl nur im Krankenhaus möglich) und 5 % Beatmungsbehandlung (Intensivstation) spricht - und dann sind schnell alle Betten voll …

Ja, die Tuberkolose und Malaria Toten gibt es eben nicht in Deutschland - und an die Verkehrstoten, Überfettung / Krebs ist man halt gewöhnt ...
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ulli76

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Antw:alles was Corona betrifft
« Antwort #29 am: 09. März 2020, 18:25:59 »

Aaaalso- warum zur Zeit so ein Bohei betrieben wird:
Das wichtigste ist die Verlangsamung der Ausbreitung aus verschiedenen Gründen:
1. wir sind noch mitten in der Grippesaison und die Arztpraxen und Krankenhäuser sind voll. Man versucht die große Coronawelle zeitlich dahinter zu bekommen.
2. Ein steiler Anstieg der Erkrankten bedeutet auch ein steiler Anstieg intensivpflichtiger Patienten- diesen Anstieg versucht man abzuflachen.
3. Man versucht Zeit zu gewinnen bis ein Heilmittel und/oder Impfstoff gefunden wird. Geheilte Patienten bergen z.B. die Chance auf Passivimpfstoffe.

Sobald das Virus zu stark verbreitet ist, wird man die Strategie ändern und versuchen besonders gefährdete Gruppen zu schützen.

Wie die Bundeswehr unterstützen kann: Eigentlich nur als Manpower beim Aufbau von behelfsmäßigen Behandlungseinrichtungen, Absperrposten z.b. an Testzentren.
Der Sanitätsdienst hat wohl kaum die Manpower um z.b. Personal in zivilen Krankenhäusern zu unterstützen. Die aufgaben werden eher in der Versorgung eigener Soldaten, Isomaßnahmen, Versorgung von Soldaten in der Unterstützung ziviler Maßnahmen eingesetzt sind, liegen.

Für die Bevorratung von Material für das zivile Gesundheitswesen ist die Bundeswehr nicht zuständig.


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